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Indische Rupie erhält eigenes Symbol

Rupie Symbol

Die indische Währung Rupie erhält ein eigenes Symbol. Im Rahmen eines groß angelegten Wettbewerbs setzte sich ein Zeichen durch, das Anleihen des indischen Devanagari-Schriftsystems aufweist und gleichzeitig die Nähe zum lateinischen Alphabet herstellt. Analog zum Euro-Symbol verfügt es über zwei Horizontalen.

Unter anderem wurden die Leser der Economic Times in einer Umfrage aufgefordert, das aus ihrer Sicht beste Zeichen auszuwählen. Der finale Entwurf war allerdings nicht mit dabei. Letztendlich wählte eine Jury, besetzt mit ranghohen Regierungsmitgliedern, erst eine Shortlist mit fünf Kandidaten aus, und schließlich das finale Symbol.

D Udaya Kumar ist verantwortlich für die Gestaltung des Symbols. Die beiden horizontalen Linien interpretiert er als Querbalken der indischen Staatsflagge. Zum Zeitpunkt des Entwurfs war Kumar als Student an der Indian Institute of Technology eingeschrieben und darf sich nun über das Preisgeld in Höhe von umgerechnet 4.200 Euro freuen. Er bleibt dem Institut zukünftig als Dozent im Department of Design erhalten.

  • Interview mit D Udaya Kumar l | ibnlive.in.com
  • Die indische Rupie bekommt ihr eigenes Symbol | tagesschau.de
  • India Adopts a New Symbol for Its Currency | nytimes.com

Danke Dennis für den ersten Hinweis.

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 32 Kommentare

  1. …Analog zum Euro-Symbol verfügt es über zwei Vertikalen….

    Vielleicht liegt’s an der Hitze, aber ich finde nur zwei Horizontale – hier wie auch beim Euro.
    Dei sind doch nicht etwa geschmolzen ;-)

  2. Gedruckt mag das ja funktionieren und auch stimmig aussehen. Aber in einem anderen Haupteinsatzgebiet versagt es m.E. völlig: Hat man wirklich völlig übersehen, dass das Zeichen auch handschriftlich benutzt werden soll? Ich breche mir beim Versuch jedenfalls mehrere Finger. Mein Vorschlag wäre ein R mit zwei senkrechten Strichen, ähnlich dem Dollarzeichen, gewesen. Dann wäre das R auch komplett geblieben.

  3. @metai: welches R? Das ist ein र – also gibt’s keinen senkrechten Strich. Die Fingerbrüche sind bei der Hauptzielgruppe wohl auch kaum zu befürchten – du denkst zu lateinisch. ;-). Viele, die ich kenne, schaffen ohne Fingerbrüche auch kein @.

    Ich finde es sehr sympathisch, dass sich die Inder trotz Zernormung der Welt für eine eigenständige Grundform entscheiden, sie dann aber höflicherweise ein wenig an-lateinisieren. Aber eben nicht zu sehr. Sehr schön.

  4. @Corinna: Das Zu-lateinisch-Denken kann ich mit Kana widerlegen (an Kanji knabber’ ich noch). :)

    Ich wollte damit auch nicht sagen, dass es ein “R” ist, sondern dass ich es entweder auf einem “R” basiert hätte, oder (was mir auf den zweiten Blick noch besser als Idee gefällt), auf dem Nagari-र als Grundform, das ja völlig anders “schwingt”. So ist es irgendwie nix Halbes und nix Ganzes. Aber mal sehen, was der Alltagsgebrauch draus schleift, ich tippe auf eine Reduktion auf र mit Zusatzstrich.

  5. Den Fingerbruch kann ich nicht nachvollziehen, und es funktioniert erstaunlicherweise durchaus auch in minimalistischer Größe. Gefällt mir soweit auch gut, gratuliere dem Gewinner.

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