Europäisches Biologo auf der Zielgeraden

EU Bio Logo

Bis zum 31.01.2010 können alle Internetnutzer das zukünftige Logo wählen, das länderübergreifend in der EU biologisch angebaute und produzierte Produkte kennzeichnen soll. Das Thema EU-Biologo hat eine Vorgeschichte. Im letzten Frühjahr zog die EU-Kommission ein Logo zurück, das zu sehr dem Zeichen der ALDI-Eigenmarke Bio ähnelte.

In diesem Frühjahr schließlich wurde ein Wettbewerb gestartet, der nun in die entscheidende Phase geht. 3.400 Studenten reichten ihre Entwürfe ein. Nach einer ersten Sichtung wurden 100 Logos der Jury vorgelegt, zu der auch Erik Spiekermann zählt, die nun die drei Finalisten zur Wahl stellen.

Mal ehrlich, sehen wir hier wirklich drei Entwürfe, die zurecht im Finale stehen? Natürlich darf auch an dieser Stelle abgestimmt werden. Ich bin aber mal so frei und erweitere, zwecks Anregung zur Diskussion, die Antwortmöglichkeiten. Sollten diese nicht ausreichen, darf ein Kommentar gerne herangezogen werden.

Hier noch einmal zur Erinnerung die Vorgaben des Wettbewerbs.

Welcher Entwurf sollte das neue EU-Bio-Logo werden?

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55 Kommentare zu “Europäisches Biologo auf der Zielgeraden

  1. Na also das erste ist doch, ganz ehrlich, gar nicht mal schlecht. Das funktioniert also Logo sehr gut und könnte ich mir gut auf Packungen vorstellen. Über die anderen beiden brauchen wir aber nicht reden … dass diese drei Vorschläge die Finalisten sein sollen, ist durchaus hart.

  2. Vorschlag 1 ist okay.

    Vorschlag 2 könnte auch ein Logo für ein Hörgerätehersteller sein, der auf Nachhaltigkeit macht. Vorschlag 3 ist doch gar kein Logo.

    Ein Hörgerätehersteller für Elfen und Vulkanier :-)

  3. Ich schätze mal der Grünton wurde nicht von den Einsendern, sondern im Nachhinein von den Auftraggebern festgelegt. Ist eigentlich auch ok, sonst würde die Wahl noch durch Farbpräferenzen beeinflusst.

    Vorschlag 1 sieht aus wie Tanz der Sterne oder Star Wars und ein Stern “schweift” ab. Wirkt mir zu generisch, ist so der Typ, darauf kommt man wirklich schnell, lässt man dann auch wieder schnell sein.

    Vorschlag 2 sieht für mich aus wie das “Kein-Geschlechtlogo” in grün. Falls es ein Blatt sein sollte, dann steht es für das Gegenteil von dem was es ausdrücken sollte, nämlich für Mutation und Krankheit.

    Vielleicht bin ich ja sonderbar, aber ich finde Logo 3 wirklich nicht schlecht. Es lässt zwar Europa und seine Sterne außen vor, aber vermittelt all das wofür es steht. Es wirkt infantil aber mit Seele. Komplex aber doch einfach.

  4. Na wenn es nur um die drei gehen soll, ist klar der letzte Vorschlag mein Favorit:

    Im ersten sieht man den kläglichen Versuch Europa in einen assoziativen Zusammenhang zu quetschen. Plump auf einen harten Kasten gestellt… mh.
    Beim zweiten: Knubbel-Abstraktion mit Unmengen von Interpretationsmöglichkeiten.
    Erst neulich begegnete mir ein Logo, dass ich so auch nicht mochte: http://www.fsc.org/

    Zwischenfrage: Steht in unserer heutigen Kultur ein grünes Blatt für Ökonahrung oder Ökologie?

    Beim letzten bleibt man wenigsten hängen und jeder wird es schaffen, den richtigen Zusammenhang herzustellen. Auch wenn die Anforderungen an ein Logo nicht ganz erfüllt sind, so kann ich es mir als Patch auf den Produkten gut vorstellen. UND: unsere Kinder werden uns nerven, doch lieber die Sachen mit der lustigen Kuh zu kaufen ;)

    Eventuell sollte man aber doch noch mal ganz von vorn anfangen.

  5. So richtig gefallen will mir von den dreien keines. Ich finde aber das Zweite noch akzeptabel, wobei hier schon Verwechslungen möglich sind. Soll wohl ein Lächeln darstellen, obwohl ich es mehr so empfinde, dass die Linie in das Blatt reinsticht. Aber immerhin gibt es bei diesem Logo eine Idee.
    Das erste finde ich ehrlich gesagt schlimm. Was soll mir dieser verlängerte Stern sagen? Aus den EU-Sternen dann noch die Form des Blatts nachzuempfinden, finde ich irgendwie einfallslos.
    Mit dem dritten kann ich gar nichts anfangen.

  6. Gibt es Beispiele der Anwendung? Das kann man doch nur im konkreten Zusammenhang mit typischen Verpackungen bewerten. Wäre jedenfalls sehr hilfreich.

  7. Als Entwurf, der mir das meiste an Symphatie abgewinnen kann (einen Favoriten gibt es nicht), gefällt mir Nummer drei mit einer wenigstens breiten Aufstellung an möglicherweise! biologischen Produkten im Ansatz doch gut genug um es als Lesezeichen oder Produktschleife zu akzeptieren.

    Zu beliebig erscheint es mir in diesen Zeiten trotzdem (genauso wie die anderen beiden, leider schon finalen Entwürfe), denn der Bezug zur Biologie oder Ökologie kann nur mit der Farbe Grün assoziiert werden, andernfalls wäre es mit einer Produktpalette moderner Bauernhöfe, die die Auswahl für Großhandelsketten erleichtern wollen, gleichzusetzen.

    Erstaunlich und bestürzend, dass unter mehr als 3.400 Studenten, niemand in der Lage war das heutige biologisch beschnittene Nahrungsideal zu verkörpern, dabei auf biedere Sinnbilder, die mit Kühen, Äpfeln, Blattwerk oder… Star Trek liebäugeln, zu verzichten.

    Damit will ich keinem der Finalisten zu nahe treten, denn für die Masse darf auch die Gewöhnlichkeit und “Gewohnheit” der verschiedenen Betrachtungen eingesetzt werden, aber ein Wagnis im Kleinen wird auch bei Ausmaßen in EU Größe erlaubt oder möglich sein.
    Für mich sieht dem entsprechend alles wie das letzte Logo aus: Schüchtern im Angesicht der Veröffentlichung in einen Rahmen gedrängt.

  8. Ich halte Nummer 3 auch für am erträglichsten. Mutig ist keins, aber wer will “Mut” von einer EU Kommission erwarten.

    Revolutionär wäre ja ein “grüner Punkt” gewesen ;)

  9. traurig!
    ich war unter den top100, leider hats nicht geklappt.
    aber die 3 finalen entwürfe kann ich nicht verstehen.
    was hat die jury denn bloß gemacht? unter 3400 einsendungen muss doch was besseres rauskommen?!

    für interessierte:
    es gibt bei facebook die gruppe: Create the new EU Organic Logo!
    in der fotogalerie kann man einige entwürfe anschauen, die meisten stammen jedoch nicht aus der top100, sondern sind schon in der ersten runde geflogen. ich denke, dass aber noch einige einsendungen kommen werden.

  10. Jaja, nett, der 3. Entwurf – hat was von einem Kinder-Logik-Spiel. Aber mal ehrlich: so richtig eingängig ist keines der drei. Wenn ich so an andere Logos denke, die auf Verpackungen unterwegs sind: Grüner Punkt, Blauer Engel … ja sogar das Einwegpfand-Zeichen ist eingängiger.

    Schade finde ich auch, dass man auf der Website nicht alle eingereichten Logos sehen kann. Dann würde sich auch die oben schon gestellte Frage beantworten, ob kein europäischer Student ein einprägsames Biologo entwerfen kann oder ob nur die Jury die falschen Entwürfe in die Endabstimmung gelassen hat.
    Und überhaupt, warum waren nur Studenten zugelassen? Ich hätte auch gerne mitgemacht …

  11. “Erstaunlich und bestürzend, dass unter mehr als 3.400 Studenten, niemand in der Lage war das heutige biologisch beschnittene Nahrungsideal zu verkörpern, dabei auf biedere Sinnbilder, die mit Kühen, Äpfeln, Blattwerk oder… Star Trek liebäugeln, zu verzichten.”

    Mit Sicherheit waren da einige gute Logos dabei.
    Nur wurden, teilnehmer mit Namen aus dem “nahen Osten”, also nicht “Europa” auch aussortiert.
    Ein kleines Gerücht.

  12. das erste und das dritte kann ich noch “etwas” abgewinnen. aber auch nicht viel. da gefällt mir das aldi biologo besser.
    aber auf der anderen seite überzeugen die mich auch nicht auf 100%.
    die komission wollte plakativ angesetzt die besten 100 veröffentlichen haben die aber nicht gemacht. mit dem zweiten hab ich meine probleme, sah aus wie ein höhrgerät/ohr mit bischen herz oder so.

  13. Also das sieht irgendwie aus wie eine Mal-Übung in der Grundschule. Was bitte hat denn eines der drei Dinger mit einem Logo zu tun? Prägnanz? Wiedererkennbarkeit? Also ehrlich, das ist doch ein Witz.

  14. Naja, wenn ich ehrlich bin mag mir von denen nicht wirklich eins gefallen, da aber eine Wahl getroffen werden muss, tendiere ich am ehesten zu Vorschlag 1…

  15. Ich habe vor kurzem ein Beitrag über Japanisches-Produktdesign gesehen bei dem u.a. eine Bio-Nudelsuppe vorgestellt wurde. Der dritte Entwurf erinnert stark daran, d.h. statt einem Symbol lieber viel Symbolik aus der Natur zu verwenden. Damit schnallt im Grunde auch der blödeste, dass es hier um Bio=Gesund geht, eventuell auch um Nachhaltigkeit. Deshalb würde ich diesen Entwurf favorisieren. Vom Hocker haut mich aber nichts. Im Grunde könnte man den Wettbewerb verlängern oder sich nochmal die Einreichungen ansehen.

    // Pitches & Wettbewerbe
    Ich fände es interessant, wenn hier auf mehr Pitches und Wettbewerbe aufmerksam gemacht wird. Wer weiss, “vielleicht” steigt dann die Qualität, zumindest die Konkurrenz. Dem Thema könnte man bestimmt eine eigene Rubrik widmen, genug Hinweise sollten ja über die Leser beim Achim eingehen.

    Greetz
    Till

  16. “… 3.400 Studenten reichten ihre Entwürfe ein…”
    Was studieren die denn? BWL? Germanistik? Archäologie? Sicher nicht Design, oder?

    Als jemand, der NICHT studiert hat, stelle ich mit großer Genugtuung fest, dass gutes Design (sowohl Kreation als auch Handwerk) nicht im Entferntesten einen Hochschul-Abschluss bedingt.

    Gerade nach der sehr interessanten Durchsicht der Facebook Group “Create the new EU Organic Logo!” sehe ich mich absolut bestätigt: Viele Entwürfe halte ich schlicht für beschämend! Nicht viel besser fällt mein persönliches Urteil für die 3 Finalisten aus.

  17. Von den drei vorgestellten Entwürfen sagt mir das Letzte am meißten zu. Mag sein, dass es aufgrund seiner Komplexität kaum noch als Logo im eigentlichen Sinne durchgehen mag, jedoch kann ich es mir gut auf Verpackungen vorstellen und es hat wie ein Vorredner bereits erwähnt hat zum. in meinen Augen irgendwie Charme.

    Das erste würde ich dann noch dem zweiten “grinsenden” Blatt vorziehen, jedoch ists mir etwas zu bieder. Von Facebook würde ich persönlich die Version von Seite 1 mit dem Baum favorisieren dessen Wurzeln eine Gabel formen – wenns evtl. auch im Detail hapern mag.

    Aber wenn man sich als ebenfalls Unstudierter so einige Kommentare durchließt und mal hinter die “Kulissen” schaut mag man laut zustimmen: Ein Studium ist kein Garant für gutes Design – keines schütz aber auch nicht vor schlechtem Geschmack. Dieses ständige polemische Schlechtreden der Leistung anderer macht die eigene nicht besser – vor allem da ein paar Bilder auf Facebook m.E. nach recht offensichtlich nicht von Studenten stammen dürften oder nicht bierernst gemeint sind.

    MFG
    Matthias

  18. Also ich finde noch Logo 3 am Aussagekräftigsten. Es zeigt immerhin dass es sich um Produkte der Landwirtschaft handelt, wobei es auch zugleich für ein “einprägsames” Logo zu viele Informationen enthält.

    Alle drei Entwürfe können auf ihre Art und Weise falsch gedeutet werden.

  19. Wenn das die drei Finalisten sind, von 3.400 Studenten, dann haben wir in Deutschland echt eine Bildungsmisere. Was studieren denn, die diese Logos einereicht haben, Landwirtschaft?
    Ich habe jetzt zwar nicht die Aufgabenstellung recherchiert, sage aber mal: „Ziel verfehlt, setzen sechs.“

    Kleiner Wermutstropfen für Kandidat Nummer 3. Ich könnte mir die Symbolik für eine Kampagne vorstellen.

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