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Hubert Burda Media modifiziert Logo

Hubert Burda Media Logo

Die Unternehmensgruppe Hubert Burda Media frischt ihr Corporate Design auf. Das Firmenlogo wurde modifiziert und enthält nun statt einer Serife eine groteske Schriftart und zwar die Neue Helvetica. Das Relief bei der Schrift wurde bei der Überarbeitung ebenso entfernt, wie eine plastische Darstellung der Logokachel.


Im neuen Logo liegen zwei Quadrate übereinander. Die von Max Miedinger und Eduard Hoffmann entworfene Helvetica erlebt wahrlich eine Renaissance. Nach einer Trendwelle im Editorial Design und in der Werbung kommt die Helvetica nun im überarbeiteten Corporate Design von Burda zu neuen Ehren. Im Geschäftsbereicht 2009 (burda.de) (es müsste wohl eher “2008” heißen) tritt die Helvetica zusammen mit der Serifenschrift Minion auf. So ganz möchte man auf den klassischen Look einer Serife wohl doch nicht verzichten.

Dieser Beitrag hat 66 Kommentare

  1. Finde es nicht schlecht. Allerdings kann ich mit den Verläufen unten und links nichts anfangen. Ich würde darauf verzichten. Nur das Quadrat mit der Helvetica. Die zweite und dritte Zeile hätte man noch minimal ausgleichen können.

  2. Finde es keine Verbesserrung. Es ist anders und es wirkt auf der Website ja ganz nett… aber alleine sieht es irgendwie aus wie ein Logo, welches vor 10 Jahren gestaltet wurde :/

  3. Das alte finde ich schon viel besser! Echt, finde das neue Logo nicht so schön, das ist aber nur meine Meinung…:) Danke für den tollen Blog.

  4. Kein gutes Logo.
    Der Verlauf unten links stört mich ungemein.
    Das Logo ist sowas von unmodern, dass ich es mir garnicht anschauen will.
    Die Website hingegen find ich ganz gut!

  5. Ich bin nun wahrlich kein Experte in solchen Dingen, aber ich würde mich da durchaus meinem Vorredner Chris anschließen. Das sieht irgendwie “alt” aus.

    Ich finde, dass das Logo ohne die beiden Verläufe, also quasi nur mit dem “Hauptquadrat” mit der Schrift durchaus Power entfalten würde. Die Schrift tut da ja ihr übriges dazu.

    Da wurde in meinen Augen leider etwas Potential verschenkt.

  6. Das Logo wirkt wie aus den 90ern – eher älter als das alte Logo. Irreführend.

    “Burda” und “Media” sind überhaupt nicht ausgerichtet (Versatz rechts). Während das alte Logo (wenn auch nicht mehr modern) “ausgefeilt” wirkt, hat das neue den Charakter einer 15-Minuten-Arbeit. Das ist nicht böse gemeint, sondern sagt aus, dass es nicht besonders wirkt –> Keine Exklusivität.

  7. Durch den Farbverlauf sieht es wirklich alt aus. Ich hätte da eher eine kompromisslosere Variante wie beispielsweise die Kanzlei SKW Schwarz gewählt:

    Kompakt, zeitlos, stimmig. Burda ist so ziemlich, leider, daß Gegenteil davon. Gerade als Medienverlag hätte man hier Chancen gehabt.

  8. In meinen Augen weicht der Verlauf das Logo auf. Fast so, als würde das ganze Logo gleich nach unten links abfliessen.

    Die Website sieht aus, als wüsste man selbst nicht genau wohin mit dem Ding. Dort ist das Signet klein und unscharf und hat keine dezidierte Meinung zu der Menüzeile rechts daneben.

  9. Äh … diese blauviolette – ich nenne es mal Farbe und diese unmotivierten Verläufe … sind wir in den 80/90ern??? Fehlt noch ein violetter Blazer mit breiten Schulterpolstern und eine Föhn-Fintanelle. Hilfe! Sowohl geschmacklich als auch handwerklich voll daneben. Furchtbar.

  10. Nicht sehr prickelnd, aber immerhin weg vom alten Logo, das nach “ich klicke mal auf ein paar Ebeneneinstellungen” aussieht.

  11. Wenn auf der Website erst mal das scharfe Logo eingesetzet wurde
    – dann vielleicht ausgeglichen und ohne Verläufe – wird auch das Favicon aktualisiert?

  12. Typo und Farbgebung sind nicht gerade dazu angetan große Euphorie auszulösen, allerdings behielte das neue Logo ohne das größere Quadtrat mit dem Verlauf eine zwar schlichte, aber doch gefällige Autorität. Der Verlauf allerdings ist entsetzlich, wirkt bieder, billig und hausbacken. Da die Erwähnung des Praktikanten ja der Konstruktivität zuwider läuft, sage ich es mal so: Es sieht aus, als hätte jemand zu Beginn seiner Designkarriere das Verlaufswerkzeug entdeckt. Ober ohne Verlauf geht ja im Moment scheinbar nichts mehr – schade!

  13. Das einzig “spannende” Element im neuen Logo ist der Textblock unten links im Quadrat. Die Ausrichtung scheint eigenwillig/eigenartig, der Text scheint am unteren Rand zu kleben.

    Die Idee, den Schriftzug nach unten links zu rücken, wird durch den Verlauf zerstört. Er wirkt nun schlampig zentriert.

    Nichts gegen die (Neue) Helvetica – wenn man Mainstream mag. Im Verhältnis zum blauen Quadrat ist mir persönlich die Schrift zu groß

  14. Ich finde auch, dass das Logo überhaupt nicht modern wirkt. Den Verlauf links unten sollte man weglassen und dem Quadrat einen vertikalen Verlauf verleihen. Dann wäre das Logo schon etwas ansehentlicher :)

  15. Was soll das für ein seltsamer Verlauf sein?

    Sieht aus als ob ein Graphikkonverter mit dem alten Logo amok gelaufen ist und Verläufe, Font, Farbe, Textposition und Blocksatz neu interpretiert hat.

  16. … das ist dieser eindeutige Trend zu: Wir sind hier, wir bleiben hier, auch in der Krise. Deshalb nimmt man eine alte Schrift und zementiert sie in Blau; passt jedenfalls gut zur Regierung mit ihrem Marsch zurück in die Zukunft.

  17. Nach der ganzen herben Kritik mal ein paar Punkte, die mir sehr gut gefallen: Man hat sich von diesem hässlichen 3d-Effekt der Logokachel getrennt (das ging im alten Logo gar nicht und errinert mich an irgendwelche Header von beepworld-Seiten o.ä.). Die Schriftwahl gefällt mir ebenfalls sehr gut. Doch in Kombination mit diesem schrecklichen Blau, dem noch grässlicheren Verlauf sowie den nicht sauber spationierten Wörtern Burda und Media wirkt die Helvetica Neue altbacken und irgendwie 90er-like.
    Die Blau-Grau Töne auf der Website gefallen wir da schon viel besser, warum hat man das Logo nicht daran angelehnt?

    Zu der Integration des Logos in die Website braucht man nicht viel zu sagen, das ist einfach nur schlecht. Das Favicon wurde ebenfalls vergessen.

    Für einen Medienkonzern eine ziemliche Blamage.

  18. Schade, dass es ein Medienunternehmen wie Burda nicht schafft die beiden momentan auf der Homepage genutzten Logos im gleichen Blauton zu verwenden.

  19. Hallo,

    just my 2cents: Helvetica, die heißgeliebte erlebt eine Renaissance…
    Herrgott – gibts auf dieser Welt nur die Helvetica wenn man auf eine zeit- und serifenlose Schrift setzen will?

    Ich hasse mittlerweile die Leute, die die Helvetica einfach nur nehmen, weil a) Ihnen keine Zeit bleibt (!) sich nach Alternativen umzusehen, b) sie nehmen, was sie kennen (scheint dann nur die Helvetica zu sein?) und c) sich an den – Mainstream – dranhängen.

    Es gibt SOVIELE andere tolle Schriften – nutzt die endlich mal. Ich bin immer wieder entsetzt wie wenig Schriftverständnis die heutigen Grafikdesigner haben (wobei ich mich da nicht ausnehmen mag).

    Helvetica…

  20. Also ich finde das neue Logo um Welten besser als den Vorgänger – versucht euch mal vorzustellen es wäre anders herum? Jeder zweite Post würde den “Teenager mit seinen Ebeneneffekten” bemühen. Diese Pseudo 3-D Relief Optik war zwar recht sauber ausgeführt – sah aber trotzdem ein wenig nach “Hobby” aus.

    Das neue finde ich formal wirklich gut, sogar der Verlauf mag mir gefallen. Er hebt das Zeichen aus der Masse der “Quadrat geht immer” Logos heraus. Lediglich die Farbgebung finde ich unglücklich, zumindest die Tatsache das auf der Web-Start-Seite schon drei versch. Farben dieses Logos zu sehen sind… Vielleicht wäre eine frische Farbe auch eine Möglichkeit gewesen die 90er Anmutung einzuschränken (Die ich aber sowieso nicht so stark empfinde)

  21. Ich weiß ja nicht wie es euch so geht, aber bei mir meldet sich bei diesen “Neugestaltungen” immer wieder die leicht lispelnde Stimme von Marcel Reich-Ranicki im Hinterkopf und frag: “Was soll das?, so ein Stümper, Deletant…. ”

    Kurz durchatmen … Stimme verdrängen…

    Bei mir hinterlässt die neue Marke den Eindruck einer Corel Draw Clipart Copy, die rein willkürlich gewählt worden ist und auf maximale Beliebigkeit ausgelegt ist. Es ist schade das man dieser Unternehmensgruppe eine derart charackterlose Marke aufgesetzt hat.

    Es wäre interessant zu erfahren, was man sich bei diesem Verlauf gedacht hat und was der ausdrücken soll…

  22. Also dann, sehen wir uns das mal genauer an.

    Das positive: Die miefigen 3D-Effektchen des alten Logos wurden beseitigt. Immerhin sieht Burda nun nicht mehr aus wie in digitalen Stein gemeißelt.

    Das negative: Man hat sich mit dem neuen Logo in eine unschöne Ecke manövriert. Zum einen erinnere ich mich da an das geflügelte Wort des “No idea? Type it in Helvetica and put a box around it…”, ein Bild, das in letzter Zeit so oft auftauchte, dass es mir, der ich eigentlich ein Fan dieser Helvetica-im-Quadrat-Gestaltung bin, langsam aber sicher fast so sehr auf den Keks geht wie die Comic Sans. Leider hat man dieses Bild noch weiter verschlimmert, indem man einen mir nicht erklärlichen Verlauf dazugepackt hat, der allein für sich genommen so von vorvorgestern aussieht wie alle Effektspielchen des Vorgängers zusammen. Er erinnert mich an die verlaufsgeprägten Rahmen meines alten Windows 98, an die Zeit, in der wackelige Word-Verläufe in einem Quadrat mit Schrift daneben schon ein Logo waren. Zum Glück haben sich diese Logos mittlerweile selbst überlebt, man findet sie kaum noch irgendwo, mir fällt spontan nur ein Hersteller von Kopierpapier ein, dessen Namen allerdings nicht. Besonders identitätsstiftend und unverwechselbar kann das Logo also nicht sein.
    Leider gilt das Selbe für Burda. Die Zeit, und mit ihr die Gestaltung und, so muss man annehmen, auch das Denken, sind wohl zur Jahrtausendwende stehengeblieben in Burda-Land. Was mich am allermeisten stört, wenn man nicht einmal im Geschäftsbericht auf die Minion verzichten mag, wieso dann im Logo? Man hätte doch auch problemlos den alten Font behalten und einfach ein wenig ansprechender und weniger wirr machen können… zusammen mit einem schöneren, gefälligeren Blau, anstatt diesem, das nichts halbes und nichts ganzes ist und irgendwo zwischen Blau und Lila changiert und es tatsächlich schafft, ziemlich nichtssagend und ausdruckslos zu sein, und trotzdem zu stören… das hätte zB so aussehen können (5 Minuten Arbeit…) :

    Wirklich eine Blamage für einen Medienkonzern. Dito die Website, das Grünblaugrau des Menüs und der Links fetzt sich richtiggehend mit dem Blau des Logos. Das Logo im XING-Artikel sieht außerdem vertikal gestreckt aus… Das Favicon wurde vergessen, der Aufbau ist verwirrend, was soll man da noch sagen.

  23. Kann mich eigentlich der Masse hier anschließen, das Logo ist unprofissionel und wurde anscheinend tatsächlich nach einer Corel Draw Clipart Copy gemcht. Einige Unternehmen setzen wohl kein Wert auf Qualität, es sieht so aus als ob sich einer in der Mittagspause hingesetzt hat und mal das Logo entworfen.

  24. von auffrischen mag ich dabei nicht sprechen. es ist anders, ok. aber frischer? sieht immer noch altbacken aus.

  25. Sorry,

    aber das ist doch kein Logo!!
    – Was will mir das Logo sagen?
    – Was passiert wenn es in sw gedruckt wird?
    Bei Burda geht die blaue Sonne unter?
    – Das einzige was vielleicht passt ist die farbwahl.
    Aber wo bleibt die Innovation?
    – Typo ist auch nicht wirklich spannend
    – Und was habt ihr immer mit 3D Effekten?
    Ein Logo muss auch in 10mm in sw funktionieren.
    3D kann nur ein Bonus sein.

    gäähn

  26. Au Backe Dennis und Thomas. Das kann doch nicht Euer Ernst sein? Abgenudelte Floskeln gespickt mit Tippfehlern sind sicherlich ebenfalls keine Ruhmestat. Ich hatte kurz überlegt, ob ich Eure Kommentare rausnehmen soll. Ich lass sie drin. Ganz bewusst. Auch wenns mich schüttelt.
    Wenns geht, beim nächsten Mal bitte konstruktiv. Danke.

  27. Das Logo widerspiegelt meiner Meinung nach sehr schoen die kahle Charakterlosigkeit des Unternehmens. Es geht nicht um Ideen und Visionen, es geht um Haben, Besitzen und Macht. Das figuerliche Aequivalent des Logos wuerde ehrlicherweise die Krake sein.

    Ich denke, das ist nicht die Schuld der Designer, rei gestalterisch taten die Designer eigenlich einen soliden Job. Ich mag die Proportionen des Schriftzuges und dessen Positionierung im Quadrat. Ich bin persoenlich kein Freund der eng gestellten fetten Helvetica, aber ich denke das war mehr der Einfluss des Vorstandes als der Autoren (und spricht wiederum Baende ueber das Eigenbild des Unternehmens).

    Leider verfehlt das Logo nicht den Praxistest auf dem webseite header. Hier wirkt es nur noch mehr kraftlos und unleserlich. Das favicon ist einfach schlimm.

  28. Ich stelle hier in meinem Umfeld fest, dass die Helvetica und auch z.B. die Futura bei den Kunden und auch Gestaltern wieder gefragt ist.
    Ich erkläre mir das damit, dass die, bei denen es mir auffiel, alle unter 30 sind und sie eben noch nicht wie ich schon seit Jahrzehnten mit dem Font zu tun haben. Kommt halt alles wieder.

    Denke aber, dass bei Burda andere Kriterien den Ausschlag gaben. Ich schliess mich daher aus der Ferne Jörg und Soeren an.

  29. “Finger weg von der Helvetica” war in meinem Studium immer das Credo des Typografie-Professors. Weil die Schriftart einfach zu häufig benutzt und damit unspannend ist.
    Gleiches gilt für mich auch für die viel gepriesene “Univers”.

    Es gibt mittlerweile viele, sehr tolle Schriften. Auch bei den Grotesk-Schriften. Und über das Internet kann man sich einen schnellen Überblick verschaffen, selbst bei kleineren Schriftgestaltern.

    Als ich das neue Logo eben zum ersten Mal gesehen habe, habe ich gestutzt. Es sieht leider aus, als wäre es Anfang der 90er Jahre gestaltet worden. Im Endeffekt muss es aber natürlich dem Auftraggeber und Firmeninhaber gefallen.

  30. Ich muss Joerg zustimmen. Für mich verkörpert es die Identität (aus meiner externen Sicht) ganz gut. Die Verläufe sind wie schon gesagt schlimm. Das Logo ist alles andere als “modern”, aber das paßt ja vielleicht auch zum Unternehmen.

    @Simon: Da hat wahrscheinlich auch jeder Typo-Professor eine andere Auffassung. Hängt aber sicherlich auch mit der Herkunft/Alter zusammen. Ich durfte mir damals anhören das man nicht mehr als 10 Schriften braucht (und die Helvetica war in jedem Fall dabei). Ich mag die Helvetica. Nur weil Sie oft verwendet wird heißt das ja nicht das sie schlecht ist.

    Und auch mit den vielen Schnitten kann man schon spannende Sachen machen.

  31. einfach grottenschlecht.

    der verlauf – unmotiviert
    die typo – so ideenlos, globig fett hingestellt.

    das logo der anwälte ist dagegen einsame spitze.

  32. Ich muss mal pauschal sagen, das wirkt so etwas von 80s :>

    Ohne Verlauf wäre es viel eleganter und moderner, finde ich zumindest.

    Ich verstehe diesen “ich muss da einen Glanz, Verlauf oder was auch immer rein machen”-Hype nicht.

  33. Erstmal etwas grundsätzliches, ob man ein Logo mit Paint, CorelDraw, Photoshop, Word, Illustrator oder AutoCAD, Cinema4D oder in Assembler erstellt kann eigentlich im Ergebnis kein Qualitätskriterium sein. Vielleicht sollte man erst einmal denken und dann schreiben, wäre ne spannende Idee am Rande.

    Das als “so 80s” oder “so 90s” zu bezeichnen halte ich für mutig, da ich denke die Helvetica erlebt aktuell eine Renaissance, wie von vielen angemerkt, was eigentlich bedeutet sie ist mindestens eine Weile zuvor abgetaucht. Ebenso frage ich mich wie viele dieser Kommentar-Spender 80s oder 90s aktiv gestaltend und sehend erlebt haben oder sich intensiv damit beschäftigt haben.

    Das Logo halte ich für unmutig einen kleinen, konservativen Schritt in die richtige Richtung gegangen. Solide Arbeit aber “nothing to write home about”.

  34. Hallo,
    ich bin schon sehr lange begeisterter Leser des Designtagebuchs.
    Im öfter stößt mir aber der “Lästerwahn” der Kommentatoren auf…

    Mich würde mal interessieren wer hier wirklich im konzeptionellen und grafischen Bereich arbeitet?!
    Meistens wird hier unqualifiziert rumgehackt (“hat der Praktikant gemacht”) und da frage ich mich immer: Hattet Ihr, die ihr meckert, jemals RICHTIG ECHTEN Kundenkontakt?
    Mir drängt sich der Verdacht auf das Ihr Hobbygrafiker seid die sich hier zu wortmelden. Evtl. noch Studis, Mediengestalter in der Ausbildung die noch nie mit einem normalen Arbeitsalltag konfrontiert worden sind.
    Weil wenn Ihr in Agenturen arbeitet oder gar Selbständig euer Geld verdient, kann ich für euch nur hoffen das Ihr es euren Kunden gegenüber schafft besser zu argumentieren als hier…
    Schön ist die Anonymität des Internets…

    Oft ist es doch so, in der Realität, das viele Köche mitreden und sehr zum Leidwesen des Grafikers/der Agentur, Dinge produziert werden die man niemals so zu “rosaroten Studienzeiten” produziert hätte…

    Das neue Burda-Logo entspricht auch nicht meinem persönlichen ästhetischen Ansprüchen. Aber um die geht es doch nicht!

    Das Logo ist einprägsam und hat eine Wiedererkennung—-> es funktioniert!
    Blau scheint schon länger die Hausfarbe zu sein, vielleicht war das Unternehmen gegen eine leichte Modifizierung des Tons… also auch hier eine gute Wahl! Schließlich geht es um Identität und die Wahl einer anderen Farbe wäre großer Schwachsinn (im Markentechnischen Sinn)!
    Die Helvetica, oft genutzt, aber dennoch eine ausgezeichnte Schrift und wirklich kein “Griff ins Klo”.
    Also, insgesamt eine runde Sache…

    Wünsche allen einen schönen Start ins Wochenende!

  35. Wieso furchtbar? Ich finde es ziemlich ausgefeilt: Es ist schlicht und bringt trotzdem das breite Verlagsspektrum auf den Punkt: Von den Zeitungen, deren Klassiker Bild, Welt und Hamburger Abendblatt mit je einer Farbe im Logo vertreten sind (als rot, blau und grün) bis zum großen Druckzentrum in Ahrensburg (durch die Farbkombination).

    Naja, und die Helvetica fällt wohl in die Kategorie “kann man nix falsch machen” – aber bei einem Verlagshaus, dessen Kerngeschäft seit Jahrzehnten Zeitungen sind, finde ich die Schriftwahl auch in Ordnung. Beim Zeitschriftenverlag Burda sieht das schon anders aus.

  36. @ loulou: Du sagst “Mediengestalter in der Ausbildung die noch nie mit einem normalen Arbeitsalltag konfrontiert worden sind.” Wo gibt es denn sowas bitteschön? MGs sind doch heutzutage keine Azubis mehr, sondern günstige Arbeitskräfte. Zeig mir einen Betrieb in dem ein Mediengestalter nicht projektbezogen arbeitet.

    Aber zurück zum Thema: Die Kritik richtet sich natürlich auch immer in gewisser Weise an den Auftraggeber. Dennoch hätte man die Geschichte mit dem Verlauf besser lösen können (müssen), auch wenn im Briefing ein Verlauf gefordert wurde.

  37. Über Ästhetik lässt sich in diesem Fall leider nicht streiten. Schön ist das Logo nicht.

    Aber dafür merkwürdig.

    Im Sinne von Merk-würdig. Denn der Verlauf sieht zwar bescheiden aus, aber ist das einzige Element, das hier Eigenständigkeit bringt.

    Würde ja auch keiner sagen, dass das M von MacDonalds oder das S der Sparkasse besonders schöne Buchstaben sind.

    Immerhin etwas. Aber trotzdem ist das ganze nicht stark genug, um Markencharakter zu haben. Insgesamt würde ich es als langweiliges Mittelmaß bezeichnen und hoffe, dass das ein günstiger Inhouse-Grafiker umgesetzt hat und keine teure Agentur.

    @loulou: Man darf es NIEMALS auf den Kunden schieben.
    Es ist immer die Agentur, die eine schlechte Variante präsentiert hat.
    Und es ist immer die Agentur, die es nicht geschafft hat, den Kunden
    von der besten Variante zu überzeugen.

    Hätten wir den Auftrag von Burda bekommen, wäre so eine Variante niemals
    zum Kunden gelangt. Und bevor ich so etwas auf Kundendruck gelauncht hätte,
    hätte ich den Auftrag gecancelt. Lieber einen Kunden verlieren als sich mit so
    was den Ruf der Agentur zu versauen…

  38. Hm, einen Kunden wie Burda einfach “canceln”, da muss man schon Sterling Cooper für sein als Agentur ;)

    Ganz ehrlich das Logo kann gut der verzweifelte Kompromiss nach 20 Hin- und Hers sein oder auch das erstbeste, nicht jeder Entscheider hat Geschmack.

    Ich weiß es nicht, ihr wisst es auch nicht, aber “passieren” kann so etwas jeder “echten” Agentur, am Ende des Tages müssen Rechnungen und Gehälter bezahlt werden, der Ruf der ausführenden Agentur ist ganz bestimmt mit diesem Logo nicht einmal entfernt angekratzt.

    Die Helvetica hat übrigens wohl auch ihren Hype aus dem gleichnamigen Film von 2007 bezogen
    https://www.imdb.com/title/tt0847817/

  39. @Keule:
    “MGs sind doch heutzutage keine Azubis mehr, sondern günstige Arbeitskräfte.” —> doch, wenn sie in der Ausbildung sind, sind es noch Azubis…Ich rede von Leuten die sich noch in der Ausbildung befinden, die mit Sicherheit noch nciht den Kundenumgang haben wie ein ausgelernter Grafiker.( “Evtl. noch Studis, Mediengestalter in der Ausbildung die noch nie mit einem normalen Arbeitsalltag konfrontiert worden sind.”)

    @ Christian
    Qualitätanspruch ist schön und gut von “Schuld zu schieben” habe ich nicht geredet. Ich sehe es wie Mario…der hat es eigentlich wunderbar ausgedrückt.
    Und mich würde ja interessieren ob Du Angestellter in einer Agentur bist oder selber eine hast…weil nach “Realität” klingt Dein Kommentar nicht wirklich…

  40. @ loulou Ich spreche ebenfalls von Mediengestaltern, die sich noch in der Ausbildung befinden. Diese haben sicherlich nicht die Erfahrung eines Seniorgrafikers, werden aber sehr wohl mit einem “normalen Arbeitsalltag konfrontiert”, da sie größtenteils projektbezogen arbeiten.

  41. Übertreibung macht bekanntlich anschaulich. Also relativier ich das mal mit Ruf ruinieren und so…

    Was bleibt ist: das Logo ist langweiliges Mitelmaß, Stil der 90er und ohne Markenimpact.
    Und Mittelmaß ist schlecht.

    @loulou: Mein Kommentar ist echt, authentisch, aus dem harten Alltag und ich würde ihn vor jedem Kunden wörtlich wiederholen. Realität pur. Aber welche Rolle spielt meine Position hier?

  42. Beide Logos sind nicht im bezahlwürdigen Bereich. Ich kann mir die schwache Qualität des Neuentwurfs nur so erklären, daß (zu) viele Entscheidungsträger sich auf einen Kompromiß geeignigt haben, der dann vollkommen beliebig ist und im Nirgendwo zwischen Tradition und Moderne liegt.

  43. @Christian: Mario hat recht. Man “cancelt” einen solchen Kunden wie Burda nicht einfach so. Die Realitaet ist leider anders als viele von uns wuenschen. Wir sind zuerst Handwerker, dann Kuenstler. Man muss sich mit solchen Kunden abmuehen und eigene Frustrationen irgendwie abbauen. Ein Logo/CI ist das gemeinsame Produkt von Kunde und Designer. Was dabei hinten raus kommt, ist ein Kompromiss und spricht fuer beide Seiten.
    Einen Kunden wie Burda zu canceln wuerde mehr Gesichtsverlust vor Kunden und der eigenen Branche bringen als ein schaler Kompromiss. Und danach sieht es hier fuer mich aus.

  44. Also im direkten vergleich muss ich gestehen, stehe ich tatsächlich auf der Seite von denjenigen, die das alte Logo bevorzugen.

    Ich für mein Teil frage mich ehrlich gesagt wie man sowas dem Kunden als “So muss das sein”-Verkauft. Wie wird hier begründet und was zur Hölle zahlt Burda Media für soetwas?

    Nicht schön aber selten.

  45. Bei einem Unternehmen wie Burda das über 250 Zeitschriften verlegt tippe ich mal, dass die das neue Logo von einem oder mehreren internen Mitarbeitern haben entwerfen lassen.
    Bei den Gesprächen die zu dem Logo geführt haben wäre ich ja gerne Mäuschen gewesen.

  46. lob für lou lou. endlich mal ein erwachsener unterwegs. und die reaktion? typisch. tut mit leid, konstruktiv heißt in diesem fall, alle können’s besser. aber… wer wurde von wem gebrieft und hat es denn wem gezeigt?
    danke. das ergebnis ist besser als erwartet- übberflüssiger verlauf hin oder her. bin schon froh das es keine dinschrift geworden ist. ugh. und alle bunte leser: hoch die hände!

    schönen sonntag.
    die dfb braucht dringend ein neues logo – guckst du.

  47. Das ursprüngliche Logo war mit Sicherheit keine handwerkliche Meisterleistung. Wobei die Erfahrung zeigt, daß vermehrt Kunden selber kreativ in den Prozess eingreifen und so durchgeplante, strukturierte und konzeptionell haltbare Gestaltung ad absurdum führen.
    Sicherlich kann man dem alten Logo unterstellen, daß jedes Kind mit einem Ebeneneffekt-Spielkasten diese Anmutung herbeiführen kann…. ABER… das gilt für das neue Logo noch viel stärker. Hier kann man bereits mit Powerpoint zum Ziel kommen. Mich überzeugt diese Gestaltung nun gar nicht. Zeitloses Design darf trotz bewusstem Verzicht auf gestalterische Elemente nicht zu Beliebigkeit führen. Je weniger Elemente der Designer benutzt, um so mehr muss er sich auf die Auswahl der Elemente konzentrieren, die er zur Bildung einer adequaten Marke zur Verfügung hat. Schafft der Designer dies nicht, müssen andere Elemente bemüht werden. – Das neue Logo stellt für mich kein gutes Beispiel gelungener Gestaltung dar. Zu einfach, zu beliebig, zu wenig “Einzigartig”. So darf sich kein Medienunternehmen gestalterisch aufstellen. Das alte Logo hatte zumindest Charakter. Eine handwerliche Überarbeitung und durchdachte Anpassung wäre mit Sicherheit sinnvoller gewesen.

  48. @ loulou (die Einzige hier mit echtem Kundenkontakt) und typolion (der neben loulou einzig Erwachsene): wer von wem gebrieft wurde, wie die Entscheidungsfindungsprozesse waren und wer dabei Mitsprache hatte, welchen Einfluss die Agentur/der Designer hatte oder eben nicht, ist bei der Beurteilung des Ergebnisses vollkommen irrelevant. Sollten sich hier auch Nichtdesigner äußern, liebe Loulou, so kann ich mir durchaus auch vorstellen, dass dies der Sache nur Zuträglich ist. Designer sind keine sich selbst befruchtende Art, sondern arbeiten für Nichtdesigner, insofern ist es einigermaßen arrogant deren Meinung derart abzuqualifizieren. Und wenn deine eigenen ästhetischen Ansprüche bei deiner Arbeit keine Rolle spielen, was denn dann? Man kann doch nicht Gestalten und das eigene ästhetische Empfinden dabei abschalten (sollte das der Fall sein, empfehle ich den echten Kundenkontakt drastisch zu reduzieren).

    Der Grundtenor fast aller Einträge ist doch wohl eindeutig negativ (egal wie sie formuliert wurden). Speziell der Verlauf ist scheinbar zu 99% durchgefallen. Aus einem Kuhfladen macht man keine Pizza, ich also hier keinen “Lästerwahn erkennen”. Und wenn typolion zynisch bemerkt “alle könnens besser” denke ich: In diesem Fall wahrscheinlich schon.

  49. @fingerprint: Prinzipiell hast du wohl schon recht, allerdings sind solche Designprozesse kein Volksentscheid. Das ist auch besser so, Komitee Designs sind schon schwer genug.

    Ich glaube was die angesprochenen Kritik-Kritiker meinten ist, dass einige hier vorschnell aus der Hüfte mit Kritiken um sich schießen, die eindeutig nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben. Also von wegen der Agentur zu peinlich und den Kunden möchte man dann nicht.

    Klar kann jeder hier, ob gelernt oder ungelernt, so wie ich sagen, das gefällt mir nicht so oder ich finde es schlecht, es ist aber dann eine persönliche Meinung, die alleine bestimmt nicht zulässt, den beteiligten Designern, Entscheidern etc. irgendetwas in die Schuhe zu schieben.

    Der Unterschied von “gelernten” oder “erwachsenen” Kommentatoren und den anderen ist in dem Falle nicht, dass die alles besser wissen, sondern, dass sie erst einmal etwas respektvoller damit umgehen.

    Ebenso gehen diese mit Leuten respektvoller um, die durchaus mal zurecht andere und verteidigende Worte finden wie der oder die LouLou.

    und @Christian (No. 48): Die Frage, ob du bei einer Agentur beschäftigt bist oder selbst eine hast, finde ich berechtigt und die würde mich auch interessieren. Nicht aus Herabwürdigung oder so, nein einfach weil es “merkwürdig” klingt so etwas wie “den Kunden würde ich canceln” von einem Angestellten zu hören, der das nicht zu entscheiden hat oder von einem Agentureigner, der das finanziell in nicht besonders geschmeidigen Zeiten zu verantworten hat.

  50. Hallo Fingerprint,
    ich glaube du hast mich einfach nicht verstanden…vielleicht solltest du dir marios kommentar durchlesen…

    Natürlich bin ich auch nicht der Meinung das Designer eine “selbst befruchtende Art” sind und bin mir auch darüber bewusst das sie für Nichtdesigner arbeiten… aber wir sind hier doch in einem “Fachforum”?! Wäre schön wenn man sich auch so verhält und nicht kindische Sprüche raushaut…natürlich freue ich mich auch über Kritik oder Vorschläge von nicht Designern. Dennoch wäre ein gewisses Niveau und Respekt vor der Arbeit anderer schön…

    Und glaube mir, bei meiner eigenen Arbeit habe ich sehr hohe ästhetische Ansprüche. Die, so gut es geht bzw. die Realität es zu läßt, der Maßstab meiner Arbeit sind. Dennoch ist es falsch meinen persönlichen “Geschmack” in die FACHLICHE Beurteilung einer fremden Arbeit einfließen zu lassen. Viel wichtiger ist mir ob es seine Aufgabe erfüllt, auf den Kunden zugeschnitten ist und eine Idee dahinter steht. So habe ich es in meinem Studium als Kommunikationsdesigner gelernt und so lebe und lerne ich es nun seit Jahren im Berufsalltag… So ist zumindest MEINE EINSTELLUNG.

    Ich plädiere einfach für etwas mehr Respekt und dafür nicht vorschnell zu urteilen, sondern sich mit den Arbeiten auseinander zu setzen… :-)

    Denn das Schema der Beurteilungen ist doch in jedem Beitrag das Gleiche…Uni Freiburg (gute Arbeit übrigens), Stadt Würzburg etc…
    Das Niveau sinkt…

  51. Wow. Für mich sehen beide Logos aus wie aus der Steinzeit. Logo 1 erweckt einfach nur den Eindruck nach “wir setzen uns mal an Word und machen uns ein Logo” und Logo Nummer 2 wirkt auf mich wie ein alter Buchverlag, der archivierte Mathebücher Klasse 5 bis 12 herausgibt.
    Besonders der Verlauf ist mir unerklärlich. Nur ein Glossy-Look hätte das Logo noch näher an den Super-GAU geführt. Alles in allem langweilig, ideenlos und einfach bäh. Ab in die Mottenkiste.

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