FIFA Markenlogos

FIFA Markenlogos

Offensichtlich war der Entwurf für das Logo der Fußball-WM 2010 in Südafrika so etwas wie ein Wegbereiter für eine einheitliche Sprache der Markenlogos. Nachdem bereits einige Ableitungen kreiert wurden, präsentierte man letzte Woche das Signet für den ConfedCup 2009 – auch Konföderations-Pokal genannt –, der ebenfalls in Südafrika stattfinden soll.

Die Einheitlichkeit hat einen hohen Preis. Das Einzigartige geht nämlich verloren. Die Vorgaben sind mittlerweile so streng, dass die Chance für originäre Logoentwürfe zukünftig sehr schlecht stehen. Ein Designtrend, den man auch beim IOC beobachten kann, das die Gestaltungsauflagen für olympische Markenzeichen deutlich strenger formuliert, als noch vor Jahren.

16 Kommentare zu “FIFA Markenlogos

  1. Ja, es ist gruselig, diese „Logos“ zu sehen. Die FIFA hat viel zu strenge Regeln, die Logos sind unruhige, überladene, typografisch traurige, unkreative und schlecht einprägsame, bunte Bildchen. Schade, wo Fußball doch etwas so Schönes ist und genug originelle Gestalter ihre Region repräsentieren könnten.

  2. Also, das hier als „Designtrend“ zu bezeichnen, halte ich für ein wenig hoch gegriffen; das ist einfach eine bürokratische Vorgabe von Leuten, die nichts von dem verstehen, wofür sie zuständig sind.

  3. Hm, ich mußte irgendwie sofort an Hanuta-Sammelbildchen denken.

    Warum kann ich in den Kommentaren eigentlich keine Bindestriche benutzen?

  4. Ist Chaos gleich Sport? Mir sind die alle zu unruhig. Vielleicht vom Thema her ansatzweise interessant od. passend: „Grain Edit“ bzw. „ISO50“ erinnern zur Zeit an die WM ’78 in Argentinien (und suchen nach dem Künstler hinter dem offiziellen Plakat).

    Schon deswegen interessant, weil man damals noch ohne Logo(wettbewerb) etc. auskam und, wie ich finde, trotzdem alles wichtige transportiert. Also um ehrlich zu sein gab es damals natürlich schon auch ein Logo (vgl. Wikipedia). Allerdings ist das so derart schemenhaft bzw. reduziert untergebracht, dass es eine wahre Freude ist. Toll!

    PS: die Umsetzung des Confed-Logos gefällt (aber auch da hätte man imho ohne den Intel-kram, Ball-Muster, Schwung und was es alles sein soll auskommen können).

  5. Das war ein Griff ins Klo! Sehr schade- Wo doch im Fussball so viel möglich ist…
    Zumindest im Bereich Design kann die FIFA doch mal das Reglement auflockern – schließlich geht es ja weniger um den Wiedererkennungswert als viel mehr um Image und Emotionen!

    Der „Toyota“-Banner beim Japan 2007-Plakat setzt dem ganzen noch die Krone auf: Denn wer in ein „Logo“ oder in dem Fall besser gesagt: Key Visual noch Werbung einbaut, der hat nicht mehr alle Stollen am Fussballschuh!

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