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Lufthansa Group erneuert Markenauftritt

Lufthansa Group Brand Design – Logo, Quelle: Lufthansa Group
Lufthansa Group Brand Design – Logo, Quelle: Lufthansa Group

Die Lufthansa Group hat ihren Markenauftritt erneuert. Die Markenstrategie, die dem veränderten visuellen Erscheinungsbild zugrunde liegt, unterstreiche die Verbundenheit und Synergien aller Fluggesellschaften und Unternehmen durch eine Dachmarke, so das Unternehmen.

Die Lufthansa Group ist Unternehmensangaben zufolge nach Umsatz und Flottengröße die viertgrößte Airline-Gruppe der Welt (hinter American Airlines Group, Delta Air Lines, United Airlines Holdings). Sie betreibt unter einem Dach fünf nationale Fluggesellschaften (Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Air Dolomitit), weitere privatreiseorientierte Airlines, Lufthansa Cargo, Lufthansa Technik und über 300 Tochtergesellschaften und verbundene Unternehmen.

Ende letzter Woche hat die Lufthansa Group ihren neuen Markenauftritt präsentiert. Ziel der neuen Markenidentität sei es, die Stärke der Lufthansa Group sichtbarer zu machen. Für Kunden sollen Serviceangebote unter der Group-Marke gebündelt und dadurch noch klarer erkennbar werden.

Auszug der Pressemeldung

„Die Lufthansa Group entwickelt sich von einer Gruppe von Airlines zu einer integrierten Airline-Gruppe. Die neue Markenidentität ist daher mehr als nur eine Überarbeitung unseres Designs, sie ist ein strategischer Meilenstein. In einem herausfordernden Umfeld schafft dieser Schritt einen visuellen Anker des Vertrauens für unsere Kunden. Eine visuelle Identität in der Luftfahrt muss viel mehr leisten, als nur ein auffälliges Erscheinungsbild zu schaffen. Sie wird unsere strategischen Markenwerte und ein Versprechen widerspiegeln, das wir unseren Passagieren über all unsere Marken hinweg geben wollen. Die neue Markenidentität ermöglicht ein ganzheitliches Markenerlebnis, bietet Orientierung und stärkt die Identifikation mit der Lufthansa Group“, so Dieter Vranckx, Chief Commercial Officer Lufthansa Group.

Lufthansa Group Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Lufthansa Group, Bildmontage: dt
Lufthansa Group Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Lufthansa Group, Bildmontage: dt

Die Kranich-Bildmarke – seit 1918 ist das von Otto Firle gezeichnete Signet das Markenzeichen der Lufthansa wird im Rahmen des Markenauftritts zukünftig ohne den umgebenden Kreis verwendet. Die in Versalien gesetzte Wortmarke, in der Positivform in dunkelblau gehalten, wird in dieser Form bereits seit 2018 verwendet.

Lufthansa Group Brand Design – Logo, Quelle: Lufthansa Group
Lufthansa Group Brand Design – Logo, Quelle: Lufthansa Group
Lufthansa Group – Logo im Raum, Quelle: Lufthansa Group
Lufthansa Group Brand Design – Flaggen, Quelle: Lufthansa Group
Lufthansa Group Brand Design – Farbpalette, Quelle: Lufthansa Group
Lufthansa Group Brand Design – Lounge, Quelle: Lufthansa Group
Lufthansa Group Brand Design – Visual, Quelle: Lufthansa Group
Lufthansa Group Brand Design – Logo, Quelle: Lufthansa GroupLufthansa Group – Logo im Raum, Quelle: Lufthansa GroupLufthansa Group Brand Design – Flaggen, Quelle: Lufthansa GroupLufthansa Group Brand Design – Farbpalette, Quelle: Lufthansa GroupLufthansa Group Brand Design – Lounge, Quelle: Lufthansa GroupLufthansa Group Brand Design – Visual, Quelle: Lufthansa Group

Mit der „LHG Head“ legt sich das Unternehmen eine neue Hausschrift zu. Bislang nutzt die Lufthansa Group die „Lufthansa Head“ (Lufthansa Brand Guidelines: Typography). Die Farbpalette wurde auf sechs neue Töne erweitert. Das Farbspektrum repräsentiere „verschiedene Höhen vom Boden bis zum Himmel, um die Vielfalt der Lufthansa Group widerzuspiegeln“, wie es in der offiziellen Pressemeldung heißt.

Die Flugzeuge der zur Lufthansa Group gehörenden Fluggesellschaften werden künftig mit dem Zusatz „Member of Lufthansa Group“ gekennzeichnet. So solle die Zusammengehörigkeit der einzelnen Fluggesellschaften zur Gruppe sichtbarer gemacht werden. Der Zusatz sie bereits in diesem Jahr auf digitalen Bordkarten, Websites und an 160 Flugzeugen verschiedener Fluggesellschaften der Lufthansa Group eingeführt worden. Der Webauftritt des Unternehmens (lufthansagroup.com) wurde bereits auf das neue Markendesign umgestellt.

Auch die Lufthansa (Airline) selbst hatte vor kurzem ein neues Design präsentiert – wenngleich dieses lediglich wenige Flugzeuge betrifft. Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens präsentiert die Fluggesellschaft eine Jubiläumsflotte mit Sonderlackierung.

Kommentar

Der Lufthansa-Kranich – nun ist er frei! Möglicherweise, denn natürlich drängt sich der Gedanke auf, eine Blaupause, die zukünftig auch auf die Marke Lufthansa übertragen wird. Die Frage ist: braucht es den umgebenden Ring? Verleiht der Ring dem Kranich Halt und Stabilität, oder engt er diesen in seiner Bewegung und Freiheit ein? Wie essenziell ist der Ring als markenidentitätsstiftendes Gestaltungselement? Welche Vorteile und Nachteile sehen dt-Leser? #Diskussion

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Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 21 Kommentare

  1. Meine Gedanken zu:

    “Mit der „LHG Head“ legt sich das Unternehmen eine neue Hausschrift zu”

    Oh je, wieder ein Derivat aus Helvetica und Futura, ohne große Unterscheidungskraft zu den anderen tausenden Derivaten aus Klassikern.

    Wenn schon eine “neue” Hausschrift, dann eine mit einer sehr großen Unterscheidungskraft, damit durch die Typografie ganz klar ist, daß ist “LUFTHANSA”.

  2. Ob der neue Markenauftritt gelungen wirkt? Darüber wird bereits trefflich gestritten. Viel wichtiger wäre mir, dass die Gruppe zuerst „im Inneren funktioniert und Fehler behebt“, statt sich mit neuen Federn zu schmücken. Das was auf dem LH M&M Portal derzeit schiefgeht und wie grottig schlecht das Kommunikationsverhalten gegenüber den angeblich besten Kunden ist, spottet jeder Beschreibung. Es ist nur noch traurig, was dieser Kranich tut bzw. unterlässt, mit oder ohne Ring im neuen Logo.

  3. Der “freie” Kranich wirkt echt nicht schlecht, vlt. tatsächlich sogar besser als im Kreis. Aber: Würde man den Kranich im Kreis als Gruppenmarke führen, so könnte man ihn – ähnlich wie die ARD – den jeweiligen Untermarken hochgestellt hinten anstellen/beifügen. Wie das “Registered”-R. Und würde sie damit als „Member of Lufthansa Group“ kennzeichnen (statt diese lange Beschreibung hinzuzusetzen).

    Was ich mich aber auch frage: Hatte die Lufthansa (Group) nicht noch vor wenigen Jahren gezielt den Weg eingeschlagen, die Marken eben NICHT einheitlich zu machen (um die Tochterairlines von ihrer großen Mutter “frei” zu halten; auch um Kund:innen anzuziehen, die sich von der Marke Lufthansa eben nicht angesprochen oder abgeholt fühlen, bzw. diese vlt. gar nicht mögen)?

    1. Gibt es wirklich Leute, die auf sowas besonderen wert legen? “Ich will mit Austrian Airlines und nicht mit Lufthansa fliegen” Ich bin vielleicht der Falsche um das zu beurteilen, da ich eher Team Billigflug bin.

    1. Ich kann die Kritik nachvollziehen, zumindest in Teilen. Wobei es hier schon zwischen der Marke Lufthansa und der Konzernmarke Lufthansa Group zu differenzieren gilt. Beide Markenauftritte dürfen, ja sie sollten sich auch unterscheiden.

      Während bei der Konzernmarke Lufthansa Group der Verzicht von Gelb als Akzentfarbe aus meiner Sicht kein entscheidender Verlust darstellt – bei einem Konzern kann eine sachlich-neutrale, klare Kommunikation (B2B) durchaus als angemessen angesehen werden –, wiegt der Verlust der gelben Kreisfläche (liebevoll intern als „Spiegelei“ bezeichnet) schwer, selbst sieben Jahre nach dem Redesign. Zumindest meiner Ansicht nach. Als Akzent- und Auszeichnungsfarbe ist Sonnengelb bei der Marke Lufthansa sehr wohl noch in Verwendung.

      Dunkelblaue Heckflossen haben unzählige Airlines (Aegean, SAS, United, Egyptair, ANA, Garuda, Airbus, u.v.a.). Eine dunkelblaue Heckflosse mit gelber Kreisfläche / Logoscheibe war hingegen einzigartig. Die Uniqueness der Marke Lufthansa ist dahin, zumindest bei dem für die Marke bedeutsamsten Touchpoint. Die Fernwirkung der traditionellen Lufthansa-Lackierung ist um ein vielfaches besser als bei der blau-weiß gehaltenen Heckflosse.

      Da auch Markendesign Moden unterliegt und sich Trends in diesem Kontext Pendel-gleich bewegen, wäre ich nicht überrascht, wenn in einigen Jahren der traditionelle, klassische Lufthansa-Look reaktiviert und rekultiviert werden würde. Siehe Burger King, Asics, VW, etc.

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