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Greenpeace ruft zum Rebranding von BP auf

Greenpeace Rebrand BP

Angesichts der Ölpest im Golf von Mexiko haben britische Greenpeace-Aktivisten dieser Tage den BP-Firmensitz geentert und eine Flagge mit einem modifizierten BP-Logo gehisst, darauf heißt es: „British Polluters“. Das Logo ist im Rahmen eines Wettbewerbs entstanden, zu dem Greenpeace aufgerufen hat, unter anderem auch mit Hilfe einer ebenfalls sehenswerten Anzeige, die im Guardian erschien.

BP British Polluters

Das Drama vor der us-amerikanischen Küste verdeutlicht, wie absurd eigentlich ein grün eingefärbtes Erscheinungsbild eines Öl-Konzerns, in diesem Fall BP, ist. Der hier abgebildete Entwurf gefällt mir noch einmal besser, als das eigentliche Kampagnenmotiv, das man für die Beflaggungsaktion ausgewählt hatte. Auch Corporate Design ist zuweilen ein dreckiges Geschäft. Hier gehts zur Kampagnen-Site:

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Dieser Beitrag hat 30 Kommentare

  1. Sehr gutes Logo, das Dir gefällt, denn man kann erkennen, wie die scheinbar grüne Kampange von BP „verschmutzt“ wird. Ich persönlich finde dieses Logo sehr passend:

    Denn es geht nicht um das Design, sondern um darzustellen, wie man Öl-Konzerne eigentlich an zu sehen hat: Eben als starke Umweltverschmutzer.

  2. Finde auch das von dir vorgeschlagene Logo besser. Bei aller Kritik sollte man sich aber auch immer an die eigene Nase fassen: braucht man das Auto wirklich? Woraus ist die Farbe mit der unsere Kreative Arbeit am Ende aufs Papier (oder gar den Kunststoff) kommt?

    Ohne Atomstrom kann ich leben (und tue das auch) aber bei Produkten aus Erdoel wird es schwieriger. Ist also ein zweischneidiges Schwert.


  3. Ebenfalls ein schönes Werk, etwas verspielt aber aussagekräftig. Ich fand die nicht verwendetet Variante oben im Artikel allerdings auch am besten geeignet. Hoffentlich bringt es was – ob BP alles unternimmt was möglich ist kann bezweifelt werden. Die Kosten spielen bestimmt eine maßgebliche Rolle. Spekulativ wäre ich mir gar nicht sicher, ob BP anfänglich nicht doch noch probiert hat das Ölfeld weiterhin nutzbar zu halten. Bei der Zeit gibt es aktuell auch einen Kommentar zum Thema – Nachsicht mit BP

    @Martin
    Einzelne Privathaushalte können bestimmt ohne Atomstrom leben, die Industrie aktuell aber mit Sicherheit nicht. Das Thema finde ich überwertet, den Ausstieg will schließlich jede Partei, auf ein paar Jahre mehr oder weniger kommt es dabei nicht an, solange die Entwicklung hin zu erneuerbaren Energien nicht gestoppt wird. Es braucht eben noch etwas Zeit für eine flächendeckende Versorgung.

    Greetz
    Till

  4. Bin eigentlich ein Fan von greenpeace, aber die Aktion finde ich fragwürdig. Sicher ist das Grün für einen Öl-Konzern Augenwischerei, aber – mal ehrlich – das sind viele Symbole mit denen Marketing betrieben wird. Und als Verursacher sehe ich letztlich uns und damit alle Industriegesellschaften mit der Gier nach möglichst billigem Öl und allen daraus generierten Produkten. BP ist in diesem Fall – auch wenn dort sicher Fehler gemacht wurden – bloß der Dumme, den es getroffen hat. Ich finde, das ist eine sehr kurzsichtige Kampagne und ein unnötiger Wettbewerb.

  5. gähn…

    Umweltschutz fängt doch nicht beim Logo an – HALLO???

    Überlege mal jeder (morgens beim Frühstück), welche Erdöl-Produkte er gerade verwendet – und entsorgt.

    Oder: Wieviele Edelmetalle stecken in der PC-Hardware mit der wir diese Seite betrachten? Die werden z.T. auch unter den umweltschädlichsten Zuständen abgebaut – stehen aber grad nicht im Fokus der Medien!

    Also ma an die eigene Nase fassen und Energiekonsum kritisch hinterfragen: Brauche ich das Alles?

    @2, Martin: Richtig – das Auto! Wenn ich mir anschaue, wieviele Autos täglich (mit nur einer Person besetzt) die Hauptstadt NRWs verstopfen zur Rush-hour, frag ich mich echt, warum das unsere holländischen Nachbarn mit dem Fahrrad in der Innenstadt hinbekommen, wir aber irgendwie nicht? Faulheit, Gedankenlosigkeit?

    Und: Selbst durch diese massive Umweltverschmutzung wird sich das Bewußtsein (der Amerikaner) nicht ändern. Es gibt ja einen Sündenbock, den man für die Verschmutzung verantwortlich machen kann: BP. Was ist aber mit den vielen Menschen, die gedankenlos jeden Tag Enerie verschwenden – privat wie beruflich?

  6. So lange uns die grünen Ökofaschisten glauben machen wollen, daß man das Weltklima auf eine erträgliche Mitteltemperatur regeln kann, entbehren sie des Rechts, ihren Finger auf BP zu richten.

  7. @notenfundus: An deiner Stelle würde ich mir zunächst an die eigene Nase fassen. Denn wer Andersdenkende als „Faschisten“ bezeichnet, disqualifiziert sich selbst.

  8. Manuel: Es gibt 6,8 Milliarden Andersdenkende – mit denen habe ich kein Problem. Aber ich behalte mir vor, diejenigen als Faschisten zu bezeichnen, die faschistisch handeln. Ich erinnere an die Auslassungen diesen Greenpeace-Aktivisten.

    Aber darum soll es auf einem Design-Blog sicher nicht gehen. Eigentlich ist diese ganze dümmliche Logo-Aktion keiner Erwähnung wert.

Kommentare sind geschlossen.

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