Linktipp am Sonntag – iPads Zukunft
Von allen Einschätzungen, die derzeit zum Thema “Chancen des iPads” kursieren, hinterlässt das Interview mit der Medienberaterin Katja Riefler auf Meedia.de mit den besten Eindruck. Ich teile viele ihrer Ansichten. iPad und WePad, sind nicht mehr aber auch nicht weniger, als eine zusätzliche Plattform, die vor allem von der Spiele-Industrie befeuert werden wird.
Die Einstufung als Heilsbringer für Verlage, erscheint mir angesichts technischer Defizite (kein USB, kein Flash, kein Ausdruck) und nicht zuletzt aufgrund Apples Vorgehen in Sachen Zensur reichlich überzogen. Sowas geht einfach nicht! Wenn China Seiten sperrt, ist der Aufschrei groß. Apple wird hingegen abgefeiert und das macht mich als jahrelanger Mac-Nutzer skeptisch.
Selbst wenn das iPad ähnlich erfolgreich wäre wie das iPhone, wovon ich, was Deutschland betrifft, nicht überzeugt bin, wird die Anzahl der Nutzer zumindest die nächsten 5 Jahre überschaubar sein. Als “schneller Erfolgsbringer” sind die Pads denkbar ungeeignet. Wichtigstes Feature der Pads ist vielleicht der Wecker – Klingelingeling – letztes Signal, um die digitalen Medien in ihrer Bedeutung zu erkennen!
- „Erfolg des iPads steht in den Sternen” | meedia.de






@Fabian: Frage mich allerdings, wie lange es noch dauert, bis die Entwickler des WePad ’ne Klage von Apple bekommen. Wenn man schon sowas entwickeln kann, wieso macht man nicht was eigenes sondern klaut das Design 1:1? Hat das Teil denn auch ein Multitouch-Pad?
@Peter: Das kann ich mir sehr gut vorstellen dass da bald mal ein Brief bei denen reinflattert.
Es hat ein 11,6“ Display mit Multi-Touch. Es ist also ein paar cm größer als das iPad (9,7″).
Was regt ihr euch alle so drüber auf, dass das iPad dies und das nicht hat und Apple soooooo böse ist. Dann einfach ignorieren. Mich nervt auch Microsoft und Co. und dann interessiert es mich auch nicht was die machen. Komischerweise regt sich niemand drüber auf, wenn Microsoft oder Co. nen Müll für teures Geld verkauft. Wenn man es weiß, dass es kein USB/Flash hat und man nicht drauf verzichten will, dann einfach links liegen lassen und nicht kaufen.
Find das in der Presse momentan sehr übertrieben. Oder jeder Silch meint was dazu sagen zu müssen. Apple ist nicht unbedingt das tollste Unternehmen, aber es belebt den Markt. Wie lange hätten wir noch auf richtige Touchhandys warten müssen, wenn Apple damit nicht angefängen hätte, geschweige von tollen Mp3-Playern… Oder wann wäre das erste Pad mit richtiger Touchbedienung herausgekommen? Die halten doch alle das ewig in der Schublade, bis sich jemand traut… Albern…
das eigentliche problem bei der “zensur” von apple ist das vertriebsmodell, das sie für iphone, ipad, etc. aufgezogen haben.
ein entwickler reicht app bei apple ein, apple verkauft diese in apples namen(!) im appstore, und gibt einen anteil von den einnahmen an den entwickler zurück. sprich: apple ist für die app verantwortlich, nicht der entwickler, und wenn da potentiell irgendwas faul sein könnte (sind die bikini-bilder in der bikini-app alle korrekt lizenziert? könnte unternehmen X klagen, weil …? etc.), wird die app nicht freigegeben und der entwickler hat eben pech gehabt.
wäre die plattform so offen wie jeder frei programmierbare computer seit nun 30+ Jahren, wäre das alles kein problem. jeder könnte anbieten (und wäre selbst dafür verantwortlich), jeder könnte kaufen was und wo er möchte, oder sogar selbst programmieren. aber bei diesem modell schneidet apple nicht am umsatz mit.
somit sind sie in einem selbst auferlegten dilemma …
@ Fabian:
Nicht mitbekommen?
Die WePad-Selbstbeweihräucherung ist doch spätestens seit der Pressevorstellung durch den Geschäftsführer Koffer von Aktenkoffer (oder so) zur Lachnummer geworden, weil man eben KEIN Produkt mit lauffähiger Software, sondern nicht mehr als einen digitalen Bilderrahmen inkl. Fehlermeldung vorweisen konnte. Peinlich, sehr peinlich, insbesondere für die Verlage, die sich großspurig in das Thema reingehängt hatten.
»In den Startlöchern« würde ich das nicht nennen, eher eine leidlich gute Idee, die den Bus zu den Startlöchern um Tage verpasst hat. Eine Luftblase, die geplatzt ist, mehr leider nicht.
Und ja, ich bin Mac-User, und nein, ich brauche das iPad nicht, weil es mich nicht interessiert. :-)
@kumi
nein das wusste ich nicht.
also ich habe weder vor mir das wePad noch das iPad zu holen weil ich es einfach nicht brauche.
da denk ich lieber mal über ein iPhone nach, das hätt ich nämlich schon gerne :)
bin übrigens auch mac-user ;)
Das Gerät wird schon alleine deshalb ein Erfolg, weil alle Leute – selbst die, die noch nie eins in der Hand gehabt haben – darüber sprechen und berichten. Apple ist Marketing KING! :)
Nicht alles, was in den Medien ist, hat eine Zukunft… und… auch Apple kann mal schief liegen