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Fehlstart für neue Schleswig-Holstein-Marke

Schleswig Holstein – Der echte Norden

Das Wirtschaftsministerium des Landes Schleswig-Holstein präsentierte Mitte der Woche in Kiel eine neue Standortkampagne, die das Ziel verfolgt, „das Profil des Landes besser sichtbar zu machen, wie es in der entsprechenden Pressemeldung heißt. Wie sich zeigt, ist der Start offensichtlich deutlich missglückt, auch weil ein unfertiges Logo respektive Konzept präsentiert wurde.

„Längst überfällg“ sei der Schritt, Marketing-Aktivitäten unter einer gemeinsamen Marke zu bündeln, so das Ministerium; ein grundsätzlich lobenswertes Vorhaben. Wirtschaftsminister Reinhard Meyer möchte, dass „Schleswig-Holstein erkennbarer wird.“ Gegenüber dem NDR bemängelte er den uneinheitlichen Markenauftritt, so man denn von einem solchen sprechen kann. Das „Land der Horizonte“, so der bisherige Kampagnen-Claim, ist Schleswig-Holstein meist nur auf Autobahnschildern. Darüber hinaus fand Schleswig-Holstein in der Werbung unter dieser Klammer kaum statt.

Mit neuem Logo und Werbespruch soll sich dies nun ändern. Mit „Schleswig-Holstein – Der echte Norden“ soll zukünftig die Attraktivität des Landes beworben werden. Der erste Aufschlag in der lokalen Presse etwa auf <…

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 34 Kommentare

  1. Das ist doch ein Witz, oder?

    Wort-Bildmarke völlig unverständlich! Warum sollte man Schleswig-Holstein abkürzen wollen??? Warum muss heutzutage überhaupt jeder Sch… abgekürzt werden. In jedem 3. Semester Cororate Design Seminar würde es wohl heißen: Das Konzept ist nicht ganz durchdacht und nicht wirklich verständlich und repräsentiert schon garnicht den Standort für den geworben wird!
    BEI ALLEM RESPEKT: Eine Schande über solch lieblose Strategen und Gestalter.

  2. Ich musste erst Wikipedia bemühen, um herauszufinden, dass das magentafarbene Ding, dass ich für eine Wanze oder Zecke gehalten habe, in Wirklichkeit ein Nesselblatt darstellen soll. Und die Abkürzung finde ich ebenfalls daneben, SH…, das erste was ich damit assoziiere ist ein gewisses englisches Wort.

  3. .. ich habe zuerst auch “SHIT” gelesen :) Und dann vermischte mein Auge das “Schleswig” und das “echte” zu “schlechte” = “Der schlechte Norden”. Geht es nur mir so?

  4. Ich musste erst Wikipedia bemühen, um herauszufinden, dass das magentafarbene Ding, dass ich für eine Wanze oder Zecke gehalten habe, in Wirklichkeit ein Nesselblatt darstellen soll.

    Nesselblatt? Ich habs erst für ne abstrakte Garnele oder sowas von oben gehalten, hätte ja bei denen auch Sinn machen können. :D

    “das magentafarbene ding” ist geschichtlich bedingt und repräsentiert einen der namensgeber des bundeslandes: nämlich das wappen von holstein und das seit dem jahre des herrn 1227. außerdem ist es bestandteil des heutigen landeswappen, welches auch die dänischen löwen von schleswig tragen. gute güte.

  5. Ich als gebürtiger Schleswig-Holsteiner habe natürlich sofort das Holsteiner Nesselblatt als solches erkannt. Dass es nun in rot daher kommt liegt halt der weißen Freifläche dahinter. Und die Reduzierung der Schleswiger Löwen von zwei auf einen macht das ganze deutlich aufgeräumter.
    Nun zum abgekürzten SH: Dies ist nun wirklich eine gängige Abkürzung des relativ langen Bundeslandnamens. Die Bayern mögen das Problem nicht kennen, aber die Freunde aus MV, BW und NRW können das bestimmt verstehen. Wir wird eigentlich Sachsen-Anhalt abgekürzt? SA ist historisch bedingt ja ungeeignet.
    Zum Slogan: “Der echte Norden” – genau das trifft es doch! Für mich beginnt das wahre Norddeutschland erst nach dem Elbtunnel. Und wie oft wird Hedwig-Holzbein denn vergessen? Hallo? Nach Hamburg geht es doch auch noch weiter. Das sind noch ca. 150 km bis zur dänischen Grenze.

    Also: handwerklich noch ins reine bringen, den Spruch vielleicht von “echt” auf “wahr” ändern und dann sehen wir weiter, ok?

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