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Jack Wolfskin, die taz und die Tatze

Wieder einmal streiten und zanken sich die tageszeitung taz und Jack Wolfskin um die Tatzen-Bildmarke, die jeder für sich beansprucht. In einem Artikel vom 10.03.2007 faucht ein sichtlich angefressener Rechtsanwalt der taz den Outdoor-Artikel-Hersteller an, weil dieser gegen einen Handtuchaufdruck der taz gerichtlich vorgehen will. Erst wollte die tageszeitung ein Handtuch mit dem Tatzensymbol drucken, was kurz darauf unterbunden wurde. Dann lies die taz ein Handtuch mit durchgestrichener Tatze drucken inklusive einem etwas merkwürdig anmutenden Hinweis dazu. Jack Wolfskin lässt nun durch seinen Anwalt verlautbaren, dass der Text, mit dem das Handtuch beworben wird “eine Herabsetzung” der Marke Jack Wolfskin darstelle.

Wer das Zerren und Reißen um die Logobeute in ganzer Länge mitbekommen möchte, für den habe ich hier den Artikel als PDF (215KB). Stefan war so freundlich und hat die taz-Ausgabe kurz unter den Scanner gelegt und zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 37 Kommentare

  1. Alter Schwede! Der ganze Artikel spricht meiner Meinung nach aber vollkommen für den Standpunkt von Jack Wolfskin! Die taz hatte nichts registriert. Die taz verwendet das Symbol trotz Markenameldung von JW auf Kleidung. Die taz reagiert regelrecht beleidigt auf rechtliche (weil berechtigte) Maßnahmen von JW durch “zynische Handtücher”. Die taz schreibt sich die “Weltverbesserung” auf die Fahnen, um von der fehlenden Registrierung abzulenken. Die taz hat mit einer Tatze nur drei Buchstaben gemein, JW aber vom Namen und der Branche her weit mehr mit einer Wolfstatze gemein. Und die taz drängt JW durch doppeldeutige Aussagen in die “Heuschrecken”-Ecke. Peinlich, peinlich…

  2. … Und dass die taz ihr Medium für eine populistische Stimmungsmache gegen ein rechtliches (und neutral betrachtet berechtigtes) Urteil nutzt, ist auch nicht gerade die feine Art. So so, Weltverbesserung, aha…

  3. Was mich überrascht, ist, dass JW mehr als 20 Jahre braucht, um in dieser Angelegenheit Gas zu geben, oder gibt es die taz-Tatze bzw. deren Gebrauch auf diversen Textilien noch nicht so lange?

  4. David, deine Abneigung in allen Ehren, ABER: mit Stimmungen und Meinungen, die auf Wikipedia basieren, würde ich sehr vorsichtig sein. Wiki ist ein von jedem auch anonym (!) zu bedienendes Etwas. Also kann jedermann dort Artikel einstellen, ändern und/oder manipulieren. Und wenn es um so etwas heikles wie ein schwebendes Verfahren geht, würde ich zumindest niemals Wikipedia als zuverlässigen Lieferant von hieb- und stichfesten Argumenten wählen…

    Marken werden registriert, um andere an der gleichzeitigen Verwendung zu hindern; das ist so normativ per Gesetz festgelegt und allgemein akzeptiert.

    Das ist wie beim Bären, der seine fetten Rücken an Bäumen reibt um zu zeigen: hier war ich eher da als du – nur das wir Menschen es etwas kultivierter mit Anwälten und Gerichten machen.
    Lehne dich zurück und freue dich, dass Frühling ist :-)
    Es ist nicht deine Firma und nicht deine Zeitung.

  5. Ich finde die Reaktion von JW übertrieben. Das Logo ist 1. nicht so einmalig, als dass man sich derart über die Einzigartigkeit streiten müsste und 2. in zwei völlig fremden Branchen beheimatet. Wenn die »taz« Handtücher mit dem Logo drauf produzieren lässt, dann sicher nicht um JW Konkurrenz in der Textilindustrie zu machen oder gar um »deren« Logo zu eigenen Zwecken zu missbrauchen. Hier wird mal wieder nach Gründen gesucht, um rechtlich etwas durchboxen zu können.

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