INGOL STADT – Ein neues Logo für die Region

IngolstadtLandPlus Logo, Quelle: Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt e.V.

Zur Stärkung des Wirtschaftsraums um Ingolstadt wurde im Juni aus der Initiative Regionalmanagement (Irma) heraus ein neues Erscheinungsbild lanciert. Mit dem neuen Markenzeichen “IngolstadtLandPlus” möchte die Stadt Ingolstadt sowie dessen Nachbarlandkreise die Bekanntheit in Deutschland steigern.

Interessant ist sicherlich, dass hier eine rein typographische Lösung gefunden wurde. Bei der Wortmarke fiel die Wahl auf die „Unit“ im Schriftschnitt Medium Italic. Auf eine Bildmarke wurde komplett verzichtet. Die Getrenntschreibweise „INGOL STADT“ ist sicherlich etwas holprig.

Nicht nur der “Innovation” gab man im neuen Claim “Raum”, sondern auch der Interpretation in Bezug auf die Farbigkeit des Logos. Hier ein Auszug aus der Pressemeldung: „Die eingesetzten Farben sind charakteristisch für die Regionen und sorgen so für Identifikation mit dem neuen Logo: das Dunkelblau der Donau und das Hellblau vom bayerischen Himmel findet sich ebenso wieder wie das Weiß des Spargels und das Grün von Hopfen und Moos.“

Auch dieses mal bekam MetaDesign den Zuschlag. Zuletzt zeichneten deren Kreative für das Redesign zur Dachmarke Oberfranken verantwortlich.

42 Kommentare zu “INGOL STADT – Ein neues Logo für die Region

  1. Wieso ist “das Hellblau des Himmels” unten und “das Dunkelblau der Donau” oben? Geht da in der Stadt alles drunter und drüber? ^^

  2. Gefällt mir überhaupt nicht. Wo soll ich da zuerst hinsehen? Und was soll bitte „ingolstadt-land-plus“ sein? Die zugehörige Website wirkt ziemlich lieblos. War wohl nichts!

  3. Schrecklich. Einfach nur schrecklich. Die TYPO-Platzierung ist grausam und gibt es bei in anderen Regionen etwa keinen Fluss oder Spargel? Das lasse ich nicht gelten.

  4. Die Stadt, Land, Fluss – Idee ist eine solide Basis für ein Regionalmarketing. Die Region Saarbrücken arbeitet nun schon etliche Jahre erfolgreich mit der Dachmarke Stadt. Land. Lust. Die Region Saarbrücken. Im Gegensatz zu den Ingolstädtern weht bei den Saarländern noch ein Hauch von Savoir vivre durch die Marke ;-) Entwickelt wurde die Dachmarke sowie die dazu gehörigen Printprodukte von der FBO Marketing-Kommunikation. Der (auch farbliche) Dreiklang in der Wortmarke stellt folgendes dar: Blau (Stadt) steht für die Stadt/das Stadtleben/die Stadt am Fluss, Grün (Land) ist die Region Saarbrücken und ihre touristischen Möglichkeiten. Gelb (Lust) steht für Kultur, Leben und Lebenslust der Region. Auch in Ihren Printprodukten setzt die Kongress- und Tourismus Service Region Saarbrücken GmbH dieses Farbschema konsequent um.

  5. Schaut aus, als hätte jemand vergessen, beim Reinzeichnen des Logos den Claim an seine richtige Position zu schieben. Lieblos unten in die Ecke geklatscht.

    Zumindest bleibt die Design-Schmiede ihrem Stil treu und teilt nach Ober Fran Ken auch Ingolstadt in seine Bestandteile auf.

    Tut mir leid, aber Raum für Innovation trifft die Sache sicherlich schon ganz gut.

  6. Ich finde es durchaus positiv, dass das Umland als positives “Plus” bezeichnet wird. Ein Plus bereichert. Besser als “Ingolstadt und Region” oder “Region Stuttgart”, wie neulich hier erwähnt.

  7. Diese albernen Claims nerven nur noch, “Raum für Innovation” klingt für mich nach einem Platzhalter.
    Autsch, nach dem lesen der Kommentare und langem nachdenken was das Plus soll(AOK Plus?) hab ich es endlich kapiert. Das ist ein Wortspiel und da gibt es einen Fluß, aber warum ist das hellblau des Himmels dann unten beim PlusFluß und das blau der Donau oben?
    Ich kenne Ingolstadt nicht, das es da Stadt und Land gibt hatte ich fast vermutet, ein Fluß ist auch nichts besonderes. Warum taucht das Wort Donau nicht im Logo auf? Mit der Donau kann doch fast jeder etwas anfangen.

  8. muehsam, Ingolstadt ist da schon etwas Besondres, weil keine andere Stadt einen geschlossenen Parkring um die Altstadt hat. Was im Logo aber nicht aufgegriffen wurde.

    “Raum für Innovation”? Als Ingolstädterin fällt mir da keine einzige ein, außer Frankensteins Monster und das Reinheitsgebot.

  9. Überfrachtet und austauschbar – ich kann dem ganzen Gebilde leider nichts abgewinnen.

    Allein die Begründung der Farben beschreibt für mich den Höhepunkt der Austauschbarkeit – “das Hellblau vom bayerischen Himmel”. Stimmt, der bayrische Himmel unterscheidet sich erstens stark vom Himmel in Sachsen oder Baden-Württemberg – und ist dazu noch identitätsstiftend für Ingolstadt, über München prangt ja kein “bayrischer” Himmel…

    Darüber hinaus hab auch ich mir die Frage gestellt, was dieses Ingol ist…finde die Trennung höchst unglücklich. Das Logo wird mühsam. Und ehrlich gesagt, daqs Wortspiel von Stadt-Land-Fluss finde ich ziemlich platt, hat mir leider gar keinen Schmunzler abringen können.

    Insgesamt bin ich ziemlich enttäuscht, hätte mir durchaus mehr erwartet. Ingolstadt wird mir wohl weiter vor allem durch Audi im Gedächtnis bleiben müssen, das Logo schafft es zumindest nicht, Ingol-Stadt positiv in meinem Kopf zu verankern.

  10. Idee und Konzept sind lobenswert!

    Jedoch ist die Umsetzung eine typografische Überforderung für den Normalbürger. Aus der Typografie lässt sich kein Symbol oder Form entnehmen, woran sich das Auge festhalten kann und wo man mit Tradition und Kultur verbinden kann. Innovation. Raum. Stadt. Land. Plus.

    Meiner Meinung nach hätte man mehr mit der Typografie spielen können um etwas mehr Individualität in das Ganze zu bringen. Um es klar zu sagen: Man hätte es schöner umsetzen können.

    :)
    Gruß Daniel Knauer

  11. Da hat sich anscheinend wieder mal ein ahnungsloser Kreis von Ja-Sagern ein billiges Schrift-Farb-Spiel aufschwatzen lassen. Und tausende von Einwohnern aus den Landkreisen Eichstätt, Pfaffenhofen und Neuburg/Donau dürfen sich nun freuen, im “Land Plus”, dem Anhängsel von Ingolstadt zu wohnen. Automobil, Spargel, Luftfahrt, Donau, Altmühl, Limes, das alles hätte inspirieren und Identität geben können, aber man wählt lieber eine Kursivschrift mit 3 naturbezogenen Farben. Wenn das alles ist, was diese Region zu bieten hat, dann spricht das für sich!

  12. Und wieder wird hier nur ein Logo beurteilt ohne das Gesamtkonzept zu kennen. Das ist fast so, als ob man ein Bauwerk beurteilt, wenn man nur eine Wand gesehen hat. Schade, aber man bekommt den Eindruck, dass hier hauptsächlich Menschen kommentieren, die noch nicht viel mit Corporate Design zu tun gehabt haben.

  13. @Marco

    Viel eher wird ein “Gesamtkonzept” erstellt ohne die Region zu kennen. Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen machen den Großteil der Region aus und haben deutlich mehr zu bieten. – Wenn sie konsequent gewesen wären, hätten sie es gleich “AUDI STADT, LAND, FLUSS” genannt.

    Genauso wie bei Oberfranken wurde hier mangelhaft recherchiert, eine typografisch/dynamische Lösung wäre dort viel sinnvoller gewesen, als ein schon fast kitschig anmutendes Zeichen. (vgl. Bevölkerungsgruppen in Oberfranken: http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/quer/quer-video-oberfranken-logo-ID1279830584525.xml)

    Dass in Ingolstadt eine Automarke dominiert wird schon bei einem Blick auf die Landkarte deutlich, wenn man Altstadt/Stadt mit dem ansässigen Industrieanlagen vergleicht. – Nicht zuletzt wegen Audi dürfte die Stadt so bekannt sein. Besonders gemeinschaftlich oder übergreifend erscheint dieser Entwurf trotzdem nicht, auch wenn die Idee “Stadt, Land, Fluss” nett ist.

  14. Mit diesem Logo wollte man offenbar nur eins erreichen: Auf Biegen und Brechen den Bezug zu “Stadt – Land – Fluss” schaffen. Beim richtigen Biegen hätte man die Kurve evtl noch gekriegt, hier bleibt es aber letzten Endes eher beim Brechen. Der Zweck heiligt nicht mal die Mittel – typografisch eine Katastrophe und insgesamt sehr amateurhaft konstruiert.

  15. Hier die offizielle Protestseite “Ingolstadtlandplus – Schluss mit dem Stuss”.
    http://www.facebook.com/#!/pages/ingolstadtlandplus-Schluss-mit-dem-Stuss/125831227458761?ref=ts

    Eine Dachmarke muss eben zuerst inhaltlich und nicht nur grafisch funktionieren.

    Kommunikationsdesign á la “friss oder stirb”, bzw. “reim dich oder ich fress dich”…

    Nicht nur, dass auch andere Regionen bspw. den Claim “Stadt Land Lust” verwenden,
    sondern auch bessere Alternativen im Gespräch waren.
    Zudem wird die neue Dachmarke von der Bevölkerung zu großen Teilen abgelehnt!

    Aber in der Region ist ja Gott sei Dank das das letzte Wort noch nicht gesprochen…
    Das Logo wurde bereits von den Stadträten Pfaffenhofen, Eichstätt und Neuburg an das Regionalmanagement zur Nachbesserung zurückgegeben…

    Weiter gehts nach der Sommerpause…

  16. Die Konzeptidee: Super! Bleibt im Kopf.
    Die Umsetzung: Schlimm! Zerpflückt, beliebig, ohne Harmonie.
    MetaDesign, oh weh, oh weh …

  17. Ist mir fast peinlich, dass da meine FF Unit verwendet wird. (immerhin: bis neulich waren alle meine schriften in meiner ehemaligen firma verboten; die hausschrift FF Meta wurde nach meinem ausscheiden durch FF Fago ersetzt) Schräge grotesk in versalien sind zwei grobe schnitzer. Wenn kursiv dynamik ausdrücken soll, dann gäbe es schriften, bei denen das besser aussieht. Die kursive FF Unit ist wirklich nur als hervorhebung gedacht und geeignet. Außerdem gäbe es besser geeignete strichstärken, und für einige buchstaben (U, M, I etc) gibt es alternativen, die besser passen. Typografisches handwerk ist offensichtlich nicht mehr geschätzt.

    Vielleicht hat sich sogar jemand an unsere arbeit aus den 80er jahren bei MetaDesign erinnert, als wir für die Technologieregion Karlsruhe ein logo gemacht hatten, das StadtLandFluss illustrierte. Das gibt es zwar nicht mehr, aber die idee hat wohl überlebt.

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