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Hallo,
ich kenne einige Leute die die unglaublichsten Dinge mit ihren Händen und Fingern anstellen können, daher bin ich “nur” über die Einbuchtung am Daumenknochen an der linken Hand gestolpert.
Ich finde die Idee dahinter gut und das Plakat funktioniert bei Menschen die keinen “Photoshop-Blick” besitzen bestimmt auch.
Da ich aus der Internetbranche komme, finde ich deren Homepage umso liebloser.
Anstatt die Emotionen aufzunehmen, nehmen sie dieses bedrückende Grün, tun so als wäre das die CI-Farbe und zimmern einen Onlineauftritt der mich auf den ersten Blick voll an Jever erinnert.
uuuaaaaa….. *wegrenn*
Ich hab mir das Plakat jetzt nicht genauer angeschaut, so wie jeder Otto-Normalverbraucher also auch. Und ich muss sagen: das Plakat erfüllt voll uns ganz seinen Zweck – mehr als das sogar. Den Vergleich mit dem Genfer Plakat finde ich witzig bis gelungen.
Wer behauptet, dass das super kreative und noch nie dagewesene Genfer Plakat die bessere Wirkung erzielt, stelle sich mal vor, anstelle von »Autosalon…Genf« stünde stattdessen »Tchibo«, »McDonalds«, oder »H&M« … das Plakat ist ein Musterbeispiel für Substitution. Bis auf die kleine Halskette mit dem süßen KfZ-Anhänger.
Da die Messen schon in irgendeiner Art und Weise miteinander konkurrieren, KÖNNTE man der IAA unterstellen, dass die Intention des Plakates etwas in Richtung »wir haben die bessere Autoschau, wir haben die besseren Plakate« gehen könnte. In einer subtilen Art und Weise, dass es dem normalen Betrachter gar nicht auffält, weil er höchstwahrscheinlich nicht beide Plakatmotive kennt … Alles kann, nichts muss.
Der Teufel steckt im Detail – die Hand mag zweckendfremdet leicht verkrüppelt wirken, die Bildmotive und -Bearbeitung mögen nicht hundertprozentig stimmen, aber: die verschwommene Skyline kommuniziert in Verbindung mit dem Auto darunter Dynamik und Bewegung (bildlich wie symbolisch), das Gras darunter (mit seinem nicht unbeachtlichen Bildanteil) deutet auf die Öko-Bewegung hin. Hybrid & Elektro – Umweltschutz, yay!
Der Betrachter ahnt, was Sache ist und muss dafür nur etwa 4 Sekunden auf das Plakat gucken (wie oben erwähnt: erfüllt seinen Zweck. Punkt.)
Ich kann den Einwand, man müsse über die mittelmässige Ausführung hin wegsehen weil
das a) Laien sowieso nicht erkennen, und b) die Botschaft trotzdem rüberkommt ja gleichmal gar nicht nachvollziehen?
Wieso sollte man ein vor “Fehlern” strotzendes Etwas gutheissen nur weil es trotz allem zu entschlüsseln ist und eine Botschaft enthält? Es geht hier doch um die bedeutendeste Messe Europas und um den wichtigsten Industriezweig Deutschlands – und da soll man mit solchen Fotoarbeiten zufrieden sein?
Neben den gezwungenen Manipulationen finde ich ja zudem immer noch das das Bild aussieht als wäre es auf einem beliebigen Autobahnseitenstreifen aufgenommen worden – mir fehlt da einfach jede Attraktivität (wenn wenigstens der Himmel, das Licht, die Skyline, irgendwas irgendwie spektakulär wäre…).
@achim: achso, das wusste ichgar nicht. Danke!
Sorry,
aber ich finds nicht wirklich gelungen. Abgesehen von den bereits veröffentlichen Kommentaren zum Vergleich mit dem Genfer Autosalon, dem Vorder- und Hintergrund und verschiedener Photoshoparbeiten habe ich folgenden Einwand:
Bei der Erstbetrachtung des Plakats (oder allgemein von Plakaten) habe ich nicht auf den Text geachtet, um die Wirkung des/der Motive zu erkennen. Mein erster Eindruck:
Welcher Fussballschuh wird denn hier beworben?!
Ja bin ich denn der Einzige der bei dem Plakat als erstes an E.T. denkt?
Von der Komposition her finde ich das Plakat gut gelungen, die Inspiration vom Genfer Autosalon ist zwar deutlich zu erkennen, aber durch eine sehr gute eigene Idee steht das nicht weiter in Konkurrenz. Lediglich die fast schon unnatürlich wirkende Haltung der Hände irritiert mich leicht. Vor allem der Bogen am Daumen der linken Hand riecht irgendwie zu stark nach Verflüssigen Filter.
Abgesehen von der tollen Idee, die ich allerdings erst auf den zweiten Blick (trotz meines geschulten Design-Auges) erkannt habe – ich finde, das Plakat wirkt emotionslos, neutral, die Farbstimmung ist sehr trist, die Hände wirken tot, die Straße ist leer, Smog hängt über der Stadt. Ich erlebe nicht, dass mich etwas bewegt. Zumindest nicht emotional. Schade, mit etwas mehr Farbe (siehe Genf) hätte man mehr aus der Idee machen können.
Das ist eine tolle Konzeption! Mensch und Technik – klare Botschaft, klare Anspielung.
zu 14:
Ich erkenne leider die „handwerkliche Leistung” im Entwurf nicht?! Linien, Proportionen und Elemente sind so grotte angeordnet, daß es weh tut. Wenn ich schon mit Photoshop rumspiele, dann sollte ich wenigstens drauf achten, dass z.B. das Auto gerade auf der Straße sitzt. Die Wolken fliegen nach links oben, die Stadt zieht nach links unten vorbei, das IAA flieht nach Rechts, die Textblöcke bilden eine optische Diagonale… Viel Dynamik, die aber immer irgendwie den Eindruck erweckt vom Plakat „fliehen“ zu wollen?
Was mir gut gefällt ist die Farbstimmung: eine kühle moderne Grundstimmung, vielleicht etwas zu kühl um den Aspekt von Umwelt rüberzubringen. Im Original dürften die Farben aber ja eh noch anders wirken.
zu 22:
Für den Otto-Normalverbraucher funktioniert Vieles – leider eben auch genau das was unter professionelleren Gesichtspunkten NICHT gut ist. Und hier auf dem DT werden wohl eher die Profis kommentieren…
Und unter dem kreativen Gesichtpunkt finde ich es einfach nur schwach „interpretiert“ (oder geklaut, wie man es nimmt). So im Sinne von „Hände wären doch ne tolle Bildidee!“ Schwach…
Bei auto motor und sport gibt es jetzt alle Plakate seit 1899 zusehen. Total geniale Sammlung mit Schmuckstücken und echten Graupen.