Logo der FIBA Basketball-Weltmeisterschaft 2023 vorgestellt

FIBA World Cup Logo 2023, Quelle: FIBA

Die FIBA (Fédération Internationale de Basketball) hat vor wenigen Tagen das Logo zur Basketball-Weltmeisterschaft 2023 vorgestellt. Erstmals wird der „World Cup“ im Basketball in drei Ländern ausgetragen, und zwar auf den Philippinen, in Japan und Indonesien.

Bereits im Dezember 2017 fiel die Entscheidung über den Austragungsort der Basketball-WM 2023. Bei der Abstimmung vor drei Jahren setzte sich das Trio aus Asien gegen die gemeinsame Bewerbung von Argentinien und Uruguay durch. Nun wurde das offizielle WM-Logo vorgestellt.

Das Konzept für WM-Logo basiert auf drei Kernelementen: einem Herzen, dem WM-Pokal, die nach dem Erfinder des Basketballsport benannte und 2019 neu entworfene Naismith Trophy, sowie dem Jahr 2023. Das um 90 Grad geneigte Herz symbolisiere die Leidenschaft für das Spiel, wie der Verband im Rahmen der Pressemeldung erklärt. Alle drei Gastgeberländer hätten eine starke Leidenschaft für Basketball und diese Liebe zum Spiel spiegele sich im Logo der FIBA Basketball World Cup 2023 wider. Der Verband hofft, dass die Veranstaltung Millionen von Fans zusammenbringen wird und so Millionen von Herzen als eines schlagen.

FIBA World Cup Logo 2023, Quelle: FIBA

FIBA World Cup Logo 2023, Quelle: FIBA

Seit 2018 nutzt die FIBA für Weltmeisterschaften eine Wortbildmarke („FIBA Basketball World Cup“), die im Sinne einer Subbrand als wiederkehrendes Element in allen zukünftigen WM-Logos zum Einsatz kommt. Gesetzt ist der Schriftzug „Basketball World Cup“ in der FF Cocon. Ergänzt wird dieses Basiselement dann um eine eigens für die jeweilige WM entwickelte Bildmarke, in diesem Fall das oben abgebildete „23 / Herz“-Symbol.

Zeitgleich mit der Enthüllung des Logos startet unter dem Motto „Don’t Miss a Beat“ eine Kampagne, mit der die FIBA die Veranstaltung bewirbt, auch im Umfeld von Social Media (#DontMissABeat).

Die Qualifikation für die FIBA-Basketball-Weltmeisterschaft 2023 erfolgt im Zeitraum November 2021 bis Februar 2023. Verteilt auf sechs Qualifikationsrunden kämpfen 80 Nationalmannschaften um die 32 Plätze der Weltmeisterschaft. Die erste Runde wird vom 22. bis 30. November 2021 gespielt.

Kommentar

Die FIFA verwendet bereits seit der WM in Brasilien 2014 eine wiederkehrende „FIFA World Cup“-Wortmarke. Der Leichtathletik-Weltverband World Athletics, ehemals IAAF, geht seit kurzem ebenfalls diesen Weg. Eine solche Subbrand-Lösung sorgt zwar einerseits für ein verbindendes Element und somit für Zusammengehörigkeit über alle WM-Wettbewerbe hinweg, allerdings hat die Vielzahl an Schriftzügen UND unterschiedlichen Schriften, wie sie in FIBA-WM-Logos vorhanden sind, ein komplexes visuelles Gebilde zufolge, das keine eindeutige „Botschaften“ sendet. Das Ergebnis ist ein ziemliches Typo-Kuddelmuddel.

Die „Basketball World Cup“-Wortmarke in einer so auffälligen und eigenständigen Schriftart wie der FF Cocon zu setzen, erscheint mir in diesem Zusammenhang wenig hilfreich. Die FIFA-Lösung mit vergleichsweise neutraler Typo ist da schon eleganter, da sie den jeweiligen WM-Events zu etwas mehr visueller Eigenständigkeit verhilft. Bei der FIBA drängt sich die WM-Subbrand und die damit verbundene Typo doch sehr auf.

Der Leichtathletik-Weltverband wiederum nutzt für seine zukünftigen Weltmeisterschaften als visuellen Absender die 2019 eingeführte W-Bildmarke (dt berichtete). Dabei ist die W-Bildmarke gleichsam Absender des Verbandes wie auch, da die Form als fixer Korpus für WM-Logos dient, Erkennungszeichen der jeweiligen WM, siehe World Athletics Championships in Oregon 2022.

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2 Kommentare zu “Logo der FIBA Basketball-Weltmeisterschaft 2023 vorgestellt

  1. Also mir ist das zu blumig, diese weichen, runden, fließende Formen des Bildlogos und der Schriften passt für mich überhaupt nicht zu dem schnellen Sport.
    Über was ich extrem stolpere “Das um 90 Grad geneigte Herz symbolisiere die Leidenschaft für das Spiel” – warum soll das Leidenschaft für das Spiel transporieren? Wenn ich nicht weiß warum ich etwas mache, erfinde ich eben eine Begründung. Das ist doch zu wenig.

  2. Um Mal was positives zu sagen: Die Gestaltung der Bildmarke bemüht eine Formensprache, die sehr schön mit der Schriftart der Wortmarke harmoniert  – die Chinesen haben das offensichtlich 2019 schon ähnlich gehandhabt und daher fällt die FF Cocon bisher gar nicht negativ auf. Einschränkend ist es aber wohl in jedem Fall, auch weil man den Ausdruck dieser Schrift bzw. dessen Verbindung mit dem Sport schon hinterfragen darf…
    Egal: Das Zeichen selbst finde ich sehr gelungen, die Verquickung der verschiedenen Symbole mit der Zahl ist charmant gelöst, die Proportionen sind gefällig. Es lässt etwas Seele oder Charakter vermissen – was aber wohl wegen der aufgezwungenen CoExistenz mit der Textwüste wiederum eine eher sinnvolle Zurückhaltung ist. Für nicht unmittelbar am Event Interessierte oder Beteiligte ist es freilich schwer zu erkennen, worum es hier überhaupt gehen soll. Im Text geht das “Basketball” schon sehr unter, die Form des Pokals erfreut sich sicher nicht der Prominenz anderer Sportpokale. So bleibt eine gewisse Austauschbarkeit gegeben…Könnte auch Tischtennis sein, oder eine Schach-WM…

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