Düsseldorf sucht das perfekte Haltestellenschild

Schild Haltestelle

Die Rheinbahn AG, Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs in Düsseldorf, sucht derzeit nach der perfekten Gestaltung für neue Haltestellenschilder. Notwendig wurde die Suche, da die geplante Einführung neuer Schilder im Februar 2016 alles andere als erfolgreich verlief. Um weitere Proteste seitens der Bürger zu verhindern, wurde nun eine wohl einzigartige Haltestellenschilder-Teststrecke eingerichtet.

Zum Hintergrund: Mit Eröffnung der Wehrhahn-Linie gingen im Februar 2016 vier neue U-Bahnlinien sowie sechs neue U-Bahnhöfe in Betrieb. Da sich seitdem auch die Strecken und Fahrpläne vieler anderer Bahn- und Buslinien geändert haben, entstand in Düsseldorf ein komplett neues Nahverkehrsnetz. Ein guter Zeitpunkt also, um die Optik der Schilder, die in ihrer jetzigen Form seit vielen Jahrzehnten bestehen, auf den neusten Stand zu bringen.

Die Schilder im Vergleich

Haltestellenschilder im Vergleich; links das alte Schild, rechts das im Februar 2016 eingeführte und vielfach kritisierte Schild, Quelle: Andreas Endermann / RP ONLINE

Links das alte Schild, rechts das im Februar 2016 eingeführte und vielfach kritisierte Schild mit einer in Arial gesetzten Schrift, Quelle: Andreas Endermann / RP ONLINE

Geplant war eigentlich, die Anfang des Jahres vorgestellten Schilder in neuer Gestaltung (in der Abb. oben rechts) zügig und flächendeckend einzuführen. Die Kritik an den Schildern, deren Schrift von vielen Bürgern als zu klein und schlecht lesbar erachtet wurde, wollte allerdings nicht abebben. Das Unternehmen versprach, die Kritik ernst zu nehmen, und so wurde der Austausch der Schilder zunächst einmal gestoppt. Somit geht das Projekt neue Haltestellenschilder für die NRW-Landeshauptstadt in die zweite Runde.

Auch auf Twitter äußerten sich Bürger kritisch zu dem im Februar in Teilen eingeführten Schildern:

Bürgerbefragung an der Haltestellenschilder-Teststrecke

Vor wenigen Tagen nun hat das Unternehmen Rheinbahn auf ihrer Facebook-Fanpage Fotos respektive Schnappschüsse von vier weiteren Entwürfen veröffentlicht, die an der ehemaligen Haltestelle „Heinrich-Heine-Allee“ vor Ort besichtigt werden können. Dort wurde eine Art Haltestellenschilder-Teststrecke eingerichtet, wie sie wohl einmalig sein dürfte (Abb unten).

„Haltestellenschilder-Teststrecke“ an der Heinrich-Heine-Allee, Quelle: Andreas Endermann / RP ONLINE

„Haltestellenschilder-Teststrecke“ an der Heinrich-Heine-Allee, Quelle: Andreas Endermann / RP ONLINE

Mit Vorstellung der weiteren Entwürfe wurden Bürger dazu eingeladen, ihre Meinung zu den vier Entwürfen kundzutun, via Facebook-Kommentar, per E-Mail oder, da zu bestimmten Zeiten entsprechende Mitarbeiter vor Ort bereitstehen, mündlich. Hierbei geht es wohlgemerkt nicht darum, den besten Entwurf zu küren, um diesen dann später zu realisieren. „Uns geht es um ein Stimmungsbild. Das fließt in unsere Entscheidung ein“, so Rheinbahn-Sprecher Georg Schumacher gegenüber der lokalen Presse. Die jeweils besten Elemente will man dann in einem Schild  zusammenführen. „Herauskommen soll am Ende das perfekte Schild“, ist Schumacher überzeugt.

Die vier neuen Schilderentwürfe

Nachfolgend möchte ich auf die Gestaltung der vier Schilder im Detail eingehen.

Entwurf 1

Rheinbahn Haltestellenschild Entwurf 1, Quelle: Andreas Endermann / RP ONLINE

Rheinbahn Haltestellenschild Entwurf 1, Quelle: Andreas Endermann / RP ONLINE

Abgesehen von der in weißer Schrift auf rotem Grund gesetzten Steignummer (in diesem Fall „1“) sind alle Textangaben in schwarz auf weißem Grund dargestellt. Die im Grunde überflüssigen Trennlinien erschweren die Lesbarkeit, da der Abstand zu den Namen hierdurch nach oben wie unten sehr gering ist. Die vorgestellten Liniennummern (U72, …) sowie besser gewählte Zeilenabstände, das zeigt Entwurf 2, sind als Ordnungselement völlig ausreichend. Fazit: Trennlinien raus, Zeilenabstände anpassen, Steignummer verkleinern und mit Entwurf 1 wäre man auf einem guten Weg.

Entwurf 2

Rheinbahn Haltestellenschild Entwurf 2, Quelle: Andreas Endermann / RP ONLINE

Rheinbahn Haltestellenschild Entwurf 2, Quelle: Andreas Endermann / RP ONLINE

Die Steignummer ist in weiß auf graublauem Grund gesetzt. Der Name der Haltestelle, ebenfalls in weiß gesetzt, wird in einem roten Balken eingefasst. Auffällig ist der hellblaue Hintergrund im oberen Bereich, mit dem das grün-gelbe Haltestellenzeichen hinterlegt ist. Wozu hellblau? Auffällig ist auch das Fehlen einer Schutzzone beim Haltestellenzeichen, wie sie für Logos üblich ist. In Bezug auf die Barrierefreiheit scheint fraglich, ob derart geringe Abstände nach der DIN-Norm 32975, auf die ich in diesem Artikel später noch eingehe, zulässig sind. Die Ziffern der Umsteigemöglichkeiten sind in rot dargestellt. In allen Fällen scheint das Kontrastverhältnis von Vorder- zu Hintergrund nach besagter DIN-Norm ausreichend zu sein. Symbole finden sich, im Gegensatz zu den anderen drei Entwürfen, im oberen Bereich positioniert, der in diesem Entwurf keine gute Figur macht. Je mehr Elemente im oberen Bereich platziert werden, beispielsweise wenn vier statt nur zwei Symbole angebracht werden müssen, umso schlechter die Wahrnehmung des Haltestellenzeichen. Fazit: Ein Entwurf mit Defiziten im oberen Drittel.

Entwurf 3

Rheinbahn Haltestellenschild Entwurf 3, Quelle: Andreas Endermann / RP ONLINE

Rheinbahn Haltestellenschild Entwurf 3, Quelle: Andreas Endermann / RP ONLINE

Ein vertikaler, roter Balken nimmt in diesem Entwurf alle Nummern auf, die des Steiges wie auch die der Bahn- bzw. Buslinien. Indem die Hausfarbe der Landeshauptstadt zitiert wird, kommt in allen neuen Schilderentwürfen gleichzeitig das Corporate Design von Düsseldorf zur Geltung. Grundsätzlich ist dies eine sinnvolle Maßnahme! Ob die Steignummer jedoch einen derart großen Raum einnehmen muss, scheint fraglich. In jedem Fall zu klein geraten ist in Entwurf 3 die eigentliche Bezeichnung der Haltestelle „Universität Ost / Botanischer Garten“. Hinzu kommt, dass der zu geringe Abstand zum Haltestellenzeichen die Lesbarkeit wie auch die Wahrnehmung erschwert. Fazit: In der Wahrnehmungshierarchie gehört die Haltestellenbezeichnung meines Erachtens vor bzw. oberhalb der Steignummer gesetzt. In Entwurf 3 ist die Wahrnehmung jedoch verkehrt herum. Das Auge erfasst erst die Steignummer und danach die Bezeichnung der Haltestelle. Durch die Verwendung des roten Balkens wird sehr viel Raum verschenkt. Anderseits kann der Balken durchaus als strukturgebendes Element punkten.

Entwurf 4

Rheinbahn Haltestellenschild Entwurf 4, Quelle: Andreas Endermann / RP ONLINE

Rheinbahn Haltestellenschild Entwurf 4, Quelle: Andreas Endermann / RP ONLINE

In Entwurf 4 erscheint die Haltestellenbezeichnung in senkrechter Form. Genau dies war einer der Hauptkritikpunkte, die Bürger Anfang des Jahres an der neuen Gestaltung bemängelten. Offen gesagt ist für mich unverständlich, wie einerseits von Seiten der Rheinbahn AG betont wird, man werde die Kritik der Bürger berücksichtigen, um andererseits dann einen solchen Entwurf vorzustellen, der aus Sicht des Themas Barrierefreiheit eine für Menschen mit Sehbehinderung nur schwer zu überwindende Hürde darstellt, übrigens nicht nur für diese Gruppe. Wer mag sich schon den Kopf verdrehen, wenn er sich orientiert. Fazit: Der Entwurf mit den größten Schwächen. Gerade vor dem Hintergrund der Proteste Anfang des Jahres hätte es einen solchen Entwurf eigentlich nicht geben dürfen.

Kommentar / Gesamtfazit

Fast müsste man die Düsseldorfer um ihre einzigartige Haltestellenschilder-Teststrecke beneiden, um ein solch partizipatives Design im öffentlichen Raum. Wie heißt es so schön: Design kann immer nur durch Versuch, Irrtum und Verbesserung entstehen. Mitten in einem solchen Prozess befindet sich derzeit die Rheinbahn, und alle können zuschauen beziehungsweise mitmachen. Denn anders als bei Designprojekten üblich, vollzieht sich dieser Prozess nicht in geschlossenen Räumen, sondern sprichwörtlich auf offener Straße. Die Teilhabe ist nur im ersten Moment ein Pluspunkt, weil es nämlich nur schwer nachvollziehbar ist, warum man die Bürger mit unfertigen Gestaltungsansätzen konfrontieren muss. Es gibt andere, bessere Wege.

Design orientiert sich stets am Menschen, insofern ist das Einholen von Meinungen seitens der Bürger eminent wichtig, was nicht heißt, dass diese die Form vorgeben oder dass sie die Gestaltung in einem quasi-demokratischen Vorgang (mit)bestimmen könnten. Für die Formgebung verantwortlich sollten geschulte Gestalter sein. Gesteuert wird ein Designprozess in aller Regel von einer Designagentur, die nicht nur für die Kreation verantwortlich ist, sondern darüber hinaus moderierend wirkt, etwa im Rahmen einer Befragung innerhalb von Fokusgruppen, in denen  Interessenvertreter VORAB um ihre Meinung gebeten werden, und zwar unter Ausschluss der Presse. Dass der Prozess gesteuert wird, kann ich in diesem Fall nicht erkennen. Dort wo eine gezielte Aktion gefragt wäre, erfolgt lediglich eine Reaktion. Immerhin, könnte man meinen. Aufgeschlossenheit ersetzt allerdings kein Konzept. Denn wer stets nur reagiert, zeigt damit eigentlich nur, dass er keine eigene Strategie hat.

Alle Schilderentwürfe, auch der im Februar präsentierte Entwurf, wurden von Mitarbeitern bei der Rheinbahn AG realisiert. Bei einem derart komplexen Thema eine bemerkenswerte Entscheidung. Schließlich geht es hier um weit mehr als um ästhetische Gestaltung, es geht vor allem auch um Barrierefreiheit. In beiden Fällen ist es gut, entsprechende Experten mit an Bord zu haben, die sich unter anderem mit der DIN-Norm 32975 auskennen. In der DIN-Norm 32975 ist die „Gestaltung visueller Informationen im öffentlichen Raum zur barrierefreien Nutzung“ definiert, so der Titel. Gegenstand der Norm ist primär der sogenannte Leuchtdichtekontrast, der bestimmte Mindestwerte erfüllen muss. Wichtig ist zudem bei der Gestaltung von Hinweisschildern unter diesem Aspekt, dass zwischen Wahrnehmbarkeit und Lesbarkeit unterschieden wird. So muss zum Beispiel ein Fahrplanaushang aus größerer Entfernung wahrnehmbar sein, damit man dann auf ihn zugehen und ihn aus nächster Nähe lesen kann. Eine Lesbarkeit aus größerer Entfernung ist nicht erforderlich (siehe nullbarriere.de). Die Verordnung gilt seit 2009. Im Rahmen eines detaillierten Lastenheftes seien umfassende Vorgaben berücksichtigt und eingehalten worden, etwa auch besagte DIN-Norm, so wurde mir gegenüber seitens Rheinbahn versichert. Die Entwürfe widerlegen diese Aussage jedoch, weniger weil Kontraste unzureichend wären, sondern weil Größen und Abstände meines Erachtens unzureichend sind und weil die um 90 Grad gedrehte Haltestellenbezeichnung die Lesbarkeit deutlich erschwert.

Keiner der mittlerweile fünf Entwürfe ist wirklich überzeugend, schon gar nicht der im Februar vorgestellte, bei dem die Schrift Arial zum Einsatz kommt. Eine Schrift, die für die Darstellung von Text am Monitorbildschirm entwickelt wurde und von der nicht nur Leute vom Fach wissen, dass sie insbesondere in kleiner Schriftgröße, wie man so schön sagt, zuläuft. Beispielsweise berühren sich die Buchstaben „rf“, wie es auf dem besagten Februar-Schild in „Derendorf“ eigentlich nicht zu übersehen ist. In den neuen vier Entwürfen setzt man hingegen auf die Frutiger, die sich bereits seit den 1970er Jahren als Schriftart für Leitsysteme bewährt hat und somit eine deutlich bessere Wahl darstellt. Die Frutiger ist zudem die Hausschrift der Rheinbahn AG. Schwer nachvollziehbar, dass man erst jetzt auf diese Schrift zurückgreift. Seis drum. Irrtum und Verbesserung. Allerdings sollte man nicht den gleichen Irrtum zweimal begehen, wie bei den um 90 Grad gedrehten Haltestellenbezeichnungen.

Man kann der Rheinbahn nicht vorwerfen, die Bürger nicht ausreichend einzubinden. Allerdings wirkt das ganze Prozedere um die Einführung neugestalteter Schilder doch ziemlich holprig und orientierungslos. Eine Begleitung durch eine auf dem Gebiet der Leitsysteme versierten Agentur hätte dem Projekt sicherlich gut getan. Überaus sinnvoll wäre es zudem gewesen, Informationen zu den jeweiligen Entwürfen und den hierfür geltenden Vorgaben parallel zu veröffentlichen, sodass für alle Bürger ersichtlich wird, warum jener Balken an den Rand gesetzt und diese Nummer in rot dargestellt wurde. Ein solcher Schritt, wie ihn etwa die Schweizerische Nationalbank im Rahmen der Vorstellung der neuen Banknoten kürzlich vollzogen hat, zeugt vom Willen um größtmögliche Transparenz und lässt ein Kommunikationskonzept erkennen. Die Rheinbahn AG hingegen veröffentlicht zum Teil unscharfe Schnappschüsse der Schilder auf Facebook und Fotos, auf denen ihr Hausfotograf Monteure verewigt. Auch das vermisse ich in Düsseldorf, ein Kommunikationskonzept.

Wie es mit dem Projekt nun weitergehen wird, weiß niemand, nicht einmal das Unternehmen selbst. Weder zum konkreten Zeitplan noch zur finalen Gestaltung erhält man derzeit eine befriedigende Auskunft. Kein sonderlich guter Ausweis für ein Unternehmen, für das eine bestmögliche Orientierung essentiell ist. Allein die Dialogbereitschaft seitens der Rheinbahn lässt hoffen, dass die Haltestellenschilder-Designgeschichte zu einem guten Ende finden wird. Als gebürtiger Rheinländer weiß ich: et hätt noch immer jot jejange.

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Und nun sind die dt-Leser gefragt.

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Die im Artikel verwendeten Fotos wurden freundlicherweise von der RP-Online-Redaktion bereitgestellt. Herzlichen Dank hierfür. Teile dieses Artikels sind als Kommentar auf RP-Online erschienen. Ebenfalls bedanken möchte ich mich bei dt-Leser Dao, der meinem Aufruf gefolgt ist und ebenso Bildmaterial zur Verfügung gestellt hat, unter anderem diese beiden Schilder, die ein sonderbares Hüpfen des H-Querbalkens offenbaren.

68 Kommentare zu “Düsseldorf sucht das perfekte Haltestellenschild

  1. Bei allem Respekt der guten Rheinbahn AG gegenüber, diese Leitsystementwürfe können nicht ihr Ernst sein. Vor allem Entwurf 1 wirkt wie vom Praktikanten in PowerPoint zusammengeschustert, obwohl selbst einem Menschen ohne „Auge“ für’s Design sofort auffallen sollte, dass die Inhalte auf dem Schild einfach nicht stimmig angeordnet sind..
    Anyway, unter den aktuellen 4 Entwürfen gibt es für mich aktuell keinen Gewinner.

  2. vom Praktikanten in PowerPoint zusammengeschustert

    Oink, oink, sagte das Phrasenschwein… m(

    Die Entwürfe sind allesamt nicht überzeugend.
    Corporate Identity gut und schön, aber warum muss eigentlich das Rad neu erfunden werden? Warum schaut man nicht einfach, wie es z.B. der HVV, die BVG, die LVB oder der MVV machen?

  3. Ganz vielen Dank für diesen Artikel! Selten haben wir eine solch gute Demonstration geliefert bekommen, dass eine hervorragend lesbare Schrift auch zu schlecht lesbaren Ergebnissen führen kann, wenn jemand meint, Softwarekenntnisse reichen für eine gute Gestaltung. Müsste die nicht bei der Größe und Form der Schilder beginnen? So viele Linienhinweise auf so wenig Raum — das ist sehr gewagt.
    Über die eine oder andere Formulierung im Artikel könnten wir jetzt gerne eine Weile diskutieren, aber das wäre eher kleinkariert. Etwa über die »versierte Agentur« — da bin ich der festen Überzeugung, dass es auch genügend Soloselbständige gibt, die es sehr gut machten.

  4. Ich würde auch sagen, dass man eher an der Größe der Schilder arbeiten sollte, wenn das H-Logo usw. schon fast die Hälfte vom Platz einnimmt und man dann rumschustern muss, um den eigentlichen Text noch irgendwo unterbringen zu können.

    • Das ist genau der Punkt. Die Schilder sind schlicht zu klein um die gesamte neue Textmenge, Icons und das große „H“ schlüssig zu positionieren und das ganze gut lesbar zu machen. Alle Vorschläge sind Notlösungen, wobei die Version von 2016 die zumindest optisch sauberste ist. Das Problem mit der gestürzten Schrift und der zu geringen Schriftgröße mal außen vor gelassen.

  5. Typisch Düsseldorf. Da wird wieder Kohle verbrannt, man man man. Da fasst man sich echt an den Kopf und fragt sich wie…? Hat da jemand nix zu tun? Was ein einfaches H so alle anrichten kann.

    Und jetzt kommen die Experten um die Ecke und präsentieren 4 Schilder die im Prinzip alle gleich sind. Da ist eins genauso schlecht lesbar wie das andere. Aber man hat zumindest mal probiert das H in die linke und mal in die Mitte zu schieben. Respekt für den Mut.

    Hat da einer das Briefing nicht gelesen? Gab es überhaupt eins?

    • Ich glaub nicht, dass viel Geld „verbrannt“ wurde: „ Alle Schilderentwürfe, auch der im Februar präsentierte Entwurf, wurden von Mitarbeitern bei der Rheinbahn AG realisiert.“
      Man sollte für solche Sachen halt ein bisschen Geld in die Hand nehmen und nen Profi ranlassen.

  6. Da surft man morgens auf RP-Online und sieht einen Artikel mit dem Titel „Design-Analyse – Keines der neuen Rheinbahn-Schilder ist wirklich überzeugend“. Dann dachte ich mir: „Moment, erstmal schau‘ ich ob das Design-Tagebuch vielleicht was dazu zu sagen hat.“. Und hey. Hier gibts einen Artikel. Also durchgelesen und zurück zu RP-Online. Als ich angefangen habe zu lesen, kam mir einiges bekannt vor bis ich schließlich den Autoren gesehen habe.
    Finde ich wirklich gut, dass es nun eine breitere Masse lesen kann!

  7. Muss man das ‚H‘ eigentlich in Schild belassen? Kann man das nicht auf den Pfahl setzen dann hat man genügend Platz für den Rest.

    • Sehr Richtig. War auch mein erster Gedanke. Das „H“ sollte doch als Kennzeichen ausserhalb des Rahmens stehen. So erkennt man von weitem, dass hier eine Haltestelle ist und bei näherem Betrachen werden dann Name der Haltestelle sowie die Zusatzinfos ersichtlich.

      • … und bei näherem Betrachen werden dann Name der Haltestelle sowie die Zusatzinfos ersichtlich.

        Sehr vernünftig. Ein Anfang in der Misere.
        Die Münchner Schilder sind zwar a bissi besser, aber auch überladen.
        Man braucht als Benutzer des ÖPNV ein Astro-Fernrohr vom Sauter mit Blick ins All.

  8. Während mir Entwurf 2 von der Idee noch am ahesten zusagt, krankt er an den gleichen Problemen wie die anderen Entwürfe.

    Das Schild ist für die Menge an Textinformationen offensichtlich zu klein. Eine Zunahme von 20-30% dürften notwendig sein um bei so vielen Linien Lesbarkeit zu gewährleisten und genug Raum zu schaffen, damit die ganzen Elemente nicht wie auf engsten Raum aneinander geklebt anmuten.

    Doch selbst dann müsste man in meinen Augen den Liniennummern noch mehr Aufmerksamkeit schenken und sei es nur durch eine schlicht größere Schrift.

    Es ist ein interessanter Weg diesen Weg der Entscheidungsfindung zu gehen. Aber hier kommt man sich irgendwie vor wie bei den amerikanischen Wahlen. Pest oder Cholera aber nichts mit dem sich gut arbeiten lässt.

  9. Danke für den Artikel, super, dass er auch in der RP-Online erschienen ist. Bin mal gespannt, was da noch kommt. Jetzt werden wohl die armen Rheinbahn-Mitarbeiter aus all den Kommentaren und Bürgermeinungen noch mal neue Entwürfe „basteln“. Für eine Stadt mit einer Design-Hochschule ein armseliges Ergebnis. Werd mich dann in Zukunft wohl lieber mit geschlossenen Augen an die Haltestelle stellen.

  10. Am besten lesbar (das wichtigste Kriterium) sind die Entwürfe 1 und 4. Wobei die 4 am modernsten aussieht. Eine winzige Veränderung am Entwurf 4 wäre die rote Markierung der U-Bahn-linie wie sie im Entwurf 2 vorkommen, da die Lesbarkeit und Textabgrenzung noch einmal verbessert werden würde.
    Mit dieser Änderung wäre der Entwurf 4 am besten geeignet!

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