21 Kommentare zu “Kleine Hommage an eine Wortmarke – Canton

  1. Juristisch handelt es sich nur dann um eine reine Wortmarke, wenn es nur um eine Zeichenkette geht. Sobald gestalterische Elemente ins Spiel kommen (die Anordnung der Buchstaben auf eine bestimmte Art im Raum oder ein bestimmter Font), geht es um eine Wortbildmarke.

    Mag aber sein, dass Werber und Designer die Termini anders verwenden; daher habe ich ja ein „?“ hinterhergeschickt.

  2. Meine kleinen Canton-Boxen, die früher von vielen belächelt wurden, als es ein Muss war schrankartige Boxen sakral anmutend im Wohnzimmer zu präsentieren, verrichten auch nach Jahrzehnten noch ihren guten Dienst. Mittig unten erfreut mich das perfekte Canton-Wortbild. Ich bin nicht sicher, ob die C-A-Ligatur eine kleine Schwäche in der Wortmarke darstellt. Manchmal machen ja auch die kleinen „Ecken und Kanten“ die besondere Raffinesse aus. Hübsch ist das Canton-Plakat, das Schaffrinna oben in diesem Canton-Beitrag eingestellt hat. Hier wird die Ligatur schmeichlerisch überspielt – und fast sieht der Schriftzug so noch besser aus, oder?

  3. ich bin gerade auf das designtagebuch gestoßen und wollte ein großes lob loswerden. tolle artikel, gut geschrieben und ich hab schon viel wissenswertes entdeckt und gelernt. gleich mal ab in die favoritenleiste.
    lg, manu

  4. Also ich konnte das Canton-Logo noch nie leiden! Ich mag zwar die Avant Garde Alternates, aber wie schon oben geschrieben sind die runden Buchstaben (C, O) optisch kleiner und mir war schon immer das N zu dick. Wir werden keine Freunde!

  5. Eine Anmerkung zu der Erco-Bildmarke. Ich finde nicht, das es so aussieht „Als ob jemand das Licht dimmt bis nur noch ein angenehmes Glimmen sichtbar ist.“ Im Gegenteil: Die Marke wird doch nach rechts immer heller, das Licht wird also eingeschaltet. Das ist zumindest mein Eindruck.

  6. > Was auffällt, ist die fehlende Überschneidung der Rundformen (C,O) über die Ober- und Unterkante, was die Buchstaben optisch kleiner erscheinen läßt.

    Sehr gutes Auge, Fred! Tatsächlich war die bis eben abgebildete freigestellte Wortmarke nicht die finale Version, was mir auch Prof.Gassner mitgeteilt hat. In der finalen Version, die ich soeben hochgeladen habe, findet sich der angesprochene Höhenausgleich berücksichtigt. Hintergrund für dieses Malheur ist der Umstand, dass bei Brands of the World eine nicht finale Version des Logos hinterlegt ist, das in diesem Beitrag zum Einsatz kam. Nun sind alle Abbildungen korrekt.

  7. Sehr schöner Artikel, bin zum ersten mal auf deinem Tagebuch, lesenswert. Allerdings muss ich Stefan rechtgeben, hier wurde sehr wohl ein neuer Trend aufgegriffen. Du wiedersprichst Dir in diesem Punkt auch im Text;
    Zitat: „Daran sieht man, dass auch damals die Designer und Gestalter für neue Trends und Moden innerhalb der Typografie durchaus empfänglich waren“

    Wer mag schon sagen wie Signets in Zukunft bewertet werden? Es hat manchmal den Anschein als erwarte man eine Rückkehr zu den „guten Zeiten“ der Qualitätsgestaltung, von derer aus dann die FX-Logos belächelt würden. Ich kann mir jedoch vorstellen das Symbole mit Spiegelung aus einer Zukunft mit animierten Bildfolgen auf E-Paper (wenn es denn mal kein Papier mehr gibt, hehe) auch wie echte gute Handarbeit wirken könnten.

  8. Das Canton-Zeichen kann sogar noch mehr: Es spielt nämlich wunderschön mit den Artikulationsorten der Vokale: bei TON ist das ziemlich offenkundig, das O ist wohl der Buchstabe mit der intuitiv transparentesten Laut-Zeichen-Beziehung. Wenn ich mir nun die Silbe CAN ansehe, symbolisiert das C ähnlich transparent die Artikulation des A (ein ungerundeter offener Zentral- oder Vorderzungenvokal ;)). Man kann sich dabei einen seitlichen Schnitt durch den Mundraum vorstellen, der bei der Artikulation von A in etwa die Form des C annimmt. Um das Bild ein bisschen weiter zu strapazieren singt das C den ANTON und bewegt sich dabei von einer großen zu einer kleinen Öffnung des Mundes, von viel Raum (schmal) zu wenig Raum (fett).

    Ja, ein schöner Artikel, und eine schöne Website.

  9. AMBIENTE ist nicht Avant Garde, sondern Futura (oder höchstens noch Century Gothic). Zu sehen etwa am spitzen N, das die Avant Garde nicht hat.

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