75 Kommentare zu “HP-Visionen verschwinden wieder in der Schublade

  1. Genial! Eine besonderen Herausforderung in einem Zeitalter von einer Flut an Logos. Ich finde es hat eine Alleinstellung und ist so gar nicht vergleichbar mit Fiat oder der SS.

    Das Leseverhalten durch die Oberlänge beim “h” und die Unterlänge beim “p” macht es einfach lesbar und das Auge ergänzt die Querverbindungen.

  2. Die Vergleiche mit SS-, NS-Runen ist doch wohl weit hergeholt. Vergleichbar mit der Verurteilung jeglicher Frakturschriften, welche in den 40ern plötzlich als unarisch galten und verboten wurden. Dann wurde die Futura eingesetzt, die übrigens die die Lieblingsschrift Hitlers war. Regt sich heute denn jemand auf, wenn die Futura in Layouts verwendet wird und wird diese Arbeit dann als »braun« geächtet?

    An alle Kritiker der Reduktion: Seid doch mal mutig, geht voran und schaut, was geht. Wenn sich so ein reduziertes Zeichen in der Öffentlichkeit etabliert hat, hat es doch einen hohen Wiedererkennungswert, vergleichbar mit dem Logo der Deutschen Bank, über das sich die Leute auch aufgeregt haben, was schon eine kleine Ewigkeit her ist. Ich dachte, wir wären weiter und hätten uns entwickelt. Gerade als Designer hat man doch die Pflicht Grenzen zu überschreiten, Perspektiven zu wechseln und Trends zu setzen. Diesen Leuten gehört die Zukunft. Bravo moving brands. Chapeau!

    Achja: Kommentare wie »erinnert mich an« kann ich nicht mehr lesen. Diese Schreiberlinge sollen mir mal ein Logo zeigen, das aus ihrer Feder stammt und ich zeige ihnen zehn andere, die diesem ähnlich sind. Es kommt auf die Aussage an, was das CD an Botschaften transportieren soll. Und wenn es einige Ähnlichkeiten mit anderen Logos aufweist. So what?

  3. Wie souverän wär das denn, wenn man in einigen Jahren mit einem bestimmten Winkel eine Marke in Verbindung bringt? So wie Magenta mit Telekom, Raute mit Marlboro, Apfel …

    Ehrgeiziges Ziel, aber schön mal sowas mutiges zu sehen, was dann auch noch bis ins Detail konsequent gestaltet ist. Meistens verschwindet sowas ja in den Schubladen.

    Ach ja, das hier ja auch. Verdammte Bedenkenträger …

  4. @Achim Das ist es ja gerade. Man kann den Leuten auch aufbinden, was in einem Logo zu sehen ist oder zu sehen sein soll. Das ist wohl klar, wenn man sie nebeneinanderstellt. Wie gesagt, das war auch ursprünglich nur eine meiner drei Anmerkungen und nicht zentrales Anliegen das so auszurollen. Überhaupt ist das Logo weitaus mehr, es findet sich in einem System wieder, das diesen 13º Strich Charakter aufgreift und zum Gestaltungselement ummünzt.

  5. @Horst-Günther
    Welchen Zusammenhang gibt es denn zwischen der hier aufgezeigten formalen Ähnlichkeit des fiktiven HP-Logos mit der Sigrune (von den Nazis „Siegrune“ tituliert), die von Einigen bestritten wird, und dem „Schrifterlass“ der Nazis? Scheint mir, als würden hier Äpfel mit Birnen verglichen.

    @Jo
    Ich hätte die Thematik auch nicht so ausgerollt. Mir ist es immer wichtig, einen Bezug zum hier Präsentierten herzustellen. Und wenn es einen Bezug zur Symbolik des Nationalsozialismus bzw. den Runen-Schriftzeichen gibt, dann weise ich darauf hin. In den Diskussionen zeigt sich immer wieder, dass solch ein Bezug, der sich auf die Form, auf das Visuelle bezieht, als Vergleich in Bezug auf die Ideologie der NS interpretiert wird, was besonders in diesem Fall absurd wäre. Der fiktive HP-Markenauftritt ist sicherlich aus vielen Gesichtspunkten interessant. Es wäre nicht fair, ihn nur auf die Runen-Thematik zu reduzieren, was auch keinesfalls meine Absicht war.

  6. Finde das reduzierte Logo reduziert, schlicht und sehr schick. Die Variante mit dem einen Strich würde nicht funktionieren, da die Form meines Erachtens zu unprägnant ist.

  7. @ Achim:

    Design mit Nazi-Symbolen zu vergleichen ist ungefähr genauso, wie eine Fraktur sofort und generell mit der NS-Zeit gleichzusetzen. Das geht nicht und ist m. E. nicht weit genug gedacht.

  8. mein erster Gedanke als ich die dt-Vorschau im Browser sah war: “hat hp etwa ein krass neues Logo?” Demnach hat es bei mir funktioniert. In Realität müsste man wohl noch ein wenig feilen, Ober- und Unterlänge sind mir gerade zu lang und zu trendy, wenn schon reduziert dann richtig und für dauerhaft. Allerdings muss ich gestehen, dass die Verwandschaft zu alten Fiat-Ideen nicht ganz von ungefähr kommt … Die Version 2021 ist dann doch absurd – bis dahin ist nämlich die Slash-Mode auch wieder passé. Bin gespannt wie sich die Realität entwickelt – ein bisschen mutiger dürfte man ruhig sein!

  9. Schick aber man erkennt kaum welcher Name hinter dem Logo steckt. Außerdem: Warum müssen altbekannte Logos immer eingestampft werden? Was vorher gut war muss nicht unbedingt immer besser werden.

  10. @ Horst-Günther
    Glaubst Du, das Erscheinungsbild der Nationalsozialisten sei Kunst oder es sei der Ergebnis zufälliger Entwicklungen? Was sonst ist es anderes als Gestaltung respektive Design? Warum sollte man Formen und Gestaltung nicht mit einander vergleichen? Das ist mir zu pauschalisierend, Deine Aussage. Da ich zudem zu keinem Zeitpunkt eine Fraktur „sofort und generell mit der NS-Zeit“ gleichsetze und dies in dem HP-Kontext auch von keinem anderen Kommentierer vorgenommen wurde, verstehe ich nach wie vor nicht, weshalb Du diesen Vergleich aufführst. Das Stigma der gebrochenen Schriften ist ein anderes Thema, auch spannend, scheint mir in diesem Zusammenhang aber doch etwas weit weg zu sein.

  11. in der fundstätte der einfachsten (einritzbaren) zeichen ist es verdammt schwer noch einen freien platz zu finden und diesen obendrein aus bzw. in einem redesign nachvollziehbar abzuleiten. genau das aber ist gelungen. glückwunsch! kommt noch dazu, dass es sehr elegant und ausgewogen erscheint. das schönste aber: es macht spaß das kleine leserätsel zu lösen. der betrachter fühlt sich belohnt und mag die marke. wäre allzu schade, wenn dieser entwurf im orkus verschwindet. was die mögliche assoziation mit “siegrune” angeht ist dies meiner meinung nach zwar möglich (und deswegen auch diskussionswürdig) aber eben doch ein wenig herbeigeredet. ich erinnere mich inhaltlich an die debatte zum 2012er olympialogo ästhetisch erinnert der entwurf an das syzygy-redesign welches auch auf entschlüsselung/belohnung durch den betrachter spekuliert. eine formale reduktion ist immer eine herausforderung an den betrachter und hat grosse chancen auf zustimmung. das haben die erfolge von rahms (für braun) und in der neuzeit apple gezeigt. um ein solch simples graphem ins kollektive bewusstsein zu heben dürfte der hp-konzern locker geld genug haben.

  12. Ich sehe das “neue” hp-Logo aus verschiedenen Perspektiven, und daher mit veschiedenen Ansätzen. Als Stand-Alone Brand ist es (jedenfalls für mich) auf Anhieb nicht klar zu erkennen. Mir fehlt – im wahrsten Sinne des Wortes – die Verbindung. Sprich mindestens ein Querbalken in den angedeuteten Buchstaben, um damit hp zu assoziieren. Einfach nur vertikale Striche anzuordnen und als Marke “hp” zu erkennen, erfordert einen langen Lernprozess. Sowohl für alteingesessene hp-Benutzer, als auch für Um- oder Einsteiger in die Welt der hp-Produkte.

    Ganz anders sieht das “neue” Logo in einer Bildmischung aus, wenn beispielsweise Elektronikprodukte mit dem Logo darauf dargestellt werden. Die Assoziierungskombination aus Produkt und Markenbild lassen allein schon mit dem h-Aufstrich und dem p-Abstrich das Markenbild “hp” als solches erkennen. Steht den Produkten, wie ich finde, sehr gut und ist zeitgemäss. Stellt sich nur die Frage – wie lange?

  13. Wunderschön reduziertes Logo! Durch die bereits längst gelernte Marke ist es nicht nötig die Buchstaben weiter hervorzuheben. Einen solchen Schritt kann sich eine Marke, wenn sie bereits groß und bekannt genug ist, durchaus erlauben.
    Den Schritt für 2021 muss ich allerdings ablehnen. Er ist absolut nicht auffällig genug und zu stark reduziert. Nike kann sich eine ähnlich einfaches Markenbild mit seinem Haken erlauben (der Strich ist schließlich dort nicht durchgehend, sondern mit Abzweigung und außerdem wurde/wird die Bildmarke zusätzlich mit der Wortmarke verbunden – nur ein Strich, wie bei der 2021-HP-Variante, lässt sich nicht gut genug mit der vorher gelernten Marke assoziieren).
    Vier sehr schöne Striche, wie ich finde!

  14. Einfach nur sehr gelungen. Vier wunderschöne Striche! 1+ Vokallem die Anwendungsbeispiele überzeugen und machen Lust auf mehr. Könnte eine echte Konkurrenz zu Apple werden. Unnachvollziehbar, wie so ein Entwurf in der Schublade landen kann. Das ist nur mit einer verkruschelten Firmenpolitik zu erklären.

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