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Inspiration fürs eigene Büroschild

Web Site Design

Ich gehe seit Jahren mehrmals die Woche an diesem Schild vorbei. Kürzlich konnte ich nicht widerstehen auf den Auflöser zu drücken (Canon IXUS 100). Ich frage mich, kann man angesichts der sandfarbenen Patina, die mittlerweile das gesamte Plexiglas überzieht, noch von den “Neuen Medien” sprechen?

Die Domain ist übrigens nicht mehr in Händen des “Web Site Designers”. Ich hätte das Foto ansonsten nicht veröffentlicht.

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 34 Kommentare

  1. Es war nass in der Stadt. Patina senkte sich träge, aber unerbittlich über die Schilder und Wände. Da merkte der junge unterbezahlte IKEA-Gestalter, als er gedankenverloren und über seinen neuen Auftrag sinnierend durch die abendlichen Straßen schnürte: »Hey, die VERDANA! Mann! Dat isset«

    Er kehrte um, rannte in sein Designgelass in Hofheim-Wallau (oder wo auch immer), warf die Arbeitsmaschinen an und …

    Der Rest ist Geschichte.

    Eine schlimme Geschichte, denn auch Gestalter kaufen bisweilen bei IKEA und müssen sich an neu gestalteten Hinweisschilder im Möbellabyrinth orientieren, während ihnen das Blut, einem Sturzbach gleich, zwischen den Augenlidern hervorspritzt. Der Gestalter mit Geschmack und Ehrgeiz ist beinahe dankbar, dass er vor lauter Blut nur verschwommen sieht. Des Gestalters Gattin dagegen ist wieder angestrengt, weil der durch die Ehefessel an sie gebundene Gefährte wieder mal alles einsaut.

    Ein wenig Patina wäre da wünschenswert. :-)

    1. *Applaus*
      Sehr schön geschrieben!
      Wie das Schild jetzt wohl aussieht?
      Vermutlich hat der Altersprozess eine 180°-Wende hingelegt und es sieht jetzt wieder wie neu aus.
      Ich liebe diesen Artikel, danke Achim!

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