120 Kommentare zu “Facettenreiches Burghausen

  1. Das Bildzeichen erinnert doch stark an Melbourne auch wenn das Konzept von Burghausen durchaus nachvollziehbar und schlüssig ist. Weniger Klarheit hat die Verbindung von Bildzeichen und Gestaltung der Medien. So haben die Muster aus Pfeilspitzen die im CD auftauchen für mich kein Bezug zum Facettenschliff des Bildzeichens. Selbst als Gestalter würde ich bei unterschiedlicher Farbgebung und getrennter Sichtweise keinen Zusammenhang erkennen und es als unterschiedliche Gestaltungskonzepte abstempeln…

    Was meint ihr dazu?

  2. Ich bin da ganz flo’s Meinung. Für mich sind das auch zwei unterschiedliche Gestaltungsansetze, die für mich auf ersten Blick nichts miteinander zutun habe.

    Was jetzt aber nicht heisst, dass es schlecht ist. Die Verbindung fehlt mir nur irgendwie.

  3. Ich musste zwar auch an das Stadtlogo von Melbourne denken, aber im direkten Vergleich ist das Burghausen-Logo dennoch eigenständig genug. Und Verwechselungsgefahr besteht ohnehin nicht :-)

    Zum neuen Auftritt: frisch, angenehm durchdacht, flexibel, mutig und mit einem Augenzwinkern versehen. TOLL! Würde doch auch nur ein Bruchteil deutscher Städte derart ausgereift auftreten, Winterdepressionen deutscher Gestalter gehörten der Vergangenheit an.

    Dass sich die Pfeilthematik nicht im Logo wiederfindet, kann meiner Meinung nach vernachlässigt werden. Es ist eben ein Gestaltungselement innerhalb des CD-Konzepts. So wie das Logo eben auch nur EIN Gestaltungselement des Corporate Designs ist.

    Das Logo muss nicht immer das allumfassende Zentrum sein. Es ist eine mögliche Strategie, aber bestimmt nicht die einzige. Das Gesamtpaket überzeugt mich jedenfalls. Wenn man bedenkt, wie klein die Stadt eigentlich ist, finde ich die Ausarbeitung (bzw., dass sie es bis zur Veröffentlichung geschafft hat!) umso bemerkenswerter.

  4. Gefällt mir richtig gut!
    Tolles Logo mit überzeugender Herleitung.
    Schöne Farbwelten.
    Beeindruckende Bildsprache, die extrem hochwertig daher kommt!

    Die Differenz zwischen Logo-Dreiecken und Broschur-Pfeilen fiel mir auch auf, kann es mir nur so erklären, dass man die Pfeile ineinander verschachteln kann, ohne einen weißraum zu erhalten, was bei den Dreiecken aus dem Logo ja nicht funktioniert hätte.

    Alles in allem aber mal ein richtig tolles Stadt-Branding, davon können sich andere mal eine ordentliche Scheibe abschneiden.

  5. Es wäre hilfreich, wenn bei der Diskussion stärker differenziert würde und nicht gleich wieder, wie zuletzt von Ulli, das Design mit dem Logo gleichgesetzt wird, zumindest entsteht doch dieser Eindruck. Während die Bildmarke ebenso aus Facetten besteht wie etwa das Melbourne-M, ist die Idee der extremen Länge eigenständig. Das Erscheinungsbild besteht aus Farben, Typo (Mikro und Makro), Fotografien, Schmuckelementen, Aufbau und nicht nur aus einem Logo. Ich bin mir zudem nicht sicher, obs sinnvoll ist, gleich den ersten Gedanken zum Kommentar zu machen. Eine Auseinandersetzung mit Design endet nicht beim ersten Gedanken, dort beginnt sie.

    Was mir noch auffällt: Der Autor des Wochenblatt-Artikels Mike Schmitzer ist nicht sonderlich gut in Kopfrechnen. Die 99% sind in Wirklichkeit 90,6%. Und wenn man sich anschaut, wie dieses Ergebnis zustande kommt, wird man feststellen, dass die Befragung auf Facebook und auch seine Berichterstattung nicht vor einem neutralen Hintergrund erfolgten.

  6. Ja ähnlich wie Melbourne und andere Logos die in letzter Zeit so ein Muster verwendet haben – aber schön ist es. Vielfältig einsetzbar und gut hergeleitet. Die Bürger sollten sich freuen.

  7. Für mich verbinden sich die beiden Ideen “Salzkristall” und “Extra lang” nicht. Die Idee mit dem Kristall kann ich nachvollziehen, finde sie optisch wie gedanklich interessant. Ich könnte mir vorstellen, dass man das noch sehr schön weiterentwickeln könnte.
    Das “Extra Lang” wirkt dagegen grobmotorisch und irgendwie gequält – es passt nicht zum eher feinsinnigen Kristall und auch in der Umsetzung zeigt sich die Idee einfältig und fad. Wir ziehen ein paar Gegenstände in die Länge. Haha.
    Als Motto für eine Stadt, einen Wirtschaftsraum, eine städtische Kultur ist das nicht überzeugend ums mal freundlich zu formulieren.

  8. Das Logo ist gut gemacht. Der Rest eher gewöhnlich – bei mir kommt nur die Frage auf: Muss man immer alles in die Länge ziehen? Manchmal liegt doch in der Kürze die Würze, lange Burg hin oder her …

  9. Es ist relativ beliebig, die Bilder der Stadt können Sie durch jede andere ersetzen. Bis auf die Begründung, die mir als “Verkaufskonzept” erscheint, sehe ich beim besten Willen keine tiefere und eigene Verknüpfung von der Stadt zur Kommunikationform.

    “dem Anspruch der Nachhaltigkeit gerecht wird” – ist meiner Meinung nach nicht gegeben, da die Gestaltung in erster Linie zeitgeistig ist und versucht aktuelle Trends zu verbinden. Es ist fast wie eine “globalisierte” Gestaltung – es wird auf Basis von fragwürdigen Annahmen normiert und vereinheitlicht, der wirkliche Charakter oder Ausdruck bleibt leider auf der Strecke.

    Warum bleibt man bei den “Schmuckelementen” an der Seite nicht bei den verschiedenen und abwechselnden “Kristallformen”, sondern nimmt hierzu die “Pfeile”?

  10. Versteh die Kritik der facebook-Burghauser nicht. Die Außenwirkung des Gesamtkonzeptes wirkt professionell, überlegt und einladend. Eine Burg im Logo würde auf die einzelnen Konzepte störend wirken. So hat jede Sparte ihr berechtigtes Alleinstellungsmerkmal.
    Einziger Kritikpunkt meinerseits, die auch schon von Jean angesprochenen etwas fehlplatziert wirkenden Pfeile …

  11. Als jemand der im Nachbarort Burghausens aufgewachsen ist kann ich das Logo nur befürworten. Wer Burghausen kennt, der weiß die Stadt ist maßgeblich durch die Burg, die Salzach und die weltbekannte Jazzwoche geprägt.

    Deshalb: Das Logo ist genau das was eine Stadt wie Burghausen braucht um sich zu positionieren. Ich kann Wörter wie “Hass-Logo” von der Facebook-Seite mit nichten verstehen. Ich finde es sehr gelungen und fände es sehr schade wenn die Verantwortlichen hier nochmal einen Rückzieher machen würden. Die gedankliche Nähe zum Melbourne Logo lässt sich in der Tat nicht von der Hand weisen, ist aber vollkommen schlüssig durch die Herleitung.

    Bei den Negativ-Stimmen auf der Website wird doch wohl nicht mitgespielt haben das die ausführende Agentur aus Österreich ist?

  12. Als Mitbesitzer der Marke Die längste Burg der Welt® und Initiator des Guinness-Buch-Eintrages habe ich meine ganz private Meinung zur “Kreativität à la Melbourne”.

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