in eigener Sache: Diskussionen im Rahmen eines Forums

Im Grunde frage ich mich seit Jahren, in wie weit eine von aktuellen Beiträgen losgelöste Diskussion hier im dt eine Bereicherung wäre. Beziehungsweise denke ich schon, dass ein Forum grundsätzlich bereichernd sein kann. Die Frage ist, ob ein solches Forum innerhalb der dt-Leserschaft gewünscht ist. Das möchte ich gerne einmal mit den dt-Lesern diskutieren.

Ich denke es ist wichtig, bei einem Medienangebot sowohl den Inhalt wie auch die Form immer wieder einmal in Frage zu stellen. Das möchte ich an dieser Stelle einmal öffentlich tun. Wobei es mir hier weniger um die redaktionelle und thematische Ausrichtung geht, diese wird auch weiterhin die Schwerpunktthemen Corporate Design, Kommunikationsdesign, Webdesign, Werbung und Fotografie beinhalten, als vielmehr um ergänzende und bereichernde Inhalte, Dienste und Funktionen. Der dt-Newsletter, im März letzten Jahres eingeführt und derzeit von knapp 1.200 Lesern genutzt, findet vor allem bei jenen Lesern Zuspruch, die nicht tagtäglich hier im dt vorbeischauen. Die vor drei Jahren ins Leben gerufene dt-Jobbörse ist mittlerweile ein etablierter, wenn auch kleiner dafür feiner Stellenmarkt, der von Kreativschaffenden wie auch Personalern gleichermaßen frequentiert wird. Knapp 1.600 Stellenanzeigen wurden hier bisher veröffentlicht. Soviel zum Hintergrund.

Nun würde ich gerne einmal von den dt-Lesern wissen, ob es Bedarf gibt im Rahmen eines Forums, und damit losgelöst von den hier veröffentlichten Beiträgen, eigene Themen zu platzieren. Denkbar wären beispielsweise: Anwenderfragen zu Sketch, Affinity oder Photoshop; Empfehlungen zu Studienorten; Veranstaltungstipps und Eindrücke von Konferenzen; allgemeine Fragen oder Tutorials zu Themen wie Corporate Design, Branding oder Typografie; Co-Working- und Bürogesuche oder auch ein Thread, in dem man sich einfach mal so mit Kollegen austauscht. Wenn Bedarf für ein solches Forum besteht, würde ich es auf den Weg bringen. Ähnlich wie die zuvor genannten Inhalte/Dienste wäre auch das Forum über die Hauptnavigation als eigener Unterpunkt auswählbar. An technischen Lösungen hinsichtlich der Implementierung mangelt es bei WordPress erfreulicherweise nicht, ebenso wenig am Willen, ein solches Forum mit Leben zu erfüllen. Zunächst wollte ich jedoch einmal Eure Meinung hierzu in Erfahrung bringen. Denn ein solches Forum lebt nun einmal vom Mitmachen und vom Austausch.

Ich freue mich über jede Rückmeldung in den Kommentaren. Wer heute wenig Zeit mitgebracht hat, mag vielleicht wenigstens die folgende Frage beantworten.

Was hälst Du von einen Forum hier im dt?

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52 Kommentare zu “in eigener Sache: Diskussionen im Rahmen eines Forums

  1. Ich finde die Idee nicht verkehrt, allerdings können Foren immer schnell ausarten. Vor allem der Aufwand der Moderation wird dadurch immens ansteigen. Wenn du oder dein Team damit klar kommen, Forenregeln definieren und vielleicht sogar eine Verknüpfung zu den Beiträgen herstellen könnt, dann ist so etwas begrüßenswert.

    Diskutiert wird zwar überall, aber ich denke dass es hier schon eine gewisse Qualität gibt, die sich bestimmt auch im Forum widerspiegeln würde (ansonsten: nice try, weg damit).

    • Dankeschön Markus. Forenregeln aufsetzen, Kategorien definieren und Foren anlegen – dieser Aufwand ist überschaubar. Ich denke auch, dass der eigentliche Aufwand in der Moderation liegt. Auf ein Team, das hier unterstützt, kann ich leider nicht bauen. Denn das dt wird seit Beginn an vor mir alleine geführt. Es gibt zwar Gastautoren, aber die Anzahl der Gastbeiträge ist überschaubar. Ich sammle gerne weiter Anregungen und Ideen.

      • Achim, ganz unabhängig davon ob das mögliche Forum eine gute oder schlechte Idee ist: wenn du alleine bist und ohne Team arbeiten willst – lass es.

      • Worin begründet sich Deine Skepsis Andreas? Hast Du selbst schlechte Erfahrungen gemacht?
        Ich hatte zudem geschrieben, dass ich in Sachen Moderation offen gegenüber der Einbindung interessierter Kollegen bin.

      • Um auch Bezug auf Andreas Kommentar zu nehmen: Ich habe selbst Erfahrung in der Moderation eines Forums (im Team) und ich würde auch von einem Forum abraten, wenn du es alleine stemmen müsstest. Unterstützung ist natürlich dann unabdingbar, allerdings solltest du den Personen vertrauen können und diese müssten auch das entsprechende Verantwortungsbewusstsein und vor allem die Zeit(!) mitbringen.

        Deine Seite hat natürlich mittlerweile eine gewisse Größe und Qualität, daher wäre es umso enttäuschender, wenn letztendlich nur Personen ins Team möchten, um auf der Erfolgswelle dieses Blogs mitzureiten und du dann trotzdem allem hinterher rennen musst.

        Daher wäre mein Vorschlag, wenn du ein Forum eröffnen möchtest, ein solides, zuverlässiges Team aufzubauen und zunächst mit vordefinierten Threads zu starten, in denen fleißig das entsprechende Thema diskutiert werden kann. Dadurch ist erstmal wirklich nur die Moderation der Beiträge notwendig und nicht noch das Verschieben und Löschen von Threads. Erweitern kann man dann immer noch. :)

      • Huhu Achim,
        komme erst jetzt dazu dir zu schreiben. Mein Bruder hat alleine ein bekanntes Forum geleitet. Am Anfang 50-100 Teilnehmer, später mehrere Tausend. Ich selbst habe etwas mitmoderiert (Bruder = kann man sich drauf verlassen). Es gab 3 zusätzliche Mods, welche sich um den Kleinkram gekümmert haben (Ordnung halten, Beiträge verschieben und diesen ganzen Zirkus).

        Das Forum hat den Betreiber zeittechnisch in den Ruin getrieben, da geht Stunde um Stunde drauf (erst wenn es wächst, dann wenn es groß ist). Es macht Spaß, aber es kommen auch irgenwann die Trolle, die Wichtigtuer, die Zerstörer. Du selbst hast einen Plan – aber das ist nur Theorie. Obwohl alles kostenfrei war (freiwillig sowieso) wird irgendwann gefordert, muss alles viel schneller geregelt werden, will jeder das nur du persönlich mal zuhörst, sofort zurückschreibst usw. usf. Dann das Thema Bildrechte, Haftung, Verantwortlichkeit etc. – das ist kein Kindergeburtstag und du wirst dich möglicherweise wundern für was du alles verantwortlich bist und wie sorgenfrei geschütztes Material in deinem Forum auftaucht. Dann werden wiederum manche mit dir „nicht können“ und wollen dir vielleicht sogar schaden. Dazu Datenschutz, manchmal Umgangston zum Abgewöhnen, Diskussionen um Kaisers Bart bis zum Erbrechen. Nicht lustig.

        Klingt alles wie in einem schlechten Film und soll dich nicht abhalten – ich würde es als unterlassene Hilfeleistung verbuchen, wenn ich es dir nicht geschrieben hätte :)

      • Dank Dir Andreas! Das sind eine Menge wichtiger und richtiger Dinge, die Du ansprichst.

        Im Gegensatz zu dem von Dir beschrieben Projekt würde ein dt-Forum nicht bei null starten. Das dt verfügt bereits über eine Community. Etwa 90.000 Leser schauen im Monat regelmäßig vorbei. Ich habe in den elf Jahren seit Bestehen knapp 70.000 Kommentare gelesen, bei kritischen Debatten moderiert und in diesem Zuge auch Kommentare gelöscht, die gegen die Netiquette verstoßen. Ich bin mir des dahinter stehenden Zeitaufwandes durchaus bewusst, ebenso der Wirkung, die Artikel und Kommentarbeiträge entfachen können. Rechtsstreitigkeiten konnten so vermieden werden. Davon abgesehen bliebe das Thema auch in einem Forum das gleiche: Kommunikationsdesign. Ein solches Nischenthema ist für Trolle glücklicherweise weniger attraktiv als beispielsweise Sport, Unterhaltung oder Politik.

        Nichtsdestotrotz hilft mir auch Dein Kommentar das Forum gewissenhaft zu planen. Insofern herzlichen Dank!

        Einen ersten Moderator (Sketch, UI-Design) konnte ich übrigens bereits gewinnen.

  2. Wenn ich mir so manche ausgeuferte Diskission in den Kommentaren der Aritkel anschaue, sehe ich auf jeden Fall eine Existenzberechtigung für ein solches Forum.
    In einigen bisherigen Diskussionen sah man ja gut, dass die Möglichkeiten der vorhandenen Kommentar-Funktion ab und an begrenzt sind: Verwechslungen durch mehrmals verwendete Namen, Missverständnisse durch unklare Konversationszusammenhänge, komplette Themenabschweifungen etc.
    Ich finde ein dt-Forum wirklich sinnvoll!

  3. Ich fände ein Forum interessant, das thematisch sehr fokkusiert ist. Zum Beipiel ein reines Tutorialforum zur Software. Alle von dir geführten Beipiele in einem Forum wären mir persönlich nicht spezifisch genug. Viele der Punkte lassen sich ja auch in deinem bereits bestehenden Wiki unterbringen. Allgemeine Diskussionen finde ich im Kontext aktueller Berichte interessanter.

    • Dank Dir CL!

      Ich habe mal einen ersten Entwurf einer Struktur erstellt:

      dt
      * Forenregeln
      * Anregungen & Kritik
      * Vorschläge für Blogbeiträge

      Kommunikationsdesign
      * Allgemein
      * Corporate Design
      * Typographie
      * Screendesign
      * Grafik / Illustration

      Software
      * Adobe
      * Affinity
      * Sketch
      * Prototyping
      * Andere

      Arbeit & Studium
      * Arbeit & Beruf
      * Studieren & Studium

      Community
      * Off Topic
      * Veranstaltungen & Wettbewerbe
      * Co-Working / Büro
      * Feedback zu eigenen Arbeiten
      * Biete / Suche (Marktplatz)

      Ein Tutorial zu Photoshop würde dementsprechend unter „Software“ > „Photoshop“ veröffentlicht werden. Unterkategorien lassen sich, je nach Bedarf, nachträglich ergänzen. Im ersten Schritt würde ich auf Unterkategorien verzichten wollen.

      Bitte gerne ergänzen wenn etwas fehlt.

  4. Die Idee eines Forums zur weiteren Diskussion finde ich ebenfalls sehr interessant.
    Erfahrungen mit anderen Foren zeigen aber leider, dass dort die Qualität schnell sinkt, vermutlich auch mangels starker Moderation.

    Den Aufwand dahinter sollte man nicht unterschätzen und ggf. abwägen, ob die Ressourcen nicht besser in weiteren oder ausführlicheren Artikel und Hintergrundinfos aufgehoben wären. Zumal du sagst, dass du alles hier alleine stemmst.

    M. E. ist zudem ein weiteres “Tutorial-Forum” völlig fehl am Platz. Es gibt quasi unbegrenzte Möglichkeiten, die Inhalte auf spezialisierteren Plattformen zu finden (auch hier bedenke man den Aufwand, wenn die Qualität stimmen soll!).
    Eine Ecke, in der man sehr konkrete Fragen zur Software oder aber auch zum Theoretischen stellen kann, ist hingegen was anderes und sehr begrüßenswert.

    Zusammengefasst: Ich glaube, das dt zeichnet sich durch seine vergleichsweise hohe Diskussionsqualität und -kultur aus. Die Qualität des Blogs sollte auf gar keinen Fall durch ein Forum gemindert werden, in selbigen aber auch beibehalten und gehalten werden können.

    • Was mir dazu gerade noch einfällt:
      Der Nutzen eines Forums kommt natürlich erst mit entsprechender aktiver Nutzerzahl. Hier im dt sieht man immer die gleichen Kommentatoren; schätzungsweise so um die 15-20?

      • Das stimmt, vielleicht sollte Achim nur noch über Politik und Russland schreiben, das scheint komischerweise ein starker Magnet für Bots anonyme Internethelden zu sein…

        (Ja ich weiß, ich als anonymer Internetheld habe gut reden…)

      • Das ist richtig. Ein Forum lebt davon, dass sich Nutzer aktiv einbringen. Die überwältigende Mehrheit der dt-Besucher sind stille Leser. Ein Forum könnte als Aktivator dienen, sich stärker als bisher einzubringen, so jedenfalls ein Gedanke.

        Eine weitere Idee ist zudem, Leser, die sich engagieren möchten, im Forum mit entsprechenden Moderationsrechten auszustatten. Kann sich das jemand vorstellen? Wer sich in Sketch oder Photoshop gut auskennt, kümmert sich dann um das entsprechende Unterforum.

        Danke für Eure Rückmeldungen, die sehr hilfreich und wertvoll für mich sind!

  5. Ich glaube, je fokussierter dein Forum ist, desto erfolgreicher wird es sein. Long Tail und so. Ich schätze es ein wie David: Alternative Angebote zu Tutorials & Co. gibt es genug. Der redaktionelle Aufwand, qualitative Inhalte sicherzustellen, ist immens, wenn man versucht, mehrere Kategorien zu pflegen.

    Fang mit dem Nutzerproblem/Use Case bzw. deinem Wertversprechen an.

  6. Ich würde in das forum vermutlich drei-, viermal reinsehen und dann nie wieder. Ich mag und schätze die dt-beiträge sehr. Aus meiner sicht macht ein forum diesen blog zum bauchladen und liefert keinen mehrwert. Wie öde das wird kann man bei mediengestalter.info bestaunen.

    • Dank Dir BigWhoop.

      mediengestalter.info ist technisch in den 90ern stehen geblieben. Wirklich erstaunlich.
      Ein dt-Forum würde man selbstredend auch mit dem Smartphone nutzen können.

      Übrigens schön, dass Du seit längerer Pause in letzter Zeit wieder im dt kommentierst.

      • Das Problem von mediengestalter.info ist wohl weniger ein technisches, als eher eines der Popularität. Dort halten sich ja einige alte Hasen und absolute Profis auf (zumindest im Print-Bereich, der ja auch noch der aktivste ist). Die treffen aber durch das hohe Ranking der Seite bei entsprechenden Suchbegriffen zunehmend auf Amateure (“Ich muss für die Schule einen Flyer machen. Kennt ihr coole Templates?”) und Einweg-Registrierte (eine Frage stellen und sich für die Antworten noch nicht mal kurz bedanken). Das frustriert natürlich die feste User-Basis und somit kehren immer mehr Fachleute dem Forum den Rücken. Im Ergebnis sinkt das Niveau und das Leben schwindet aus dem Forum.

        Ich würde das designtagebuch mal als Marke betrachten. Und die hat ein bestimmtes Image und ein bestimmtes Markenversprechen. Bei jeder Erweiterung der Seite würde ich mir die Frage stellen, ob das der Marke zuträglich ist. Ein Forum, in dem irgendwann nach coolen Text-Effekten in Photoshop gefragt wird wäre zumindest markentechnisch ein SuperGAU.

      • Dank Dir Jonathan, für den Blick auf die Marke!

        Hier meine Gedanke dazu. Markenkern des dt und die für mich entscheidende Leitschnur ist seit je her, der über die redaktionellen Beiträge ermöglichte Austausch über Designthemen. Ein Austausch, der zwischen Designern, oder allgemeiner gesagt Fachleuten aus der Kreativwirtschaft, untereinander erfolgt und darüber hinaus ein Austausch zwischen Fachleuten und Designinteressierten/Laien. Der auf diese Weise geschaffene Nutzwert (-> Wissenszugewinn) zeichnet das dt aus. Aus markentechnischer Sicht würde ein dt-Forum, sofern es denn dieser Leitidee folgte, zum Markenprofil passen.

        Worin ich nicht mit Dir übereinstimme: Dass aufgrund einiger weniger, ich nenne es einmal, niveauloser Forenbeiträge gleich ein SuperGAU entstünde, möchte ich bezweifeln. Es lässt sich sicherlich nicht in Prozentzahlen ausdrücken, aber von den derzeit 68.815 hier im dt abgegebenen Kommentaren sind auch nicht alle … erhellend. Entscheidend ist, dass die große Mehrheit sowohl der Kommentare wie auch der Beiträge bereichernd ist. Mein Eindruck ist, dass auch die dt-Leser über die Jahre gelernt haben, Ausreißer einzuordnen. Das dt verkraftet Ausreißer und Trolle. Und die dt-Leserschaft verkraftet es, sollte mal ein Artikel von mir dabei sein, der thematisch ausschert oder inhaltlich etwas dünn ist. Bis zu einem gewissen Maß versteht sich. Auch dies würde ich als einen Markenwert einstufen.

        Noch einmal danke für Deine Einschätzung.

  7. Die Zeit der Foren im klassischen Sinne ist glaube ich vorbei. Außerhalb eines sozialen Netzewerks finde ich es schwierig, sowas noch zu etablieren. Persönlich bin ich ziemlich Registrierfaul geworden, deswegen sollte eine Loginmöglichkeit mit vorhandenem Social-Account möglich sein.

  8. Meine Einschätzung der Situation ‘Forum’ allgemein:
    Das Forum der IO (Illustratoren Organisation) dümpelt länger vor sich hin
    https://www.io-home.org/IO-Forum/viewforum.php?f=1&sid=3cbf151f0ad249e35a63df6910fcfd42
    zumindest im öffentlichen Berich.

    (Sie haben noch einen nicht-öffentlichen Zugang für eingetragene Mitglieder, vielleicht geht es da etwas lebhafter zu, aber das glaube ich nicht.)

    Dies und die Mediengestalter.info zeigen mir, dass die Zeit des Trafficbringers Fach-Forum vorbei zu sein scheint.

    Es ist vielen im Netz einfach einfacher, einen einzelnen provokanten oder lustigen Satz mit wenig Zeichen abzusetzen, einen Link, ein Bildchen und ein Like dazu. Eigentlich schade. Es gäbe so viel Themen, von IT hin zu UX bis zu Satz und Illustration, bis hin zu Eigenmarketing und Pricing, evtl. kollegiale Aushilfe.

    Selbständige:
    Man darf nicht vergessen, dass Behance et alii von Soloselbständigen neben der stationären Website und neben Facebook/Twitter zur Selbstpräsentation oft zusätzlich bespielt werden, falls sich ein solcher auf dieses Online-Selbstmarketing einlässt. Da fragt sich dieser Selbständige eh: Wo soll man noch überall …

    Da bleibt nicht viel Zeit, sich in Foren zu vertiefen.

    Außer man braucht echten Rat.
    Das Dumme ist: Meist muss echter Rat in unserer Branche fix kommen. In Foren kann es dauern, bis da mal was kommt.

    Dies und die Zusatzarbeit der Moderation …

    Fazit: Man muss sehen, welchen Zweck man damit verfolgt, Achim.
    Trafficzuwachs, Neuleser oder Leserbindung.

    Als Trafficbringer für neuen Traffic und Leserzuwachs würde ich ein Forum nicht mehr als übermäßig mächtig einschätzen. Zur Zwecke der “Kunden”-Bindung (der Bindung der Stammleser) aber durchaus geeignet, wenn man die Opportunitätskosten berücksichtigt.

  9. Ich denke nicht, dass ich ein Forum hier nutzen würde, da es mir wohl zu groß, unübersichtlich und zu viel wäre und sich eine rege Beteiligung quasi als verpflichtend für mich anfühlen würde, würde ich einmal anfangen, mich zu beteiligen oder gar eigene Themen einzubringen.
    Als “stiller Leser” eines solchen Forums könnte ich mich jedoch schon hin und wieder mal sehen.

    Anders als ein Forum aufzubauen fände ich die Fortsetzung und Vertiefung des Bereichs “Wiki und Wissen” sehr spannend. Gerade die Artikel “Anatomie der Buchstaben” oder “Die gefühlte Lesbarkeit” sind Beispiele interessanter Einblicke in die Fachwelt, von denen es in meinen Augen gerne mehr mehr mehr geben darf. Dort wäre auch Platz für die angesprochenen Tech-Tutorials. Und auch solche kleinen Kniffe des Kommunikationsdesigns, wie sie im hier einmal angesprochenen leserlich.info zu finden sind, würden dort gut hineinpassen.

    Du, Achim, schreibst, dass die Anzahl der Gastbeiträge überschaubar ist. Das könnte man auch gerne ändern. Ich fände es spannend, auch von anderen Beiträge und “Wiki und Wissen”-Artikel zu lesen. Einige Leserkommentare sind für sich manchmal schon eigene Beiträge; eine eigene Gast-Rubrik dafür würde sich sicher schnell füllen können. Es muss ja nicht immer alles perfekt objektiv und zu Ende formuliert und gedacht sein; nur so Sachen wie “hey, mir ist dieses Logo aufgefallen, weil…” oder “warum bei mir immer alles kursiv sein muss”. Als eigene Rubrik könnte das losgelöst vom restlichen dt laufen und würde die Qualität Deiner Arbeiten daher nicht beeinflussen.

    Den allgemeinen dt-Aufbau – oben Artikel, unten Kommentarfunktion – würde ich aber nicht durch einen Forenaufbau ersetzen, das wäre mir – wie gesagt – zu viel des Guten und bestimmt auch schnell überfrachtet.

    Ach, wo wir gerade alle dabei sind, Feedback zu geben: Eine Funktion, die es auf manch anderen Seiten gibt, ich hier im dt aber total vermisse: Wenn man die Kommentare unter’m Artikel zu einem Logo liest und jemand so was schreibt wie “die Kante rechts oben geht gar nicht”, scrollt man immer erst nochmal hoch zur Logodarstellung, um sich die Kante noch einmal anzugucken; anschließend geht’s wieder runter zu den Kommentaren. Es gibt auf anderen Seiten die Funktion, dass wichtige Teilbereiche einer Seite (wie zum Beispiel der Warenkorb-Inhalt oder eingegebene Termindaten bei Buchungsseiten) beim Herunterscrollen mitlaufen. Es wäre sehr praktisch, wenn dies auch mit dem diskutierten Logo passieren könnte, da man somit das Objekt der Diskussion immer auch während dem Lesen oder Kommentar Verfassen sehen könnte.
    Ich habe aber gar keine Ahnung, ob und wie das technisch umsetzbar wäre; ist nur so ein Vorschlag.

    • Statt eines Bereichs der mitscrollt (was insbesondere auf kleinen Bildschirmen schwierig ist) fände ich eine Kommentarfunktion ähnlich wie bei Medium sinnvoll. Also die Möglichkeit Kommentare zu einzelnen Absätzen oder Abbildungen zu verfassen und von dort dann strukturiert weiterzuführen.

  10. Ich fände einen Ort interessant, an dem aktuelles Designgeschehen diskutiert wird. Allerdings schreckt mich die Vorstellung eines klassischen Forums ab. Gerade auch, wenn ich deine schon vorgeschlagene Ordnerstruktur sehe. Macht alles Sinn, keine Frage, aber ich befürchte, es wird vereinsamen, einfach weil mir der Weg von Facebook in das ausgelagerte Forum schon weit wäre.
    Ich weiß, bei Facebook läuft vieles verkehrt und es ist sicher auch nicht das beste, weiter diese Stellung zu festigen. Trotzdem fände ich direkteres besser, weil es näher an meinem “Internet-Alltag” dran ist und sich dadurch die Chancen erhöhen, dass ich öfter reinschaue.
    Manche sagen, FB-Gruppen seien nun ein Mittel, um die Community näher an seine Seite zu binden. Kann sein, leider ist in FB-Gruppen keine Themenstruktur möglich, so weit ist weiß…

    Ich bin also letztlich (als stiller Leser) an besser geordneten Dialogen interessiert, möchte aber ungern weit dafür “reisen” und eine klassische Forumsstruktur schreckt mich sogar eher ab.

    • Nicht ohne Grund rücken moderne Bulletin-Board-Ansätze wie Discourse die starren Strukturen ihrer (konzeptionell) Jahrzente-alten Vorgänger in den Hintergrund oder versuchen ganz auf sie zu verzichten. Eine weiche jedoch trotzdem konsequent durchgezogene Ordnung mit Tags bzw. Labels halte ich für zeitgemäßer und benutzerfreundlicher. So könnte ein Thema beispielsweise gleichzeitig in „Typografie“ als auch „Photoshop“ erscheinen.

  11. Großartig. Vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt, eure Gedanken zur Erweiterung/Verbesserung des dt zu teilen! Das weiß ich sehr zu schätzen. Ehrlich gesagt hatte ich mit derart ausführlichen Kommentaren gar nicht gerechnet. Ich freu mich sehr.

    Ich fange mit einer Antwort zu Moritz’ Kommentar an.

    …Da bleibt nicht viel Zeit, sich in Foren zu vertiefen. Außer man braucht echten Rat.

    Letzteres ist exakt der Punkt, den ich im Zusammenhang mit einem möglichen dt-Forum als zentral definieren würde. Ein Forum, das in Richtung Wiki geht, wie Conner es angemerkt hat. Ja das würde auch mir gefallen. Nur eben nicht so durchexerziert wie ein klassisches Wiki-Angebot. Gleichfalls partizipativ, aber doch offener. Ein Ort, in dem eben nicht nur ich als Autor schreibe, sondern auch andere Designer/Kreativschaffende. Dabei wäre es mein Ziel, weitestgehend auf die mit Foren verbundenen hierarchischen Nutzerrollen zu verzichten. Im besten Fall gäbe es eine Handvoll Moderatoren. Aber bitte keine Ich-hab-hier-den-Hut-auf-Senior-Admins. Ich war längere Zeit im DMOZ als Editor tätig. Ein unfassbar komplexes und kompliziertes System, das in weiten Teilen darauf angelegt ist, sich hochzuarbeiten um Editierrechte zu erhalten. Das nicht!

    Das Thema Gastbeiträge – dank Dir Worn! – mit dem Forum zu verbinden ist klasse. Ich werde den Strukturentwurf überdenken und schauen wie sich dies berücksichtigen lässt. Natürlich fände auch ich es sehr gut, wenn es mehr Beiträge von anderen Autoren gäbe. In der Vergangenheit war es leider so, das Anfragen zu Gastbeiträgen in erster Linie darauf zielten, einen Beitrag als eMarketing-Instrument unterzubringen. So habe ich Anfragen ein ums andere Mal abgelehnt. Deshalb sehe ich auch schon die Gefahr einer missbräuchlichen Nutzung eines möglichen Gastbeitrag-Unterforums. Hier sind Moderation bzw. zuvor entsprechende Forenregeln gefragt. Anderseits böte sich hier die Möglichkeit, eben eigene Beiträge unterzubringen, sei es eine Studienarbeit, ein (unfertiges) Projekt oder ein Thema, das einem unter den Nägeln brennt. Kein Medium, versteht sich. Eher ein Labor, eine Werkstatt. Ein Ort, wo man Dinge ausprobieren kann. Wo im besten Fall Ideen entstehen.

    Je länger ich schreibe und über Eure Rückmeldungen nachdenke, desto mehr merke ich, dass ich so einen Ort hier eigentlich sehr gerne, gemeinsam mit interessierten Lesern, schaffen möchte. Natürlich fragt man sich vor dem Hintergrund des schier unerschöpflichen Angebotes (Behance, Facebook, Xing, Google+ etc.), ob es so etwas braucht. Ich empfinde die Diskussion zu diesem Beitrag jedenfalls als ermutigend.

    Nochmals vielen Dank!

  12. Es wird demnächst ein regelrechter Paukenschlag zu diskutieren sein, die Lufthansa ändert ihr legendäres Design:
    https://www.aerotelegraph.com/lufthansa-gibt-flotte-eine-neue-bemalung

    das wird viel, viel Diskussionsbedarf geben und somit ein gutes Beispiel dafür, dass es durchaus Designthemen gibt, für die eine Kommentarfunktion schlecht geeignet ist. So wird der Rollout bei der Lufthansa schrittweise erfolgen und eine Unzahl von Objekten betreffen. In einem Forum kann immer neue Information von Nutzern hinzugefügt werden, solch ein Thread über lange Zeit aktiv bleiben. Aber einen alten, immer weiter nach hinten rutschenden Blogpost hervorsuchen und in den Kommentaren darunter noch Wochen später intensiven Austausch darüber führen? Nicht wirklich.

    • Ich sehe es ähnlich wie du. Ich finde es interessant über Redesigns zu diskutieren und Kommentare zu verfolgen. Natürlich kann es nicht zu jedem Redesign einen Blogpost geben.

      Daher würde ich ein Forum befürworten, gerade weil man hier Themen vertiefender diskutieren kann, die aber vielleicht nur für eine Nische interessant sind (und sich ein Blogpost daher nicht lohnen würde).

    • Gerade solche Beispiele ließen sich in gewissen Umfang auch durch einen Folgeartikel zur Diskussion stellen. Durch diese gewisse Leitung und klare Abgrenzung wird denke ich eher das wohlbekannte Niveau gehalten, als durch Diskussionen, die zu „Megathreads“ ausarten.

  13. Ich kenne das aus Facebook-Gruppen nur zu gut, dass jeder eine Diskussionsplattform für seine eigene Agenda benutzt oder die Leute unterschiedliche Vorstellungen davon haben, was für eine Gruppe / eine Diskussions-Plattform von Bedeutung ist.

    Für Das Designtagebuch kann ich mir allenfalls vorstellen, dass häufiger Gastartikel erscheinen könnten. Oder eine aktuelle Fragestellung veröffentlicht wird, die dann diskutriert werden kann – dann bspw. auch ohne Analyse von dir, Achim.

    Für alles andere gibt es genügend Austauschmöglichkeiten im Netz.

  14. Ich bin zum Beispiel sehr gespannt – wann der Kranich als Logo gespiegelt wird, damit er in Leserichtung abhebt … und finde ein Forum sehr spannend. Auch Puma dürfte in Zukunft in die Gleiche springen … vorwärts …

  15. Die zuletzt angesprochene Vertiefung umfangreicherer Themen finde ich ausgesprochen interessant. Ich habe hier schon das ein oder andere Mal gelesen und mir nach kuzer Zeit die Frage gestellt: “Was wurde eigentlich aus ..?”. Genau dort könnte ein Forum helfen. Das Problem dabei: Eine Verlagerung oder Spaltung in Blog- und Forenbeitrag verwässert und schwächt das dt als Blog.
    Hier muss also mit sehr viel Behutsamkeit vorgegangen werden, dass dir die Themen nicht “entgleiten”. Auf lange Sicht könnte das nämlich die Kommentarfunktion hier obsolet machen für diejenigen im Forum (vermutlich die eingeschworeneren Poster) – warum sollte ich auf beiden Ebenen diskutieren? Dadurch sinkt das Niveau im Kommentarbereich, was “nach Außen” für Neu-Leser abschreckend wirken könnte.

    Dass Foren aber generell nicht mehr zeitgemäß sind, halte ich für Blödsinn. Sie sind sicher nicht mehr massentauglich, für Nischenthemen aber immer noch eine der besseren Austauschmöglichkeiten.
    Facebook-Gruppen o. Ä. sind (mir) ein echter Graus. Der “lange Weg” zum Forum ist es aber natürlich nur bei entsprechender Community wert. Da zweifle ich noch sehr an der Leserschaft des dt – wie bereits gesagt sind die aktiven Kommentatoren hier doch eine überschaubare Gruppe. Mal angenommen, du wolltest aus diesen auch noch die Moderatoren sammeln, wird es doch ein sehr elitärer Club, was das dt für mich gerade eben nicht ist.

    • Foren sind gerade auf großen Themenseiten ja immer noch massentauglich und werden es weiterhin sein. Z.B. Seiten über PC-Technik wie Heise, Computerbase usw. haben immer noch massenhaft User und es werden eher mehr als weniger. Nur auf kleinen Seiten macht sowas keinen Sinn mehr. Kommentare bei FB sind halt nur “Kommentare”, aber mehr nicht. Sowas ersetzt kein Forum. Beim dt braucht man aber glaub ich kein Forum, dafür sind hier wohl noch zu wenig User, gleichzeitig aber ein guter Kommentarbereich.

      Andere Frage: Wie wärs eigentlich mal mit ner Votingfunktion ähnlich wie hier?
      https://www.underconsideration.com/brandnew/

      • Du hast natürlich Recht. Mit “massentauglich” meinte ich nicht die Vielzahl der Interessierten aus der Fach-Community als vielmehr die “breite Masse”, die sich m. E. eben nicht mehr in ein Forum bemüht, als z. B. auf FB zu verweilt.

        Zum Thema Voting: Bei einigen wenigen Themen finde ich das ganz hilfreich, wird hier ja aber auch schon gemacht. Allgemein zielen aber gerade so Gut/Schlecht-Wertungen für mich zu sehr auf subjektives Empfinden und Geschmack anstatt die Diskussion um das Design anzuregen, das auch – zumindest in Maßen – objektifizierbar sein sollte.

      • Du meinst 85.000–100.000 Leser pro Monat sind für ein Forum zu wenig? Wie viele User braucht ein Forum Deiner Meinung nach?

        Es ist wirklich schon eine Weile her, aber das Voting-Tool, das ich seinerzeit im dt implementiert hatte, wurde nach kurzer Zeit missbräuchlich genutzt, Stichwort Bashing. Möglicherweise ist dies aber eine Funktion, die in einem Forum eine zweite Chance verdient hätte.

      • Mir gehts nicht um die Leser, eher um die Leute, die hier schreiben würden. ;)
        Die Zahl der Kommentare bei Artikeln ist ja immer gut überschaubar, da weiß ich nicht, ob ein Forum da schon ansetzen könnte, da viele auch im Kommentarbereich bleiben würden. Ansonsten ausprobieren. Evtl. werden es ja nur wenige Diskussionen, die dann aber ausführlicher sind.

  16. Als etwas älterer User bin ich persönlich ein großer Fan von Foren, insbesondere jenen, die durch sachliche und fundierte Beiträge einen echten Mehrwert generieren. Allerdings stelle ich fest, dass hier ein Generationswechseln stattzufinden scheint.
    Ich bin ehemals sehr aktiv in zwei Fachforen, die sich beide durch ein hohes Niveau des Austausches ausgezeichnet haben (DAF Digital-Art-Forum und das interne, nur Mitgliedern zugängliche IO-Forum). Bei stets respektvollem Umgang wurden dort in erheblichem Umfang wertvolle Informationen vermittelt und interessante Fragen erörtert. Durch die rege Beteiligung qualifizierter Autoren war/ist dort eine wirklich erhellende Lektüre geboten.
    Seit Jahren nimmt die Beteiligung der User an diesen Foren, im Falle des DAF bis zum völligen Stillstand, ab. Es ist offenkundig, dass viele der Fach-Fragen, die früher z.B. im IO Forum erörtert wurden, heute in Facebook-Gruppen diskutiert werden. Die Gründe, warum die Kommunikation via eines Forums nicht mehr wir noch vor etwa 5-8 Jahren genutzt wird, sind mir persönlich unklar. Viele sind der Meinung, dass die Handhabung eines Forums umständlich und unpersönlich sei, der Austausch mühsam, die Möglichkeit der Suche unzureichend.
    Bis auf Look& Feel Probleme der Foren Interfaces, die meist nicht mit der State-of-the-Art Usablility von Z.B. Facebook mithalten können, kann ich persönlich die angeführten Gründe nicht nachvollziehen. Umsoweniger wenn ich die Qualität der Beiträge vergleiche – die Diskussionskultur auf Facebook ist überwiegend schlecht, hier punktet die Masse an Meldungen, die evtl. viel Zuspruch suggeriert, die Qualität der Inhalte ist aber in meinen Augen oft höchst fragwürdig.

    Es mag auch eine Rolle spielen, dass sich viele Fragen in den Fachforen gleichen und irgendwann ein Punkt erreicht ist, an dem nahezu jede „Anfängerfrage“ ausführlich beantwortet wurde. Eine entsprechende Suchanfrage führt zum Ziel, neue Beiträge entstehen dadurch weniger. Das ist gleichzeitig einer der großen Vorteile eines Forums: Selbst wenn die Beteiligung sinkt, verbleibt das gesammelte Wissen aus den Beiträgen nutzbar – im Falle des IO Forums steht hier ein nahezu unerschöpflicher Fundus an wertvollen Informationen, Tipps, Hinweisen etc. bereit.

    Lange Rede kurzer Sinn: Ich kenne z.B. Sport-Foren, die sich auch weiterhin einer großen Beteiligung erfreuen – andere, fachlich-spezialisiertere Foren hingegen werden von den Fachleuten, für die sie gedacht sind, nicht mehr in einem „lebendigen“ Umfang genutzt. Es würde mich freuen wenn sich genug interessierte finden, ein Forum zum Leben zu erwecken – nur fehlt mir da aktuell der Glaube dass sich so etwas einstellen würde.

    Es gibt ja durchaus schon Design-bezogene Foren, wir z.B. bei Typografie.info – Wie sieht es denn dort mit der Beteiligung aus?

    • Dank Dir Jürgen, für Deinen ausführlichen Kommentar!

      Facebook in Verbindung mit State-of-the-Art Usability – darauf wäre zumindest ich nicht gekommen ;-)
      Aber ich weiß was Du meinst. Viele Forendesigns haben den Charme der 90er.

      Mit Facebook & Co. hat sich auch die Diskussionskultur im Netz verändert. Wie wir mittlerweile wissen bei weitem nicht nur zum besseren. Manch dt-Leser wird vielleicht gar nicht wissen, dass es das dt länger gibt als Facebook. Ich konnte in den letzten beiden Jahre jedenfalls ein Anstieg bei der Anzahl der im dt abgegebenen Kommentare beobachten. Was mich glauben lässt, dass trotz Facebook, Xing, Twitter, Google+, etc. nach wie vor ein Bedarf besteht, echte Debatten zu Fachthemen zu führen. Auch in einer kleinen Nische wie dem dt.

      Anzahl Kommentare im dt

      (Facebook Deutschland ist sei Oktober 2010 verfügbar)

  17. Auch ich finde die Idee eines Forums großartig. Deutsche Technik-Communitys wie Apfeltalk zeigen, dass solche Foren unter entsprechender Leitung eines kleinen Teams (dass du dir ja noch zusammenstellen kannst) funktionieren.
    Zum ausführlichen Diskutieren und Rat einholen aber auch für allgemeine Datenermittlung (z.B. in Form von Umfragen) reicht die derzeitige Kommentarfunktion aber auch sowas wie Facebookgruppen (ich hasse die fehlende Übersicht) einfach nicht aus. Ich als Mediengestalter wäre jedenfalls sehr interessiert.

    Vielleicht kann man deine angedachte Struktur auch etwas komprimieren, zumindest zum Anfang wenn noch wenig los ist. Kategorien hinzufügen kann man später immer noch.

  18. Zunächst erst mal Danke, dass du deine Leser aktiv mit in deine Gedanken einbeziehst. Ich lese mir unter jedem von dir veröffentlichten Artikel sämtliche Kommentare durch, da die inhaltliche Qualität im deutschsprachigen Bereich meiner Meinung nach seinesgleichen sucht. Es ist schön, auch mal andere Sichtweisen aufgezeigt zu bekommen und somit seine eigene Wahrnehmung zu gewissen Standpunkten zu überdenken. Ich habe mich auch schon oft auf die Suche nach bestimmten Kommentaren gemacht, um meine Argumentation vor Kunden weiter untermauern zu können. Diskussion und Austausch sind (nicht nur im gestalterischen Kontext) eine wichtige Sache und können nur förderlich sein. Aus diesem Grund würde ich es begrüßen, ein solches Forum zu öffnen.
    Nicht von Nöten sehe ich eine Tutorial-Sammlung für beispielsweise Photoshop. Diese gibt es zu genüge. Das bedeutet nicht, dass die Kategorie Photoshop wegfallen solle, aber der inhaltliche Kern dieser Kategorie sollte strikt definiert sein. Ich könnte mir vorstellen, dass dort zum Beispiel aufgeführt wird, welche ‘Updates’ im funktionellen Bereich der Werkzeuge es gibt, oder eine Tipps&Tricks-Ecke eingerichtet wird. Schaut man Kollegen über die Schulter, arbeiten diese mit oftmals für sie standartmäßigen Arbeitsabläufen, die man selbst aber nicht so kannte und welche einem den Arbeitsalltag sehr vereinfachen. Aber auch hier ist es natürlich schwer, zu filtern. Wo fängt man an, wo hört man auf. Vielleicht entwickelt sich das auch von alleine. Also definitiv Daumen hoch für ein dt-Forum.

    LG,
    Gerry

  19. Die Zeit der Foren im klassischen Sinne ist glaube ich vorbei.

    Das denke ich auch, in vielen Anwendungsfällen gibt es bessere Lösungen.

    Aktuelle Entwicklungen werden am besten wie schon jetzt als Kommentare unter (Gast-)Beiträgen diskutiert. Allgemeines Wissen am besten in Form von Wikis kondensiert. Und für vernünftige Antworten auf spezielle technische Fragen bieten sich Q&A-Portale wie Stack Exchange oder Quora (inzwischen eher ein Negativbeispiel) an, welche die Ansätze von Forum und Wiki verbinden. Letzteres fehlt dem Design Tagebuch!

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