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Die Piktogramme der Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang

Piktogramm der Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang
Piktogramm der Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang

In knapp vier Wochen beginnen im südkoreanischen Pyeongchang die 23. Olympischen Winterspiele. Die Piktogramme, die im Rahmen der Spiele in unzähligen Anwendungen zu sehen sein werden, sind an das koreanische Alphabet „Hangeul“ angelehnt. Ähnlich wie die koreanischen Schriftzeichen zeichnet auch die Piktogramme ihre Einfachheit in Bezug auf die Formgebung aus.

Piktogramme sind für das Erscheinungsbild einer jeden Olympiade von entscheidender Bedeutung. Sie kommen sowohl in Werbematerial, Infobroschüren, Leitsystemen wie auch im Rahmen der Berichterstattung durch die Medien (TV, Zeitungen, Web) zum Einsatz. Dementsprechend groß ist der Aufwand, der bei der Entwicklung eines solchen Piktogrammsystems betrieben wird, denn schließlich gilt es, sprachliche Barrieren mit Hilfe von Symbolik zu überwinden.

Die Olympischen Sommerspiele 1964 in Tokyo (Japan) waren die ersten, für die ein durchgängiges Erscheinungsbild inklusive Schriftenkonzept, Farbsystem und Piktogrammen entwickelt wurde. Mit den auf dem Prinzip der Einfachheit basierenden Piktogrammen für die Olympischen Sommerspiele 1972 in München, die unter der Leitung von Otl Aicher

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 17 Kommentare

  1. Im Großen und Ganzen finde ich diese Pictogramme sehr gelungen. Man muss schon genau hinschauen, um Kritikfähiges zu finden. Aber wenn man sucht, findet man auch was ;)

    Die Herleitung über die Schriftzeichen erzeugte zuerst Stirnrunzeln. Doch wenn man sich näher mit den Pictogrammen befasst, lassen sich immer mehr Parallelen finden. Bei asiatischen Schriftzeichen werden gewisse Formen und Kurven des Schriftzeichens in einem Zug geschrieben, dann wird der Pinsel, Federkiel (oder was auch immer) abgesetzt und neu angesetzt. Die einzelnen Pinselstriche sind beim fertigen Schriftzeichen immer noch klar erkennbar. Man lässt nicht bewusst Linien zusammenlaufen. Entweder gibt es klare Überschneidungen oder aber keine. Und auch die Duktusunterschiede der einzelen Striche, lassen sich gut auf die Pinselführung zurückverfolgen. So zumindest bei den primären, den fetten Linien für die Person.

    Bei den sekundären, den dünnen Linien für die Sportgeräte wird der Pinsel anders gehalten und geführt. Hier achtet der Kalligraph auf eine klare Linienführung. Gradliniger, sanfte Radien und ohne große Unterschiede in der Linienstärke. Sie sollen die primären Linien nur unterstützen und nehmen sich optisch zurück.

    Ich finde die Ausführungen fast durchweg sehr gelungen. Doch Kritik war angekündigt und soll auch folgen. Beim Bob könnte man kleinlich sein und darauf verweisen, dass die primären Linien das Sportgerät anstatt den Sportler darstellen, doch deren Körper sind ja IM Bob versteckt und somit wäre die Ausführung zu rechtfertigen, da man ja auch nicht auf die primären Linien verzichten kann. Und beim Symbol für “Luge” musste ich erstmal google, dass “Rennrodeln” damit gemeint ist. Wenn man das weiß, erkennt man den Rodler. Aber der ein oder andere (so wie ich) wird den ersten Denkanstoß brauchen. Mein erster Gedanke war: Warum gibt es zwei Skispringer? Ist “Luge” womöglich “Skifliegen”?

    Dass der Eishockeyspieler nur einen Arm hat, stört mich auch überhaupt nicht. Das gleiche “Phänomen” tritt auch bei anderen Sportarten (Biathlon, XC Ski, Curling, Eisschnelllauf) auf, und man müsste hier genauso argumentieren, dass der fehlende Arm nicht deckungsgleich wäre, wie bei manchem Pictogramm (Skeleton, Skispringen, Rodeln, Alpin Ski, Ski Cross).

    Und wenn man mal einen Blick über die Pictogramme vorangegangener Spiele vergleichend schweifen lässt, so haben die koreanischen Icons bei mir einen Platz in den Top 5 … wenn nicht gar Top 3 verdient.

    1. “Luge” hab ich auch erst nicht verstanden und für ne 2. Art Skispringen (Skifliegen) gehalten. Weiß man dass das auf Deutsch Rennrodeln ist, dann ist das Icon natürlich verständlich.

      Wo ist eigentlich der Artikel hin? Bei mir stehen da nur noch die anderen Piktogramme.

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