Jahresrückblick: Beiträge, die in 2019 für Diskussionsstoff gesorgt haben

Welche Themen haben in den letzten Monaten die Aufmerksamkeit der dt-Leser auf sich gezogen? Worüber wurde hier im Blog am meisten diskutiert? Und welche interessanten Entwicklungen gab es innerhalb der Designszene? Der mittlerweile obligatorische Jahresrückblick.

2019 wurden im Design Tagebuch insgesamt 167 Artikel veröffentlicht und 4.667 Kommentare verfasst. Mit 1.047.364 Besuchern haben erstmals mehr als 1 Million Leser pro Jahr das dt besucht. Ein Rekord, über den ich mich sehr freue. Seit Jahresbeginn wurden zudem rund 6.48 Millionen Seitenaufrufe generiert, auch dies ein Rekordwert. Die interessantesten Beiträge und Diskussionen des Jahres werden in diesem Jahresrückblick aufgelistet.

Meistkommentierter Artikel des Jahres

Volkswagen Logo (2019), Quelle: Volkswagen

Da ist es nun, das neue Logo von Volkswagen

Der Beitrag über das neue Logo von Volkswagen ist mit 87 Kommentaren der meistkommentierte Beitrag im Design Tagebuch im Jahr 2019. Selten wurde das Redesign eines Logos so viele Monate im voraus thematisiert, diskutiert und über die Formgebung spekuliert, und zwar weltweit.

Meistgelesener Artikel des Jahres

Volkswagen Logo (2019), Quelle: Volkswagen AG

Volkswagen führt neues, minimalistisches Markenlogo ein

Der meistkommentierte Beitrag ist gleichzeitig auch der meistgelesene. Und auch beim zweitmeistgelesenen Beitrag im Design Tagebuch steht die Marke Volkswagen im Fokus. Ein Beleg für die hohe Anziehungskraft dieser Marke, deren Erscheinungsbild im Jahr 2019 weit über die Designszene hinaus diskutiert und thematisiert wurde.

Gruseligstes On-Air-Redesign des Jahres

BRISANT – neues Studio (2019), Quelle: ARD

BRISANT im neuen Design

Das virtuelle Studiodesign samt marmorierter Wendeltreppe und schwebender Sitzfläche erzeugt eine extrem künstliche Kulisse. Die Moderatorinnen werfen keinerlei Schatten und wirken wie Fremdkörper. Ein Studiodesign, wie ein Gruselkabinett.

Kontroverseste Kampagne des Jahres

Europol – Crime has no gender Kampagne, Quelle: Europol

Europol inszeniert Maskerade des Verbrechens, und verkehrt dabei die Realität

Über zu wenig Aufmerksamkeit konnte sich die Polizeibehörde der Europäischen Union in diesem Jahr nicht beklagen. Die ungewöhnlichen Kampagne, mit der Europol die Bevölkerung zur Mithilfe beim Aufspüren der meistgesuchten Verbrecher Europas aufrief, sorgte auch im dt für Diskussionsstoff.

Spannendste Diskussion des Jahres

Danish Crown Visual Identity, Quelle: Danish Crown

Danish Crown erneuert visuelle Identität

Noch vor zehn Jahren wäre die Diskussion über das Redesign von Danish Crown, dem größten Schweineexporteure der Welt, hier im dt wohl ganz anders verlaufen. In 2019, und das spiegeln auch die Diskussionen hier im dt wider, fand eine bemerkenswerte Sensibilisierung auf Seiten der Verbraucher in Bezug auf Lebensmittel und Fleischkonsum statt. Auch die deutschlandweite Suche nach dem Nähwert-Logo, die auch im dt thematisiert wurde, belegt diese, wie ich finde, überaus wichtige Entwicklung, die Produkt-, Packaging- und Kommunikationsdesigner mehr denn je auf dem Schirm haben sollten.

Die wohl prägendste Branding-Entwicklung des Jahres

Reebok Logo (2019), Quelle: Reebok

Reebok kehrt zum klassischen „Vector“-Logo zurück

Die Rekultivierung alter Markenzeichen ist ein globaler Trend. Markenverantwortliche besinnen sich im Rahmen von Rebrandings/Redesigns zunehmend auf den Ursprung der Marke: zu sehen bei Bosch, Volkswagen, Pizza Hut, dem Rama-Mädchen, das 2019 in der Werbung zurückgekehrt ist, und eben auch bei Reebok.

Wichtigster Diskurs des Jahres

Gender Design

Gender Design – zwischen Wahlfreiheit und Manipulation

Schließen wir den Jahresrückblick mit dem aus meiner persönlichen Sicht wichtigsten Diskurs des Jahres. Gender im Design ist so bedeutsam, dass das Thema eigentlich in jeder Grundschule in den Kunst-, besser noch, in den Sachunterricht gehörte. In meinem im März veröffentlichten Beitrag bemühe ich mich um Aufklärung und um eine möglichst differenzierte Aufbereitung dieses Themas, das leider allzu den Graben zwischen den Geschlechtern eher noch vertieft.

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