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Gesucht: Ein Logo für das Stadtjubiläum in Rostock

Entwürfe der Jubiläumslogos

Rostock feiert. 800 Jahre Stadtrechtsbestätigung und 600 Jahre Universität. Erstgenanntes Jubiläum soll 2018 gewürdigt werden, während die Feierlichkeiten zur Gründung der Uni für 2019 geplant sind. Für dieses ungewöhnliche Doppeljubiläum sucht die Stadtverwaltung nun ein passendes Logo.

Zwölf Logos hat das städtische Koordinierungsbüro für die Vorbereitungen zum Stadtjubiläum vor wenigen Tagen präsentiert. Bis zum 18. Oktober 2016 kann nun über die Logos abgestimmt werden, auch online. Die verantwortlichen Grafiker und Agenturen wurden im Vorfeld eingeladen, entsprechende Entwürfe einzureichen. Wie mir auf Anfrage seitens der Stadtverwaltung mitgeteilt wurde, erfolgte die Auswahl nach den folgenden Kriterien, die hier in zitierter Form aufgelistet werden: „1. alle TeilnehmerInnen sind Rostocker Bürger, 2. alle TeilnehmerInnen beweisen seit Jahren ihre Kompetenz, 3. alle TeilnehmerInnen haben bereits im Vorfeld Interesse signalisiert, sich im Rahmen der Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum zu engagieren.“

Alle Büros, die sich mit einem Entwurf beteiligt haben, erhalten eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 800 Euro. Die Entwicklung des Corporate Designs, das auf Grundlage des letztlich ausgewählten Logos erfolgt, ist mit 10.000 Euro dotiert. Dass für eine solche kreative Vorleistung eine Aufwandsentschädigung gezahlt wird, ist in der Branche leider nicht selbstverständlich.

Ungeachtet der zur Wahl stehenden zwölf Logos sind bis Mitte Oktober alle Rostockerinnen und Rostocker aufgerufen, eigene Logoentwürfe einzureichen. Auch diese Vorschläge sollen in der entscheidenden Jurysitzung berücksichtigt werden. Geld gibt es in diesem Fall allerdings keines.

Unter rostock.de/logo800600 werden die Entwürfe samt Erklärungstext im Einzelnen vorgestellt. Die eigene Stimme abgeben kann online allerdings nur, wer sich auch die Zeit nimmt, ein komplettes Formular auszufüllen.

Das geht auch schneller. Am Ende des Artikels können dt-Leser ihren Favoriten benennen.

[Update 14.09.2016: Mittlerweile wurden weitere Logos eingereicht. Unter dem folgenden Link ist die komplette Liste aller Logos einsehbar. Höchst ungewöhnlich, dass ein solches Nachreichen von Entwürfen vorgesehen ist.]

1

werk3.jpg.62411

2

Buettner-und-Lippmann62471

3

pinax.jpg.62423

4

matthias_dettmann.jpg.62429

5

Logo_Fanni Gaebert.jpg.62487

6

kempka&scholz.jpg.62441

7

h2f.jpg.62447

8

grafik@genten.jpg.62453

9

frischfang.jpg.62459

10

da!designakademie-julia_doerre.jpg.62477

11

da!designakademie_marcel_marnach.jpg.62435

12

boettcher_stadtsignetentwurf_1.jpg.62481

Abstimmung

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  • 12 (5%, 102 Stimmen)
  • 8 (4%, 74 Stimmen)
  • 11 (4%, 74 Stimmen)
  • 4 (3%, 59 Stimmen)
  • 9 (2%, 47 Stimmen)
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Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 31 Kommentare

  1. Nur 10.000 Euro für ein komplettes Corporate-Design, für eine Stadt wie Rostock?

    Darf ich mal vorrechnen:
    Für einem Minimalaufwand würde ich mal von 2 Personen für drei Wochen Arbeit augehen (Was vermutlich niemals reicht!) UNd ich komme da schon auf fast doppelt so hohe Gehaltskosten!
    8 Stunden x 80 Euro (Brutto) x 2Personen x 15 Tage (drei Arbeitswochen) = 19.200 Euro

    Vermutlich sind darum so viele echt schlechte Entwürfe abgegeben worden, denn Agenturen die davon leben können müssen UND auch noch einen hohen Anspruch an ihre Arbeit haben, können da nicht auf ihre Kosten kommen!

    1. Nur 10.000 Euro für ein komplettes Corporate-Design, für eine Stadt wie Rostock?

      präzisierend sei ergänzt, dass in diesem Fall mit „Corporate-Design“ nicht das Erscheinungsbild der Stadt/Stadtverwaltung gemeint ist, sondern lediglich das saisonale Erscheinungsbild, das im Zuge des Stadtjubiläums greift. Letzteres ist keineswegs so komplex wie das CD einer Stadt.

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