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Jubiläumslogo zum 250. Jahrestag der USA

Logo zum 250. Jahrestag der USA, Quelle: america250.org
Logo zum 250. Jahrestag der USA, Quelle: america250.org

Am 4. Juli 2026 feiern die USA den 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit (von Großbritannien). Ein aus roten, weißen und blauen Bändern bestehendes und zur Zahl 250 verwobenes Logo dient als Absender der Feierlichkeiten und Veranstaltungen.

Die Planung für die Zweihundertfünzigjahrfeier der USA begannen bereits im Jahr 2016, als die „U.S. Semiquincentennial Commission“ vom US-Kongress mit der Organisation der Feierlichkeiten betraut wurde. Ende letzten Jahres wurde von der Kommission das Logo präsentiert, welches im Rahmen der Festivitäten verwendet wird.

Die geplanten Feierlichkeiten sollen die bisher größten und umfassendsten in der Geschichte des Landes werden. Als zentrale Plattform im Internet dient die Webpräsenz america250.org, ein von der überparteilichen Initiative „America250“ betriebenes Informationsangebot.

USA 250 Logo, Quelle: america250.org
USA 250 Logo, Quelle: america250.org

Die aus einem kontinuierlichen Pfad bestehende Zahl 250 verkörpere „Einheit, Zusammenarbeit und Harmonie“, so die Idee. Entstanden ist das Logo in Kooperation mit der Agentur Chermayeff & Geismar & Haviv (New York). Gegenüber der New York Times erklärte der Designer Sagi Haviv, das Band sei eine fast unmögliche Konstruktion, darauf anspielend, es sei heutzutage ebenso fast unmöglich alle Menschen zusammenzubringen.

Kommentar

Das Logo zum 200. Jahrestag der USA hatte seinerzeit der Grafikdesigner Bruce Blackburn entworfen (Blackburn zeichnet gemeinsam mit Richard Danne u.a. für das NASA-Logo verantwortlich). Das 250-Jahre-Logo ist im Vergleich dazu ganz anders konstruiert, es wirkt nicht wie ein Siegel, nicht wie ein hoheitliches Zeichen, zudem ist es frei von militärischen Anleihen. Ein Modernität, Vitalität und Offenheit kommunizierendes Zeichen. Was im Hinblick auf die gezeigten teils unsauberen Bögen, Übergänge und Endstriche fehlt, ist eine Reinzeichnung.

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Dieser Beitrag hat 16 Kommentare

  1. Im Gegensatz zum 200-Jahre-Logo fehlt nun der Stern, um alle Elemente der amerikanischen Flagge aufzugreifen. Die Assoziation zu den USA wird dadurch gemindert. Finde ich schade.

    1. Das geht mir auch so, rot-weiß-blau verbinde ich erst einmal mit den Niederlanden, zumal es ein ein merkwürdig heller Blauton geworden ist. Aber vielleicht ist das auch zu sehr meine europäische Perspektive, und das Logo richtet sich nur an Amerikaner, für die die Sache klar ist!

  2. Ich weiß nicht, wieso, aber irgendwie wirkt das Logo auf mich “billig”. Wie eine Sportkleidungsmarke, die 1995 im Discounter verkauft wurde. Was diesen Eindruck auslöst, weiß ich nicht. Vielleicht ist es das knallige Rot in Verbindung mit dem Blau, das nicht zu recht zum “dunklen Blau” der Flagge passen will.

    Gespannt bin ich, wie sich die Bildmarke in Social Media machen wird. für eine kleine Darstellung scheint es mir zu komplex.

  3. Gefällt mir gut! Erinnert mich an Stile von Sportveranstaltungen oder Kulturmessen.

    Dass ein Stern fehlt, weil er ein identitätsstiftendes Element darstellt, finde ich dagegen nicht – der Stern (fünfzackig) ist Element so vieler Flaggen und Nationalsymbole unterschiedlichster Nationen. Eigentlich ist es sehr befreiend, mal ein solches Logo ohne Stern, Weißkopfseeadler, Freiheitsstatue, Landesgrenze, Präsidentensiegel etc. zu sehen. Es wird dadurch vermittelt, dass die Feierlichkeiten eher unpolitisch sein sollen – und so etwas haben die USA eigentlich mal nötig.

  4. Ich finde, das Logo strahlt mit dem wehenden Band etwas von einem Turnfest aus – und das meine ich gar nicht mal negativ. Statt militärisch-staatstragender Verklemmtheit vermittelt es etwas Fröhliches, Lockeres und Unbeschwertes. Es steht für etwas, das wirklich gefeiert werden soll.

    Die Kombination des Logo-Bandes mit “America” holt einen dann natürlich schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Nicht “USA 250”? Nein, “America 250”!
    Die anderen 56 Staaten und abhängigen Gebiete dieses Kontinents spielen in der Wahrnehmung der besten Nation auf Gottes Erde eher keine Rolle.

  5. Mich würd interessieren, was unsauber gezeichnet ist? Hab das Logo lange angesehen und finde eigentlich alle Bögen, Kanten und Übergänge gelungen und nicht unsauber. Wie könnte man das besser machen?

    1. Handwerklich unsauber sind beispielsweise insbesondere jene Stellen, in denen die Enden der Band-Stränge auf die Längsseiten der Bänder treffen (ohne diese zu berühren). Die Radien dieser Endstriche sind andere als jene der Längsseiten. Zur besseren Veranschaulichung eine Visualisierung (Zwischenraum = magentafarben). In einer sauberen Reinzeichnung wären die Radien harmonisiert.

      USA 250 Logo Reinz.

      Und unter formal-ästhetischer Sicht ließe sich hinterfragen, ob der untere Bogen zwischen 2 und 5 wirklich so viel flacher verlaufen muss/sollte als der obere Bogen zwischen 5 und 0. Dies ist allerdings kein handwerklicher Fehler, sondern eher eine Frage des Geschmacks, eine subjektive Einschätzung. Ich persönlich hätte diese Bögen angeglichen, um so die Symmetrie des Zeichens zu verstärken.

      1. Das erinnert mich an das Verhalten, wenn Vektordateien nicht sauber konvertiert werden (bspw. von .ai nach .svg und dann in einem anderen Programm geöffnet) – Da ist es mir auch schon unter gekommen, dass die Radien der Bögen und Kurven sich leicht verändern.
        Das sollte einen professionellen Gestalter aber auffallen und von diesem korrigiert werden.

      2. Das mit der Symmetrie der Bögen hatte ich mir auch überlegt. Ich finde es aber genau richtig so. Wäre der Bogen zwischen 2 und 5 weniger flach, würde gerade die 2 ihre Eigenständigkeit und Wiedererkennbarkeit verlieren, womöglich sogar wie eine schlechte Spiegelung der 5 wirken. Und wäre der Balken zwischen 5 und 0 flacher, wäre der Schwung draußen – gerade der 0 täte das nicht gut. So gesehen finde ich das genau richtig so.
        Zum Spiel mit der Symmetrie bietet sich die 250 eh nicht an, allein schon wegen dem großen Punzenbereich der 0.

        Die unharmonischen Radien sind allerdings ein Unding. Erinnert mich an das neue VW-Logo, in denen scheinbar parallele Linien nicht sauber parallel laufen, wenn man mal ranzoomt. Sollte nicht sein bei Aufträgen dieser Größenordnung!

  6. Ich finde das Logo dynamisch, freundlich und optimistisch. In der einfärbigen Variante wirkt das mMn sogar noch besser.
    Das einzige was mich stört ist, dass die USA (wieder einmal) den Namen eines ganzen Kontinents für sich vereinnahmen. Mich würde diesbezüglich interessieren, ob es darüber in den USA eigentlich eine Diskussion gibt.

    1. Das einzige was mich stört ist, dass die USA (wieder einmal) den Namen eines ganzen Kontinents für sich vereinnahmen. Mich würde diesbezüglich interessieren, ob es darüber in den USA eigentlich eine Diskussion gibt.

      „America“ steht synonym für „United States of America“. Man muss natürlich vorsichtig sein hier von außen zu deuten und zu bewerten. Ich persönlich kann nicht erkennen, dass US-Amerikaner, schon gar nicht in Summe, eine bewusste Vereinnahmung zum Ziel haben. Gefühlt jeder zweite mehrsilbige Vorname und jede längere Bezeichnung werden von US-Amerikanern abgekürzt. Die Verwendung von Kurzformen entspricht der Mentalität.

      „America“ ist fest in die Identität als Nation eingebettet, seit mehr als hundert Jahren, wie sich an Redewendungen wie „God bless America“ und der inoffiziellen Nationalhymne „America the Beautiful“ ablesen lässt (zuletzt heute Nacht beim Super Bowl LVIII gehört).

      Darüber hinaus gibt es mehrere Faktoren (Geografie (Lage,Größe), lediglich 2 Nachbarstaaten, kommerzialisierte Medienlandschaft, u.a.), aus denen sich heraus eine stark US-zentrische Sichtweise erklärt. So wird tendenziell weniger über internationale Ereignisse berichtet als etwa in europäischen Ländern. Hieraus folgt eine gewisse Ich-Bezogenheit, ein Selbstbild und ein für die USA typisches Selbstverständnis: ein Team beispielsweise, das die NBA, NFL, NHL gewinnt, ist – ganz selbstverständlich – „World Champion“. Eine Attitüde, die zuweilen auch als Größenwahn oder Arroganz/Ignoranz gewertet wird. So weit würde ich nicht gehen.
      Fazit: Eine Diskussion hinsichtlich der Vereinnahmung dieser Bezeichnung stellt sich, aus Innenperspektive, nicht wirklich.

  7. “Gegenüber der New York Times erklärte der Designer Sagi Haviv, das Band sei eine fast unmögliche Konstruktion, darauf anspielend, es sei heutzutage ebenso fast unmöglich alle Menschen zusammenzubringen”

    Das finde ich eine fast schon depressive Ansicht des Designers ob der 250 Jubiläums und dem verbundenen Logo. Nunja – USA sind ja sonst nach außen so überbordend positiv…

    Anyway – ich muss sagen, dass das Logo nicht ganz sauber wirkt. Danke Achim, dass du da in den Kommentaren noch etwas eingingst und es nun für mich klar ist, warum es nicht so sauber wirkt. Zudem- vielleicht ist es nur die Darstellungen hier, aber es hätte auch etwas bessere Kantenglättung vertragen können.

  8. Das Logo ist in vielen Dingen nocht perfekt gezeichnet. Wäre es ein Firmen-/Markenlogo, würde mich das stören. Aber hier geht es um ein begrenzt eigesetztes Logo, das Band darstellt. Ich bin eigentlich Perfektionist in solchen Dingen, aber gerade hier finde ich es nicht störend. Meiner Meinung nach hätte es bewusst noch unperfekter sein können, wie ein Band, welches im Wind flattert. Das würde dem ganzen eine künsterische Note geben.
    Um perfekt zu sein, ginge zum Beispiel der Bogen der 5 nicht so, sondern hätte einen Bogen ähnlich der 2. Das gilt auch für den Bogen der 0. Um unperfekter zu sein, könnte das Band schmaler und weiter werden – auch unregelmäßig.

  9. Mir gefällt es, auch wenn es nicht ganz perfekt gezeichnet ist. Insbesondere das Offene und der Verzicht auf jegliche staatliche Optik. Und mit etwas (mehr) Fantasie lässt sich nicht nur 250 sondern auch USA bzw. USa lesen.

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