Firefox im neuen Design

Firefox Logo

Firefox, der von der Mozilla Foundation entwickelte Webbrowser, erhält mit dem kommenden Update ein neues Interfacedesign sowie ein neues Logo. Ob sich damit der seit Jahren sinkende Marktanteil von Firefox wieder steigern lässt?

Das für den 14. November 2017 angekündigte Update auf Firefox 57 sei das größte Update in der Historie des Browsers. Erstmals erhält der Browser mit der Bezeichnung „Firefox Quantum“ einen eigenen Versionsnamen – ein ähnliches Prinzip also, wie man es von Betriebssystemen her kennt. Laut Mozilla wurde das Design und die Technik von Grund auf erneuert. Eine neue, minimalistische Benutzeroberfläche namens „Photon“ wird einführt, und mit ihr eine entsprechende Designsprache, für die dieser Tage eine entsprechende Website gelauncht wurde: design.firefox.com/photon/welcome.html

Mozilla bemüht sich sichtlich verloren gegangene Marktanteile zurück zu erlangen. Während Firefox in den USA bereits vor vier Jahren Platz 1 an Google Chrome abtreten musste, ist Firefox nun auch seit diesem Sommer nicht mehr des Deutschen liebster Browser (siehe Abb. unten).

Firefox Logo – vorher und nachher

Firefox Logo – vorher und nachher

Die Firefox-Bildmarke wurde in ihrer Form vereinfacht. Wirklich minimalistisch ist die Fuchs-Globus-Darstellung allerdings auch nach vollzogenem Redesign noch nicht. Die Farben erscheinen deutlich satter, fast grell. Entsprechend dazu sind auch alle anderen im Photon Design System definierten Farben angelegt.

Firefox Website

Browser-Marktanteile Deutschland (01/2009 bis 07/2017)

Marktanteile Browser Deutschland

Marktanteile Browser Deutschland, Quelle: Statista

Mediengalerie

32 Kommentare zu “Firefox im neuen Design

  1. Es schmerzt mich schon ein wenig, denn damals zählte ich zu den ersten Unterstützern und war auch bei der New York Times-Aktion dabei.

    Leider hilft uns „ehemaligen“ Nutzern von Firefox das neue Design kein Stück. Ein Browser ist ein Produktivtool. Leider hat Mozilla das immer noch nicht begriffen und viele der Entwickler von Addons machen einfach nicht mehr mit. Gestern erst habe ich FF auf Version 56 aktualisiert und prompt kam die Meldung dass Firebug nun nicht mehr kompatibel ist. So ist es mir mit vielen Adons gegangen. Und Firebug war der einzige/letzte Grund wieso FF überhaupt noch auf meinem Rechner war. Tschüß Firefox. War schön mit dir.

    Vlt. noch ein Schwenk hin zum Thema: Die Logoüberarbeitung geht in Ordnung. Tatsächlich gefällt mir die neue strahlendere Farbgebung gut. Das Design des Browserfensters hat sich über die Jahre immer weiter an Chrome angenähert und das fand ich persönlich schade. Denn mit Chrome bin ich bis heute nicht warm geworden. Diese unsäglichen über der Adresszeile liegenden Tabs. Gut dass es auf dem Mac noch Safari gibt.

    • Soweit ich weiß, wird das Firebug-Addon schon länger nicht mehr weiterentwickelt, statt dessen sind diese Funktionen jetzt mit den Developer Tools direkt in Firefox eingebaut:
      https://blog.getfirebug.com/2016/02/08/merging-firebug-into-the-built-in-firefox-developer-tools/. Damit komme ich zumindest gut zurecht und es ist gefühlt schneller als das Addon. Für viele aktuelle Addons wird es auch ab Firefox 57 kompatible Addons geben, aber ob dann auch viele ältere ungepflegte, aber nützliche Addons wegfallen, wird sich zeigen …

      Ansonsten geht es mir ähnlich: Das neue Logo gefällt, das Design ist mindestens gewöhnungsbedürftig, aber am Ende entscheidet bei einem Browser immer die Funktionalität (Geschwindigkeit, Stabilität, Anpassbarkeit, …).

    • Haben sie die letzten 6 Monate geschlafen? Das Firebug nicht mehr weiterentwickelt wird, ist bei richtigen „Entwicklern“ seit Ewigkeiten bekannt und in FF selbst wurde das mit Riesenhinweisen verkündet. Das wäre so als würden Sie sich darüber aufregen, dass die Mauer gefallen ist. Da kommen Sie leider etwas zu spät. Und unter richtigen Entwicklern wird eh die Konsole benutzt. Die hat Tausend mal bessere Funktionen als der alte Firebug.

      Gruss von einem Entwickler, der in ALLEN Browsern sein Ergebnis testet, auch wenn ihm nicht alle Logos gefallen.

      • Dem kann ich nur zustimmen, die integrierte Entwicklerkonsole ist ansprechender als das früher häufig empfohlene Firebug. Davon hört man seit längerer Zeit nur noch sehr wenig.

    • Was bitte ist denn mit „Produktivtool“ gemeint? Was vermissen Sie denn am Browser?

      Ich habe übrigens bereits die Beta zu Version 57 installiert und bin sehr zufrieden damit. Schön minimalistisch und aufgeräumt. Und wer es mag, kann den Browser auch noch selbst anpassen.
      Der Browser ist auch merklich schneller.

  2. @DerSiedler: findest du denn Firebug immer noch den internen Entwicklertools von Firefox überlegen? Ich habe vor einigen Jahren schon um gestellt und nach einer kurzen Umgewöhnungsphase habe ich einfach nichts vermisst, und inzwische sind die internen Werkzeuge – auch prinzipbedingt – einer addon-Lösung einfach überlegen, speziell wenn’s etwas in die Tiefen geht und nicht nur DOM und CSS angesehen werden (was man natürlich die meiste Zeit über tut).

    Abseits von Entwickler-Anforderungen: welcher Browser ist denn (noch) ein „Produktivtool“? Chrome nicht, Opera nicht mehr, Safari schon gar nicht … man muss schon in den Exotenbereich schauen um was zu finden …
    Aktuell ist Firefox selbst mit Version 57 noch mein Favorit – einige Addons sind schon in neu umgesetzt, auf andere kann ich aktuell sogar verzichten, die sind eher dabei weil sie halt immer dabei waren. So wie es in der Beta aktuell aussieht ist 57/Quantum wirklich deutlich schneller also noch Version 56 … d.h. sie sind leistungstechnisch wieder auf Ballhöhe, und das ist wirklich wichtig.
    Design im Sinne von Optik … ist mir ehrlich gesagt bei einem Browser ziemlich egal – so weit im Hintergrund wie möglich bitte, und die Werkzeuge auf Abruf bereit.

  3. Ich bin zu Chrome gewechselt, weil der auch alle wichtigen Plugins wie FF hat, dafür aber 1000x schneller ist. FF war mal gut, wurde aber immer langsamer und irgendwann waren die Nutzer halt weg.

    Zum Logo fand ich das hier ganz passend:
    https://uploads.disquscdn.com/images/47918c66ec8f76a154acc078386a9548e1f4c9b1045d8a00da338a25764211dc.png?w=800&h=264

    Stetige Reduzierung von Details und Verläufen, in ein paar Jahren dann:
    https://uploads.disquscdn.com/images/3aaa8639e11cb4df3fe5966e55534e7bc3f17d4d21e4c2b948c8cb767e044743.jpg?w=800&h=370
    ;)

  4. Das überarbeitete Logo gefällt mir recht gut, wenn ich auch den Schwanz den Fuchses jetzt fast ein wenig zu „realistisch“ finde, bzw. zu wenig Feuer-artig. Da geht auch ein Stück Geschichte verloren, ich kenne den Browser seit seinen allerersten Tagen als er noch Phoenix und dann Firebird und schließlich Firefox hieß und die F.A.Z. mit Version 1.0 eine tolle spendenfinanzierte Anzeigenkampagne gemacht hatte. Das war Aufbruchstimmung!

    Ich hoffe nur, dass der Browser bei der starken Konkurrenz relevant bleiben kann. Finde ich wichtig. Ein gutes Design (Logo und UI) sind hier sehr wichtig und da glaube ich, könnte das Interface wesentlich besser aussehen. Zur Zeit ist Edge mit seinem Äußeren der modernste Browser, da könnten sich die anderen etwas abschauen.

  5. Ab Firefox 57 laufen 98% meiner installierten Add-ons nicht mehr und ob es für die jemals eine Version gibt die ab Firefox 57 läuft ist fraglich.

    Da müsste man dann auf eine ESR-Version 52.x.x umsteigen und hat dann noch bis zum März bzw. Juni 2018 eine Gnadenfrist.

  6. „Modernes“ Design folgt nun seit ca. 100 Jahren dem Motto „form follows function“, was bisweilen zu derart staubtrockenen Ergebnissen führt, dass man sich schon fragen kann, wo da noch der Begriff „design“ angebracht ist, beispielsweise bei manchem Möbelstück.

    Dort, wo dieses Motto die wichtigste Richtschnur sein sollte, wird dieses aber zunehmend ignoriert. Nämlich bei Software. Jeder zusätzliche „Mausweg“, jeder zusätzliche Klick, jeder schlechte Kontrast, jedes Untermenü das erst aufgerufen werden muss, kostet die Nutzer Zeit, setzt sie bei Zeitdruck unter unnötigen Stress und – nicht unwichtig – belastet Augen und Maushand, bei stundenlanger und tagtäglicher Bedienung.

    Mozillas Firefox wurde einst im Kern populär, weil er dem überladenen, verschachtelten, unergonomischen IE eine aufgeräumte und leicht anpassbare Bedienoberfläche entgegensetze, „Funktionsdesign“ wenn man so möchte. So folgte beispielsweise der Aufbau der oberen Leiste der Tab-Funktion.

    In den letzten Jahren hat Mozilla das aber zunehmend aus den Augen verloren und alte Fehler wiederholt, die MS schon beim IE machte. Wer die neueste Version frisch aus dem System installiert wird erst einmal von aufpoppenden, klicki-bunti Fenstern und einem sicherlich gut gemeinten Fuchs-Assistenten und lauter Icons und Submenüs mit Icons usw. erschlagen. Und überall verbirgt sich noch ein weiteres Subicon für Sub-Einstellungsmenüs, die ihrerseits untergliedert sind und hastenichgesehen und all das folgt nicht einmal einer stringenten Designsprache oder einem durchgehenden Layout.

    Kurzum – schrecklich. Und dieses „neue“ Design ändert daran leider gar nichts, sondern mutet zu allem Überfluss den Bestandsnutzern, die sich in all den oben genannten Unzulänglichkeiten trotzdem eingerichtet haben und dem Firefox bisher treu blieben, eine Umstellung und Umgewöhnung zu, die viele dieser Nutzer dazu nutzen dürften, bei der Gelegenheit gleich den Browser zu wechseln.

    Ironischerweise zeigt derzeit v. a. Microsofts Edge wie es geht, man hat den unrettbar vermurksten IE einfach aufgegeben und einen komplett neuen Browser entworfen, der in Technikbenchmarks überzeugt, aber v. a. ein sehr übersichtliches, stringentes, selbsterklärendes und einheitliches Design und Layout verwendet.

    Vielleicht sollte sich Mozilla daran ein Beispiel nehmen und statt eine Firefox Version Drölfzillionen einen Neofox 1.0 rausbringen, dessen Design sich zu den alten Stärken zurück besinnt. Form follows function!

    • Neue Versionen unter neuem Namen bringen im technischen Bereich gar nichts. Solange die Art des Produkts und die Firma dasselbe bleibt, bleibt auch das Ergebnis und das Image im Kopf dasselbe. Edge ist für die meisten ja auch kein neuer Browser, sondern weiterhin der Internet Explorer, nur mit anderem Namen. Eher macht mans nur schlechter, weil viele dann denken, dass man dadurch Mängel kaschieren will. In Technikforen regen sich ja eh bei jeder Designänderung alle auf nach dem Motto „haben die bei Mozilla nichts besseres zu tun als ständig das Design zu ändern? Die sollen mal den Browser besser machen“

  7. Natürlich ist Mozilla klar, dass ein neues Fuchs-Logo und ein neues Interface allein nicht hilft.
    Für so dumm schätze ich die Jungs und Mädls von Mozilla nicht ein.
    (Andere Designkunden schon bei allem Respekt, nach vielen Jahren in der Branche muss ich das so sagen, leider …)

    Habe mir jetzt nach Lektüre der Moz-Kommentare ;-) flugs die Beta/Developer-Version Firefox Quantum („doppelt so schnell“) installiert.

    Ein Quantum Trost wie im James-Bond-Film oder ein Quantum Respekt und weiterhin positive Neugier (statt Gejammere über das alte Firefox) haben sich die Mozillisten mindestens verdient.

    Den Firebug kann man übrigens trotzdem auf den aktuellen Firefox drauftun, falls es einem nicht geheuer ist, den Firebug in den Developertools herumschwimmend zu wissen. Muss man eben ein wenig tricksen.

    Ich liebe als Designer aktuell vor allem das Schrifttool auf Chrome und FF.

    Und mit Opera kann man privat bei unserer elenden Micker-City-Bandbreite am besten streamen …
    Die Zukunft: Für jeden Zweck ein extra Browser… wenns schee macht …

Pingbacks

Kommentar verfassen

Folgende HTML-Elemente können verwendet werden: <b> <i> <img src="meineurl"> <a> <blockquote>