Die „Kontiki“ treibt zwischen Holzschnitt und Digitalzeitalter

Kontiki Font Cover, Quelle: Felix Braden

Der Charme von manuell hergestellten Drucksachen hat heute mehr denn je einen besonderen Wert, denn sie sind Ausdruck für Qualität und guten Geschmack. Mit der Kontiki lässt sich ein Druckbild erzeugen, das dem eines traditionellen Holzschnitts ähnelt. Im dt werden zwei Lizenzen der Schrift verlost.

Manuell hergestellte Produkte sind trotz oder gerade aufgrund fortschreitender Digitalisierung gefragter denn je. Ein Trend, der sich auch in der Druckindustrie und im Typedesign widerspiegelt. Für die Erstellung der Kontiki wurden 193 Glyphen per Hand aus fünf Holzplatten geschnitten und manuell gedruckt. Aus unzähligen Testdrucken wurden schließlich die interessantesten vier ausgewählt und digitalisiert um die unterschiedlichen Schnitte der Kontiki zu erstellen. Zu jedem der 560 Zeichen bietet die Schrift vier verschiedene Druckbilder. Gestaltern bietet sich so die Möglichkeit zu variieren und ein bewegtes Schriftbild nach eigenen Vorstellungen zu schaffen.

Kontiki Documentation Printing Wood, Quelle: Felix Braden

Entwurfsprozess

Entworfen wurde die Kontiki von dem in Köln lebenden freischaffenden Schriftgestalter Felix Braden (Foundry Floodfonts). Braden begann zunächst damit bei einer seiner Lieblingsschriften, der Century Schoolbook, den Wechselstrich zu reduzieren, um auf dieser Basis eine Clarendon zu zeichnen. Ein leichter und ein fetter Schnitt wurden digitalisiert um daraus einen halbfetten Schnitt zu interpolieren und in Holz zu schneiden.

Nach Testläufen mit verschiedenen Materialien und Größen, entschied er sich für einen Holzschnitt mit einer Schriftgröße um 150 Punkt und schnitt einen kompletten Schriftsatz auf fünf Druckplatten. Auch beim Papier waren viele Testdrucke nötig. Letztendlich fiel die Wahl auf ein mattgestrichenes Druckerpapier mit glatter Oberfläche denn auf rauen Papieren sind die Druckeffekte kaum sichtbar und gehen durch die starke Papierstruktur verloren. Jede Platte wurde in einer Auflage von 30 Stück gedruckt und jeweils vier Qualitäten für die Digitalisierung gewählt: Ein normaler Druck, einer mit halber Kraft und zwei Folgedrucke ohne neuen Farbauftrag.

Kontiki Documentation CuttingWood, Quelle: Felix Braden

Danach wurde der komplette Satz gescannt und alle Glyphen eines Druckgangs in einer Bilddatei gesammelt. Um einfache Pfade für die Vektorisierung (mit Georg Seiferts Glyphs-Erweiterung „Trace Image“) zu bekommen mussten die Bilder mit einem Weichzeichner und dem Helligkeit-interpolieren-Filter in Photoshop bearbeitet werden denn in einem gut funktionierenden Font sollten die einzelnen Glyphen nicht mehr als 1000 Punkte und nur gerade Konturlinien besitzen. Danach wurden alle Zeichen in Glyphs bearbeitet, optimiert und die Fonts generiert.

Kontiki Documentation Choosing Prints, Quelle: Felix Braden

Kontiki enthält Versal- und Mediävalziffern für Fließtext und Tabellensatz sowie mathematische Zeichen und gängige Währungszeichen in allen vier Schnitten. Um den Bedürfnissen der globalen Kommunikation gerecht zu werden bietet Kontiki eine umfangreiche Sprachunterstützung für alle west-, ost- und mitteleuropäischen Sprachen. Konzipiert und entworfen wurde die Kontiki im Hinblick insbesondere auf den Einsatz in Werbung, Verpackungs-, Editorial- und Corporate Design.

Wenige Tage nach Veröffentlichung ist die Kontiki bei MyFonts bereits unter „Hot new fonts“ gelistet. Bis zum 17. November gibt es die Schrift dort zu einem um 50 % reduzierten Preis.

Verlosung

Für dt-Leser stehen zwei Schriftlizenzen der Kontiki Pro zur Verfügung. Außerdem werden fünf Original-Drucke (Abb. unten) als Gewinn ausgelobt. Felix war so freundlich, beides für die Verlosung hier im dt bereitzustellen.

Wer eine Lizenz oder die Original-Drucke gewinnen möchte, möge bitte bis zum 17. Oktober einen Kommentar hinterlassen, in dem eine oder mehrere der folgenden Fragen beantwortet werden: Wo ist dir in jüngster Zeit „Handmade/Used-Look“ aufgefallen? Fühlst du dich von einem so gestalteten Produkt oder einer Verpackung angesprochen? Wie bewertest du den Trend in diesem Bereich? Möglicherweise stellst du ja auch selbst handgefertigte Produkte her und kannst davon berichten. Im Kommentar bitte auch „#Lizenz“ oder „#Originaldrucke“ angeben, damit ersichtlich ist, welcher Gewinn es gerne sein darf. Mehrfachkommentare nehmen an der Verlosung natürlich nicht teil.

[Edit 15.10.2018, 12:12 Uhr: Im Beitrag hieß es zunächst unter Verlosung, dass Original-Druckplatten verlost werden. Tatsächlich stehen jedoch fünf Originaldrucke im Rahmen der Verlosung für dt-Leser bereit. Dementsprechend wurde der Beitrag angepasst.]

Mediengalerie

23 Kommentare zu “Die „Kontiki“ treibt zwischen Holzschnitt und Digitalzeitalter

  1. Der Handmade „Look“ fällt mir tatsächlich seit einiger Zeit bei etlichen Produkten auf (siehe der von dir angesprochene Trend). Das meiste davon fällt dann eher unter die Kategorie „Retro-lookalike-hipster-chic“ und ist oft auch mehr gewollt als gekonnt – Vor allem bei Logogestaltung, auf Etiketten (Gin, Bier, Lebensmitteln usw.). Was mich eher fasziniert, ist, wenn Designer tatsächlich den steinigen Weg gehen und – das hier gezeigte Beispiel illustriert dies ganz gut – was eigenes, eigenständiges Erschaffen. Witzigerweise könnte das Ergebnis, nämlich der Font, vielen Gestaltern dienen, auf den o. angesprochenen „steinigen Weg“ zu verzichten (was selbstverständlich durchaus legitim ist) und „nur“ Look-Alikes zu produzieren. ;)

    Angesprochen fühle ich mich generell dann, wenns zum Produkt passt und (siehe Punkt oben) wirklich gut gemacht ist. Das bedeutet natürlich vor allem die gestalterische Qualität betreffend, unabhängig davon ob „Lookalike“ oder „echt“. :)

    Wenn der „Trend“ bedeutet, dass mehr selbstgemacht, selbst angebaut, selbstgebraut oder selbstgekocht wird, kann ich das ja eigentlich nur gut finden. Offenbar inspiriert er ja ziemlich viele Menschen – ob Handwerker, Designer, oder einfach Menschen, die Bock drauf haben – zu eigenen Dingen, handgemachtem und zu „Back to Basics“. :)

  2. Moin,
    erstmal zur Schrift: Ich bin begeistert vom finalen Ergebnis und der Hingabe und dem Aufwand, der betrieben wurde, um die bestmögliche Optik zu erreichen. Wirklich gute Arbeit.
    Inspiriert von einem Handmade-Look wurde ich das letzte mal von Berlin Genuino. Eine Marke für men’s care eines argentinischen Frisörsalons (Salon Berlin). In diesem Fall empfand ich die Aufmachung der Produktreihe sehr ansprechend und auch passend. Vielleicht nicht gerade etwas außergewöhnlich neues, aber der Handmade-Vintage-Look wurde hier perfekt umgesetzt.

    Es wird natürlich immer auffälliger, dass mehr und mehr Marken mit diesem Trend mitziehen wollen und dies nicht immer so gut gelingt wie es gewollt ist. Vor allem bei Lebensmitteln, Säften, Softdrinks … alles, was ein Gefühl von Frische und Handarbeit vermitteln soll. Ob diese Optik immer die richtige Wahl ist, ist fraglich. Ich bin vor allem ein Freund von wirklich handgemachten Fonts oder Schriftzügen und liebe es auch selbst kalligrafische Textelemente in Designs zu verwenden. Mit Brush-Fonts und ähnlichem könnte man meiner Meinung nach etwas sparsamer sein.
    #Originaldrucke

  3. Für mich ist das ein sehr schönes Ergebnis. Es ist aber nicht der einzige oder erste Brush-Font, der einer besonderen Erwähnung bedarf (Nexa Rust Font). Der Trend ist ja nicht brandneu… eher langsam im Mainstream angekommen. Das positive ist der gut ausgebaute Glyphensatz, den viele Brush-Fonts vermissen lassen.

    Wo ist dir in jüngster Zeit „Handmade/Used-Look“ aufgefallen?
    In der Lebensmittelindustrie, vor allem bei “Bio-” bzw. Lifestyle-Produkten (Outdoor, Print-Magazine) sehe ich klar diesen Trend. Dort ist es mir teilweise zu inflationär im Einsatz. Aber es freut mein Auge trotzdem, öfters andere Aufmachungen als den (technisch überholten) Grotesk-Einheitsbrei zu erblicken.

    Fühlst du dich von einem so gestalteten Produkt oder einer Verpackung angesprochen?
    Ja, ich kann mich damit sehr gut anfreunden, denn es gibt dem Produkt eine sehr spezielle Note. Das kann aber in die Hosen gehen, da bestimmte Produkteigenschaften außer Acht gelassen werden und mir damit nur wie ein Abklatsch erscheinen, weil da gerade der BRUSH-Zug durch’s mediale Dorf donnert.

  4. Wo ist dir in jüngster Zeit „Handmade/Used-Look“ aufgefallen? – In Regensburg und Umgebung gibt es ein tolles Outdoor-Magazin, die Cooper. Die bringt diesen Used-Look richtig gut rüber!
    Fühlst du dich von einem so gestalteten Produkt oder einer Verpackung angesprochen? – Definitiv, es wirkt einfach alles nicht so klinisch-steril, sondern “näher am Alltag”. Fast wie selbstgemacht. Dadurch sieht es aus als wäre alles mit mehr Liebe gemacht.
    Wie bewertest du den Trend in diesem Bereich? – Ab und zu passt die Gestaltung nicht zum angebotenen Produkt. Sowas finde ich dann schade, wenn man einfach auf den Trend aufspringen will ohne dass es Sinn hat. Aber meistens finde ich die Gestaltungen schön und würde mich freuen, diese auch öfter zu sehen.

    Die Schrift finde ich übrigens auch sehr schön und ich würde mich freuen, sie in mehrere Projekte einzubinden!

  5. Wo ist dir in jüngster Zeit „Handmade/Used-Look“ aufgefallen? >> Vor allem Im Supermarktregal bei Produkten, die keineswegs handgemacht sind, aber genau das suggerieren sollen – vor allem bei Müslis und anderen Getreideprukten und allem, was “Bio” ist bzw. so wirken soll. >>Fühlst du dich von einem so gestalteten Produkt oder einer Verpackung angesprochen? >> Auf jeden Fall – vermutlich bis der Trend irgendwann überhand nimmt. >> Wie bewertest du den Trend in diesem Bereich? >> Ästhetisch gesehen als erfrischend und wohltuend. Er bdient das Bedürfnis nach Handgemachtem statt Industrieware. Er funktioniert aber nur, solange es authtisch wirkt und die Schrift auch zum Produkt passt – Pseudo-handgemachte Lettern zum Industrie-Müsliriegel sind ein billiger und durchschaubarer Trick. Echt handgefertigte hingegen, so wie hier vorsgestellt, sind eine großartige künslterische Arbeit und passen hervorragend für Karten, Plakate usw. Hier besteht dann auch kein Widerspruch zwischen Typo und Produkt. Ach ja, und gewinnen würde ich am liebsten die #Originaldrucke! :-)

  6. Fühlst du dich von einem so gestalteten Produkt oder einer Verpackung angesprochen?
    Prinzipiell schon – aber nur wenn es gut gemacht ist und der Handmade-Charakter authentisch zum Produkt passt.

    Wie bewertest du den Trend in diesem Bereich?
    Ich denke im industriellen Verpackungsdesign wird es ein Trend sein, der nach einiger Zeit aufgrund einer visuellen Übersättigung wieder verschwinden wird. “Echte” handgemachte Gestaltung wird in Zukunft sicherlich immer eine starke Rolle spielen, weil sich der Mensch m. M. nach bei all den digitalen Angeboten hin und wieder nach realem und haptischem sehnt. Ich denke, dass dies gerade in den Bereichen Food/Café/Restaurant lange verankert sein wird.

    #Originaldrucke

  7. Wo ist dir in jüngster Zeit „Handmade/Used-Look“ aufgefallen?
    Überall wo ein Hipster angesprochen werden soll

    Fühlst du dich von einem so gestalteten Produkt oder einer Verpackung angesprochen?
    Nunja, wenn es gut gemacht ist

    Wie bewertest du den Trend in diesem Bereich?
    Wenn es aus dem Handwerk entsteht finde ich es gut

    #Lizenz #Originaldrucke

  8. Oh. Wow. Tolle und durchdachte Kommentare!
    Mir fällt im Bezug auf “Handgemacht“ zuerst der Usedlook ein, der eigentlich überall zu finden ist, egal ob bei der Kleidung oder Möbeln. Den Shabbychick hab ich sogar leicht über.
    Trotzdem mag ich selbst gemachte und gut gemachte Produkte sehr und würde mich eher dafür entscheiden. Back to Basic. Da steckt viel Herzblut und Leidenschaft dahin. Und man sollte immer einen Kollegen unterstützen ;)

  9. Wo ist dir in jüngster Zeit „Handmade/Used-Look“ aufgefallen?
    Na, quasi überall :-). Besonders im Gastrobereich und Einzelhandel. Ob das McDonalds, eine Kettenmetzgerei oder hippe neu eingerichtetete Cafes sind: Alle zeigen mehr oder weniger gelungenes Handlettering und betonen mit dem Handmade/Erdigen/texturierten/haptischen Look einerseits die Assoziation das “handgemacht” immer besser als z.B. “industriell gefertigt” sei und natürlich die ewige Individualität. Gerade bei den Massenmärkten z.B. im Fast-Foodbereich hat das schon was Witzig-Paradoxes.
    Grundsätzlich will ich das aber gar nicht verteufeln, während mich zwar einerseits der “Erfolg” und somit übermässige Einsatz dieses Looks stört, freue ich mich doch, dass da immer wieder auch wirklich gute Gestaltung mit dabei ist. Gerade frei “geletterte” Speisekarten an der Wand sind heute zwar nicht wirklich originell, oft aber wirklich toll gemacht.

  10. Wo ist dir in jüngster Zeit „Handmade/Used-Look“ aufgefallen?
    Das letzte Mal wirklich nachhaltig aufgefallen auf einem Plakat in Berlin. Ich dachte mir: »Oh schon wieder die Nexa Rust.« Ich verwende die Schrift selbst auch gerne, aber sie ist nun wirklich schon oft im Einsatz.

    Fühlst du dich von einem so gestalteten Produkt oder einer Verpackung angesprochen?
    Ja, absolut. Aber es muss zur Marke passen, sonst wirkt es unehrlich und wenig authentisch. Außerdem ist es dann nicht nachhaltig gestaltet.

    Wie bewertest du den Trend in diesem Bereich?
    Der Trend ist mittlerweile wirklich in jedem Gestaltungsbereich angekommen und es wird schwieriger, sich von anderen abzuheben. Also: Lieber mal etwas ohne Vintage-Look kreieren oder sich so sehr ins Zeug legen, dass man am Ende etwas wirklich Einzigartiges im Used-Design in den Händen hält. Am besten richtig handgemacht: basteln, malen, kleben, kopieren, zeichnen, … und dann digitalisieren.

    Ich würde unser stilles Örtchen gerne mit #Originaldrucke versehen.

  11. Wo ist dir in jüngster Zeit „Handmade/Used-Look“ aufgefallen?
    Im Supermarkt. Gefühl jedes zweite Produkt, Limonade, Butter, Schokolade, Marmelade, Bier …, weist Handmade/Used-Look Merkmale auf. Meistens aber eher unecht.

    Fühlst du dich von einem so gestalteten Produkt oder einer Verpackung angesprochen?
    Eigentlich schon. Wenn es wirklich handmade ist, mag ich das sehr.

    Ich würde mich sehr über die unikalen #Originaldrucke freuen.

  12. Wo ist dir in jüngster Zeit „Handmade/Used-Look“ aufgefallen?
    Tatsächlich so ziemlich überall. Plakate setzen wieder mehr auf derartige Fonts, aber besonders auch im Supermarkt, braune Papieroptik mit “gedruckten” Buchstaben…

    Fühlst du dich von einem so gestalteten Produkt oder einer Verpackung angesprochen?
    Eigentlich schon, irgendwie verbinde ich das mit Wertigkeit.

    Wie bewertest du den Trend in diesem Bereich?
    Leider ist es tatsächlich als Trend zu bezeichnen, und das bedeutet, das es so ziemlich jeder macht. Ich befürchte, früher oder später geht damit genau die oben genannte Wertigkeit kaputt.

    Ich würde mich über eine #Lizenz freuen.

  13. Wo ist dir in jüngster Zeit „Handmade/Used-Look“ aufgefallen?
    Bei einem neu eröffneten Sushistand bei mir um die Ecke. Der ganze Stand war ein einziges Klischee, weswegen ich mich den anderen Kommentatoren nur anschließen kann. In letzter Zeit wird zuviel als “handmade” verkauft.

    Fühlst du dich von einem so gestalteten Produkt oder einer Verpackung angesprochen?
    Ich habe eine Schwäche für Selbstgemachtes. Das beschränkt sich aber tatsächlich hauptsächlich auf Holzarbeiten und/oder Dekoartikel. Bei Konsumprodukten (insbesondere im Supermarkt) spricht mich bspw. “regional” mehr an.

    Wie bewertest du den Trend in diesem Bereich?
    Grundsätzlich begrüße ich alles Richtung Handmade. Allerdings sind sehr viele Produkten eben nicht “handmade”, sondern Massenware, wodurch die Fassade des Unternehmens relativ schnell bröckelt. Auf der anderen Seite kann ich die Marketing-Menschen verstehen, die verstanden haben, dass “handmade” aktuell sehr viele Menschen anlockt. Ich persönlich freue mich, wenn der Trend vorbei ist und “handmade” wirklich wieder Selbstgemacht bedeutet.

    Ich würde gerne den ganzen Tag einen der #Originaldrucke anstarren.

  14. Wo ist dir in jüngster Zeit „Handmade/Used-Look“ aufgefallen?
    Auch mir fällt dieser Look fast überall auf. Von Fastfood über Supermärkte bis Prospekte im Briefkasten. Alle bedienen sich diesem Trend, die einen besser, die anderen schlechter. Kreide auf Schiefertafeln ist ja ebenfalls sehr beliebt. Interessant fände ich, nochmal nachvollziehen zu können, wer damit angefangen hat und warum, und wie es sich dann weiter verbreitet hat. Das ging ja so schnell, dass ich da absolut den Überblick verloren habe.

    Fühlst du dich von einem so gestalteten Produkt oder einer Verpackung angesprochen?
    Ja, ich fühle mich schon sehr davon angesprochen. Natürlich nur, solange es authentisch wirkt. Wenn der Computerspezialist von Nebenan jetzt auch auf den Zug aufspringen würde, wäre das natürlich ein No-Go.

    Wie bewertest du den Trend in diesem Bereich?
    Wie immer bei Trends, kann das auch schnell mal nerven. Wenn ich beim Spaziergang durch die Fußgängerzone oder Surfen im Netz nur noch diesen Look sehe, freue ich mich auch wieder über etwas anderes. Trotzdem, gut gemacht gefällt mir das sehr gut. Begeistert bin ich auch davon, dass es Künstlern und Designern viel mehr Möglichkeiten gibt, sich durch “Handlettering” oder Holzschnitt auszudrücken bzw. damit Geld zu verdienen.

    Möglicherweise stellst du ja auch selbst handgefertigte Produkte her und kannst davon berichten
    Leider bisher noch nicht. Aktuell hat meine Agentur einen Auftrag eines Weinguts, bei dem sowas aber konkret ansteht.
    Ich selbst verarbeite in meiner Freizeit gerne Holz, baue kleinere Möbelstücke. Aktuell nur für mich selbst, ich spiele aber hin und wieder gerne mit dem Gedanken, das ein wenig auszuweiten. Da würde ich auch mit diesem Stil spielen, aber das ist aktuell alles andere als konkret.

    Mir würden beide Gewinne sehr gefallen, aber natürlich könnte ich mit der #Lizenz mehr anfangen.

    Liebe Grüße
    Christian Hockenberger

  15. Wo ist dir in jüngster Zeit „Handmade/Used-Look“ aufgefallen?
    Ich schließe mich meinen Vorrednern an: Der “handgemachte” Look findet sich in den letzten Jahren auf unzähligen Verpackungen und Brandings, die ein “authentisches” und “ökologisches” Image erzielen wollten.

    Fühlst du dich von einem so gestalteten Produkt oder einer Verpackung angesprochen?
    Leider hat gerade durch den so inflationären Gebrauch die handgemachte Optik einen großen Teil ihres Charmes und – vor allem – ihrer Ehrlichkeit eingebüßt. Meist wirkt sie wenig glaubhaft, gerade da das Produkt so offensichtlich nicht handgemacht ist.

    Wie bewertest du den Trend in diesem Bereich?
    Ich würde mir wünschen, dass der Trend bald stärker abflacht. Momentan weiß man zwischen den ganzen pseudo Produkten echte handgemachte Arbeit kaum noch zu würdigen (Beispielsweise hat mich auch leider die Vorschau zu diesem Beitrag erst abgeschreckt).

    Als großer Anhänger historischer Schrift fiel mir der erste der #Originaldrucke sofort ins Auge. Gerade beinahe ausgestorbene Zeichen wie das Thorn oder Eth, die man heute höchstens noch im Isländischen findet, haben da ihren eigenen Reiz.

  16. Wo ist dir in jüngster Zeit „Handmade/Used-Look“ aufgefallen?
    Mittlerweile sieht man diesen Look ja so ziemlich überall, besonders in Werbeprospekten die jedoch auf keinen Fall handgemacht sein können. Auch gerade auf Etiketten von kleinen Brauereien, auf die es, meiner Meinung nach, wirklich gut passt.

    Fühlst du dich von einem so gestalteten Produkt oder einer Verpackung angesprochen?
    Diese Gestaltung spricht mich auf jeden Fall an, da sie sich abhebt. Besonders gefällt sie mir jedoch in einem passenden Zusammenhang.

    Wie bewertest du den Trend in diesem Bereich?
    Ich finde es schade, dass so ziemlich jeder auf diesen Trend aufgesprungen ist und er somit langsam etwas “ausgelutscht” ist.

    Selber drucken wir auch im Siebdruck, jedoch nicht wie gewöhnlich mit den belichteten Sieben, sondern mit handgefertigten Schablonen, die unter die Siebe gelegt werden. Dadurch entsteht jedes Mal ein Unikat. Erfahrungsgemäß kann ich sagen, dass es zwar wirklich sehr aufwendig ist, aber dennoch immer super beim Kunden ankommt.

    Ich würde mich sehr über ein #Originaldrucke freuen, um damit unsere Werkstatt verschönern zu können.

  17. Da die ersten beiden Antworten nicht übernommen wurden hier nochmal mein Kommentar im ganzen:
    1.. Wo ist dir in jüngster Zeit „Handmade/Used-Look“ aufgefallen?
    Dieser Look fällt mir vor allem im Supermarkt auf Kosmetik- und Lebensmittelverpackungen auf, wo er dann diverse Assoziationen weckt: handgemacht, Manufaktur, Einzelstück, ohne Zusatzstoffe, natürlich, nachhaltig etc. Das gilt zum Beispiel für viele dm-Eigenprodukte. Auch viele kleine Cafés, Restaurants und Einzelhändler setzen auf den Look – bloß, dass die Assoziationen dann auch (mehr oder weniger) der Realität entsprechen. 2.. Fühlst du dich von einem so gestalteten Produkt oder einer Verpackung angesprochen? Ja, finde das sehr ansprechend. Und ich muss zugeben, dass ich ein „Konsumopfer“ bin und den so gestalteten Produkten tatsächlich intuitiv die oben genannten Eigenschaften zuschreibe (natürlich, gesund, …). 3.. Wie bewertest du den Trend in diesem Bereich? Ich denke der Trend wird Bestand haben. Ich sehe das in einem Zusammenhang mit gesellschaftlichen Bewegungen wie den LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) und Hipstern – also stark vereinfacht gesagt Menschen, die auf der Suche nach gesunden, nachhaltigen Produkten und/oder maximaler Individualität sind. Produkte im Handmade-Look erfüllen dies nicht zwangsläufig, sondern machen sich die Assoziationen, die dieser Look weckt, zu Nutze. Umso beeindruckender finde ich den Gestaltungsprozess der Kontiki. Würde mich daher sehr über die Originaldrucke freuen.

    #Originaldrucke

  18. Wo ist dir in jüngster Zeit „Handmade/Used-Look“ aufgefallen?

    wie schon einigen Vorschreiben auch, speziell im Outdoor-Bereich – manchmal mehr und manchmal weniger in den CI integriert.

    Fühlst du dich von einem so gestalteten Produkt oder einer Verpackung angesprochen?

    kann sein, muss nicht. Wenn’s offensichtlich nur “wir machen das weil’s cewl ist, brother” ist, eher nicht…

    Wie bewertest du den Trend in diesem Bereich?

    leider schon wieder abgenutzt.

    Hat auch “Nachteile: Letztens habe ich diesen Effekt bewusst nichtin einem Projektlogo verwendet, weil schon vorher klar war dass dieses Logo sehr oft geplottet werden wird – muss man sich ja nicht antun, und eine nur ‘leicht gealterte’ Schrift tat’s dann auch :)

    Freue mich im Gewinnfall auf “was, was man anfassen kann”, also die #Originaldrucke – bin aber flexibel und sehe bei einer #Lizenz deutlich bessere Gewinnchancen, ausserdem ist die Bude eh’ schon voll genug (ok, der Fontordner auch, aber das ist ja etwas anderes ;))

  19. Wo ist dir in jüngster Zeit „Handmade/Used-Look“ aufgefallen?
    Überall, selbst bei Möbeln und Einrichtung
    Fühlst du dich von einem so gestalteten Produkt oder einer Verpackung angesprochen?
    Eigentlich sehr …
    Wie bewertest du den Trend in diesem Bereich?
    …wenngleich sich der Trend wahrscheinlich wieder verflüchtigt.

    Mir gefällt es sehr, würde mich sehr über eine #Lizenz freuen

  20. Wo ist dir in jüngster Zeit „Handmade/Used-Look“ aufgefallen?
    An einem sehr schön gestalteten Schaufenster.

    Fühlst du dich von einem so gestalteten Produkt oder einer Verpackung angesprochen?
    Ja Handgemachtes eben.

    … würde mich sehr über einen #Originaldruck freuen.

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