Skip to content

Linktipp am Sonntag – iPads Zukunft

dummy

Von allen Einschätzungen, die derzeit zum Thema “Chancen des iPads” kursieren, hinterlässt das Interview mit der Medienberaterin Katja Riefler auf Meedia.de mit den besten Eindruck. Ich teile viele ihrer Ansichten. iPad und WePad, sind nicht mehr aber auch nicht weniger, als eine zusätzliche Plattform, die vor allem von der Spiele-Industrie befeuert werden wird.

Die Einstufung als Heilsbringer für Verlage, erscheint mir angesichts technischer Defizite (kein USB, kein Flash, kein Ausdruck) und nicht zuletzt aufgrund Apples Vorgehen in Sachen Zensur reichlich überzogen. Sowas geht einfach nicht! Wenn China Seiten sperrt, ist der Aufschrei groß. Apple wird hingegen abgefeiert und das macht mich als jahrelanger Mac-Nutzer skeptisch.

Selbst wenn das iPad ähnlich erfolgreich wäre wie das iPhone, wovon ich, was Deutschland betrifft, nicht überzeugt bin, wird die Anzahl der Nutzer zumindest die nächsten 5 Jahre überschaubar sein. Als “schneller Erfolgsbringer” sind die Pads denkbar ungeeignet. Wichtigstes Feature der Pads ist vielleicht der Wecker – Klingelingeling – letztes Signal, um die digitalen Medien in ihrer Bedeutung zu erkennen!

  • „Erfolg des iPads steht in den Sternen” | meedia.de
Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 28 Kommentare

  1. Wenn Apple seine Strategie zu den Inhalten nicht ändert, werden sie mit ihren Produkten einen gewissen Marktanteil nicht überschreiten können. Denn ich bezweifel, dass viele Inhalteanbieter bereit sind, sich der Zensur durch Apple zu beugen. Neuestes Beispiel ist ja die Zensur der Comics vom Pulitzer-Preisträger Mark Fiore. Wenn Apple keine politische Satire versteht, müssen sich alle damit abfinden? Pardon!

    Klar haben ihre iGeräte alle auch einen Browser (den man leider nicht individuell anpassen kann), aber Inhalte darüber zu verkaufen ist bekanntlich sehr schwer. Auf der anderen Seite funktioniert der Android Market genauso einfach ist aber offen für alle.

    Gegen das iPad spricht auch die Tatsache, dass das Display keine Weiterentwicklung ist. Die bekannten Nachteile sind also noch vorhanden (niedrige Auflösung, Reflektionen, schlechter Kontrast im Sonnenlicht). Wenn ein Gerät, das zu 90 Prozent eigentlich nur aus einem Display besteht, als “magisch und innovativ” vermarktet wird, könnte man hier mehr erwarten als die Standard-IPS-Technologie.

  2. @Da Stefa: Wenn man davon ausgeht, dass das Internet in Zukunft immer mehr in gelenkten Bahnen stattfindet, wie Apple es mit seinen Apps zelebriert, kann man meines Erachtens schon von einer Zensur sprechen. Je populärer dieses System wird und je mehr Menschen es nutzen, desto abhängiger werden sie davon. Stellt sich nun Apple hin und nutzt diese Macht der Informationsüberbringung oder -vorenthaltung aus, selektiert also, handelt es sich in gewisser Weise um eine Zensur.

  3. @Stephan: Es steht außer Frage, ob es sich hierbei um Zensur handelt. Apple zensiert sogar offensichtlich nach reiner Willkür und Geschmack. Zum Beispiel wurden viele Apps gesperrt, weil sie Bilder von nur mit Bikini bekleideten Damen zeigten (auch die “Stern”-App in Deutschland war betroffen) jedoch haben sie die angesehene “Sports Illustrated” nicht entfernt. Genau so ist es mit politischen Cartoons: Erst wenn es einen medialen Aufschrei gibt, ist Apple gnädig, bestimmte Apps von bekannten Personen/Unternehmen durchzulassen. Die Chinesische Regierung könnte einiges davon lernen.

  4. Zum Thema warum das iPhone so gut ankommt und warum das beim iPad auch so sein wird:
    https://www.davidhellmann.com/blogging/iphone-vs-android-warum-vergleichen-immer-alle-die-hardware/

    Ich verstehe nicht – wie im Artikel beschrieben (link hier drüber) – warum man immer über Hardware spricht. Sogar das OS würde ich außer acht lassen. Warum eine Plattform vorne liegt ist in meinen Augen der Fall des Angebots an Software. Hier liegt Apple einfach mal weit vorraus! Android hatte ich selber schon und viele Apps wirken einfach unschön und nur auf Nutzen getrimmt. Die User wollen aber das die Apps die Sie kaufen auch optisch überzeugen. Siehe AppStore. Die meisten Apps die oben auf liegen sind optisch ansprechend.

    Das liegt aber auch an der Entwicklerszene. Bei Apple ist man dieses “hübsche” gewohnt und die Entwickler sehen es größtensteils als Selbstverständlich Funktionen auch schön zu verpacken. Android bekommt das – noch – nicht hin.

    Wenn Android den gleichen AppStore hätte würde ich Android wahrscheinlich bevorzugen. Aber Apple bietet mir mit dem AppStore einfach das bessere Gesamtpacket.

    Und Android muss es endlich mal schaffen eine Softwareversion für alle zugänglich machen. 1.5, 1.6, 2.0 oder doch 2.1?

    Aber noch mal allgemein zum iPad

    Ich bin mir nicht sicher ob es ein Erfolg wird. Was mich stört ist, das die non 3G Versionen kein GPS hat. Deswegen würde wohl nur die 3G Version in Frage kommen. Sonst wird sich zeigen was an Software speziell für das iPad kommen wird. Spiele interessieren mich eher nicht von daher ist das kein Kaufgrund für das iPad. Freue mich aber bald mal eins in die Hand zu nehmen und dann wird man auch eher Urteilen können ob es was ist für einen.

  5. Das Problem mit der von euch angemerkten Zensur betrifft den Abmahnwahn der US-Amerikaner. Wenn in einem App, das Apple freigibt, nur eine nackte Brust zu sehen ist, wird Apple auf Millionen verklagt. Deswegen sind die Zugangskriterien so strikt. Der Vergleich mit China hinkt insofern gewaltig. Und die „Zensur“ des Pulitzer-Preisträgers wurde zurückgenommen. Man muß bedenken, daß Apple aufgrund der Vorgaben diese Systemkritisierenden Grafiken nur schwerlich in ihren App-Store aufnehmen, zumal die Menschen an der Basis keinerlei Entscheidungsgewalt haben oder nicht wissen. Es sind ja auch nicht wenige Apps, die jeden Tag überprüft werden müssen. Also lasst mal die Katze im Korb.

    Ich hab das iPad selbst in den Händen gehabt. Es ist ein großer iPod-Touch, jedoch ist es wirklich gut. Sehr schön zu bedienen. Macht Spaß. Kein Gefummel wie beim Touch bzw. beim iPhone mehr. Der Bildschirm ist sehr gut, die Animationen sind wirklich schnell und flüssig und das Gewicht ist leichter als erwartet. Die Verarbeitung ist vorbildlich.

  6. Deutschland, Meckerland. Wie immer bei Innovationen ist in den USA das Glas halb voll und in Deutschland halb leer. Hier wird immer was zum Nörgeln gesucht. Andere machen in der gleichen Zeit Umsatz (ich sage nur Faxgerät, MP3-Player – erdacht in, aber nicht vermarktet von Deutschland). Das iPad ist vieles und vieles nicht, aber wenn meine Mutter (78 Jahre) zum ersten Mal in ihrem Leben alleine und mit Spass mit dem iPad im Internet surft, dann sagt das ne Menge. Und übrigens: mit freiem Marktzugang und Zensurfreiheit ist es in Deutschland auch nicht allzu rosa.

  7. @NY152:
    >mit freiem Marktzugang und Zensurfreiheit ist es in Deutschland auch nicht allzu rosa.
    Hat auch niemand behauptet.

    Und: »Innovationen« bedingungslos abzufeieren kann auch nicht die Lösung sein. Kritik muss erlaubt sein.

  8. In Deutschland steht bereits eine Alternative zum iPad in den Startlöchern. Der Hersteller hat einfach mal das Apple “i” zum ich gemacht und nennt seine Entwicklung WePad. Es ist auch kein Geheimnis, dass das iPad Vorlage war und man wirbt damit, dass es die überarbeitete Form des iPads ist. Wie man HIER im direkten Vergleich zum iPad sieht.
    Warum man sich laut Hersteller das WePad kaufen sollte sieht man in den 5 Gründen warum das WePad der smarteste Tablet-PC ist.
    Hört sich meiner Meinung nach, nach einer ganz guten Alternative an. Ob dafür zahlreiche Apps geschrieben werden steht in den Sternen. Die Möglichkeit wurde durch Flash, AdobeAir und Java zumindest integriert.

Schreibe einen Kommentar

Die Netiquette ist zu beachten. Vor dem Hintergrund einer transparenten, sachlich-fairen Debatte wird die Nutzung eines Klarnamens empfohlen.

Folgende HTML-Elemente können verwendet werden: <b> <i> <img src="bildurl"> <a> <blockquote>

An den Anfang scrollen