Skip to content

Einladung zu einer dt-Umfrage

Ich plane eine kleine Studie, in der ich das Thema „Designer und ihre Arbeit“ untersuchen möchte, insbesondere die Motivation, das Arbeitsumfeld, oder etwa auch, in welchem Maße eine Wertschätzung der erbrachten Leistungen erfolgt. Im Ergebnis werden wir erfahren, ob Selbstständige oder Angestellte, die glücklicheren Designer sind. Auch in welchem Bundesland der Stressfaktor eines Designers am größten ist und wo Designer die meisten Urlaubstage verbuchen können, wird die Studie aufzeigen. Und vieles mehr.

Im ersten Schritt würde ich gerne einige wenige Kollegen dazu einladen, an einer Umfrage teilzunehmen, die ich dann im zweiten Schritt im Blog veröffentliche. Eure Ideen und Anmerkungen fließen direkt in diese Umfrage. Die ersten zehn selbstständigen oder angestellten Designer, die eine E-Mail an studie2010 {ät} designtagebuch.de schicken, bekommen eine Einladung zur Umfrage. Wer hat Lust und nimmt sich etwa 5 Minuten Zeit? Natürlich können darüber hinaus auch Anregungen als Kommentar angeheftet werden.

Update 03.11.8:36 Uhr – Ich habe nun 10 Einladungen verschickt. Fürs Erste reicht mir das schon einmal. Herzlichen Dank für die Bereitschaft mitzuwirken. In einigen Tagen steht die Umfrage dann für Jeden bereit.

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 14 Kommentare

  1. Ich kann leider nicht mit meinem echten Namen schreiben und bitte darum um Verständnis.

    Aus meiner Erfahrung kann ich jedoch schon einmal sagen, dass die Berufsgruppe des Designers eine Leistung erbringt, die die meisten Kunden glauben, auch selbst leisten zu können.

    Ich als Designer (FH-Diplom, 17 Jahre Berufserfahrung) werde oft von großen Unternehmen beauftragt, im Endeffekt wickeln die Kunden dann die Projekte aber so ab, dass das herauskommt, was sie wollen. Nicht das, was ich empfohlen habe oder für gut befinde.

    Man könnte sagen, ich müsse dies ja nicht tun, aber Geld stinkt eben nicht.

    Wäre ich Rechtsanwalt (zum Beispiel), kämen die Kunden nicht auf die Gedanken, meinen Rat zu ignorieren. Dem Rechtsanwalt wird eine Kompetenz zugesprochen, an der es nichts zu rütteln gibt.

    In der Berufsgruppe des Designers ist es aber anders. Die Arbeit eines Designers glauben viele auch selbst machen zu können.

    Es brannte mir einfach unter den Nägeln und musste mal raus.

  2. @ Michi Mirakel: schöner Vergleich mit den Anwälten…

    Erst heute morgen dachte ich noch, welch komischer Branche Design-Werbe-Kreativ-Online Agenturen angehören. Ich finde es immer noch befremdlich, das Wochenendarbeit, Überstunden ohne Ausgleich, kaum Weiterbildung und wenig professionelles Personalmangement, für ganz normal gehalten werden.

  3. @ Michi Mirakel:
    Es gibt solche und solche Kunden. Doch ich habe in der Tat den Eindruck, dass in den letzten Jahren die Kunden immer beratungsresistenter werden. Offensichtlich funktioniert es auch. Viele Kunden geben sich mit einer guten Arbeit zufrieden, die sie stark beeinflusst haben. – Doch realisieren wenig Kunden, dass das Bessere der Feind des Guten ist …

    @ mell:
    Leider, leider, leider trifft das auf die meisten Agenturen in unserem Lande zu. Glück ist, wenn man einen Arbeitgeber hat, der anders ist. Ein fairer und motivierender Umgang mit seinen Mitarbeitern ist nachhaltiger.

  4. @Michi Mirakel: Musst du den kunden eben “erziehen” und ihm zeigen, dass es mit deinem Rat NOCH besser wird als sie gedacht hätten :)

  5. @Michi Mirakel: Auch ich schaue auf eine über 20jährige Berufserfahrung zurück und bin seit dieser Zeit auch selbstständig. Ich finde am dramatischsten, dass es bis heute keine verbindliche Honorarordnung für Designer gibt. Die Richtlinien von AGD und BDG sind völlig marktfern und werden von KEINEM meiner Kunden akzeptiert. Zu viele Designer strömen jedes Jahr auf den Markt und arbeiten frei für ‘nen Appel und ‘n Ei. Gäbe es Richtlinien, wie z.B. die HOAI für Architekten, die RVG für die Anwälte, wäre zumindest eine Honorar-Untergrenze definiert… Aber das wird wohl im Zeitalter der Aldisierung der Gesellschaft ein unerfüllbarer Traum bleiben.

    “Grafik-Designer” könnte ein schöner und erfüllender Beruf sein, wenn die Honorierung der Leistung entsprechend abgerechnet werden könnte … ich weiß zumindest, dass ich – trotz Künstlersozialkasse – im Alter dem Staat auf der Tasche liegen werde. Das ist schon eine deprimierende Erkenntnis. Von daher befürworte ich diese Umfragen, sie öffnen womöglich die Augen für die Widrigkeiten dieses Berufs …

Schreibe einen Kommentar

Die Netiquette ist zu beachten. Vor dem Hintergrund einer transparenten, sachlich-fairen Debatte wird die Nutzung eines Klarnamens empfohlen.

Folgende HTML-Elemente können verwendet werden: <b> <i> <img src="bildurl"> <a> <blockquote>

An den Anfang scrollen