16 Kommentare zu “Linktipp am Sonntag – Neues Stadtlogo

  1. Sehr gut finde ich schon mal das die Stadt Offenbach den Sieger nicht (wie üblich bei solchen Ausschreibungen) mit einem Preisgeld von 500 Euro heimschickt:

    1. Preis (15.000 Euro): Lukas Wagner
    2. Preis (3.000 Euro): Stefanie Kurt
    3. Preis (2.000 Euro): Tetyana Kovalchuk
    4. Sonderpreise (je 500 Euro): Kathrin Polikeit und Carolin Senkel / Marco Gabriel, Arndt Poser und Maziar Rastegar

    Link: http://www.offenbach.de/offenbach/themen/article/stadtlogo.html

  2. Ein nettes Logo, aber nicht wirklich umwerfend. Cyan und Grau wird ja gerne verwendet und funktioniert auch immer gut. Nur man sieht es wirklich oft. Das Zeichen selber ist auch nicht wirklich prägnant. Alles in allem solide.

    Was allerdings das das zweite “Gewinnerlogo” auf selbigem Platz soll verstehe ich persönlich nicht. Die Farben sind einfach nur schrecklich und diese zwei Origamischlangen, die ein “S” und ein “O” formen, wirken für mich einfach nur hingeklatscht. Ein für mich einfach ein unverständlicher Platz 2.

    Das Logo, welches auf dem dritten Platz gelandet ist, ist mal eine andere Idee.
    Hier mit der “Ratte der Lüfte” als Repräsentant für die Stadt zu arbeiten finde ich schon mutig.
    Die senkrechte Anordnung von Typo und Taube finde einen interessanten Ansatz, aber nicht
    vollständig zu Ende gedacht. Da hätte man noch etwas mehr rausholen können.

    Und nun zu meinem Favoriten:
    Das rein typografische Logo (Sonderpreis), finde ich persönlich mit Abstand am besten.
    Durch die Typospielerei bekommt das Logo eine schöne Eigendynamik und Aktivität.
    Ob das “OF” jetzt so stark mit einem Qualitätskontrast abgegrenzt werde muss, darüber
    lässt sich streiten. Auch die Farbgebung an sich erinnert mich ein wenig an Uni oder FH bzw.
    einer medizinischen Einrichtung. Den Strich zwischen Offenbach und Main hätte ich etwas länger gemacht und noch ein Ticken mehr Abstand zu beiden Wörtern gegeben.

    Ein verkaterten Gruß.

  3. @Tristan: “Hier mit der “Ratte der Lüfte” als Repräsentant für die Stadt zu arbeiten finde ich schon mutig.” – Nur aus interesse, denken Sie bei der Friedenstaube auch immer sofort an die “Ratte der Lüfte”? *schmunzel*

  4. @ Dennis: Nein in dem Fall nicht, was aber wahrscheinlich daran liegt, das die Friedenstaube auch meistens blütenweiß ist. Hier ist ja zu erkennen, dass es sich wohl um eine Stadttaube handelt. Aber meine Formulierung ist schon hart gewählt, aber mir viel so “früh” nichts anderes ein. ;)

  5. Die prämierten Entwürfe gefallen mir persönlich durchweg! In Sachen Rang-Reihefolge kann ich es durchaus nachvollziehen. Hinsichtlich des Gewinnerlogos finde ich die Form, die auf den ersten Blick für mich ein O und gleichzeitig eine Sprechblase erzeugt, absolut prägnant!

    Ein bisschen Feintuning hätte ich noch auf die Typoanordnung wie auch die Schriftwahl verwandt! Zudem finde ich die Asymetrie in der Bildmarke etwas zu viel des Guten. Die Form konnotiert an sich ja schon zwei anderweitige Begrifflichkeiten (s.o.), weswegen ich die dritte Aufladung vermieden hätte.

    Doch sehr schön das es kein zweites Erfurt gab !

    !!!

  6. Also mich haut der Gewinnerentwurf wirklich nicht vom Hocker. Dagegen finde ich den zweiten Platz um längen besser.
    Erfreulich finde ich aber auch, dass die Gewinner ansprechend belohnt worden sind.

    Vielleicht geben sich die Verantwortlichen in Offenbach dann auch mal einen Ruck und lassen Ihre Webseite ansprechend gestalten, da ist leider auch sehr viel Nachholbedarf.

  7. Das Gewinnerlogo empfinde ich als nichts wirklich besonderes. Es ist in Ordnung, mehr aber nicht. Eher Standard als Faszination.

    Das zweitere und dritte hingegen finde ich unschön und undurchdacht. Wieso 2. und 3. Platz dafür für mich unverständlich.

    Die Sonderplätze hingegen finde ich sehr schön und besonders kreativ. Durchdacht, einzigartig und mit Wiedererkeunngswert. Gefallen mir sehr gut.

  8. Ich dachte immer Ausschreibungen müssen komplett öffentlich sein, aber hier hat ein Professor den Designwettbewerb innerhalb eines Kurses an der Hochschule für Gestaltung Offenbach abgehalten und sitzt auch selbst in der Jury?!

    Zu den Logos:

    Mir gefällt das »O« des Siegerlogos recht gut. Schade finde ich allerdings, dass der Schriftzug »Stadt Offenbach« und das »O« in keinem sichtbaren Kontext zu stehen scheinen. Mir kommt es so vor, als schwebe das »O« über der Schrift, als wären beide Elemente unabhängig voneinander.

    Der zweite Platz hat sehr strahlende unschöne Farben (Websichere RGB-Farben?). Perfekt wäre dieses Logo tatsächlich für die »Stadtwerke Offenbach«, da das »SO« erhalten bliebe und die »Rohre« so einen Sinn ergeben würden. EDIT: Das Logo soll wohl doch eher ein »of« darstellen (siehe unten).

    Die Idee des dritten Entwurfs finde ich zwar nett und ungewöhnlich, aber auch zu variabel. Eine (überflüssigerweise auch noch nach unten hin dreidimensionale verzerrte) »Vektorexplosion« kann eigentlich alles darstellen: Vielfalt, Offenheit, Dynamik, Granatensplitter (vielleicht ein Verweis auf die starke Zerstörung im zweiten Weltkrieg?). Abgesehen davon ist die Gesamtform durch die vielen kleinen Einzelformen sehr filigran und somit sicher, vor allem verkleinert, schwer einsetzbar. Die Typo passt irgendwie gar nicht zum Logo, weder in Grösse noch in Positionierung. Hier ist keine klare Dominanz zu erkennen, »Farbsturm« und Schrift buhlen um Aufmerksamkeit.

    Beim Sonderpreis mit dem Vogel gefällt mir die Schrift nicht besonders, aber die Idee ist interessant.

    Mit dem rein typografischen Logo kann ich gar nichts anfangen. Was soll das aussagen? Offenbach ist chaotisch und nicht organisiert? Warum die Betonung auf »OF«? Ein A mit Hörnern? Warum haben alle Buchstaben (bis auf A und C) denselben vertikalen Abstand, die beiden F aber nicht? Ausserdem erscheint mir die Form zu komplex um sie schnell zu erfassen.

    Meiner Meinung nach hat das »O« des Gewinnerlogos die prägnanteste Form. Schön wäre hier noch eine genauso prägnante Schrift gewesen, die mit einer besseren Positionierung eine gute Harmonie mit dem »O« geschaffen hätte.

    Zum Preisgeld:

    15.000 € sind für einen Studenten sicher eine Menge Geld. Es stellt sich mir allerdings die Frage, wie viel eine Agentur für so ein Projekt, einschliesslich aller nach dem Briefing zu erstellenden Dinge (u.a. eine Geschäftsausstattung) und der Übertragung der weltweiten, zeitlich unbegrenzten Rechten, genommen hätte.

    Auszug aus dem Briefing
    http://www.offenbach.de/stepone/data/pdf/e6/12/00/briefing.pdf

    4.1 Zu Entwickelnde Medien

    – Typografie, Farbklima, grafische Elemente, Proportionen, Positionen, Formate, Materialien
    – Briefbogen, Visitenkarte, Powerpoint-Chart, Broschürentitel DIN Lang, Broschürentitel DIN A4,
    Screen-Anwendung (z.B. Web, Terminal, Intranet), Anwendung im Raum (z.B. Beschilderung)

    (inklusive aller Rechte, weltweit, zeitlich unbegrenzt)

    Die 25 Entwürfe aus der Endausscheidung

    http://www.offenbach.de/offenbach/themen/bildgalerie/bildgalerie-logos.html

    Die Entwürfe aus der Endausscheidung sind ebenfalls verfügbar und hier zeigt sich, dass Cyan anscheinend eine beliebte Farbe bei den Studenten war. Ausserdem lässt sich ein Trend abzeichnen, das »OF« zu betonen oder als Logo herauszuarbeiten. Die 25 Entwürfe enthalten alles von schönen, aussergewöhnlichen Ideen (10, 11) bis zu Gestaltungen, die meiner Meinung nach eher sonderbar anmuten (1, 14). Interessant ist übrigens, dass gerade das Gewinnerlogo eines ist, welches die Problematik des Unterbringen von »am Main« nicht löst, wie es im Briefing aber gefordert wurde (Siehe Briefing Punkt 3.1.2.)

  9. War der Zusatz “Stadt” vorgegeben? Wirkt irgendwie komisch wenn man bei nem Stadtlogo extra dazuschreibt, dass es sich um ne Stadt handelt.
    Das Siegerlogo find ich jetzt auch am besten, beim 2. Platz hab ich eher an ne Technische Uni oder sowas gedacht.

  10. Naja, dass das OF herausgehoben wird, liegt wohl auf der Hand – hat auch weniger mit dem alten Logo zu tun, sondern dass OF schlicht das KFZ-Kennzeichen ist. Und diese Kürzel sind ja heutzutage überall eine gängige Abkürzung. Selbst die alten Kennzeichen, die nach es nach Gebietereformen nicht mehr gibt, sind bei den Leuten hängen geblieben. Find ich auch absolut in Ordnung. Die Kürzel haben meist etwas abstraktes, aber dennoch hohen Wiedererkennungswert. Und ausgeschlachtet ist diese Idee bei Stadtlogos nun wirklich nicht. Da herrscht ja meist ein abstrahiertes Stadtwappen oder einprägsames Baudenkmal. Man denke nur an die vielen Burgen/Schlösschen und Räder. ;)
    Aber gute Arbeit, mit dem ersten Platz (unter den 25) kann ich mich anfreunden. Und besonders toll finde ich, dass die Taube einen Sonderpreis gewonnen hat. Super Idee.

  11. Ein Buch von, mit und über Städte-Logos – alt und neu, lost and found – wäre langsam sicher eine interessante Sache.

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