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Flensburger Pilsener bekommt neues Design

Die Biermarke Flensburger Pilsener wird sukzessive auf neue Etiketten umgestellt. Das gesamte Produktsortiment wurde einem Redesign unterzogen. Zum Maßnahmenpaket gehörte die Überarbeitung sowohl der illustrativen Elemente – die Kogge wurde neu gezeichnet – als auch der verwendeten Schriften.

Flensburger Pislener Etiketten

Zielvorgabe für die Umstellung des Erscheinungsbildes war offenbar die Ausrichtung „Modern Premium Look“. Mit Blick auf die Typografie, die nun eleganter erscheint, kann man dies gerne unterstreichen. Allerdings bewirkt die Hinterlegung mit der Kogge im Stile eines Wasserzeichens das genaue Gegenteil. Es verwässert sprichwörtlich das Design und steht einem klaren Aufbau sowie dem Anspruch eine Premiummarke darstellen zu wollen diametral entgegen. Auch die Neudefinition der Umrandung bewirkt zwar aufgrund der Verjüngung der Linien eine feinere Anmutung, sie lässt das Etikett aber auch spießiger erscheinen, was so gar nicht zum Image der Marke passt. Ich mochte das alte Etikett, bei dem eben kein vollausgebildetes Oval sondern ein stark abgerundetes Rechteck den Rahmen vorgab.

Insgesamt ist das neue Etikett nun deutlich weniger prägnant. Die Marke Flensburger ist seit je her für ihren spröden und markanten Charme bekannt. Dieser “herbwürzige” Eindruck ist weitestgehend verloren gegangen. Ob das aus Sicht der Zielgruppe flenst? Die neue Markenausrichtung – wenn sie denn so definiert wurde, was sich nicht genau sagen lässt, da eine offizielle Pressemeldung nicht aufzutreiben ist, was wiederum nicht gerade für die Website spricht – erscheint mir doch ziemlich fragwürdig.

Peter Langpeter zeichnet für das Redesign verantwortlich. In seinem Blog stellt er die neue Gestaltungslinie im Detail vor.

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 55 Kommentare

  1. Nö, nicht meins, dabei trinke ich Flens echt gern.

    Das neue Logo ist beliebig, viel zu bunt, grazil und verspielt. Das ist ‘ne neue Halbfett-Margarine, aber keinesfalls ein ehrliches *herbwürziges* Bier.

  2. Guter Start – im Endspurt nachgelassen
    Die bierdeckelähnliche Etikettenform, die bisher ja irgendwas zwischen oval und Rechteck mit abgerundeten Kanten war, deutlicher herauszuarbeiten ist in Ordnung. Auch die Illustration zeitgemäßer und leichter zu gestalten ist gelungen. Die neue Typographie ist die logische Fortführung des Bestehenden. Was für mich nicht ganz schlüssig ist:
    – Das Wasserzeichen ist überflüssig und konkurriert mit der Typographie und der Illustration
    – Die Farbumsetzungen sind sehr intensiv. Die Illustration hat es schwer dagegenzuhalten (besonders in den Geschmacksrichtungen Malz und Kellerbier).
    Etwas weniger wäre noch etwas mehr gewesen. Trotzdem alles in allem gut gelöst.

  3. Meiner Meinung nach kommt das neue Design zu verspielt daher. Ich finde auch, dass das Wasserzeichen zu kräftig ist. Den Hintergrund des Schiffes,welches in einem “EI” schippert, hätte man weiß lassen können.

    Fazit: Überzeugt bin ich nicht, obwohl es moderner ist.

  4. Rettungsring mit schiff im lila milka ei.

    Hier wurde auf teufel komm raus an einem klassiker rumgeschoben und gefummelt
    bis der arzt kommt.
    Der arme Peter….hatte wahrscheinlich die “Flens” leute im nacken:
    “trendiger!! frischer!! juengere zielgruppe!!”
    “Mehr wind in die segel der kogge!” “Windstaerke 8!”
    “Dickerer Turm! ”
    “Loewen weiter raushaengen lassen!”
    “Jugendlicheres Wellenmuster!”

    Maaaann maaaann maaaannn.

    Was soll eigentlich der eifoermige “ettikett-abloese-effekt” schatten
    am oberen rand?

  5. Also was ist das denn bitte? MEHR Verläufe, MEHR Bilder, MEHR Texte. Das sind die Grundlagen guter Werbung, denn wie wir alle wissen, ist MEHR eben MEHR. Meine Güte, Leute, was soll der Mist?

  6. Schon wenn man die neue Flens in der Hand hält, bemerkt man die mindere Qualität der neuen Etiketten, sie fühlen sich rau an und kleben nicht mehr gut an den Flaschen. Man kann nur hoffen, das der Inhalt nicht auch noch irgendwann verändert wird.

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