„einfach München“ – Neues Erscheinungsbild für München Tourismus

Erscheinungsbild München Tourismus

München bekommt einen neuen Tourismus-Markenauftritt. Das neue Erscheinungsbild folgt der von der Landeshauptstadt München und Tourismus Initiative München e.V. (TIM) gemeinsam verabschiedeten Tourimusstrategie, die München als „europäische Metropole für innovative und traditionsreiche Genusskultur, Kulturgenuss und Lebensfreude“ definiert.

Die neue Kommunikationslinie für München Tourismus wurde auf Basis des Erscheinungsbildes der Landeshauptstadt München entwickelt und erweitert. Das neue Logo/Erkennungszeichen wird wie folgt beschrieben: „Die drei Symbole stellen die Identität der Stadt in den Fokus und drücken das typisch Münchner Lebensgefühl aus: Die Brezn steht für Genuss, die Türme der Frauenkirche repräsentieren die Kulturstadt und das Herz symbolisiert die Lebensfreude der Münchner.“ Der neue Claim „einfach München“ bzw. „simply Munich“ ist fester Bestandteil des Logos und fungiert gleichzeitig auch als Headline, um verschiedene Facetten der Stadt zu thematisieren, etwa „einfach ankommen“, „einfach Kultur“ oder „einfach Heimat“.

Ab Juli wird das neue Erscheinungsbild, das heute offiziell vorgestellt wird, in der ganzen Stadt zu sehen sein. Geplant sind großflächige Plakate, Anzeigen, Broschüren, Give-Aways und Onlinemaßnahmen, um, wie es in der Pressemeldung heißt, Gäste in München herzlich willkommen zu heißen und zu begeistern. Das offizielle Stadtlogo Münchens bleibt wohlgemerkt ebenso erhalten wie andere städtische Absendersignets, von denen es in München nicht eben wenige gibt.

Verantwortlich für das Erscheinungsbild zeichnet die Agentur Zeichen & Wunder.

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29 Kommentare zu “„einfach München“ – Neues Erscheinungsbild für München Tourismus

  1. Sorry, aber auch ich finde es zu beliebig und klischeehaft. Brezeln, Herz … gähn. Die Illustrationen an sich sind teilweise sehr schön, aber unterm Strich denke ich eher an Kindergeburtstag als an eine Stadt wie München.

  2. Ich selbst habe vor einigen Jahren auch das Thema „einfach …“ verwendet, es ging dabei um einfache/direkte Kommunikation einer Onlineplattform. Rückblickend vielleicht auch etwas öde … Ich frage mich wird „einfach …“ das neue „… & mehr“!? Das „einfach“ hier macht München leider etwas beliebig und austauschbar, die Stadt hätte mehr verdient. Auch verstehe ich Aussagen wie „einfach Heimat“ nicht – wenn man doch Gäste ansprechen will, dann kann es maximal „einfach zuhause“ heißen …!? Inhaltlich ist es somit nicht wirklich 100% überzeugend und ideal gelöst.

    Visuell hakt es auch an so manchen Ecken. Zum einen ist die Schraffur der Türme entgegen jener von Brezn und Herz, aber das ist bestimmt eine Geschmacksfrage. Die Farbigkeit ist ganz okay, aber in den Visualisierungen tritt neben den Logo Farben auch noch ein Rot in den Vordergrund. Dahinter kann ich kein klares Muster erkennen, von daher wirkt es relativ beliebig. Als letzten Punkt muss ich mich noch über die Schrift wundern – „einfach“ kleingeschrieben und in einer eng-laufenden Grotesk, „München“ in Versalbuchstaben in einer relativ geometrischen (siehe C) und dann für den Rest nochmals eine andere Schrift. Somit hat etwa der Bierdeckel vier Wörter in drei Schriften. Auch hier sehe ich keinen klaren Grund dahinter – es wirkt ein wenig zusammengewürfelt.

    Es ist nett, aber eben auch nicht mehr. Dabei hätte es noch viel mehr sein können – ich denke da z. B. an eine flexible Variante die es erlaubt, die Bildelemente auszutauschen. Liebe Zeichen & Wunder, ihr müsst doch zugeben, dass München mehr ist als Brezn, Frauenkirche und Herzlichkeit!? So sind Fußball, Olympia, Kunst oder Kultur mindestens genauso interessant für Gäste, von der Wiesn erst gar nicht zu sprechen …

  3. „Einfach“ hat immer einen ähnlichen Beigeschmack wie „simpel“. „Einfach gut…“ sind zum Beispiel zwei gleichstarke Gegensatzworte. „Einfach München“ dagegen verklingt allerdings mit einem leicht faden Nachgeschmack. Die „einfache“ Stadt München (auch wenn es das Tourismusbrand ist – steht es doch stellvertretend wie ein Mitarbeiter für eine Firma, für die Stadt ein“
    Da Logo assozieiert zudem mit seinen Icons die „Festmetropole“ … nutzen wir jetzt mal Unworte ;-) Den Kulturellen Mehrwert, den die Stadt eigentlich zu bieten hat, spiegelt die Darstellungsvariante nicht wieder. Fotostrecke wär vermutlich die bessere Wahl. Abstraktion durch Icons braucht eine bestimmte Qualität um etwas zu zeigen – die fehlt hier leider.

    Der Punktebierdeckel erinnert mich an „Metropole Ruhr“ – Ruhr 2010 und davon habe ich immer noch Schmerzen in den Augen.

    Der Löwe wie der Cannes Löwe …

    Meine Meinung :-)

    SF

  4. Da konnte sich wohl keiner auf ein Logo festlegen? Eine Reihung von drei Piktogrammen ergibt aber noch kein Logo. Außerdem sehr klischeehaft. Schade. Ein Blick auf die Entwürfe zu den Oktoberfest Plakaten hätte genügt.

  5. @Vroni: München ist ja auch eine eher weibliche Stadt. Schickimicki! Das paßt ganz gut mit den weiblichen Formen. Nur hätte man es dabei belassen sollen und nicht noch zwei weitere Icons dazugesellen müßen. München ist keine Comic-Stadt. Eher Langeweile. Von daher passt das schon alles so. Unfreiwillig gelungen wie ich finde.

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