Erscheinungsbild der bulgarischen EU-Ratspräsidentschaft 2018

Bulgarian EU Presidency Logo

Zum Jahresbeginn hat Bulgarien den Vorsitz im Rat der Europäischen Union übernommen. Es ist das erste Mal, dass der Rat unter dem Vorsitz Bulgariens tagt. Das zu diesem Anlass entwickelte Logo vereint drei für das Balkanland prägende Symbole.

Das Logo, das im Rahmen der Ratspräsidentschaft auf zahlreichen digitalen und Print-Medien Anwendung finden wird, stehe für die Idee, dass Bulgarien zwar untrennbar mit Europa verbunden ist, andererseits aber auch einmalig und einzigartig im Rahmen der Gemeinschaft ist, so die Pressemeldung. Der Entwurf stammt vom Künstler Todor Angeliev. Für das visuelle Erscheinungsbild zeichnet ein Künstler-Trio der Nationalen Kunstakademie Sofia verantwortlich: Svetlin Balesdrov, Nenko Atanassov und Milena Abanos. Beratend unterstützt wurden die Studenten von Prof. Georgi Jankov und Doz. Miroslav Bogdanov. Als Slogan für die bulgarische EU-Ratspräsidentschaft hat man sich „United We Stand Strong“ erdacht.

Kommentar

Offenbar konnte oder wollte man sich nicht auf ein durchgängiges Farbkonzept festlegen. Während im Standard-Signet und in dem Visual zur Geschäftsausstattung die Nationalfarben Bulgariens zur Anwendung kommen, spielen diese in den digitalen Medien (Facebook, Twitter) im Grunde keine Rolle. Dort dominieren die EU-Farben Blau und Gelb. Auf diese Weise lässt sich die attestierte Einzigartigkeit des Landes jedoch kaum transportieren. Stattdessen wird eher eine Verbundenheit zur EU betont.

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6 Kommentare zu “Erscheinungsbild der bulgarischen EU-Ratspräsidentschaft 2018

  1. Mir gefällt es nicht. Ich finde das Signet regelrecht hässlich. Und was soll BG.bg? EU2018.bg hätte es doch auch getan. Die Dopplung schaut nicht gut aus. Auch Typografisch ist es langweilig.

    Die Inkonsistenz in den verwendeten Farben lässt kein Konzept erahnen. Das schaut nach beratungsresistenten Entscheidern aus. Als Gestalter käme man wohl kaum von selbst auf die Idee das Signet in den Landesfarben zu entwerfen und alle digitalen Medien diese komplett über den Haufen zu werfen und den EU-Farben den Vorrang zu geben. Im Grunde wäre es eine Grundsatzentscheidung gewesen Bulgarien selbst oder die Verbundenheit mit der EU in den Fokus zu stellen. Wenn man sich den Claim betrachtet zielt es auf das Zweitere ab.

  2. Auf der Seite https://eu2018bg.bg/de/logo heißt es, dass das Logo vom Künstler Todor Angeliev stammt, dessen Entwurf von einer Jury ausgewählt wurde.

    Die visuelle Identität in den EU-Farben hingegen stammt von den drei im dt-Artikel genannten Studenten.

    Da haben wohl zwei Parteien getrennt voneinander gearbeitet.

  3. Für mich sieht das aus als hätte jemand mit einem QR-Code-Generator gelayoutet…

    An dem gedoppelten bg bin ich auch sofort hängen geblieben.

    Unterm Strich alles sehr unglücklich gelöst. Schade!

  4. Anscheinend war hier jemand aus unserem Lande schneller…

    In diesem Fall hätte man sich auch eine hübschere Alternative einfallen lassen können, als die bg.bg Doppelung. Wirklich sehr unschön!

    Die Bildmarke selbst erinnert mich auch etwas an einen QR-Code, finde das Logo aber trotzdem gerade noch vertretbar. Die grafische Lösung mit den blauen Bannern ist dagegen wirklich unmöglich, zumal die Dreiecke einfach aus der Luft gegriffen sind und im Logo nicht vorkommen.

  5. Danke, Paddy, für die Aufklärung.
    Sonst wünsche ich mir von den Kolleginnen und Kollegen hier für dieses Jahr mehr Phantasie und mehr Offenheit. Es muss nicht jede Gestaltung nach dem deutschen Reinheitsgebot ausgeführt werden, es gibt noch viele andere Formen und Traditionen, die sich in der Gestaltung niederschlagen können und sollen. In diesem Fall möchte ich auf flexible Raster hinweisen, die durchaus auch in der Farbgebung flexibel sein können (vgl.: Maxbauer und Maxbauer: Praxishandbuch Gestaltungsraster).

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