85 Kommentare zu “Imagekampagne: Magdeburg ist jetzt ottostadt

  1. Vielen Dank, m., für den konstruktiven und kritischen Blick.
    Du hast jedoch den Dom als Wahrzeichen vergessen ;-)

    Als gebürtige Magdeburgerin ist mir die Verbindung der Stadt zu Kaiser Otto dem Großen genauso selbstverständlich, wie die Einbeziehung und Omnipräsenz von Otto von Guericke. Und ich gehe davon aus, dessen sind sich die Initiatoren auch bewusst.
    Natürlich bleibt es fraglich, ob jemand der die Stadt nicht kennt, den Titel “Ottostadt” je begreift, bzw. welche durchaus bedenklichen und mitunter skurrilen Assoziationen sich stattdessen auftun und ob die Kampagne gewünschte Ziele der Stadtverwaltung erreicht. Aber gut, damit muss man wohl bei jeder Wortschöpfungskampagne rechnen ;-)

    Ich finde die Aktion gelungen, gerade im Vergleich zu anderen Imagekampagnen deutscher Städte.
    Die Typo des Schriftzuges wirkt modern, sauber, ruhig, ästhetisch, leicht und dezent. Die Farben wirken altmodisch, sanft, warm und “retro”. Das alles spiegelt meiner Meinung nach den Charakter der Stadt hervorragend wieder.
    Was zugegebenermaßen äußerst viel Umdenken vorraussetzt, sind die Aussagen auf den Plakaten. Ob man es versteht und verstehen will, dass “Otto” gleich “MD” ist, entzieht sich meiner Einschätzungskraft.
    Und irgendwie überrascht mich der Aufmarsch nicht. Seit der Wende hat MD sich sehr um sein Erscheinungsbild bemüht und dem Lauf der Zeit angepasst.

    Also sag ich “Hut ab” und “gar nicht schlecht”. Bin gespannt, ob der Titel Früchte trägt.
    Höflichst, Jessi

  2. Warum “otto”? – das versteht man nicht. Und warum ein Bezug auf jmd. der vor langer Zeit einmal die Geschicke der Stadt geprägt haben soll? Was soll ich denn daraus für die Zukunft ableiten? Das ist nicht relevant. Die Stadt ist also toll, weil es da mal irgendeinen “otto” gab. Dargestellt von Testimonials, die ich nicht kenne. Das Logo: schwierig. Das sieht steckenpferd- und/oder sodomiemäßig aus.

  3. Das viele nichts von der Verbindung zw. Kaiser Otto d.G. und Magedburg wissen ist eine Sache. Was viel schlimmer ist: Was hat das heutzutage für uns zu bedeuten ? Nichts. In der Autostadt Wolfsburg leben die MEnschen von den Autos. Aber in Magdeburg ? Wo ist da der Bezug zu Otto außer dass er früher mal mit der Stadtgeschiche zu tun gehabt hat ? Nirgends. Daher wirkt das ganze irgendwie lächerlich.

  4. Ich denke, das Durchfall-Thema sollte jetzt “durch” sein. Ich nehme mir die Freiheit und lösche zukünftige Kurzkommentare, die dies als einzigen Inhalt führen.

    @Boris #45
    Im Artikel ist die Pressemeldung von Scholz & Friends verlinkt. Dort ist ersichtlich, dass Scholz & Friends Agenda, die zum Netzwerk gehören, verantwortlich zeichnen.

  5. Mir fehlt noch der Spruch:

    Otto, find ich gut…

    Finde die Kampagne nicht gelungen. Denke da eher an das Versandhaus als an Magdeburg.
    Mir ist auch bei dem Pferd aufgefallen, das es so aussieht, als ob es gerade groß macht…

    Außerdem finde ich die Slogans doch sehr beliebig. Was soll das mit Otto? Warum ist Otto Olympisch? Warum singt Otto? Der Kaiser und auch der andere Otto sind bestimmt nicht gemeint.

    Naja, schade Solz & Friends. Da hätte ich persönlich mehr erwartet.

  6. Absolut lieblos und unter aller Kanone ist wirklich die Webseite. Da scheint wirklich kaum Geld für in die Hand genommen worden zu sein. Kaum interessante Inhalte (eigentlich nur Wiederkäuen von Plakaten und Pressearbeit), lieblose Gestaltung, technische Fehler (seite ließ sich ohne das “www.” nicht aufrufen – mittlerweile behoben)… noch nicht mal hat man sich Mühe gemacht, ein aktuelles Motiv von Magdeburg zu nehmen (der Dom ist seit einem Jahr nicht mehr eingerüstet). Ach sonst geht online noch nicht viel, der Twitteraccount ist mit der Eröffnungsveranstaltung verstummt, auf Facebook findet man garnichts zum Thema…

    Sobald die Kampagne im kommenden Jahr auch nach außen getragen wird, muss da mehr kommen. Ganz dringend.

  7. Als erstes sollte doch die Frage gestellt werden für wen eine solche Kampagne ist. Für die Bürger? Für Investoren? Für Touristen? In jedem dieser Fälle bleiben vielen Fragezeichen.

    Warum werden nur Prominente gezeigt? Ist der Durchschnittsmagdeburger wirklich sooo.. unfotogen? Zudem sind die abgebildeten nicht wirklich sonderlich bekannt. Mir als interessierten Mitmenschen sagt keine einzige der Personen etwas.

    2. Warum bildetet man niemals Personen im Kontext mit der Stadt ab. Ist Magdeburg sooo… häßlich?

    Insgesamt bleibt festzustellen: Ein mäßiger Auftritt der nicht wirklich sympatisch daherkommt und viele Fragen aufwirft, auch wenns S+F ist. Unter http://www.wiesbaden.de kann man sehn wie´s besser geht.

  8. hallo, sehr schöne beiträge! gratuliere achim, die platform ist ein super meinungsaustausch mit guten beiträge und schön formulierten argumente.
    wie sören und viele andere es meinen ist das logo/kampagne einfach nicht gelungen.
    fazit: die agentur soll sich schämen so etwas durchgegen zu lassen. als grafiker hätte ich mein stift nieder gelegt un die zusammenarbeit gekündigt! so etwas darf einer agentur nicht pasieren.

  9. warum wird man für albern hässlich zensiert – mit dem logo und kampagne zum schiller-jahr hat s+f identify einst einen guten job gemacht, doch dies wirkt tatsächlich, wie aus hand eines praktikanten – oder macht die s+f agenda sowas allein -?

  10. Als Freund und Kenner der Geschichte finde ich den Ansatz absolut klasse. Die Umsetzung allerdings, angefangen vom doppeldeutigen Logo (bitte meinen Kommentar wegen dessen Erwähnung nicht zensieren…), über die Präsentation im kalten Februar vor dem Rathaus bis hin zu den unbekannten Gesichtern auf den Plakaten, ist leider etwas holprig.

    Wer sagt, “Kaiser Otto? – Nie gehört”, schlimm genug…

  11. Naja, man merkt, dass die meisten Kommentatoren die Kommentare nicht lesen. Aussagen wie “das soll doch wohl die Stadt überregional vermarkten” sind eben nicht richtig. -Diese- Plakate werden regional/lokal eingesetzt, also da, wo man mit dem Claim zumindest etwas anfangen kann. Ähnliches gilt für die abgebildeten Persönlichkeiten.

    Ich weiß natürlich nicht, inwiefern die Pressemitteilung darauf eingeht, dass es sich um ein mehrstufiges Konzept handelt, aber das sollte man doch bei der Beurteilung berücksichtigen, finde ich.

    Im übrigen wäre es denkbar, dass dieses Logo noch eine andere Inspirationsquelle hatte, nämlich das so genannte Pferdetor (Link zur Google-Bildsuche), der Eingangsbereich zur Deutschen Theaterausstellung 1927.

  12. Ist das ein Logo? Das ist eine Bild- und Wortmarke, möchte ich mal sagen. Nehmen wir die beiden Teile zusammen, mag es dann ein Logo sein. Aber streng genommen ist das eben eine Bild- und eine Wortmarke. Ist aber auch egal, darum geht es nicht, wir sollten als Designer auch mal näher betrachten, was wir da eigentlich machen.
    “ottostadt magdeburg”, auch noch klein geschrieben, weil das mit den Torbögen, Reiterstilisierung möglicherweise passt…oh und aha! Der Inhalt: Hier wird Geschichte schlicht verhunzt, da geht es nicht mehr um Logo und sowas, sondern um Entwurzelung, Verhunzung von Heimat und Identität und irrigen Gedanken (sich vermutlich einstellend in einem Sushi-Tempe, bei ner ordentlichen Menge Sake) eine optische Sinnstiftung zu verleihen.
    Die armen Bürger von Magdeburg, denen es sowieso nicht so besonders gut geht, und dann solche Volksvertreter.
    Bei “ottostadt” (ist das wirklich war, was ich da sehe?) fällt mir nix mehr ein. Sind das die gleichen “trendigen” Typen, die in Dresden eine Waldschlößchenbrücke bauen wollen? Gestern Dresden, heute magdeburg, morgen irgendwo anders. Als Gestalter sollte man auch mal Nein sagen können, so einen Blödsinn fördere ich nicht.
    Scheinbar werden einige unter uns von denjeniegen, welchen wir möglicherweise auch die momentanen Verhältnisse zu verdanken haben, gezwungen, Aufträge dieser Art durchzuführen. Kurz: Inhaltlich verweigert dieses Sujet (bezeichnen wir diese Kombination mal so) eigentlich jeglichen Kommentar.

  13. Hallo,

    von mir eine großes Dankeschön dafür, diese Kampagne in das Design Tagebuch aufzunehmen. Vielen der angesprochenen Negativ-Argumenten stimme ich – bis auf den unappetitlichen Teil – vollkommen zu.

    Bedauerlicherweise fühle ich mich als Magdeburger keinesfalls gut repräsentiert. Denn wieder einmal sind bei der aktuellen Kampagne ‘die üblichen Verdächtigen’ aus der magdeburger Historie recycled worden. Bezweifelt werden darf der erwartete Nutzen für die Stadt. Wie kann eine stets rückwärtige Sicht auf Magdeburg den Bezug zur Zukunft einer Stadt herstellen? Inwieweit sollten sich z. B. die erhofften Investoren im später anlaufenden Teil der Kampagne angezogen fühlen? Ich persönlich denke, dass die ständigen und teils wehmütig anmutenden Rückblenden den Blick auf die Zukunft versperren.

    Richtig entsetzt war ich allerdings über das Gesamtbudget für die Kampagne und dessen überregionalen Transfer. Ich denke, es ist sehr viel kreatives Potential rund um Magdeburg vorhanden, wenn es denn nur genutzt werden würde.

    Zum Abschluss noch ein – aus meiner Sicht – sehr viel positiver wirkendes Beispiel in Form eines kleinen Filmprojektes von den “Urbanpiraten” und “lichtempfindlich”. Ein sehr schönes Beispiel, wie mit einem sicherlich sehr begrenzten Budget ein Maximum an Emotionalität erzeugt wurde. Mit Magdeburg und seinen ganz normalen Bewohnern und Besuchern als Hauptdarsteller.

    Auch wenn das Thema ein Anderes ist und das Bild manchmal ein klein wenig zu unruhig ist, erzeugt dieses Projekt einen weitaus positiveren Eindruck von meiner Heimatstadt.

    Hier oder hier geht’s zum Film.

    Freundlichst, der ja nun leider Ottostädter Bezeichnete

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