Die kranke Kasse

Kranke Kasse

Mal ein interessantes Pendant zu den üblichen Modellen einer Krankenkasse. Während die Branche ja eher als „Gesundheitskrankenkasse“ verstanden werden will, setzt die CityBKK mit der Idee der „Kranken Kasse“ auf ein gänzlich anderes Pferd. Durchaus gezielt, wie man annehmen darf.

DDB Berlin haben in Zusammenarbeit mit sirup und Goldener Westen eine Website aufgesetzt, die vor allem eine junge Zielgruppe ansprechen soll. Die Website fällt auf, gerade im Umfeld der Versicherungen. Ob Auffallen und die Mitleidsnummer ausreichen um Mitglieder zu gewinnen, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Ich wage einmal zu behaupten, dass sich kein Besucher mit dem Text des Leistungskatalogs beschäftigt. Wer sich dennoch mit dem kleinen weißen Text auf schwarzem Grund befasst, benötigt sicherlich im Anschluss einen Termin beim Augenarzt.In jedem Fall eine recht aufwändig inszenierte, sehenswerte und unterhaltsame Kampagnensite, auf der das Thema Krankenversicherung auf ungewöhnliche Weise behandelt wird.

36 Kommentare zu “Die kranke Kasse

  1. Servus,

    das Design finde ich gelungen, es bleibt aber Geschmackssache. Ich erwarte jedoch bei einer gute Krankenkasse auch mal was für den Geldbeutel und nicht nur ne fein gestaltete Internetseite. Da kann ich mir nämlich nix für kaufen. Ich setze liebe auf so Angebote die ohne Risiko Geld einbringen, wie hier dickerfisch. Das ist nämlich die neue Form der Direktkasse.

    Ich bin mal gespannt wie lange die Seite online ist…

    Greetz

  2. Das eigentlich witzige an der Seite ist einfach die Flash-Animation zwecks Bemitleidung. Ich muss sagen, dass ich es witzig finde, auch wenn es überhaupt keinen Mehrwert hat und man eigentlich auch nix lernt, außer Mitleid zu ernten.

  3. Also…Mit Sicherheit gehöre ich nicht zur Zielgruppe( gerade 40 geworden) und meine Augen brauchen auch erst mal eine Auszeit, um sich an normale Verhältnisse zu gewöhnen, dennoch….Ich habe eben und SOFORT meine Kasse gewechselt. Vielleicht weil ich ein extremer Sparfuchs bin. Ich weiß, dass eine große KK dahinter steht, die schon seit Jahren existiert, welches Risiko gehe ich also ein? Der harte Konkurrent war die mhplus. Ich habe hin und herüberlegt, gelesen unfd gelesen- die mh ist wirklich herausragend- auch eine super aufgemachte Seite haben die, man findet sich sofort zurecht, alles ist sehr übersichtlich gestaltet. Doch die 300 Euro und die nette Designerkrate waren zu verlockend, obwohl die Karte wirklich nicht das Hauptaugenmerk war- nur ein kleines Bonbon…
    Die KK, bei der ich bis heute noch war, hat in der Zwischenzeit auch 2x fusioniert. Vor solchen Aktionen habe ich keine Angst- ist doch eher ein Vorteil, wenn sich die Kasen als Großes zusammenschließen. Mehr Einheit, mehr Transparenz…Also, was solls…
    Und ich möchte noch anmerken, dass das Angebot nicht unseriös o.ä. sein kann. Die Kassen sind an gewisse gesetzliche Richtlinien gebunden.
    Hey, 300 Euro Rückzahlung und eine sehr hohe Präventionszuzahlung- ist doch super!!!
    Die Seite ist total witzig aufgebaut und klasse anders- großes Lob an die Designer!!!! Mal anders als die Anderen. Und wenn man Erfolg haben will, muss man anders sein, sich zumindest abheben- und das tut die Kranke Kasse.
    Wie oft wird eine scheinbare Seriösität dargestellt und es verbirgt sich Schund/ Betrug dahinter. Also die Aufmachung hat doch damit nichts zu tun. Jaja, die Deutschen und ihre geliebte Stur- und Steifheit…
    Wenn dies hier jemand von der Kranken Kasse liest: Ich würde das Design etwas augenfreundlicher gestalten- Danke!!! Ich hab tatsächlich immer noch Probleme- Nörgel…

    Petra

  4. Tja, und nach diesem schleimigen Auftritt mit Ranschmeiße an die Zielgruppe, mit Blödelblogs und Dummdeutsch hat sich die Krankheit der “Kranken Kasse” dermaßen kritisch entwickelt, dass sie im Mai 2011 zusammen mit der Mutter City BKK ihren letzen Seufzer verröchelt hat. Und keinen hat’s gekratzt. Bis auf die Mitarbeiter vielleicht, die jetzt erst mal in der AOK parken müssen, und die Vorstände natürlcih , die nun nach einer neuen Kasse Ausschau müssen, die sie unter Garantie in nullkommanix zum Pflegefall machen werden. Aber wie es so schön heißt: Lebbe geht weiter!

    Und der Herr Kay Karstensen? Was macht der nun? Ganz einfach: Er wird sein neu-mediales Marketing-Bla-Bla, sein e-dialog-know-how, kurz: sein Kommunikations-Genie einer anderen Kasse antragen und dort wieder einen “total-suuuper-elektronischen Angriff auf die Zielgruppe starten. Vielleicht hat er sich ja vom Unterschichten-TV inspirieren lassen und meint, wer bereit ist vor Sendungen wie Dschungelcamp usw. ins Verblödungs-Nirwana hinüberzudämmern dem schmeckt auch die rosa Luft aus der Wundertüte City BKK.

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