54 Kommentare zu “Garmisch-Partenkirchen entdeckt seine wahre Natur

  1. Eine wirklich erfrischende Arbeit, die schlicht und einfach funktioniert. Die Typo macht’s. Sie lädt ein, kontrastreich zu arbeiten, läßt aber auch Freiraum für “rauhe, schmutzige” Thematiken, denkt man vielleicht an eine Trekkingtour oder dergleichen.

    Die Arbeit lädt ein, kreativ und spielerisch mit dem Thema Natur umzugehen – worin ich, hingegen einer meiner Vorredner, durchaus einen Trend erkennen kann. Hat die Thematik doch sonst so einen altbackenen Charakter, der eher den gesetzteren Gemütern vorbehalten ist, so wurde hier Raum geschaffen, auch jüngeren Generationen Dinge wie “Wandern”, “Erholung im Grünen” etc. näherzubringen.

    Wenn “die richtigen” Kreativen am Werk sind, schafft es GP ähnlich wie etwa Audi damals, durch diesen entschiedenen (und, gemessen am alten Logo notwendigen) Schritt, Begeisterung für etwas zu schaffen, dass gerade in der heutigen, schnelllebigen Zeit mehr und mehr an Bedeutung gewinnt: Vorsprung durch Natur.


    “GAP” bedeutet übrigens “Loch” und würde unerwünschte Assoziationen hervorrufen, wie etwa “Garmischer Allgemeine Presse” oder schlimmer noch, behördlichen Institutionen. Sicherlich kann man annehmen, dass ein “GAP”-Etnwurf kurzfristig auf dem Tisch lag, dann jedoch schnell in der Versenke verschwand. Rein otomatopoetisch unattraktiv, assoziativ – wenngleich unterbewußt- vorbesetzt und phonetisch nicht “weich” genug, um der Thematik hinreichend zu genügen.

  2. also noch eine abkürzung, oder war das im sprachgebrauch bereits akzeptiert?
    gap ist eine amerikanische modemarke (im süden nicht bekannt?)
    ok. hübsch und schon wesentlich bessser als das alte gerümpel
    ich denke an die fantastischen vier gapa: g a p a
    also, guten rutsch ihr allen

  3. Gap heißt auch und vor allem “Lücke”, nicht zuerst Loch. Das/die “Gap” welche die Modemarke zu füllen sucht. Oder auch “Abstand”, das sich abheben. Ist voll off-topic aber als Name vielseitig deutbar und immer schön zu färben.

    Etwas mit Gap für Garmisch zu machen wäre so ungeschickt wie die Düsseldorf Mode Akademie “AMD” zu nennen.

  4. Ich bedanke mich bei tim für die ausführliche Korrektur meiner fürchterartigen Englischkentnisse. Bemerkenswert, dass es augenscheinlich auch heute noch möglich ist, durch alleinigen Klugschiss um gefühlte, mehrere cm zu wachsen, selbst wenn dadurch sachliche Teilnahme an der Diskussion vollkommen verfehlt wird.

  5. Die neue Seite ein Schritt nach vorn? Einen ja, aber sonst…..?

    Andere Gemeinden haben es in den vergangenen Monaten vorgemacht und haben einen beeindruckenden Neustart im Online-Bereich hingelegt. Garmisch-Partenkirchen ist auf der Zielgeraden die Luft ausgegangen. Während im Printbereich mit naürlichen und frei wirkenden Farben gearbeitet wurde, die perfekt den neuen Leitspruch aufgreifen, erinnert das Farbspiel der neuen Webseite eher an Firmen aus der Stahlproduktion. Warum mit tristem Grau arbeiten, wenn eigentlich das Entdecken der eigenen Natur angestachelt werden soll?

    Da haben die Jungs von Tramino bei Oberstdorf.de um Längen besser gearbeitet und das nicht nur was den optischen Auftritt anbelangt. Auch bei den Themen Benutzerführung wurde reichlich in Garmisch danebengelangt. Nicht jeder User kann mit Begriffen wie Tag Clouds etwas anfangen und wohl am wenigsten die bisherigen Stammgäste von Garmisch-Partenkirchen.

    Spannend ist auch das erfrischende “du”. Erfrischend insofern, daß es immer wieder spannend ist zu sehen, wie die “Ureinwohner” sich mit Händen und Füssen gegen diese Art der Ansprache wehren. Die wenigsten fühlen sich tatsächlich gut vertreten mit der neuen Darstellungsweise.

    Zum Disaster wird der Auftritt allerdings im Bereich SEO. Die angeblich optimierte Seite ist auch mehrere Monate nach dem Start noch nicht komplett von Google gecrawlt und indexiert. Das liegt ganz klar an offensichtlichen Fehlern in der Programmierung, die selbst Anfänger-SEO`s vermeiden würden.

    Zum Thema Logo… Auch hier ein gewaltiger Sprung nach vorn, ABER was ist GaPa?
    Ein krampfhafter Versuch um dem Handicap des Doppelnames entgegenzuwirken oder doch ein genialer Schachzug im intelligenten Spiel des neuen Markenaufbaus? Ob das der hochverschuldete Gemeindehaushalt noch zuläßt? Wir werden sehen.

    Alles in allem ein halbgarer Erfolg für viel Geld und langfristigen Lizenzgebühren. Zuletzt stellt sich nur noch die Frage, warum eigentlich keine Einheimische ins Boot des neuen Findungsprozesses geholt wurden?

  6. als ich zum ersten mal den Tourismus – Marketing sonstwas Film gelesen habe, hab ich mich kurmm und schief gelacht, das geht ja mal gar nicht! Da war der von Andy Borg aus dem Musikantenstadl noch besser…
    Auch diese komischen, plumpen Sätze wie “entdecke deine wahre Natur” finde ich grausam. Selbiges, dass man einfach Geduzt wird. Kann ich nicht haben, sorry.

    ABER:
    Das Logo ist sehr schön und gelungen. Was mich jedoch stört: DA FEHLT DER BINDESTRICH! Kämpften Ga.-Pa. schon seit Jahren darum eine Gemeinde zu sein, splitten sie sich da jetzt zum Wohle der Gestaltung wieder auf?… Bitte, wenns so sein soll.

    Als Partenkrichnerin finde ich das Logo schön, die Webseite aber sehr unfunktional und umständlich. Das geht einfacher. Diese Marketinggags sind auch nicht mein Ding. Und dabei bin ich doch “jung, dynamisch und der Kunde von morgen”!
    Immerhin wollten sie das moderne mit der Tradition und der Natur verbinden.

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