So langsam nimmt die von Axel Springer SE bereits im Sommer dieses Jahres verkündete Neuordnung innerhalb der WELT-Gruppe Gestalt an. „Digitales Leitmedium für Qualitätsjournalismus“ wolle man werden, so das von den Unternehmenszentrale in Berlin ausgegebene Ziel. Dass dem Unternehmen das Digitale in die Wiege gelegt worden sei, kann man nicht eben behaupten.
Seit wenigen Tagen nun ziert ein neues Logo zahlreiche zur WELT-Gruppe zugehörige Nachrichtenangebote, so etwa das Nachrichtenportal Welt.de wie auch unterschiedliche Apps. Die veränderte Optik folgt der Implementierung des neuen Markendachs, unter dem alle journalistischen WELT-Angebote gebündelt werden. Hierzu zählen auch die Angebote des Nachrichtensenders N24, der seit zwei Jahren zur Axel Springer SE gehört. Künftig wird auch N24 WELT heißen, beziehungsweise „WeLT“, so zumindest die Schreibweise innerhalb der neuen Wortmarke.
„Wir wollen das Leitmedium für intelligenten und inspirierenden Journalismus sein“, so DIEWELT-Chefredakteur Jan-Eric Peters, der zum Jahresende das Unternehmen verlässt, nicht ohne der von ihm seit 2002 redaktionell geführten Nachrichtenmarke quasi noch einen Stempel zum Abschied aufzudrücken. Weshalb die Wortmarke „WeLT“ – diese ist nunmehr in fetten Lettern gesetzt statt in filigranen Serifen – über ein kleines „e“ inmitten der Großbuchstaben verfügt, kann auch…
So langsam nimmt die von Axel Springer SE bereits im Sommer dieses Jahres verkündete Neuordnung innerhalb der WELT-Gruppe Gestalt an. „Digitales Leitmedium für Qualitätsjournalismus“ wolle man werden, so das von den Unternehmenszentrale in Berlin ausgegebene Ziel. Dass dem Unternehmen das Digitale in die Wiege gelegt worden sei, kann man nicht eben behaupten.
Seit wenigen Tagen nun ziert ein neues Logo zahlreiche zur WELT-Gruppe zugehörige Nachrichtenangebote, so etwa das Nachrichtenportal Welt.de wie auch unterschiedliche Apps. Die veränderte Optik folgt der Implementierung des neuen Markendachs, unter dem alle journalistischen WELT-Angebote gebündelt werden. Hierzu zählen auch die Angebote des Nachrichtensenders N24, der seit zwei Jahren zur Axel Springer SE gehört. Künftig wird auch N24 WELT heißen, beziehungsweise „WeLT“, so zumindest die Schreibweise innerhalb der neuen Wortmarke.
„Wir wollen das Leitmedium für intelligenten und inspirierenden Journalismus sein“, so DIEWELT-Chefredakteur Jan-Eric Peters, der zum Jahresende das Unternehmen verlässt, nicht ohne der von ihm seit 2002 redaktionell geführten Nachrichtenmarke quasi noch einen Stempel zum Abschied aufzudrücken. Weshalb die Wortmarke „WeLT“ – diese ist nunmehr in fetten Lettern gesetzt statt in filigranen Serifen – über ein kleines „e“ inmitten der Großbuchstaben verfügt, kann auch…
Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.
Was haben die Serifen nur getan, dass sie niemand mehr gern hat?
Bei den GRÜNEN und der FDP erfreuen sich Serifen seit einiger Zeit großer Beliebtheit, wenn auch in der Slab-Spielart.
Man könnte ja jetzt mal behaupten, dass dieser Trend zu serifenlosen, simplen Schriften immer wieder von dem Gedanken ausgeht, dass man damit hip und modern wirkt (passt vor allem zur Pressemitteilung von Google).
Demnach folgen diese Parteien wohl mit den Slab-Serifen dem Vorwurf der Bevölkerung, sie seien altmodisch.
Die Welt ist eine andere geworden …
Ich bin kein Leser der Welt, dennoch hatte sich der Zeitungskopf in meinem Kopf festgesetzt. Ich kannte die Welt (visuell) sehr gut, ohne sie wirklich zu kennen. Der neue Look verwirrt mich und macht die Zeitung wesentlich “magazin-iger”. Vor allem der komplette Verzicht der Serifen bei Zeitungskopf, Headlines, Sublines und Co überrascht mich sehr. Vermutlich wollte man so eine bessere Lösung für alle analogen und digitalen Anwendungen schaffen. Ob das gelungen ist, wird sich zeigen, zumindest ist DIE WeLT ein wenig beliebiger geworden.
Schon auf den ersten Blick, hatte ich das runde “e” als Analogie zur Weltkugel gesehen. Für mich zu viel des guten – irgendwie will das kleine runde nicht zur restlichen Versal-Schreibweise passen. Generell ist der Verzicht auf Serifen sehr schade. Die mögliche Begründung, dass Serifen digital schlechter reproduzierbar oder lesbar wären stelle ich in Zeiten von hochauflösenden Displays, HD und Retina in Frage. Natürlich hat nicht jeder ein solches Gerät, aber die Entwicklung geht eindeutig in diese Richtung. Und wer sich nicht für Hightech interessiert, liest vermutlich ohnehin lieber analog seine Zeitung – und dafür haben Serifen ihr Können ja schon lange bewiesen.
Nur kurz zu FF Mark – sie ist bei MyFonts aktuell auf Platz 33 der Bestseller, also durchaus erfolgreich. Somit ist sie vielleicht doch auch zum Weg zu “Allerwelts-Serfienlosen” – naja zumindest wird sie nun aller WeLTs Serifenlose … ; )
Alles in allem sicherlich gut gemacht, aber ich finde den eingeschlagenen Weg nicht gut. Es macht natürlich Sinn die Marken unter einer Gruppe zusammen zu fassen, aber das geht auch anders. DIE WeLT folgt für mich eindeutig dem Google-Beispiel – stimmiger, einheitlicher Look, aber auch wesentlich beliebiger!
Ich frage mich, warum man das Blau der Meere im neuen Logo mit dem weiß der Kontinente getauscht hat. Das macht in meinen Augen keinen Sinn. Außer der Klimawandel ändert alles ;-) Nee wirklich jetzt, warum eine negative Welt gesetzt wurde entzieht sich meinem Verständnis völlig.
Oder kann mir jemand einen plausiblen Grund dafür nennen?
die WeLT — TYPO UND PHONETIK : SCHON BEI DER http://www.deutschesee.de LESE ICH IMMER “DEUTSCHES EE” //
Die WELT spricht sich nun plötzlich gelesen sehr “breid” aus – mit einem “eh” das an eine niederpreussische Aussprache erinnert – “die Wehlt ist aus den Fugen ..
“DIE O WeLT” kann ich gut lesen aber bei der kurzen Verwendung “WeLT” bekomme ich Schluckauf.
Ich finde den Abschied von der Serifenschrift positiv. Der alte Weltschriftzug sieht ebend immernoch aus wie eine Zeitung. Wenn sich das Unternehmen aber in Zukunft auch noch an unter 50 Jährige (Ausnahmen vorhanden) richten will, sollten sie wie ein zeitgemäßes Medienportal im Netz auftreten (die bestenfalls nebenbei noch Printzeitung machen). Da gefällt mir der neue Schriftzug mit dem kleinen e als Spielerei ganz gut.
Bei der Weltkugel wird ordentlich grafische Altlast “entschlackt”, der Fokus richtet sich in Zukunft mehr auf die farbigen Kontinente (dort wo alles passiert) und weniger auf den blauen Ozean – so zumindest meine bescheidene Erklärung zur Invertierung der Farbe.
Bei den Apps weiß die Welt jedenfalls, was sie tun. Die sind durchgehend sehr positiv designt.
Das beißt sich doch sehr. Erstmal “DIE” mit großem “E” und dann “WeLT” mit kleinem “e”… und dann noch die folgenden Wortbeispiele mit kleinem “e”.
Vielleicht soll es ein Zwischenschritt sein, bei dem in der Zukunft das jetzt runde “e” zur Weltkugel motiert. Damit wäre auch das Problem von PJ’s “DIE O WeLT” gelöst. Ist natürlich nur ein Randgedanke, dessen Umsetzung sicher auch optisch fragwürdig wäre.
Ich denke durch das kleine ‘e’ kann man (wie bei Bild ‘die Welt Eher’) das Wort Eher gleich der Welt zuordnen.