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Frankreich führt Kennzeichnungssystem „Nutri-Score“ für Lebensmittel ein

In Frankreich bekommen es Verbraucher seit April mit einem neuen Lebensmittelkennzeichen zu tun. Damit ist Frankreich nach Großbritannien das zweite Land in Europa, in dem die Kennzeichnung von Lebensmitteln mit Hilfe einer einfachen Farbskala von der Regierung empfohlen wird.

Allzu gerne hätte die französische Gesundheitsministerin Marisol Touraine das neue Kennzeichnungssystem verbindlich vorgeschrieben, wie sie gegenüber der Pariser Boulevardzeitung Le Parisien betont. Die seit Ende 2014 geltende EU-Lebensmittelinformationsverordnung ließ dies jedoch nicht zu. Touraine zählt auf die Konsumenten, die mit ihrer Kaufentscheidung Druck auf die Hersteller ausüben könnten, gesunde Lebensmittel auf den Markt zu bringen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO wertet die Einführung der Lebensmittelkennzeichnung in Frankreich als einen wichtigen Erfolg für die Ernährung in der europäischen Region.

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Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 23 Kommentare

  1. Ich begrüße das Ampelsystem! Vorallem für die Kosumenten, die eben nicht so viel über gesunde Ernähtung wissen wie einige DT-Leser hier. Das ist (leider) doch noch ein Großteil an Konsumenten.

    Die Ampel kann so vereinfacht nie und nimmer die genauen gesundheitlichen Vor- und Nachteile des Produktes darstellen udn genau bewerten – da sind sich alle einig. Eine komplexere “Kennzeichung” würde zu viel Platz wegnehmen oder die “fauleren Konsumenten” irgnorieren das Ding genauso erfolgreich wie die Inhaltsstoffe auf der Rückseite.
    Trotzdem kann sie so simpel eine Orientierungshilfe für die sein, die sich nicht so gut in Sachen Ernährung auskennen! Alle anderen dürfen gerne weiterhin die Inhaltsstoffe durchlesen (ich tu das tatsächlich auch) und die Ampel tut erstmal niemandem weh.

  2. Ich finde es gut, dass eine “Nähwertampel” eingeführt wird, aber wäre das nicht eher was für die Bewertung von Nähmaschinen? ;-)

  3. Wärs nicht auch sinnvoller, neben der Nährwertampel auch eine für künstliche Zusätze einzubauen, bzw. das Ergebnis aus zwei Kategorien aufzubauen? Dann wäre das angesprochene Problem mit dem salz/kalorien/fettarmen Produkt voller Chemie und trotzdem Stufe A nicht da.

  4. Wieso wurde in Frankreich die Bezeichnung “Nutri-Score” gewählt? Klingt irgendwie englisch. Der Begriff wird aber m.W. in Großbritannien so nicht verwendet. “Score” hat aber auch etwas sportliches. Nur die fittesten Lebensmittel erhalten einen hohen Score!

    Wieder ein Vorurteil wenig, dass einem durchs Leben hilft:
    Selbst die Franzosen schaffen trotz aller Bemühungen nicht, ihre Sprache vor schlechtem Englisch zu schützen. Selbst bei ihrem wichtigsten Thema (Vorurteil?) nicht, dem Essen!

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