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Garmisch-Partenkirchen entdeckt seine wahre Natur

Garmisch-Partenkirchen Plakat

Garmisch-Partenkirchen stellt sein Erscheinungsbild auf eine neue visuelle Sprache um. Das Maßnahmenpaket sieht auch ein Wechsel auf eine neues Logo vor, das erstmalig Lust auf die Natur zum Ausdruck bringt.

Garmisch-Partenkirchen Logo

Der „Regenbogenberg“ war wahrlich kein Appetitmacher in Sachen Urlaub in der Region, was mich allerdings ebenso davon abhalten konnte dort Wanderungen zu unternehmen, wie viele andere Ausflügler. Aber erst mit dem neuen Signet im Aufnäherstil wird das große Pfund sichtbar, mit dem die Region wuchern kann: die Natur. Das neue Logo zeigt auf, wie man das Thema Natur transportieren kann, ohne auf Standards wie Berge, Bäume oder Landschaftssilhouetten zurückgreifen zu müssen. Alleine die Typografie und der gewollt „grobe“ Look der Bildmarke, die ebenfalls rein typografisch angelegt ist, vermitteln Natürlichkeit und Echtheit und auch das Thema Natur selbst. Das funktioniert überraschend gut.

Garmisch-Partenkirchen Logo

Besonders gefällt mir die Herausarbeitung einer rauhen textilen Struktur in der Bildmarke. Das Logo funktioniert als Aufnäher, als Fahne, Emblem aber natürlich auch in den Standardmedien und innerhalb der Geschäftskommunikation. In der Anzeige haben sich die Gestalter vielleicht beim CD von Mercedes inspirieren lassen. Stern und Schriftzug bilden bekanntermaßen eine Klammer, die das jeweilige Kampagnenmotiv nach oben und unten hin einrahmt. Analog zeigt sich der Aufbau in der ersten Anzeige, die nun für Garmisch-Partenkirchen im Einsatz ist.

Verantwortlich für den neuen Auftritt ist die Werbeagentur Thielker + Team aus Neuwied. Der Relaunch des Webauftritts zieht sich noch bis Februar 2009 hin. Bis dahin muss das alte Konstrukt mit vorgeschalteter Interimsseite halten.

Danke Andreas für den Hinweis.

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Dieser Beitrag hat 54 Kommentare

  1. GAP ist als Markenname für oben schon genannte Klamottenbude geschütz, dewegen keine Verwendung für MArkenneustart möglich.

  2. Die neue Seite ein Schritt nach vorn? Einen ja, aber sonst…..?

    Andere Gemeinden haben es in den vergangenen Monaten vorgemacht und haben einen beeindruckenden Neustart im Online-Bereich hingelegt. Garmisch-Partenkirchen ist auf der Zielgeraden die Luft ausgegangen. Während im Printbereich mit naürlichen und frei wirkenden Farben gearbeitet wurde, die perfekt den neuen Leitspruch aufgreifen, erinnert das Farbspiel der neuen Webseite eher an Firmen aus der Stahlproduktion. Warum mit tristem Grau arbeiten, wenn eigentlich das Entdecken der eigenen Natur angestachelt werden soll?

    Da haben die Jungs von Tramino bei Oberstdorf.de um Längen besser gearbeitet und das nicht nur was den optischen Auftritt anbelangt. Auch bei den Themen Benutzerführung wurde reichlich in Garmisch danebengelangt. Nicht jeder User kann mit Begriffen wie Tag Clouds etwas anfangen und wohl am wenigsten die bisherigen Stammgäste von Garmisch-Partenkirchen.

    Spannend ist auch das erfrischende „du“. Erfrischend insofern, daß es immer wieder spannend ist zu sehen, wie die „Ureinwohner“ sich mit Händen und Füssen gegen diese Art der Ansprache wehren. Die wenigsten fühlen sich tatsächlich gut vertreten mit der neuen Darstellungsweise.

    Zum Disaster wird der Auftritt allerdings im Bereich SEO. Die angeblich optimierte Seite ist auch mehrere Monate nach dem Start noch nicht komplett von Google gecrawlt und indexiert. Das liegt ganz klar an offensichtlichen Fehlern in der Programmierung, die selbst Anfänger-SEO`s vermeiden würden.

    Zum Thema Logo… Auch hier ein gewaltiger Sprung nach vorn, ABER was ist GaPa?
    Ein krampfhafter Versuch um dem Handicap des Doppelnames entgegenzuwirken oder doch ein genialer Schachzug im intelligenten Spiel des neuen Markenaufbaus? Ob das der hochverschuldete Gemeindehaushalt noch zuläßt? Wir werden sehen.

    Alles in allem ein halbgarer Erfolg für viel Geld und langfristigen Lizenzgebühren. Zuletzt stellt sich nur noch die Frage, warum eigentlich keine Einheimische ins Boot des neuen Findungsprozesses geholt wurden?

  3. als ich zum ersten mal den Tourismus – Marketing sonstwas Film gelesen habe, hab ich mich kurmm und schief gelacht, das geht ja mal gar nicht! Da war der von Andy Borg aus dem Musikantenstadl noch besser…
    Auch diese komischen, plumpen Sätze wie „entdecke deine wahre Natur“ finde ich grausam. Selbiges, dass man einfach Geduzt wird. Kann ich nicht haben, sorry.

    ABER:
    Das Logo ist sehr schön und gelungen. Was mich jedoch stört: DA FEHLT DER BINDESTRICH! Kämpften Ga.-Pa. schon seit Jahren darum eine Gemeinde zu sein, splitten sie sich da jetzt zum Wohle der Gestaltung wieder auf?… Bitte, wenns so sein soll.

    Als Partenkrichnerin finde ich das Logo schön, die Webseite aber sehr unfunktional und umständlich. Das geht einfacher. Diese Marketinggags sind auch nicht mein Ding. Und dabei bin ich doch „jung, dynamisch und der Kunde von morgen“!
    Immerhin wollten sie das moderne mit der Tradition und der Natur verbinden.

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