Aus dem Haferflockenproduzenten Peter Kölln, 1820 gegründet, ist in den letzten zwei Jahrzehnten ein Multi-Brand-Unternehmen geworden. Das Profil und Gesicht der damit verbundenen Traditionsmarke Kölln hat sich im gleichen Zeitraum, trotz digitalem Wandel und stark verändertem Konsumverhalten von Verbrauchern, weniger stark verändert als das vieler anderer Consumer-Marken. Auch die jüngsten Anpassungen an Markenlogo und Packaging sind eher subtiler Natur – viele Konsumenten dürften davon kaum Notiz nehmen. Ungeachtet dessen lohnt der Blick auf die Markenkommunikation von Kölln.
Seit über 200 Jahren werden unter dem Namen Kölln Haferflocken, Müslis und Cerealien produziert. Sitz des deutschen Lebensmittelherstellers ist, wie schon zu Zeiten des Gründers Hans Hinrich Kölln, Elmshorn in Schleswig-Holstein. In den letzten zwanzig Jahren hat sich das Unternehmen breiter aufgestellt. Von Unilever übernahm das Unternehmen mehrere Marken, darunter Livio, Biskin, Palmin. Seit 2014 gehört auch die Speiseölmarke Mazola zum Markenportfolio.
Mit Friederike Driftmann-Egelhof übernahm im letzten Jahr, nachdem das Unternehmen neun Jahre lang von externen Managern geführt wurde, wieder ein Familienmitglied die Leitung des Unternehmens. Als promovierte Volljuristin zeichnet Driftmann-Egelhof für die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie für die Bereiche Marketing, Vertrieb und Personal verantwortlich. Schon unter Driftmann-Egelhofs Vorgängern wurde das Sortiment erweitert, und neue Produktkategorien geschaffen.
Mit zahlreichen Cerealien-Produkten (…
Aus dem Haferflockenproduzenten Peter Kölln, 1820 gegründet, ist in den letzten zwei Jahrzehnten ein Multi-Brand-Unternehmen geworden. Das Profil und Gesicht der damit verbundenen Traditionsmarke Kölln hat sich im gleichen Zeitraum, trotz digitalem Wandel und stark verändertem Konsumverhalten von Verbrauchern, weniger stark verändert als das vieler anderer Consumer-Marken. Auch die jüngsten Anpassungen an Markenlogo und Packaging sind eher subtiler Natur – viele Konsumenten dürften davon kaum Notiz nehmen. Ungeachtet dessen lohnt der Blick auf die Markenkommunikation von Kölln.
Seit über 200 Jahren werden unter dem Namen Kölln Haferflocken, Müslis und Cerealien produziert. Sitz des deutschen Lebensmittelherstellers ist, wie schon zu Zeiten des Gründers Hans Hinrich Kölln, Elmshorn in Schleswig-Holstein. In den letzten zwanzig Jahren hat sich das Unternehmen breiter aufgestellt. Von Unilever übernahm das Unternehmen mehrere Marken, darunter Livio, Biskin, Palmin. Seit 2014 gehört auch die Speiseölmarke Mazola zum Markenportfolio.
Mit Friederike Driftmann-Egelhof übernahm im letzten Jahr, nachdem das Unternehmen neun Jahre lang von externen Managern geführt wurde, wieder ein Familienmitglied die Leitung des Unternehmens. Als promovierte Volljuristin zeichnet Driftmann-Egelhof für die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie für die Bereiche Marketing, Vertrieb und Personal verantwortlich. Schon unter Driftmann-Egelhofs Vorgängern wurde das Sortiment erweitert, und neue Produktkategorien geschaffen.
Mit zahlreichen Cerealien-Produkten (…
Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.
Man könnte zynisch anmerken, dass die Ecke, die jetzt beim Logo fehlt, dem fehlenden Inhalt in der Packung entspricht.
Die Art und Weise, wie hier von Seiten des Unternehmens kommuniziert wird, scheint mir in der Tat ein Alleinstellungsmerkmal zu sein. „Shrinkflation“ ist zwar immer doof, aber eine offen kommunizierte Variante scheint mir immer noch deutlich souveräner und weniger unsympathisch als das meist stillschweigende Vorgehen anderer teils großer Marken (die Schokolade in den lila Verpackungen, deren Größe erst kürzlich von 100g auf 90g reduziert wurde, kommt mir da spontan in den Sinn).
Zum Logo: meiner Meinung nach hat es durch die nun abgeschnittene Ecke nichts gewonnen; im Gegenteil sieht es für mich nun weniger stabil aus als zuvor. Die Anpassung der Buchstaben wird, wie du auch schon festgestellt hast, wohl nur den wenigsten auffallen.
Der Gen Z, fehlt auf der Verpackung noch die Lgbtq flagge und das Logo, das das produkt transfair, bio und klmaneutral hergestellt wird und das Hafermilch im Chaia-Latte sowieso besseren Schaum, als milchschaum macht und dann lässt sich heute im Jahr 2025 alles verkaufen.
Schäumen tut es hier gerade im Wesentlichen vor Ihrem Mund, so erscheint es mir beim Lesen Ihres Kommentars. Was genau hat der mit dem Inhalt des Artikels zu tun?
Genau diese Themen – Nachhaltigkeit, Fairness, Gleichberechtigung – sind eben nicht „Deko“, sondern Teil gesellschaftlicher Realität. Und ja, auch Design beschäftigt sich mit diesen Fragen, weil Gestaltung immer Werte sichtbar macht.
Und ein Tipp am Rande: Wenn du ernst genommen werden willst, könnte ein Kurs in Rechtschreibung und Grammatik helfen. Reines „schnelles Tippen auf dem Smartphone“ rechtfertigt das Niveau deines Kommentars leider nicht. Aber vielleicht ist es ohnehin ein guter Hinweis darauf, wie (wenig) ernst man solche Kommentare nehmen sollte.
Dir weiterhin viel Erfolg im Gestern.
Ich muss sagen, dass mich die Uneinheitlichkeit der Gestaltung ziemlich irritiert, da fehlt für mich jegliche Linie. Mal sitzt das Logo links oben, mal in der Mitte oben, mal – ausgerechnet beim wichtigsten Produkt, den Kölln-Flocken – fehlt das Logo komplett. Die Farbwelten sind mal so, mal so, oft auch nicht wirklich passend zu den Blautönen des Logos, zumindest geht mir das mit den ganzen Eierschal- und Rotbrauntönen so. Bei den High-Protein-Flocken tauchen weder das Logo noch die Farbtöne der klassischen Kölln-Flocken auf, das Schachbrettmotiv ist hier mit einem Mal komplett verunklart, verschoben und eigentlich nicht mehr vorhanden. Beim RelOat ist ein leicht verdrehtes, präzises Quadrat das grafische Motiv, beim Granola, pinselstrichartige Rechteckflächen mit Produktfenster, beim Hafermüsli gibts nur das Produktfoto. Die Typo ist sowieso jedes Mal anders. Das ist für mich alles so unübersichtlich, dass mir zu dem veränderten Logo mit der unsinnig abgerundeten Ecke gar nichts mehr einfallen will.
Und ohne dass ich den Tenor von Alex’ Kommentar deswegen gutheißen will: Wenn hier eine ganze Reihe von Haferprodukten vermarktet wird, ohne sie als klimaneutrales Bio-sonstwas-Trendsetprodukt herauszustellen, finde ich das in der damit herausgestellten selbstverständlichen Normalität schon wieder angenehm.