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Mazda feilt an der Brand Experience – Logo wird nach langer Vorlaufzeit offiziell eingeführt

Mazda Logo (ab 07/2025), Quelle: Mazda
Mazda Logo (ab 07/2025), Quelle: Mazda

Schon im letzten Sommer machen Bildmontagen im Web die Runde, auf denen ein schlichtes, einfarbiges Mazda-Logo zu sehen ist. Ungeachtet dessen präsentiert sich Mazda seitdem auf Autoshows wie auch im digitalen Raum unverändert mit dem bekanntem Logo in Chrom-Optik. Ein Jahr später beginnt der japanische Autohersteller mit der Implementierung des längst bekannten einfarbigen Signets. Doch die Anpassung ist mehr als nur ein Facelift am Markenzeichen.

Eilig scheint es der japanische Autobauer Mazda mit der Umstellung auf ein flaches Logodesign nicht zu haben. Schon im Oktober 2023 hatte Mazda sein Konzeptfahrzeug Iconic SP mit einem schlichten, illuminierten Markenemblem präsentiert. Allerdings kam das flache Logo bislang weder an einem der seitdem vorgestellten Serienfahrzeuge (CX-80, CX-70, CX-90, CX-5, u.a.) zum Einsatz, noch wurde die digitale Präsenz dahingehend angepasst. Im Zuge der Eröffnung des „Trans Aoyama Brand Space“ in Tokyo im Februar dieses Jahres feierte das vereinfachte geflügelte M-Signet am Objekt Premiere, weitestgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit. Davon abgesehen ist die Markenkommunikation bei Mazda unverändert geblieben. Erst vor wenigen Tagen änderte sich dies.

Mini (2015) und Audi (2016) haben schon vor Jahren die Darstellung des M…

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 9 Kommentare

  1. Ich habe ehrlich gesagt noch nie ein M in dem Logo gesehen, sondern immer einen stilisierten Vogel. Das hat sich auch beim neuen Logo und auch nach intensivem Gucken nicht geändert, auch nachdem ich nun weiß und vom Kopf her auch nachvollziehen kann, dass das wohl ein M sein soll. Unabhängig davon überrascht mich etwas die Beschreibung, dass sich beim M-Signet lediglich die Stilistik geändert habe, die Form selbst aber gleich geblieben sei. Denn die Schwingen sind nun eben nicht mehr geschwungen, sondern geknickt, sind also deutlich stärker konstruiert als zuvor. Die klassische Wortmarke will da meines Erachtens nicht so ganz zu passen, auch wenn die für sich vielleicht okay gemacht ist. Aber das entspricht auch nicht wirklich meinem Bild von den Autos dieser Marke. Vor allem aber habe ich immer ein grundsätzliches Problem damit, wenn man sich so radikal von einem eingeführten und bekannten Image (hier der Wortmarke) verabschiedet. Da hätte es doch sicherlich eine Modernisierung und Aktualisierung des bisherigen Schriftzuges geben können, bestimmt auch eine radikale, die trotzdem Erinnerungen an das alte Bild in sich hätte tragen können. Bei mir lösen solche radikalen Brüche immer den Gedanken aus, dass da eine größere Krise im Busch sein muss und dass das nun der letzte Rettungsversuch ist. Insofern meine Zusammenfassung: Insgesamt alles etwas unausgegoren.

    1. Danke Andreas. Was die Form der Bildmarke betrifft, so hast Du vollkommen recht. Die Aussage, die Form selbst sei gleich geblieben, ist falsch. Deshalb habe ich die entsprechende Textstelle korrigiert. Nun heißt es im Artikel: „Sowohl die Bildmarke als auch die Wortmarke wurden neu gestaltet.“

    2. Ich hab da auch nie ein M gesehen, sondern geschwungene Flügel. Die Logo-Historie ist ja bei denen auch eher ein hin und her:

      Das neue Logo erinnert durch die nicht mehr geschwungenen Linien und die 2D-Darstellung jetzt irgendwie eher an ein Lenkrad.

      1. Danke. Kleine Anmerkung meinerseits. Ich habe den Direkt-Link auf ein externes Bild in Deinem Kommentar, lieber Violator, entfernt. Am Ende dieses Beitrags wird bereits auf eine von Mazda veröffentlichte Logohistorie verlinkt. Dort werden die jeweiligen Logos auch ausführlich beschrieben.

        Du hast recht – die Mazda-Logohistorie ist ein ziemliches hin und her. Auch anhand der starken Unterschiedlichkeit und der enormen Bandbreite der Markenlogos lässt sich, wie ich meine, eine über Jahrzehnte bestehende unentschiedene Haltung ablesen. Ein roter Faden ist nicht zu erkennen. Was in Bezug auf ein Story-Telling natürlich alles andere als ideal ist.

  2. Insgesamt sehr gelungen. Wirkt klassisch, hochwertig und gleichzeitig modern.
    Aber wenn ich das richtig sehe, ist das Emblem vorne und am Reifen weiterhin das altbekannte. Passt insofern nicht, dass ja auch an der Form des Logos Änderungen vollzogen wurden.

    1. Wenn ich mir das Bild des Mazda EZ-60 in der Fotostrecke anschaue, so scheint dort auf der Front das neue Logo verwendet zu werden, bei den restlichen Autos in der Fotostrecke scheint es allerdings wirklich noch das alte zu sein. Vielleicht findet hier nur nach und nach ein Übergang statt?

  3. Find ich persönlich ganz schwach. Den Schritt vom 3D Effekt weg zu gehen kann ich nachvollziehen, die Änderung der Form der Bildmarke allerdings nicht. Die war vorher ausgewogener, stärker (was wohl auch durch die eckigiger ausform verstärkt wird) und vor allem war es ein M und ein Vogel. Klar das M seh ich im meine natürlich auch wo aber es ist nicht mehr offensichtlich

    Schriftzug schaut altbacken aus, der vorherige war jetzt auch kein Highlight aber er sah nach Auto aus. Das tut der neue nicht, da denke ich eher an ein älteres Modehaus aus Italien oder ähnliches

  4. Ich schließe mich denjenigen an, die vor mir schon geschrieben haben:

    Ein “M” habe ich in dem Logo auch noch nie wirklich gesehen und ich vermisse die geschwungenen “Flügel” des dreidimensionalen Logos. Das neue flache Logo wirkt kantig/geknickt und dadurch weniger elegant.

    Den Namen einheitlich in Versalien zu schreiben, finde ich an sich gut, jedoch stören mich die Abschrägungen an den Strichenden, das ist zu sehr Schreibfeder für einen modernen(?) Autohersteller.

    Als Marke nehme ich Mazda im alltäglichen Stadtbild kaum noch war, ebenso wie die meisten anderen japanischen Hersteller (Nissan, Mitsubishi, Suzuki; Ausnahme: Toyota). Der Roadster MX-5 ist der einzige Blickfang.

  5. Interessant ist, dass die Außenform keine Ellipse ist, sondern minimal in Richtung Rechteck gemorpht wurde. Beim alten Logo war das noch ausgeprägter. Der neue Knick im geschwungenen M stört zunächst, macht die Form aber langfristig prägnanter, finde ich. Ein Störer im positiven Sinn. Die Form sieht außerdem konstruierter aus, was zum technischen Produkt passt.

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