kurz gesagt (13)

  • Manager-Magazin.de erscheint seit Anfang Juni runderneuert. Ein blauer Header und getauschte Spalten fallen sofort auf. Ziemlich ungewöhnlich sind riesige 330 Pixel hohe Ressort-Keyvisuals, die dafür sorgen, dass Meldungen am Notebook/Macbook aus dem sichtbaren Bereich geschoben werden. Erst scrollen, dann lesen ist auch eine Devise. Hingegen die Teaser-Module sind typographisch sehr ausgewogen, auch die Befüllung der linken Spalte ist ebenfalls ansprechend und erscheint sinnvoll. Nie waren sich die zur SPIEGEL-Gruppe gehörenden Online-Titel SPIEGEL ONLINE und Manager Magazin näher.
  • nuerburgring.de wurde relauncht. Seit dem 01. Mai haben private Pächter das Sagen über die Rennstrecke und deren Marketing-Maßnahmen. Bartenbach hat den Relaunch  durchgeführt. So sah der Auftritt vorher aus.
  • Die Universität Zürich hat ihr Corporate Design von TBS Identity erneuern lassen. Auch in der Schweiz lassen sich Redakteure dazu hinreißen zu schreiben, „das Logo“ habe eine halbe Millionen Franken gekostet.
  • Ungefiltert und ungeschminkt“ gibt sich seit Anfang Juni die Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle, deren interne Arbeitsgruppe unter Leitung der Professorin Anette Scholz gemeinsam mit Codeluxe (Design) und AOE media (Typo 3) den neuen Webauftritt der Hochschule gestemmt haben. Die Startseite ist etwas für Freunde von Mosaiken. Auch die Nutzerführung ist „individuell“ und in jedem Fall einen Blick wert.

6 Kommentare zu “kurz gesagt (13)

  1. Und man sieht direkt, was die große Melkkuh beim Nürburgring sein wird:
    Die Touristenfahrten.
    Und was denken die sich dabei, dass eine Runde im GT-R fast 300€ kosten soll… im Touriverkehr…. abartig!

  2. Manager-Magazin und SPON sehen wirklich 1:1 aus, aber warum soll man nicht auf bewährtes zurück greifen. Die Ressort-Keyvisuals in den Unterkategorien finde ich optisch gar nicht schlecht, auf dem iPad dürften die sich besonders gut machen. In der Hauptkategorien werden die Artikel schließlich direkt angezeigt.

    Bzgl. der Usability ist es natürlich ein kleiner Nachteil, einmal wegen dem Scrollen und zum anderen stellt das Ressort-Keyvisual keinen Link dar. Ich wette darauf, dass viele User erstmal die Maus auf das Bild oder den Text ziehen und hinter einem Element welches soviel Fläche einnimmt eine weitere Funktion erwarten. Man könnte z.B. beim Klick auf das Bild oder die Headline im Text auf den ersten Artikel des Ressorts verlinken, sicherlich vom Zusammenhang Bild/Artikel etwas ungewöhnlich, aber wiederkehrende User können sich das Scrollen sparen.

    Ich finde die optisch ansprechende Lösung trotz kleiner Nachteile in jedem Fall gut.

    Greetz
    Till

  3. Abgesehen von der Gestaltung finde ich die Ladezeiten extram lange. Bis sich die Startseite aufbaut, vergehen bei mir bis zu sechs Sekunden. Das Typo3 System reagiert sehr schwerfällig, offenbar wurde beim Hosting auf eine gute Investition verzichtet und aufwendige Programmierungen erlauben keine kurze Ladezeiten.

    Das Design ist letztendlich ein Aufwärmen alter Elemente, die man in allen Bereichen wieder findet. Warum hier kein Neuanfang gewagt wurde, kann ich bei der schwachen alten Seite nicht nachvollziehen. Aber wir wissen ja, wie Kunden sein können ;)

  4. Hm, an den neuen Burg-Auftritt muss man sich gewöhnen. Als allererstes fielen mir die Headline-Bilder auf – entspricht nun nicht dem Optimum an Accessibility. Aber vor allem finde ich den Float der Bilder unten seltsam. Bei mir waren diese beinah auf einer senkrechten Linie auf der rechten Seite, nur eben „beinah“. Als ich den Browser vergrößert hab, ordneten sie sich dann rechts an und ich erkannte das Prinzip. Es ist schon gewagt, weil man nicht weiß, mit welcher Fenstergröße der User auf die Seite trifft.

    http://img408.imageshack.us/img408/4339/burgpage.jpg

    Ein anderes Problem, dass aber nur mich betrifft^^, ist die Helvetica. Die hat nicht jeder Windows-Nutzer auf seinem PC (wohl die wenigsten), aber es kommt im Falle des Falles dann immer zu diesen ekligen Font-Renderings:

    http://img687.imageshack.us/img687/1475/helvinpc.jpg

    Das ist aber leider kaum vermeidbar, wenn man unbedingt möchte, dass Helvetica auf Macs in höchster Priorität gezeigt werden soll. Dort sieht sie dann auch ansehnlich aus.^^

    Ansonsten gefällt mir der Header ganz gut, schön einfach und strukturiert, super Typo. Die Startseite mit den Studentenarbeiten ist von der Idee her ebenfalls super. Die Ladezeiten sind dementsprechend etwas hoch ausgefallen – ist aber denke ich noch zu verkraften.

  5. Hinter der Seite von Burg Giebichenstein steht sicher ein gutes Konzept, das aber technisch noch an einigen Stellen Verbesserungen benötigt. Die Arbeiten so zu präsentieren finde ich toll und wirkt spritzig und frech, so von einer Hochschule für Kunst empfangen zu werden ist aber auch nicht jedermanns Sache. Die Ihnaltsseiten sind sauber strukturiert und die Sitemap zeigt, dass eine ganze Menge an Inhalt geboten wird. Im grossen ganzen ein gelungener Auftritt.

    Aber auf der Startseite fielen mir die flächigen Navigationselemente in der ersten Reihe auf, welche je nach Browserskalierung anders positioniert werden und zudem noch anderen Inhalt ausgeben, bzw. in der 1680er Auflösung steht in einer Box nur „am 17. und 18. Juli 2010“ anstatt „Jahresausstellung am 17. und 18. Juli 2010“ oder „Stellenangebote“ anstatt „Aktuelle Stellenangebote“. Klar kann man machen, finde ich aber ziemlich verworren und ist wahrscheinlich nicht bewusst so gestaltet. Auch der Mosaik-Raster könnte konsequenter durchgezogen sein. Gewisse Elemente sind zu kurz und somit entstehen unschöne Blitzer und abgeschnittene Typo. Bezüglich der Typo stimme ich Balthier9999 vollkommen zu. Wenn solche Fonts verwendet werden wollen, sollte man auf Techniken zurückgreifen, die gewährleisten, dass alle User die Schrift auch sehen.

  6. Ich kann dem Auftritt der Burg Giebichenstein nichts abgewinnen. Ich habe mich auf der Seite nicht zurechtgefunden und habe zu Beginn sogar die Navigation oben gar nicht bemerkt, da ich zu sehr mit den Mosaiksteinchen beschäftigt war. Ich wusste gar nicht wo ich hinklicken sollte.

    Man könnte es sicherlich unter dem Keyword „gewöhnungsbedürftig“ abhaken, aber ich für meinen Teil halte die Seite für nicht wirklich anwenderfreundlich. Ob das ein Aspekt ist, der bei der Bedienung der speziellen Zielgruppe beachtenswert ist oder sein sollte, kann ich nun nicht beurteilen.

    Die Umstellung beim Manager-Magazin gefällt mir gut. Ich lese da regelmäßig und ich finde, dass die Änderung grundsolide ist.

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