Facelift für Kilkenny

Kilkenny Label (2019), Quelle: Radeberger Gruppe

Kilkenny, eine Biermarke der britischen Unternehmensgruppe Diageo, bekommt ein neues Design. Während die Änderungen bei den Etiketten und dem 6er-Gebinde eher dezent sind, wurde das Kastendesign komplett verändert.

Seit 2010 werden die Diageo-Biermarken Kilkenny und Guiness in Deutschland von der Radeberger Gruppe vertrieben, 2013 wurde die Partnerschaft ausgebaut. Erst vor zwei Jahren wurde das Etikettendesign von Kilkenny überarbeitet.

Die Geschichte der Biermarke Kilkenny reicht bis ins Jahr 1710 zurück, als in der St. Francis Abbey in Kilkenny erstmals Bier gebraut wurde. 1965 wurde die Brauerei von Guinness übernommen. 2013 wurde beschlossen die Brauerei zu schließen. Seither wird Kilkenny-Bier in der St. James Gate Brewery in Dublin gebraut. Die Radeberger Gruppe, die für Kilkenny und Guiness alleiniger Importeur für den deutschen Markt ist, ist Deutschlands größte Privat-Brauereigruppe.

Kilkenny 0,33l Flasche – vorher und nachher

Kilkenny 0,33l Flasche – vorher und nachher

Ein vergleichsweise dezenter Facelift, bei dem die für die Biersorte Ale typisch kupferfarbene/rote Farbe noch einmal stärker gewichtet wird. Helle Beigetöne wurden entfernt. Die umlaufende Schritt im Etikett ist unverändert und lautet weiterhin „FIRST BREWED 1710 ST. FRANCIS ABBEY“ sowie „BREWED BY GUINESS & CO. IN IRELAND“.

Kommentar

Das bisherige Etikettendesign mit beiger Ovalform empfinde ich ansprechender; der Kontrast ist hier zudem größer, sodass der Markenname besser hervorsticht. Auf dem neuen Etikett wirkt der weiße Ovalrand im Binnenraum wie ein Fremdkörper. Bei manchen Redesigns fragt man sich, wozu der ganze Aufwand betrieben wird, zumal das letzte Facelift erst 2017 vollzogen wurde.

Von jeder hier im dt bislang vorgestellten Marke, egal aus welchem Segment, gibt es im Umfeld von Social Media einen wenn nicht sogar mehrere Kanäle (Instagram, Facebook, etc.). Von Kilkenny hingegen gibt es in den Weiten des Webs nichts, aber auch rein gar nichts. Die Generation der „digital Natives“ könnte leicht glauben, dass es Kilkenny überhaupt nicht gibt. Schon kurios.

Mediengalerie

8 Kommentare zu “Facelift für Kilkenny

  1. Hm, das neue Design ist wirklich kein allzu weiter Wurf. Als großer Kilkenny Fan finde ich das etwas schade, aber nun gut. Ich kauf das Zeug ja als schon überzeugter Kunde nicht wegen des Aussehens.

    Ein Detail wurde aber wirklich verbessert: Statt „Irish beer“ steht jetzt „Irish red ale“ direkt im Oval und auf dem Halsetikett. Damit ist die Biersorte deutlich präsenter als bisher.

  2. Egal ob Hals- oder Bauchetikett, Markenname/Schriftdetails, Linienstärken und Umrandungen, Farbeinsatz von Rot, 6er-Design – wirklich alles fand ich bisher besser. Es wurde durchgängig eine stimmige Balance einzelner Elemente mit durchaus gekonnten Porportionen gegen eine plumpre Umsetzung getauscht. Wirkt auf mich wie ein Schritt von einer wertvollen zu einer Billig-Marke …

  3. Hallo Achim,

    Die von dir nur kurz notierte größere Änderung bei der Gestaltung der Kisten, ist dem vorher/nachher Bild eigentlich nicht zu entnehmen.

    Du stellst hier einen 11er-Kasten (also ein Verkaufsgebinde für den Endverbraucher) einem 4x6er Kasten (also einem reinen Transportgebinde für den Handel) gegenüber.

    Häufig haben Brauereien hier für die einzelnen Marken (und zum Teil auch Sorten) eigens gebrandete Transportgebinde, der hier abgebildete Kasten ist aber ein „Standardmodell“, welches von verschiedenen Brauereien in dieser Art verwendet wird. Es dient lediglich dem Transport und ist nicht zur Präsentation der Ware angedacht.

    • Danke für den Hinweis Bastian. Du hast natürlich recht. Tatsächlich lässt sich auf Basis der gezeigten Bilder kein Urteil über die Veränderung am Design fällen, da es sich, wie Du richtig schreibst, bei der Nachher-Darstellung, und da hätte ich etwas genauer hinschauen müssen, um ein Standard-Transportmodell handelt.

  4. Mehr eine Logo-Evolution denn eine Revolution. Was in einem solchen Markt nicht unbedingt schlecht sein muss, denn was nützt einem das schönste Logo, wenn der Stammkunde sein Bier nicht mehr im Markt wiederfindet. Die Veränderung des Untertitels von „Irish Beer“ zu „Irish Red Ale“ halte ich für einen klugen Schachzug, denn die Biereigenschaft wird schon durch die Platzierung in der Verkaufsstelle und die Flaschenform offensichtlich. Dann doch lieber die Sorte herausstellen.

    Die Abschaffung des eigenen Kastens dürfte allerdings einiges an Sichtbarkeit kosten, der abgebildete „neue“ Kasten ist ein generischer Radeberger-24er-Sixpack-Kasten, der gerne mit der kurzen Seite zum Gang platziert wird. Wenn dann gerade die Flaschen nicht richtig ausgerichtet sind, sieht man von der Seite einen neutralen Kasten mit irgendwelchem Bier.

  5. Kannte die Marke bisher nicht. Mein erster Eindruck: Ich finde die Farben und den Kontrast der alten Version deutlich besser. Dass das neue Etikett rund statt rechteckig ausgestanzt ist, kann man nett finden, aber sonst kann ich keine Verbesserung feststellen. Auch der 4x Sixpack-Kasten ist nicht schön und noch dazu völlig überflüssig. Entweder hole ich mir nen Kasten oder nen Sixpack.

    Kann mich mal jemand aufklären, ob man die Flaschen am Ende vernünftig in den Kasten stellen kann, wenn sie leer sind?

    • Meiner Erfahrung nach geht das prinzipiell schon, die Flaschen da reinzustellen (zumindest bei der Kastenversion die eine Brauerei ich mal betreuen durfte hatte), aber ganz klar stehen die in nem klassischen Kasten sicherer.

      Ich kann die klare Trennung die Bastian Neumann nicht völlig bestätigen – ich habe den „Handelkasten“ schon häufiger im Einzelhandel auch gesehen. Vermutlich von keiner Brauerei so gewollt, aber durchaus gängige Praxis.

Kommentar verfassen

Folgende HTML-Elemente können verwendet werden: <b> <i> <img src="meineurl"> <a> <blockquote>