Skip to content

Google ändert App-Symbole der Google Workspace Suite

Google Workspace Apps Visual, Quelle: Google
Google Workspace Apps Visual, Quelle: Google

Gmail, Google Drive und weitere Workspace-Tools haben neue App-Symbole bekommen. Alle Symbole wurden, dem allgemeinen Designtrend folgend, mit Farbverläufen ausgestattet.

Google Workspace ist eine cloudbasierte Sammlung von Produktivitäts-, Kollaborations- und Cloud-Computing-Tools. Alle Anwendungen( z.B. Gmail, Drive, Docs) laufen direkt im Webbrowser oder über mobile Apps, sodass keine lokale Softwareinstallation auf dem Computer erforderlich ist. Seit 2020 bündelt Google Kernfunktionen wie E-Mail, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Cloud-Speicher und Videokonferenzen unter dem Markendach und -namen Google Workspace.

Zuletzt wurde die Software durch umfassende KI-Integrationen und neue Systemkomponenten überarbeitet. Die Neuerungen wurden im Rahmen der Entwicklerkonferenz Google I/O (Mai 2026) sowie auf der Google Cloud Next ’26 (April 2026) offiziell vorgestellt. In diesem Zusammenhang hat Google auch die Symbole/Icons der Apps angepasst.

Google Workspace Apps Icons – vorher / nachher
Google Workspace Apps Icons – vorher / nachher

Alle App-Symbole wurden mit Farbverläufen versehen. Microsoft ist diesen Schritt bei seiner Office-Suite bereits 2018 gegangen (dt berichtete). Aufgrund veränderter Designprinzipien sind App-Symbole innerhalb der Google Workspace zudem besser voneinander zu unterscheiden (Vergleich Slides – Keep). Das Google-App-Symbol (G) wurde bereits vor einem Jahr auf eine Darstellung mit Farbverlauf umgestellt.

Google Workspace Apps Icons Redesign, Quelle: Google, Bildmontage: dt
Google Workspace Apps Icons Redesign, Quelle: Google, Bildmontage: dt

Im Kontext UI/UX lässt sich schon länger der Trend hin zu einer detailreicheren, teils wieder verspielten Bildsprache und Oberflächengestaltung beobachten, wie im dt-Beitrag The Return of Glossy Look ausführlich beschrieben. Im Hinblick auf die aktuellen Designsprachen von Microsoft (Fluent Design), Google (Material Design) und Apple (Liquid Glass) wird deutlich: flat design is dead. Zumindest derzeit.

Mediengalerie

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare

  1. Seit die Icons veröffentlicht wurden, versuche ich (bisher erfolglos), die Sinnhaftigkeit mancher Verläufe zu verstehen. Der in Docs, Tasks und Calendar verwendete Farbverlauf sieht mit dem Rotstich nach ausgeblichener Farbe aus. Die Lichtausbreitung bei Keep macht vor dem Leuchtensockel halt. Über die verschiedenen Systeme ist es inkohärent.

    Schade, denn die Icons sieht man jeden Tag. Die einzige Verbesserung zu den bisherigen Icons ist die bessere Unterscheidung einiger Symbole.

    1. Das stört mich auch am meisten.
      Ich vermute das liegt daran, dass sie vermeiden wollten, dass sich die vorherigen blauen und gelben Flächen zu Grün vermischen, und stattdessen Rot gewählt haben, um saubere Verläufe zu erzeugen.

  2. Ich find die neuen Icons schick, zumindest die meisten. Nur Google Drive ist mir persönlich etwas zu “fett” geraten. Der Google Calendar ist wieder etwas wie 2016 (was gut ist). Alles in allem aber ein sehr angenehmes Design. Schön, dass jetzt alles wieder Farbverläufe hat. Ob es bald wie Skeuomorphismus geben wird? Auf dem Weg dahin sind wir ja.

    Danke Achim, dass du meinen Vorschlag so schnell in einen Artikel verwandelt hast!

  3. Manche der Icons, z.B. das von Gmail, wurde schon vor ein paar Wochen angepasst.

    Ein klarer positiver Aspekt des Redesigns ist, dass die Icons nun wieder besser gegeneinander unterscheidbar. An den bisherigen Icons wurde ja – durchaus zu Recht – kritisiert, dass hier die Erkennbarkeit zusehr der abstrakten Designsprache untergeordnet würde.

    Quelle: https://elderhsquill.org/27729/opinion/oversimplified-logos-the-good-the-bad-and-the-dumb/

    Was die neuen Logos für sich betrifft: Die Mischung aus Farbverläufen und Simplifizierung führt dazu, dass die Logos tendentiell “zulaufen”, man also irgendwann nur noch einen Farbklecks wahrnimmt – den man dann idealerweise mit dem Produkt oder der Firma assoziieren soll.

    Aber das ist nun mal die Mode gerade. Vorreiter scheint mir gewisserweise TF1 zu sein – die haben schon 2013 ihr zuvor farblich geordnetes Logo durch ein Farbkontinuum ersetzt.

  4. Gefällt mir richtig gut. Ich bin (wie viele wahrscheinlich) auch schon in der Praxis mit einigen Icons in Berührung gekommen und gerade wenn sie alleine stehen, sehen sie deutlich besser aus als vorher. Gerade dieser bunte, einfarbige Look der alten Icons sieht nach Liquid Glass und Windows 11 schon ziemlich altbacken aus. Verständlich also, dass sich Google hier von beiden Vorbildern inspirieren lässt und tatsächlich eine ganz gelungene Mischung aus den übereinander liegenden, Glasflächen der LG Apple Icons und den freundlich, bunten Fluent Design-Elementen von Microsoft präsentiert.

  5. Ich muss nach ein paar Tagen mit den neuen Symbolen sagen, dass sie die Orientierung deutlich erleichtern. Zuvor als alle Icons gleichfarbig waren, fiel es mir schwerer das passende zu identifizieren. Jetzt kann ich ohne viel Gesuche auf den korrekten “Farbklecks” klicken. Ehrlich gesagt finde ich die neue Leichtigkeit des Design sehr angenehm.

  6. Da ich Google-Anwendungen nur in begrenzter Anzahl nutze, hatte ich bisher noch keine Probleme mit Verwechslungen wegen gleicher Farbgebung, kann mir aber gut vorstellen, dass das bei vollumfänglicher Nutzung Probleme machen kann. Daher ist eine eher einfarbige Darstellung sicherlich nützlich.

    Dennoch wollte man vermutlich ansatzweise im Google-Farbsortiment bleiben, was aber bedeutet, dass nicht die volle Farbpallette genutzt werden kann. Wäre aufgrund der Anzahl der Anwendungen aber nicht die schlechteste Idee gewesen. So wurden die früheren violetten Farbtöne durch nur minimal abweichende blaue, an violett angrenzende Töne ersetzt. Durch m.M.n. teils unnötige Farbverläufe innerhalb einzelner Symbole werden zudem eindeutige Farbunterscheidungen minimiert. Einerseits verlässt man bereits die Google-Grundfarben, auf der anderen Seite fallen aber weitere Farbstufen wie orange, lila, türkis oder pink völlig unter den Tisch. Ich bin hier im Prinzip ein Verfechter von wohl gewählten Einzelfarbtönen, die sich (soweit möglich) alle voneinander unterscheiden. So würde ich mich bei Gmail z.B. (wieder) auf rot beschränken. Plastische Effekte lassen sich alleine durch Sättigung oder hell-dunkel-Verläufe innerhalb eines Farbtons erzielen.

    Wie man am Ende alle Farben des Regenbogens in eine Designsprache bringt, die auch die Marke Google erkennen lässt, ist natürlich eine andere berechtigte Frage. Aber auch bei einigen der jetzt vorgestellten Logos lässt sich Google weder durch Form noch Farben eindeutig erkennen.

Schreibe einen Kommentar

Die Netiquette ist zu beachten. Vor dem Hintergrund einer transparenten, sachlich-fairen Debatte wird die Nutzung eines Klarnamens empfohlen.

Folgende HTML-Elemente können verwendet werden: <b> <i> <img src="bildurl"> <a> <blockquote>

An den Anfang scrollen