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Die Plakate zur Bundestagswahl 2013 – Teil 2

Nachdem Teil 1 der Wahlplakatbesprechung bereits Ende Juli veröffentlicht wurde, folgt heute nun der zweite Teil mit den Plakaten der SPD, der CDU und der FDP. Viel wurde bereits vor allem über die SPD-Plakate mit Angela Merkel als „Testimonial“ geschrieben, also keine lange Vorrede. Ich werde versuchen, die Dinge aus der Perspektive der visuellen Kommunikation heraus zu sortieren. Für reichlich Gesprächsstoff ist gesorgt.

SPD

SPD Wahlplakat Bundestagswahl 2013

„Wir wollen den modernsten Wahlkampf aller Parteien in Deutschland machen“, so formulierte Generalsekretärin Andrea Nahles anlässlich der Vorstellung der Plakate in Berlin die an die Kampagne gerichteten Ziele. Offenbar ist die SPD-Spitze der Ansicht, Negative campaigning sei Ausdruck einer modernen Gesellschaft, und so schießt sich die SPD in drei Motiven der Bundestagswahlkampagne auf den politischen (Haupt)Gegner ein.

Kanzlerkandidat Peer Steinbrück möchte Angela Merkel mit Hilfe der Plakate „vorführen“, wie er im Rahmen der Presseveranstaltung die anwesenden Gäste unumwunden wissen ließ …

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 39 Kommentare

  1. Ich bin auch ganz Vronis Meinung, was das “Merkel-Bashing” angeht. Das löst bei mir höchstens Sympathiegefühle gegenüber dem “Gebashten” aus.
    Soetwas sagt meiner Meinung nach nur denen zu, die sowieso schon SPD-Wähler sind.

  2. Die FAZ meint: Wohlfühlplakate!
    “Die Parteien tapezieren das Land mit Plakaten. Doch die Aussagen darauf sind so austauschbar wie nie zuvor. Markantes? Fehlanzeige.”

    Genauso isses.
    Aber was erwartet man von einem Land, in dem selbst die Fernsehkrimis zu Wohlfühlkrimis mutierten.

  3. Weiterer Auszug (FAZ, https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/parteien-werben-wahlkampf-mit-wohlfuehlplakaten-12541295.html ):

    Parteien gelten in der Werbebranche als schwierige Klientel

    Die Kampagne der Grünen findet denn auch in der Werbebranche noch am meisten Zuspruch. Insgesamt aber fällt das Urteil des bisherigen Wahlkampfs vernichtend aus: „Es ist grausam“, sagt Oliver Klein, der mit seinem Hamburger Beratungsunternehmen Cherrypicker Unternehmen und politische Organisationen in der Agenturauswahl berät. Es gebe keine relevanten Informationen, keinen Mehrwert für die jeweilige Zielgruppe. Stattdessen jede Menge „visuelle Umweltverschmutzung“, wie Klein sie nennt.

  4. Erst die Klage über vermeintliches „bashing“, jetzt plötzlich „Wohlfühlplakate“ … ?
    Und die FAZ (und diejenigen, die ihr zustimmen) sollte vieleicht sich mal die Plakate aller Parteien anschaun, nicht nur die der eigenen Klientel. Letztere sind nun wahrlich beliebig und austauschbar.
    Ich les da aber auch was von „für den gesetzlichen Mindestlohn“ oder „teilen macht Spaß: Millionärsteuer“. Ich hab schon gelesen „Waffenexporte verbieten! Auslanseinsätze beenden“. Für mich sind das „relevante Informationen“ (unabhängig davon, ob ich zustimme oder nicht). Und der Herr Oliver Klein sollt sich dann mal an der eigenen Nase fassen solang er Sachen wie „visuelle Umweltverschmutzung“ durch die Gegend floskelt.

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