16 Kommentare zu “Les Républicains – ein Zeichen für den Neuanfang

  1. Kluger Schachzug – und der Name nimmt den Rechten auch wieder ein Stück vom Kuchen. Das ist so verkehrt nicht. Die Rotis ist das reine Grauen, ich konnte diese Exalthiertheit noch nie leiden. Aber vielleicht passt sie ja gerade deshalb zu dieser Art Bourgeois, die diese Partei auch wählt. Jetzt haben die Franzosen selbst so viele herausragende Schriftgestalter und Gestaltungsbüros, da fragt man sich schon, warum eine in die Jahre gekommene, deutsche Type verwendet wird.

    • Bild auf/ab geht auch, aber wegen ~20 Pixel „verschenkter“ Breite ein wichtiges UI-Element zu verstecken muss meiner Meinung nach eigentlich nicht sein.

      • Die Leute die keine Computerspezialisten sind und sich nicht so gut mit dem Internet auskennen, also grob geschätzt 90 Prozent der UMP-Wähler.. Glaubt ihr, die verstehen, dass man da rnterscrollen muss bzw. Pfeiltasten oder geht das an denen vorbei? Meiner Meinung nach ist das absolut benutzerfindlich, es verstehen nur Experten. Vielleicht wird dieses Feature mal überdacht, ich würd es mir wünschen. Es ist nett gemeint aber unktioniert nicht.

  2. Ich verstehe nicht ganz, was der verlängerte rote Balken bezwecken soll. Weder als Achse des „R“ noch für das Zitat der französischen Flagge ist er notwendig.

    • Das habe ich mich auch gefragt.: Warum ist der Strich länger? Wenn man die einfarbige Variante (weiß auf blauer Tasche) sieht, würde ein „normal“ langer Strich recht bedeutungslos wirken. So ergibt es eine neue reizvolle Form, von der ich noch nicht weiß, ob sie mir gefällt. Das R sieht ein wenig zugepappt aus. Vielleicht ist dies aber auch noch eine abstrakte Homage an den verworfenen Baum, eine sehr abstrakte.

    • In meinen Augen steht der rote Balken durch die Verlängerung im Vordergrund, und das R versteckt sich, oder tritt dahinter hervor:

      scnr

  3. Die vereinnahmung des wortes Republik gab es schon mal 1976 bis 2002 im RPR (Rassemblement pour la République) sowie zu den parallel bestehenden Républicains indépendants, die dann zum Parti républicain wurden, der schließlich in der Démocratie libérale aufging. Dann gab es noch die UDF … RPR, UDF und DL haben das UMP gegründet. Das bürgerliche parteienspektrum war in Frankreich vielen umbenennungen, spaltungen und zusammenführungen unterworfen, und das wird wohl nicht das letzte rebranding gewesen sein.

  4. „Nationaltümelei“ kann man den Franzosen kaum vorwerfen, sie meinen es ernst. Die Rotis ist grandios gewählt, die Schrift wirkt wie das Wehen der Tricolore selbst. Im Kern zeichnen sich französische Bürger eben durch ihre Revolutionsverbundenheit aus. ;-)
    Der rote Strich hätte meines Erachtens die Länge des „l“ haben können, das Logo hat schon genug Dynamik. Anyway, der Relaunch ist Welten besser, als der der FDP.
    Danke für den schönen Beitrag!

  5. Die charakteristische Länge der Balken könnte, wenngleich um 90° gedreht, ein historisches Zitat sein: Charles de Gaulle gründete im 2. Weltkrieg die „Forces françaises libres“ und nutzte als Signet ein Patriarchenkreuz (Lateinisches Kreuz mit zwei ungleichen Querarmen oberhalb der Mitte). Dieses Gestaltungselement wurde nach Kriegsende sowohl von de Gaulle für die Partei „Rassemblement du Peuple Français“ genutzt, wie – freilich in abgewandelter Form – von Jacques Chirac für den 1976 gegründeten ideologischen Nachfolger „Rassemblement pour la République“. Deren Vorsitzender war 1999: Nicolas Sarkozy.

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