18 Kommentare zu “Kreative Chemnitzer

  1. Ich muss sagen, die alternativen Plakate scheinen das echte Bild der Stadt wiederzuspiegeln, während die echten Plakate alles ein bisschen schönreden.

  2. Auf den ersten Blick denkt man nicht, dass es nicht so sein soll. Alle 6 passen doch gut zu zusammen, wobei die Plakate von Chemnitz-zieht-weg einen Hauch Witz beinhalten. Schade das die Stadtväter scheinbar keinerlei Humor besitzen und nur lapidare touristische Sehenswürdigkeiten und Freizeitaktivitäten abbilden. Die Copy konnte ich jetzt nicht lesen, aber allein von den Headlines her würde ih alle 6 raushängen.

  3. Einen seltsamen Eindruck hat die Seite aber dann doch,wenn sie dauernd mit einem Thomas Heydriech in Verbindung gebracht wird, der im Netz gleich 2x als administrativer Ansprechpartner von Abzocker-Seiten geführt wird (Nachbarstest.de etc.). Wer weiss, was hinter dieser Kampagne steckt.

    Mir kommt sie seltsam vor, fast schon wie virales Marketing für eine zur Wahl stehende Partei in Chemnitz.

  4. … das «ß» wäre tatsächlich modern, wenn es als Grossbuchstabe gezeichnet wäre (auch wenn ich kein Fan davon bin), ist es aber offensichtlich nicht; somit wäre der Einsatz von 2x «S» statt «ß» richtig. Wobei «modern» eigentlich auch irreführend ist, weil Karl-Heinz Lange dieses Versal-ß schon 1965 beispielhaft für einige Schriften veröffentlicht hat, dies hat allergings auch deutliche Vörläufer in 20ger Jahren …

  5. Fragen über Fragen – da grübelt eine Stadt darüber, wer die “unwitzigen” Plakate aufhängt … vielleicht um davon abzulenken, dass die Plakataktion den Nagel auf den berühmten Nischel trifft. Egal wer dahinter steckt, die Idee ist genial und in einer Stadt, die sonst gern tief und fest alles verschläft, werden ein paar Geister geweckt. Vielleicht hilft es, das (Marketing) Konzept zu überdenken und zu handeln, bevor Chemnitz für alle Zeiten ein ostdeutsches Schattendasein führt. Nicht falsch verstehen, ich liebe meine Heimat und ein paar kluge Köpfe haben Herrausragendes geschaffen (Gunzenhauser Museum als Beispiel) – aber es gibt ein paar Gründe, dass ich nicht mehr da bin und die werden durch die Plakate gut zusammengefasst.

  6. Hier wird wieder mal gezeigt warum das “ß” im Versalsatz ein NoGo ist. Wirklich positiv, lustig hin oder her, lässt das dennoch die Stadt nicht zurechtrücken. Verspielte Chance oder einfach nur ein schlechter “Scherz”? Ich hoffe auf letzteres.

  7. Also ich finde die Idee mit dem großen “ß” im Grunde eigendlich nicht schlecht. – Nur hätte man auch eine Typo nehmen sollen, welche auch wirklich einen versalen SZ-Laut beinhaltet. Grüße//

  8. Habe bei SPAßBAD das “ß” erst für ein “&” gehalten…

    SPA&BAD hätte an der stelle auch gut gepasst und im englischen sieht das & ja auch wie gespiegelte 3 aus.

  9. ich habe kein “&” und kein B gelesen, nur kurz gestutzt, aber auch sofort geschaltet. ich finde, dass die verwendung von “ß” im versalsatz in ordnung und in diesem fall auch gut eingesetzt ist, aber sollte man wirklich unbedingt zu einem font greifen, der auch ein versal-ß beinhaltet…!!

  10. Vielleicht wäre es generell ein guter Ansatz nicht immer das Standarttouristenprogramm runterzubeten und grinsende Werbezombies abzubilden. Wenn eine Stadt offen und humorvoll mit ihren Stärken und Schwächen kokettiert, so kann das sehr sexy sein und liebenswert. Berlin macht das mit seinem, leider inoffiziellen Leitsatz “Arm aber sexy” vor. Damit kann man sicher größere Sympathien wecken als mit BeBerlin. Zudem weiß doch eh jeder, dass Städte wie Chemnitz, Dessau, Halle, Magdeburg…etc. nicht zu den ostdeutschen Glanzlichtern wie Dresden oder Leipzig zählen. Und vielleicht ist das auch gut so. Ostdeutsche Kommunalpolitiker haben leider allzu oft verschlafen, die Dinge zu erkennen und auf das zu reagieren, was nunmal unvermeidbar ist. In der Verkleinerung der Städte liegt z.B. auch die Chance, wieder die natürlichen Zentren zu beleben und die zu DDR-Zeiten künstlich aufgeblähten Strukturen zurückzubauen. Meine Heimatstadt Zwickau hat dies eindrucksvoll bewiesen und damit den Bevölkerungrückgang sogar gegen alle Prognosen stoppen können (Die hier schon heiß diskutierte Imagekampgne der Stadt wird zu dieser Entwicklung allerdings herzlich wenig beigetragen haben). Selten hat der Spruch “Wir haben keine Chance also nutzen wir sie” so gut in einen Kontext gepasst. Auch wir Werber sollten auf diesen Trend endlich reagieren.

  11. Ich schauere immer noch beim Anblick des angeschnittenen Stadtlogos. aber vielleicht sollte ich froh sein, daß es nicht 3d und glossy geworden ist.

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