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Facelift für das Logo von Olympique Lyon

Olympique Lyonnais Logo, Quelle: Olympique Lyonnais

Olympique Lyon (Olympique Lyonnais), 1950 gegründet und seit 2002 in der höchsten Spielklasse im französischen Männerfußball spielend, hat seinem Vereinslogo ein Facelift verpasst. Der Zeitpunkt der Umstellung überrascht.

Zum 1. Juli hat Olympique Lyon (OL) im Umfeld digitaler Medien sein Vereinslogo ausgetauscht. Im Sinne einer evolutionären Weiterentwicklung wurden beim neuen Signet sowohl die Farben, die Typo, die Löwengestalt wie auch die Form des Schildes modifiziert. Der grundsätzliche Charakter des Logos bleibt hingegen weitestgehend erhalten. Nach vollzogenem Redesign wirkt das Logo kontrastreicher. Abstände wurden vergrößert und optimiert. Auch der für den Club identitätsstiftende, aufrecht stehende Löwe erhält so mehr Raum zur Entfaltung.

Die Vereinsfarben Rot und Blau leuchten nun satter. Die zusätzliche goldene Umrandungen von Kreis und L wurde ebenso entfernt wie der goldene Querstrich. Der Vereinsname wurde in der Schrift Trenda, entworfen von Daniel Hernández und Paula Nazal Selaive und erschienen 2013 bei Latinotype, neu gesetzt. Auch die Form des Löwen wurde angepasst (Höhe, Reduktion der Haarbüschel, Fang). Die Darstellungsqualität und Fernwirkung des Logos konnten auf diese Weise verbessert werden.

Olympique Lyonnais Logo – vorher und nachher
Olympique Lyonnais Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Olympique Lyonnais, Bildmontage: dt

Die Einführung des neuen Signets zu Anfang Juli überrascht, zumal die Maßnahme seitens des Vereins gänzlich unkommentiert geschieht. Das neugestaltete Signet wird vom Verein mit keinerlei News gewürdigt. Erst vor zwei Wochen hatte der Verein medienwirksam auf Twitter und anderen Social-Media-Kanälen seine neuen Trikots für die kommende Spielzeit präsentiert. Auf den neuen Trikots ist nach wie vor das alte Signet abgebildet.

So wirkt die Umstellung auf das neugestaltete Vereinslogo nicht eben koordiniert. Auch Rückkehrer Corentin Tolisso, von 2017–2022 beim FC Bayern unter Vertrag, trägt bei seiner Vorstellung das neue Trikot mit altem Logo. Die gesamte Kollektion für die Spielzeit 2022/2023 wurde mit dem alten Logo gedruckt. Eine koordinierte und ganzheitlich geplante Kommunikation sieht sicherlich anders aus. Offenbar fiel die Entscheidung, das Logo zu modifizieren, erst vor wenigen Wochen. Widerspruch seitens der Fans regt sich kaum, zumindest nicht auf Facebook, wo die Kritik meist am lautesten aufflammt.

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Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Erinnert mich an Liqui Molli, gefällt aber trotzdem besser als das alte Logo. Schade, dass der weiße Rahmen außen herum dazukam. Und das neue Rot gefällt mir weniger gut, wenn auch nur im direkten Vergleich mit dem alten.

    1. Das Absetzen des goldenen Rahmens – wodurch der weiße Rahmen entsteht – war notwendig, da nur so ein homogenes Bild und der benötigte Freiraum entsteht.
      Ich persönlich finde, dass das neue Rot mehr Charakter hat aber versteht, wenn man bei einem Sportverein eher einen aggressiven Ton verbindet.

      Allgemein: Das Timing ist wirklich ein Unding und schade für die Fans. Das Signet wurde schön und behutsam weiterentwickelt.

  2. „Offenbar fiel die Entscheidung, das Logo zu modifizieren, erst vor wenigen Wochen“ Könnte es nicht auch umgekehrt der FAll sein, also das ein neues Logo schon länger geplant war, aber dieses eben zu spät kam, insbesondere für die Trikots (die ja in der Regel Monate im Voraus produziert werden, um rechtzeitig zum Saisonstart zur Verfügung zu stehen) und man daher jetzt das Redesign deshalb nicht in den Fokus stellen will?

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