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Ein zeitgenössisches Logo für COS

COS Logo
COS Logo, Quelle: COS

COS, eine zur schwedischen Unternehmensgruppe H & M Hennes & Mauritz gehörende Modemarke, hat seit kurzem ein neues Logo. Für das 2007 aus der Taufe gehobene Label ist es das erste Redesign.

2007 wurde auf der Regent Street in London die erste Filiale der skandinavischen Modemarke COS eröffnet. 2011 erfolgte der Launch des Onlineshops. Mittlerweile ist das Label mit 283 Filialen in Europa, Asien, Nordamerika, im Nahen Osten und in Australien sowie in online in 34 Märkten präsent.

COS bietet, so die Markenpositionierung laut Hennes & Mauritz , Produkte und Kollektionen, „die über die letzte Saison hinaus halten und dauerhafte Qualität mit zeitlosem Design vereinen“. Seit wenigen Wochen präsentiert sich die Modemarke COS mit neuem Logo.

COS Logo – vorher und nachher COS Logo – vorher und nachher, Bildquelle: COS, Bildmon…

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 28 Kommentare

  1. Sehr schöne Diskussion. Danke für den konstruktiven Input!

    Was die von Gerrit aufgeworfene Fragestellung anbelangt – ob Logos nicht viel stärker im Gesamtkontext betrachtet und bewertet werden müssten – kann ich nur sagen: Ja natürlich! Seit 2006, solange gibt es das dt mittlerweile, weise ich in Beiträgen und Kommentaren wie auch sonst in meiner Arbeit darauf hin: Eine Marke ist mehr als ein Logo! Und eine Marke wiederum ist mehr als die Summe ihrer visuellen Zeichen. (siehe Beitrag von 2013).

    Es ist müßig, ein Logo singulär und losgelöst von jeglichem Kontext rein nach formal-ästhetischen Kriterien zu bewerten. Auf diese Weise wird man nicht zum Kern der Marke vorstoßen. Deshalb sind in den allermeisten dt-Beiträgen zahlreiche Anwendungsbeispiele und Links zu den Websites der besprochenen Marken enthalten, sodass sich der Kontext, zumindest ansatzweise, erschließt. „Wer etwa Großes betrachten will, muss zuweilen ein paar Schritte zurücktreten“, siehe Beitrag über die visuellen Identitäten von Regierungen (2014).

    Im dt geht es nur vordergründig um Logos und Designs, vor allem geht es um Marken und Unternehmen und wie diese kommunizieren, insbesondere auf der visuellen Ebene. Abbildungen von Logos dienen im dt, so möchte ich es gerne verstanden wissen, als Aufhänger und Anlass sich mit der jeweiligen Marke zu beschäftigen. Deshalb müssen Vorschaubilder im dt auch nicht verändert werden ;-)

    Müssen wir unsere Scheuklappen öffnen, wenn wir “Logos“ bewerten?

    Unbedingt :-) Denn hinter jedem Logo steht eine Marke.

    1. Schön das ich zur Diskussion anregen konnte und ich wollte nie sagen, dass du den Gesamtkontext nicht beachtest. Es ging mir eher um einen schleichenden Prozess, der den Fokus immer weiter vom Logo wegbewegt und meine Wahrnehmung, dass sich diese Verschiebung – bzw das Rauszoomen – in der Diskussionsstruktur hier und anderswo noch nicht wiederspiegelt.
      Vllt so:
      Die monolitische Bedeutung des Logos nimmt im Design schneller ab als die Bewertung des Logos.

      1. Die monolitische Bedeutung des Logos nimmt ab? Sag das mal allen Kunden von Apple, Adidas, Nike, Ellesse, etc. … gut, andere Klientel, aber dennoch ein passendes, zeitgenössisches Gegenbeispiel dieser These!

        Ich kann Achim nur beistimmen, natürlich muss man das Logo IMMER im (Gesamt-)Kontext sehen. Aber dennoch denke ich, dass ein Logo die Bündelung aller Markenwerte, -ideen, -ansätze, -visionen und -inhalte darstellt oder darstellen kann. Es ist also DAS Kernelement schlechthin. Ich finde COS und andere nehmen sich viel Strahlkraft und tun sich langfristig keinen Gefallen.

      2. Ich sehe das Logo vielmehr als Hinweis und nicht als Bündelung auf deine angesprochenen Markenattribute. Es muss ein prägnantes Zeichen sein, dass Kundinnen an die Marke erinnert. Markenerlebnissen, Visionen, Erfahrungen usw. kommuniziert das Logo nur indirekt.

        Betrachte ich beispielsweise ein Logo einer Marke, die ich nicht kenne, kann es mir auch wenig über die Marke selbst kommunizieren. Das geht nur über konsequente Markenführung, Markenerlebnisse und gute Produkte.

      3. @Jonas
        Ja, da hast du Recht, bei einer mir fremden Marke kann ich nicht alles erkennen, aber beim Erfahren der Marke wäre schön wenn ich alle Werte im Logo wiederfinde oder zumindest kein Gegensatz entsteht. Mein Aspekt war vermutlich etwas unpräzise, denn eigentlich ging es mir dabei auch um die Wirkung nach innen. Kann ein Logo stellvertretend für die Marke das Symbol aller Markenwerte für die Mitarbeiter werden? Fühlen sich die Angehörigen des Unternehmens repräsentiert, oder denken sie: „wir sehen aus wie…“? Und wie verhält sich die Marke innerhalb eines Konzerns? Ich bin der Ansicht ein Logo muss eben doch wesentlich mehr können, als „nur“ dem Konsumenten zu gefallen.

    2. @Jürgen Schwarz
      Selbstverständlich :) Markenführung muss auch nach innen gehen. Gerade bei Marken wie COS transportieren Mitarbeiter die Werte des Unternehmens direkt an Kunden. Das können sie nur, wenn sie diese Werte auch leben. Eine Identifikation mit dem Unternehmen und dessen Erscheinungsbild sind dabei unabdingbar.

    1. Nein. Wieso fragen Sie? Wenn Sie in einem Folgekommentar freundlicherweise erklären könnten, was sich hinter diesem Begriff verbirgt, kommt vielleicht sogar noch etwas Konstruktives und Bereicherndes dabei rum.

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