71 Kommentare zu “ffn untersagt gemeinnützigem Verein die Verwendung seines Logos

  1. @ MadJ

    Es geht nicht darum, das Logo mit einer “Zukunftsweiterentwicklungsschutzsphäre” zu versehen, sondern um die nun einmal vorhandene visuelle Alleinstellungskraft des Signets, egal wie bieder, hässlich oder altmodisch es sein könnte. Anscheinend ist es dem Radiosender gelungen, durch die pure Gestaltung das Logo als Identitätsmerkmal stark an sich gebunden zu haben, so dass selbst schon leichteste Abwandlungen dem Sender zugeortet werden, indem beispielsweise (durch mich) intuitiv vermutet wird, es könnte sich um eine Modernisierung seines Logos handeln oder aber, was @ Jan assoziiert, dass der Sender ein Festival mit angewandeltem Logo plant.

    Nichts besser als ein solch funktionierendes Identitätsmerkmal – Job well done, was will man mehr?

    Das Logo zwingt somit zu einem sehr weiten “Gestaltungsabstand”, will man in der Region mit dem Doppel-F werden. FreiFeld ist das leider nicht gelungen, die eingelegten Rechtsmittel sind daher nachvollziehbar, auch wenn sie “hart” anmuten. Klare Marktregeln gelten für alle, egal ob “heiliges Kinderkrebskrankenhaus” oder “garstiges Heuschreckenfinanzbanksterinstitut”.

  2. Sorry, aber das Argument, es gäbe eine Verwechslungsgefahr, weil beide Logos mit einer ff-Ligatur beginnen, ist doch einfach nur an den Haaren herbei gezogen. Es gibt in der Lateinischen Schrift nunmal nur 26 Minuskeln und vielleicht ein Dutzend möglicher Ligaturen (von denen ff eine ist). Man kann doch nicht ernsthaft davon ausgehen, dass der, der ein solches drei Kürzel das erstemal in einer Allerweltsgrotesk setzt, auf immer und ewig die Rechte daran hat?!

    Wenn es wirklich wahr ist, dass ffn sogar dieses völlig stilfremde Logo gerichtlich verbieten lassen konnte, fragt man sich echt, ob sich die zuständigen Gerichte überhaupt bewußt sind, was für einen Schaden sie mit dieser weitgefassten Schutzauslegung anrichten? Im Endeffekt führt das nämlich nur dazu, dass sich das finanzstärkere und rechtlich skrupelloserer Unternehmen gestalterisch durchsetzt und findige Anwälte ein neues Betätigungsfeld bekommen.

    Ich find es eh problematisch, dass im Bereich des Corporate Designs das Urheberrecht mittlerweile fast vollständig durch das Geschmacksmuster- und Markenrecht verdrängt wurde und man bei der Erstellung eines neuen Zeichens eigentlich in juristische Tiefen vorstoßen müsste, die sich gerade viele kleine Unternehmen weder leisten wollen noch können.

  3. @ Martin:

    Noch diffuser geht deine Argumentation nicht? Das ffn-Logo arbeitet zwar mit lateinischen Minuskeln mit Inhaltsbezug über die Abkürzung “ffn” als lesbares grafisches Element, aber das war es dann auch schon!

    Ein Logo lebt von kreierten Details, die Assoziationen auslösen, das geht deutlich über die schnöde Widergabe von Buchstaben hinaus! Und hier bildet die Doppel-F-Ligatur eine visuelle Einheit, die als zeichnerisches Element zusätzliche Wirkungsmechanismen bekommt. Das ist eine der Kernaufgaben eines zu entwerfenden Logos, das mit Buchstaben/Abkürzungen arbeitet. Da kommt es manchmal auf feinste Nuancen an, seien es ein Winkel, ein Bogen, ein proportionales Verhältnis usw. usf.

    Ich muss jetzt nicht noch weiter den Erklärbär geben, oder … denn das weißt du alles selbst hoffentlich auch, ich trau’ dir das zu ;-)

  4. Könnte es sein, dass es bei Radio ffn auch hinsichtlich des “ff” im Logo Unklarheiten gegeben hat? Es scheint mir fast so. Das Kürzel “ff” wird heutzutage u.a. auf dem Microblogging-Dienst Twitter für den sog. “Follow Friday” benutzt, ist also seit einiger Zeit recht poulär.

    Ich unterstelle mal pauschal, dass den Verantwortlichen bei ffn das nicht bewusst war und man dort alleine den Markenschutz im Auge hatte. Man ist ja – anders vielleicht als die Moderatoren – nicht im Tagesgeschäft. Und so kam das Eine zum Anderen, weil man noch dazu ein blaues Eckchen für ein “n” gehalten hat.

    Fazit: Generation Print/Radio gegen Generation Internet. Hauptsache man verträgt sich.

  5. @Andere_Ansicht Deine Ansicht scheint Dir ja selbst nicht geheuer zu sein, denn sonst hättest Du dich nicht hinter der Anonymität versteckt. Wer gegen den Strom schwimmt – eine Haltung, für die ich viel Sympathie hege –, sollte gute Argumente haben, damit er dem Druck stand hält. Offen gesagt kann ich diese in Deinen Kommentaren nicht erkennen. Beispiel: „…zweitrangig, welche Farben ins Spiel kommen, denn Logos werden heute immer auch invers angelegt“. Für die Beurteilung der beiden Logos spielt es keinerlei Rolle, ob gemeinhin Logos auch invers gesetzt werden. Offenbar wird das Freifeld-Logo in erster Linie in weiß vor einem farbigen Hintergrund, das ffn-Logo jedoch in der Regel farbig auf weißem Hintergrund gesetzt. Bezogen auf den Markenschutz ist der Regelfall entscheidend, nicht die Ausnahme.

    Von „leichtesten Abwandlungen“ kann in diesem Fall zudem nicht die Rede sein. Die Unterschiede sind, wie schon ausgeführt, signifikant. Hier geht es nicht um irgendeine, Deine, meine Intuition, sondern um eindeutige Kriterien, nach denen beide Logos bewertet werden, in der Sache fair, möchte ich ergänzen. Wer diese Kriterien anwendet, wird mehr Unterschiede erkennen als Gemeinsamkeiten.

    Mit dem Begriff „Abwandlungen“ unterstellst Du überdies, bewusst oder unbewusst, dass das Freifeld-Logo sich auf die Form des Senderlogos bezieht oder, um es anders zu formulieren, direkt abgekupfert wurde, was eine ebenso dreiste Behauptung ist, wie die des Senders, die Ähnlichkeiten beider Logos seien zu groß.

    Größer könnte der von Dir genannte „Gestaltungsabstand“ nicht sein. Folgt man Deiner Argumentationslogik, müsste jedes Unternehmen, das ein „ff“ im Namen trägt, befürchten, von dem Sender abgemahnt zu werden.

    Der Sender war nicht gut beraten, die Unterlassungserklärung abzusenden. Der Image-Schaden ist mittlerweile weit aus größer als der bezifferte Streitwert. Und das war absehbar. Der Fall zeigt eindrücklich, dass man zuweilen den Wunsch nach Markenschutz unterdrücken sollte. Die Co-Existenz von Logos, selbst wenn diese ähnlich sind, wovon hier keine Rede sein kann, ist möglich!

    Schaut man sich an, wie ffn auf Facebook auf die Sache reagiert, muss man attestieren, dass es dem Sender nicht nur an Social-Media-Kompetenz mangelt, sondern auch an etwas völlig naheliegendem: gesundem Menschenverstand.

  6. Hallo allerseits,

    ich tue mich persönlich auch schwer, einem gemeinnützigen Verein, der zudem Kultur unters Volk bringt – mir also per se sympathisch ist – sein Logo nicht zu gönnen, falls es Markenrechte verletzt.

    Dann sehe ich die diversen Parallelen: ff und die obere rechte Ecke betont (also z.B. eben nicht wi freidfeed- oder facebook-Logos/Icons, die ich auch gerne mit etwas Polemik gewürzt in den Topf geworfen hätte)… ja, es gibt Parallelen, die deutlich sind, die Ecke oben rechts könnte zudem nach gewissen Sehgewohnheiten auch wie ein “n” gelesen werden. Man schaue sich mal das MIT-Logo an, dessen mal von der Leibniz-Uni Hannover versehentlich übernommen wurde.

    Dann denke ich: ja, man könnte freifeld für ein Re-Design von ffn halten. Ich persönlich würde sogar sagen: ein sehr elegantes (weshalb es dann wiederum schlecht wäre, denn ffn ist ja kein Kulturkanal ;-) ).

    Dann kommt mein durchaus amateurhaftes juristisches Wissen ins Spiel, mit einem Anwalt, wie in freifeld konsultiert hat, kann ich sicherlich nicht mithalten. Wie meines Erachtens zurecht andere vor mir bereits bemerkten, gibt es durchaus große Unterschiede, also würden die typischen Sutzrechte für Kreaitvleistungen hier sicherlich auch nicht greifen: Urheberrecht ist ohnehin für Signets richtig schwer zu erreichen (sehr hohe Schöpfungshöhe) und das Geschmacksmuster griffe natürlich ganz und gar nicht, denn es schützt nur die eine konkrete Ausformulierung der Gestaltung.

    Markenrecht wird hier aber ins Feld geführt. Da rate ich ohnehin immer zu Fachanwälten zu gehen. Es wird schnell vertrackt. Zum Beispiel muss ein markenführendes Unternehmen doer ein Verein oder eine Person die eigene Marke auch aktiv schützen, um weiterhin markenrechtlich abgesichert zu sein. Nach Aussage von fff wählte ffn einen sehr kräftigen, juristschen Weg. Die Forderung einer Unterlassungserklärung + ein Streitwert klingt nach Abmahnung, die modifizierte Version könnte eine Unterlassungerklärung ohne Anerkennung der Zahlungspflicht gewesen sein. Hier ist fff leider diffus, denn so ist die Faktenlage: ffn forderte ein Ende der Logonutzung, fff stimmte zu – das ist nicht “verbieten”. Man darf allerdings davon ausgehen, dass ffns Vorgehen einschüchternd wirkte und wirken sollte. eigentlich schade, dass es geklappt hat, denn die Vereinsvorstände hätten ja nicht für einen möglichen negativen Ausgang des Verfahrens gehaftet, sondern schlimmstenfalls hätte der Verein liquidiert werden müssen und ein anderer hätte die gute Arbeit dann weiterführen müssen/können…

    Und hier kann mensch sich mal wieder ärgern, wie eine solche Abmahnung genutzt wird. Denn ffn war dann offenbar recht geschmeidig zu einer Einigung und gewissem Entgegenkommen bereit, auf gut Deutsch: das eigene Ziel erreicht um den Preis der Anwaltskosten für den initialen Schriftwechsel. Das ist günstig, falls es sehr strittig ist, ob die Marke hier wirklich verletzt wurde. Und wenn die mehrheitliche Wahrnehmung ist, dass es nicht mit dem jetzigen ffn-Logo verwechselbar ist, sondern wie eine mögliche Redesign-Version, dann scheint mir die Chance gegeben. TfN wiederum zeigt, dass selbst sehr abweichende Gestaltungen mit Verweis auf “Faxübertragung” gerichtlich zugunsten von ffn ausgefallen sind. Dort war übrigens eine Modifikation möglich, die auch den urspünglichen Charakter des eigenen Logos erhielt: http://www.tfn-online.de/spielplan.html

    Vielleicht entsteht statt oder parallel zur Aufregung über das Goliath-Gebaren von ffn auch kreative Energie, um das jetzige fff-Signet zusammen mit Alexandre Jasionowski in noch höhere Sphären zu bringen…? Dass er meint, des Plagiats bezichtigt worden zu sein, ist ähnlich knapp vorbei, wie die Behauptung, dass ffn fff was verboten hätte.

    Wer hat Lust? Stöckchenwerfen oder ein Kreativ-tumblr für ff?

    Einen schönen Abend allen!
    Friederike

  7. @ Achim Schaffrinna:

    Nur weil hier über zwei Logos debattiert wird und ich nicht gleich komplett mit bürgerlichem Klarnamen auftrete, müssen Sie doch nicht sofort mit der klandestinen Verunglimpfungsmethode schlussfolgern, “Deine Ansicht scheint Dir ja selbst nicht geheuer zu sein, denn sonst hättest Du dich nicht hinter der Anonymität versteckt.” Dass man anonym/synonym im Netz unterwegs sein möchte, ohne gleich ein ruchloser Versteckhansel sein zu müssen, ist doch nun hinreichend genug erörtert, als dass es – je nach Bedarf – nicht immer wieder aufs Neue als “faule Argumentationskeule” aus dem Sack geholt werden muss. Sie mahnen Fairness an – bleiben Sie bitte auch fair!

    Und die mir unterschobene “dreiste Behauptung”, das Logo sei abgekupfert worden, ist gleich der nächste Versuch, mich mit subtilen moralischen Angriffen (“dreist …”) zu diskreditieren. Geht der Ball auch flacher? Ihre emotional festgezurrte Parteiigkeit zugunsten des zugegebenermaßen moderneren Signets von FreiFeld dampft aus jeder Ihrer Zeilen. Wie wäre es mit Abwägungs-Denken statt unverhohlener Einseitigkeit, die hinter immergleichen Referatsschleifen versteckt wird?

    Was das “Abkupfern” angeht, so unterstelle ich das dem Grafiker durchaus, nur eben in abgeschwächter Form, weil dieses signifikant einprägsame ffn-Logo in den Gehirnarchiven eines Grafikers eben nun mal bereits ewig herumliegt. Da ist eine Bezugnahme auf dieses Logo sehr wohl denkbar, egal ob bewusst oder unbewusst.

    Und gern wiederhole ich mich nochmal: Dass mir das FreiFeld-Logo gleich zuallererst “versehentlicherweise” als aufgefrischter Relaunch des ffn-Senders erschien, ist das doch der beste Beweis für die enorme Wirkkraft und Einprägsamkeit dieses Logos, egal wie hässlich es sein mag. Glück und Pech zugleich! Da spielen Farben dann eben doch nur noch zweite Geige, weil die wichtigsten Elemente des Logos, die 3 Buchstaben “ffn” – hier irrtümlicherweise – als grafisch abstrahiert wahrgenommen werden könnten als nun weißes Doppel-F und blauer Winkel – sehr wohl – für das “n”. Der Sender ist nun mal landesweit bekannt und FreiFeld nun mal weitestgehend unbekannt, auch dieses Ungleichgewicht muss bedacht werden.

    Hätten Sie die beiden Logos auf Ihrer Webseite in der klassischen Vorher-Nachher-Positionierung nebeneinander gestellt und hätte es sich bei dem FreiFeld-Logo (gedankenspielhalber) diesmal um ein Upfresh des angejahrten ffn-Logos gehandelt, ich hätte das als eine stimmige Weiterentwicklung komplett angenommen.

    Quod erat demonstrandum.

  8. Anscheinend hält sich FFN selbst für so identitätslos und uneinprägsam, dass sie ihren Zuhörern nicht zutrauen, dass diese sich den Namen des Senders merken können und diesen und das Logo auch wiedererkennen können.

  9. @Andere_Ansicht: Wissen Sie, wie lange es her ist, dass ich ein komplett anonymisiertes Facebook-Profil gesehen habe, ohne Bild und jegliche weitere Infos? Ich kann es Ihnen sagen: Noch nie. Nicht ein einziges Mal. Und da soll es ein Zufall sein, dass Sie gerade jetzt dieselben sehr scharf formulierten Beiträge sowohl anonym im Designtagebuch als auch auf Facebook posten? Mir kommt das nicht koscher vor. Ich stehe zu meiner Arbeit mit Namen und Gesicht und erst, wenn Sie in dieser Form auch zu Ihrer Kritik stehen, werde ich mich mit Ihnen und Ihren Einlassungen auseinandersetzen.

    @Achim Schaffrina: Vielen Dank für die sachkundige und ausführliche Replik auf die Einlassungen von Andere_Ansicht. Ich stimme vollkommen zu.

    @ Friederike: Eventuell sind Ihnen trotz offenbar guter Kenntnis der Faktenlage die ersten beiden Stellungnahmen seitens ffn auf Facebook entgangen: „(…) die Veranstalter werben mit diesem Logo auf dem Bild – nach was sieht denn das bitte aus, wenn nicht nach „ffn“? Natürlich gehen wir dagegen vor.“ sowie „(…) wenn jemand mit unseren Markenrechten hausieren geht, (…) Zur Beruhigung, ihr seid nicht die Ersten, auch „TfN“ hatte es mit einer Logo-Kopie versucht und den Rechtsstreit verloren (…)“. Erklären Sie mir gerne, was Sie darin lesen, wenn nicht den Vorwurf eines absichtlichen Plagiats. Davon abgesehen bin ich in meiner o.g. Stellungnahme durchaus auf mein Verständnis des konkreten juristischen Vorwurfs eingegangen. Allerdings hatte ich zu diesem Zeitpunkt bereits die obigen Facebook-Posts von ffn gelesen.

  10. @ Alexandre Jasionowski:

    1.) Es gibt unzählige anonyme Tot-Accounts bei Facebook, da ist absolut nichts Anrüchiges dabei. Und ich habe meines (übrigens seit Jahren schon) lediglich deswegen eingerichtet, weil ich die Möglichkeit haben muss, hin und wieder in Facebook Einsicht zu bekommen (z.B. aus beruflichen Gründen), wozu ich zwingend “angemeldet” sein muss, auch das ist nichts Anrüchiges. Ansonsten habe ich persönlich mit Facebook nichts am Hut. Punkt. Wo ist also Ihr Problem, habe ich mich erschöpfend gerechtfertigt?

    2.) Ich bin öfter auf DesignTagebuch als auf Facebook. Dort bin ich auf die Auseinandersetzung um Ihr Logo gestoßen und habe mich spontan beteiligt, weil ich die “parteiisch-schluchzenden” Lamentos der Thread-Kommentatoren als einseitig und unreflektiert wahrgenommen habe. Und da unentwegt auf Facebook verwiesen wurde, habe ich meine Kommentare von hier nachträglich eben auch dort gepostet, weil der ganz große Multiplikator heutzutage wohl immer mit im Spiel sein muss (wie gesagt, ich brauche Facebook persönlich nicht!).

    3. Sie haben eine Kampf verloren und lecken nun mit Hilfe anderer unentwegt Ihre Wunden. Ja ich weiß, wie ärgerlich, schmerzhaft und frustrierend es ist, eine solche Erfahrung machen zu müssen. Nehmen Sie es sportlich und lernen Sie daraus, anstatt andere Menschen persönlich in Misskredit zu ziehen, nur weil Ihnen deren private biometrische Daten nicht gleich zur Verfügung stehen. Dann werden Ihre nächsten Logos vielleicht sogar noch besser.

    4. Der Betreiber dieser Seite, Achim Schaffrina – der mich ja in diesem Thread ebenfalls der Heimlichtuerei zichtigt – hat übrigens sehr wohl Kenntnis von meiner persönlichen E-Mail-Adresse, denn die muss ich ja stets eingeben, um hier posten zu können. Und daher müsste er über meine Identität Bescheid wissen, denn ich hatte vor 2 Jahren persönlichen E-Mail-Verkehr mit ihm, die lief exakt über die selbe Mail-Adresse von mir. Mal einfach nachguggen.

    Sie sehen, Herr Jasionowski, Ihre Schmollerei läuft ins Leere.

  11. @ Alexandre:
    Lass gut sein, 99 % sind auf der Seite des Freifeld e.V. und Dir und halten diese Markenrechtsverletzung für völlig an den Haaren herbeigezogen.

    Und ja, die Menschen gehen mit unterschiedlichem Blick durch die Welt und manche sehen
    zwischen diesen beiden Logos auch eine große Ähnlichkeit – was mir auch völlig unklar ist – manche schauen aber auch einfach nicht genau hin, andere wiederum hören FFN … ;)
    Wenn die Typo des ff vom Frevelt-Logo analog des FFN Logos wäre, könnte ich das ja noch ansatzweise verstehen, aber vernünftig betrachtet ist diese Aussage völlig haltlos und hätte
    meiner Meinung nach vor keiner Gerichtsinstanz bestand – Schade, aber sehr verständlich,
    dass Freifeld e.V. diesen Kampf nicht annimmt und sich vllt. auch mit Hilfe von ein paar Spenden einen guten Fachanwalt besorgt – ich bin mir sicher dass FFN dann irgendwann von alleine zurückrudern würde – die Aussichten sind doch einfach zu klar. Man kämpft hier ja nicht gegen Apple, die runde Ecken patentiert haben =) Und die Juristen von FFN haben doch von Anfang an damit kalkuliert, dass der kleine Verein kalte Füße bekommt und darauf eingeht. Was es Ihnen außer viel negative Presse bringt ist eine andere Frage, vllt haben Sie Langeweile in der Abteilung, man weiß es nicht. Als oberste Instanz würde ich komplett ausrasten und die Verantwortlichen der Abteilung sofort rausschmeissen, es sei denn ich bin so blöd, und habe das Spiel von Anfang an mitgetragen.

  12. Vielleicht sollte man klarstellen, dass für eine Verwechslungsgefahr im markenrechtlichen Sinne nicht alleine die Identität oder Ähnlichkeit des fraglichen Zeichens maßgeblich ist.

    Im Wesentlichen sind dabei nämlich drei Faktoren zu berücksichtigen.

    1) die Identität bzw. Ähnlichkeit der Waren und Dienstleistungen, für welche die fraglichen Zeichen eingetragen bzw. benutzt werden.

    2) die Ähnlichkeit der in Rede stehenden Zeichen

    Und

    3) die sogenannte Kennzeichnungskraft des älteren Zeichens, worunter im Wesentlichen die Bekanntheit des Zeichens zu verstehen ist.

    Dabei ist keine schematische Betrachtung vorzunehmen, sondern eine Gesamtabwägung anzustellen, wobei beispielsweise eine geringe Ähnlichkeit der Zeichen durch eine größere Ähnlichkeit oder gar Identität der Waren bzw. Dienstleistungen ausgeglichen werden kann oder beispielsweise von überragend bekannten Zeichen (bspw. Apfellogo von Apple) im Hinblick auf die Kriterien zu 1) und 2) ein möglichst großer Abstand gehalten werden muss.

    Dies zu Grunde gelegt, hat man vorliegend – je nachdem für was ffn seine Marke eingetragen hat (die Recherche des dpma funktioniert gerade nicht) – identische bzw. jedenfalls sehr ähnliche Dienstleistungen.

    Im Hinblick auf die Zeichenähnlichkeit ist der Gesamteindruck maßgeblich und zwar so, wie er bei dem gewöhnlichen Adressaten (mit anderem Worten dem Radiohörer/Festivalbesucher) entsteht. Nicht maßgeblich ist insofern der typografisch geschulte Experte. Auch ist zu berücksichtigen, dass man sich normalerweise eher Ähnlichkeiten als Unterschiede merkt.

    Insofern würde ich in Bezug auf die beiden Zeichen sagen, dass durchaus Ähnlichkeiten bestehen, denn das doppelte ff ist in dem Logo schon sehr markant und auch der Rahmen mit einem grafischen Element in der rechten oberen Ecke ist bei beiden Zeichen ähnlich.

    Hinzukommt, dass mindestens 2/3 der dargestellten Buchstaben identisch sind, mit ein bisschen Fantasie sogar zweimal ffn gelesen werden kann.

    Wenn man jetzt noch eine zumindest durchschnittliche Bekanntheit von ffn zu Grunde legt, dann halte ich das Bestehen eines markenrechtlichen Unterlassungsanspruchs jedenfalls nicht für völlig ausgeschlossen.

    Und ich glaube kaum, dass es ein Unternehmen hinnehmen muss, dass ein bestimmtes Produkt bzw. eine bestimmte Veranstaltung mit ihm in Verbindung gebracht wird (genau das soll durch das Markenrecht nämlich verhindert werden), nur weil es sich bei dieser um irgendwas hippes und cooles handelt.

    Aussagen wie, dann müsste „jedes Unternehmen, das ein „ff“ im Namen trägt, befürchten, von dem Sender abgemahnt zu werden“ sind – mit Verlaub – dann doch etwas populistisch, denn – selbst identische oder ähnliche Waren/Dienstleistungen angenommen – gibt es doch Tausende von Möglichkeiten Logos mit „ff“ zu gestalten, ohne dass diese Buchstabenkombination derart markant das Gesamtzeichen prägt.

    Schade eigentlich, dass hier in der kreativen Szene so wenig Bewusstsein für markenrechtliche Probleme vorhanden ist. Zumal würde ich wetten, dass spätestens der dritte Beitrag im Thema „Freifeld Festival stellt neues Logo vor“, gelautet hätte: „Erinnert mich irgendwie an ….“. ;-)

  13. @Matze: vielen Dank für die Aufklärung. Ich persönlich habe das noch nicht gewusst und erneut etwas dazu gelernt :)

    Aus rein gestalterischer Sicht gebe ich dem Großteil der Kommentare hier recht, auch wenn ich die Ähnlichkeit der beiden Logos – zumindest bei den ff und dem “n”, bzw. Winkel – sehe.

    Aus deiner zusätzlichen Information bin ich dann doch der Meinung, dass es zwar rechtens war dieser Schritt, jedoch aus menschlicher Sicht – jedenfalls so wie es kommuniziert wurde/wird – nicht angemessen, denn ein Gespräch hätte für bessere PR gesorgt :)

  14. @ matze

    Danke, dass es noch andere gibt, die meine Sichtweise ähnlich sehen. Ich kam mir schon wie ein diabolischer Aussätziger vor.

    Jeder sog. Hausfrauentest würde bestätigen, dass das FreiFeld-Logo zumeist versehentlich dem Sender ffn zugeordnet werden würde, da kann man sich zwar endlos drüber ärgern – oder die Realität respektieren und irgendwann einsehen, dass das Logo zwar hübsch, hip, modern, cool, zeitgemäß, gelungen, ausgewogen, sauber durchkomponiert, stimmig umgesetzt und einprägsam ist … aber leider leider leider schon mal in der Welt ist (eben Pech gehabt). Zwar nicht ganz so schick, aber in der Grundkonstruktion bereits erfunden.

    Also gilt: “Werr hatt’s ärrfundn?” (frei nach Ricola ;-)

  15. Nachtrag:

    Ich glaube, dieser Thread wäre womöglich mit weniger emotionaler Schärfe geführt worden, wenn der Artikel selbst nicht bereits tendenziös und parteinehmend zugunsten Freifeld geschrieben worden wäre. Da hat es m.E. schlicht an lauterer journalistischer Neutralität gefehlt. Aber diese Website darf natürlich auch primär meinungsorientiert geführt werden, nur ist es dann eben bedingt glaubwürdig, wenn diese Meinungsmache hinter aufgeblähter fachlicher Argumentation versteckt wird. Einen solchen Stil finde ich bedauerlich.

    In der Folge entwickelte sich dann nämlich unvermeidlich der Effekt aus der Weisheit “Wer Wind sät, wird Sturm ernten”: Fast nur kollektiv geballte Empörung bei den Kommentatoren flankiert mit beleidigten und diffamierenden Repliken auf Kommentatoren mit gegenteilige Ansichten.

    Subtile Parteinahme hat eben eine polarisierende Wirkung, diesen Lerneffekt könnte man daraus ziehen. Und ich habe mich leider auch hineinziehen lassen und womöglich etwas zu scharf geschossen. Mittlerweile hat sich der Pulvernebel gelegt und das Thema wird deutlich sachlicher angegangen.

    Und siehe da: So falsch liegen auf einmal die, die die im Artikel vorgegebene Meinungs-Marschroute nicht eingehalten haben, doch nicht. Da können ja alle nur von lernen und der vergnatzte Logo-Grafiker wieder besser schlafen.

    Friede, Freude, Eierkuchen ;-)))

  16. Hier noch ein “Spaß” in Sachen Recht+ffn: http://www.medienfloh.de/?p=144 – offenbar unklare bis unzulässige Nutzung des Niedersächsischen Landeswappens durch den Sender. Der Zeitpunkt könnte nicht ungünstiger sein.

    @Alexandre (#31) – ich habe in der Tat die zitierten Beiträge von ffn auf facebook nicht vorgefunden/entdeckt. Nun verstehe ich, wie sich Achim Schaffrina zu seinem Statement der mangelhaften/fehlenden Social-Media-Kompetenz hinreißen lassen konnte. Hatte mich schon gewundert. ;-)

  17. @Andere_Ansicht „emotionale Schärfe“ … „aufgebläht“ … „Sturm ernten“ … „diffamierenden“ …
    Sie verschießen Ihr Pulver im Rahmen dieser Diskussionen leider in erster Linie für Wortböller und Wutsalven. Ich bin sehr für kontroverse Diskussionen, nur, in der Sache selbst kommt von Ihnen bis zuletzt leider mehr Polemik, denn Fundiertes. Sie verlieren sich in aller Ausführlichkeit in Rechtfertigungen, die nun wirklich nichts zum Thema beitragen. Dass ausgerechnet Sie sich nun zur Instanz in Sachen Stil erheben wollen, ist schon, sagen wir, etwas bizarr.

    In der Tat kann man bei der Gegenüberstellung der beiden Logos zu unterschiedlichen Ansichten gelangen. Herzlichen Dank Matze, für Deinen Kommentar. Ich denke, es mangelt nicht am Bewusstsein für markenrechtliche Probleme, es ist nur so, dass Markenrecht in der Lehre leider allzu oft zu kurz kommt, wenn es denn überhaupt im Studium eine Rolle spielt. Mit der „erforderlichen Schöpfungshöhe“ etwa kann/muss/darf man sich erst später in der Praxis auseinandersetzen.

    Bei Deiner rein vom Markenrecht ausgehenden Betrachtung – und hier liegt auch der Denkfehler auf Seiten des Radiosenders respektive des vom Sender beauftragten Anwaltsbüros – bleibt ein Punkt außen vor. Warum nur wird ausschließlich die von dem anderen, mutmaßlich ähnlichen Logo ausgehende Gefahr, nicht aber die damit verbundene Chance erkannt!?

    Ich befürchte, das ist leider etwas typisch Deutsches: Risiken meiden, Gefahren heraufbeschwören und Chancen verstreichen lassen. Wenn es denn so ist, dass das Festival aufgrund der Formgebung des Logos von Einigen mit dem Radiosender ffn assoziiert wird, obwohl ffn weder als Veranstalter noch aus Sponsor in Erscheinung tritt, dann, liebe ffnler, freut Euch doch Kringel in den Bauch! Etwas besseres kann einem Sender, einem Markenverantwortlichen doch gar nicht passieren. „Geile Veranstaltung. Finde ich ja klasse, dass ffn (auch) hier die Strippen zieht. Respekt. Ich dachte, die spielen nur die Charts rauf und runter.“ Image-Transfer frei Haus.

    Dass dem Sender aufgrund des Festivals irgendwelche Hörer, Einnahmen oder – ja was eigentlich? – verloren gingen, daran glaubt doch wohl nicht ernsthaft jemand. Wer die Unterlassungserklärung für die einzige Möglichkeit hält, dem vermeintlichen „Problem“ Herr zu werden, und damit meine ich in erste Linie die Verantwortlichen im Sender, der sollte anstelle der Augen einmal den Verstand nutzen. Dass man mit der Holzhammermethode nicht neue Kunden gewinnt, davon kann unter anderem Jack Wolfskin berichten. Für ffn ist dies, so stellt sich nun heraus, alles Neuland.

    Und Matze, natürlich sind „Erinnert mich an…“-Phrasen kein Beleg für Übereinstimmung, und insofern auch als Nachweis für die offensichtliche Ähnlichkeit wenig überzeugend ;-)

    Bewertet man die reine Formgebung – mit diesem Fokus wurde der Artikel verfasst –, dann wird deutlich, dass die Grundkonstruktion eben unterschiedlich ist und das ffn-Logo hier keineswegs eine Art Basiskonzept darstellt, dessen sich der Gestalter des ff-Logos bemächtigt hätte.
    Die wichtigsten Unterschiede:
    ffn = Wortmarke und Rahmen getrennt
    ff = Wortmarke und Rahmen vereint.

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