53 Kommentare zu “Die Host-City-Logos zur FIFA Fußball-WM der Frauen 2011

  1. Anlässlich der hier vorgestellten Logos der Gastgeber-Städte der Fussball-Frauen-WM 2011 frage ich mich mal wieder, ob es heutzutage nicht zu oft zu einem “grafischen Overkill” kommt. Viele Veranstaltungen (hier: jede WM) haben ihr eigenes Logo, hinzu kommt oft das Logo des Veranstalters (hier FIFA) und etwaiger Sponsoren. Und jetzt auch noch die von den Veranstaltungsorten, teilweise mit eigens dafür gestalteten Logos. Hätte es hier nicht ausgereicht einfach “Host-City xy” neben das Logo der Frauen-Fussball-WM zu setzen? In anderen Bereichen lässt sich der übermäßige Einsatz von Bildmarken m.E. auch feststellen, etwa wenn man in vielen Städten neben dem Stadtwappen als offizielles Signet der Stadtverwaltung noch ein eigenes Logo für das Städtemarketing hat (vom Logowirrwarr wie in Erfurt ganz zu schweigen). Daneben haben heutzutage auch Weltkulturerbe-Stätten und Regionen ein eigenes Logo. Hinzu kommen noch häufige Logoänderungen gerade im kommerziellen Bereich, wenn das betroffene Unternehmen mal wieder von einem anderen übernommen wurde (siehe primacom). Muss dann immer ein neues Logo schaffen? Nur weil das Unternehmen einem anderen gehört? Auch in sehr überschaubaren Bereichen, wie z.B in der Universität Mainz gibt’s schon (zu) viele Logos: Neben dem für die Uni gibt’s oft eines für eine Unterabteilung, wie z.B. das Historische Seminar. Der Sonderforschungsbereich “Historische Kulturwissenschaft” hat auch ein Logo. Die Veranstaltungen des studium generale, einer Vorlesungsreihe für alle Interessierten, hat ebenfalls ein grafisches Erkennungszeichen (über die Qualität dieser “Logos” möchte ich jetzt nicht sprechen).

    Insgesamt habe ich den Eindruck, dass allzuoft für irgendetwas gleich ein eigenes Logo kreiert – von welcher Qualität auch immer – wird und das dazu führt, dass es zu einer grafischen Reizüberflutung kommt, in denen der Konsument/Nutzer/Bürger außer wenigen großen Marken eigentlich nichts mehr wirklich wahrnimmt. Man sieht diesen Trend ja auch hier im Blog sehr oft, wenns wieder heißt, das Logo x sähe so aus wie Logo y oder z. Wirklich originell können nur noch sehr wenige Sachen sein. Manchmal wäre es vielleicht besser, man würde auf ein neues Logo verzichten und würde sich stattdessen an ein bestehendes Logo/CD “dranhängen”…

  2. @ Tobias Retschke

    ich bin kein augsburger und komme nicht aus bayern, aber mir ist augsburger hohes friedensfest (8. august) wohl bekannt. augsburg hat übrigens höchste anzahl der feiertage in deutschland.

    bitte sich informieren, bevor man was sagt, sonst wirkt es echt anmaßend.

  3. Bei den Logos gewinnt ganz klar der Versuch, eine angepasstes Bildmarke neben das nicht eben aufgeräumte Fifa-Logo zu stellen. Das Bochum-Logo gewinnt zudem dank seiner Schlichtheit: der klare Gewinner.
    Augsburg und Wolfsburg kriegen den Anschluss hin, für mich ist Wolfburg da ein wenig gefälliger. Leverkusen schafft es wenigstens farblich, schade dass die Schwünge der Logos nicht zusammenpassen. Gladbach übernimmt den kruden Schwungstil – ziemlich mißlungen finde ich. Woher Sinsheim die Stimmen hat ist mir ein Rätsel, die Sinsheimer schaffen es dem überladenen Fifa-Logo eine Bildmarke zur Seite zu stellen, die trotz völliger Unabhängigkeit genauso überdetailliert wirkt.

    Dresden, Berlin und Frankfurt sind natürlich recht einfallslos, bleiben aber zumindst Ihrem Corporate Design treu. Dabei kommt eine flächige Lösung wie Dresden gar nicht so verkehrt, Frankfurt und Berlin scheitern mit Ihren Positiv-Logos auf weiß, die bestimmt nicht von ungefähr wie billig reingebastelt wirken. Be Berlin passt außerdem vom Format her gar nicht rein.

    Bei den Plakaten fällt auf, dass die Texte und Logo unlesbar klein geraten sind. Ansonsten gibt es zahlreiche Missgriffe:
    – Die Augsburger Farben erinnern micht irgendwie an Ungarn, nicht an “Deutschland 2011”
    – Berlin: Perspektive-Fail
    – Bochum sieht aus wie Obama-Kampagne + Airbrush,
    – Dresden: Frauenkirche + Kussfleck sind irgendwie so gar nicht fußballerisch
    – Frankfurt und Leverkusen machen noch das beste draus
    – Mit Gladbach kann ich mich trotz der ollen Bilderleiste arrangieren
    – Sinsheim liegt in Deutschland eher unten, so auch der Schwerpunkt dieses Plakats.
    Die Farben: brrr. Aber am fiesesten sind die “Kalligrafie”-krakel im Hintergrund
    – Und in Wolfsburg gibt es ein Spaßbad, die Blubberblasen sind nur etwas fleckig …

    Ich wollte eigentlich gar nicht lästern.

  4. @Bene: Wie kommst Du darauf, daß das Wappentier von Berlin ein männlicher Bär sei? Das ist eine Bärin! Schau Dir mal genau das Wappen von Finnland (ein Löwe) an, und vergleiche mit dem Berliner Wappen, dann siehst Du es.

  5. Ich bin sehr enttäuscht von den “Stadtlogos”. Hier wurden mal wieder jede Menge Chancen verpasst wichtige Informationen zu transportieren. Man erkennt zwar Ansätze, letztlich bleiben aber bei allen Logos Lücken die man mit besser hätte füllen können. So zeigt z.B. Augsburg (das in dieser Reihe noch eines der besseren Zeichen darstellt) zwar sein Logo im Logo, stellt heraus das es die “City of Peace” sei (untermalt mit einer süßen Friedenstaube) und bringt noch die Stadtfarben unter. Trotzdem bleibt der das schale Gefühl, die Fläche wäre besser nutzbar gewesen um z.B. noch das Gründungsjahr, eine Silhouette des Augsburger Doms und ein Portrait von Bert Brecht abzubilden.
    Völlig unbegreiflich wie man diese einmalige Chance, die Vorzüge der Stadt zu propagieren, vernachlässigt!

  6. Bis auf das Wappen von Bochum, das sich in der ohnehin überfüllten Logovorgabe, recht fein aber trotzdem effektiv zurückhält finde ich alle gezeigten Gestaltungen von den Logos bis hin zu den Plakaten wirklich weing überzeugend.

    Die Idee einfach das Stadtwappen in die Logofläche einzufügen, halte ich allerdings grundsätzlich für gar nicht so schlecht. Das könnte dann durch den Stadtnamen in der “FIFA-Schrift” ergänzt werden. Wenn alle das so machen würde, wäre die “Host”-Fläche im Logo eindeutig definiert und das Logo würde nicht durch zusätzliche “Gestaltungsideen” überfrachtet werden.

    Um die Stadt kreativ zu repräsentieren gibt es ja dann die Plakate, die von ihren Gestaltungsvorgaben ja tatsächlich recht frei sind und viel Raum für gute Gestaltung bieten könnten. Was dann aber dabei raus gekommen ist, ist fast schon eine Frechheit. Es sieht so aus als hätte sich wirklich niemand mit dem Thema länger als 5 min auseinandergesetzt: z.B. Wolfsburg: “Machen wir doch einfach eine Tänzerin / Jogalehrerin auf das Plakat, Frauen sollten sowieso kein Fussball spielen”. Es macht wenig Sinn noch viel darüber zu diskutieren: Ich sehe bei den Plakaten keine gute Idee und auch keine gelungene Umsetzung.

  7. Zu den Plakaten: Was genau sollen diese Plakate eigentlich aussagen, transportieren?
    Sollten Sie die Faszination Fussball zeigen? Oder die Vorzüge der jeweiligen Austragungsorte?

    Die Gestaltung kann diese Frage nicht beantworten ich sehe da weder irgendeine attraktive oder reizende Städte-Präsentation noch auch nur einen Funken Faszination Sport. Da ist einfach nix, nur eher mässige bis wirklich schlechte Flickschusterei auf dem Niveau der Fussballrasenkante. Selbst Augsburg, die sich wenigstens etwas haben einfallen lassen, nutzen für das Plakat ein Foto das sich so gar nicht von dem üblichen 95ct-Stockphoto-Trash unterscheiden mag.

    Eieiei, das ist sehr traurig und in der Reihung fast schon dramatisch!

  8. http://www.dfb.de/index.php?id=500014&tx_dfbnews_pi1%5BshowUid%5D=22346&tx_dfbnews_pi4%5Bcat%5D=167

    hier findet man alle plakate in groß.

    wäre beim dresen-plakat das gras und der fußball realistischer gelungen, fände ich das ein sehr gelungens plakat. mir gefällt die aufteilung der einzelnen elemente – hat sicher auch ne gute fernwirkung.
    ich finde die auswahl der elemente passend.

    frauenkirche – dresden
    fußball – fußball
    kuss – frau

    das plakat von bochum finde ich in der vergrößerung gelungen. wäre der ball im goldenen schnitt platziert, würde ich es noch besser finden. es strahlt energie aus. nimmt vllt. dem frauenfußball sein fades image.

  9. Ich stimme #21 Stefan zu:

    Bevor man sich auf diesen optischen Overkill einließ, hätte man sich bei den Logos von Anfang an besser auf eine einheitlich gestaltete, reduzierte Version “Stadtname plus FIFA-Logo” festlegen sollen – maximal noch ergänzt durch ein reduziertes Icon analog der Bochumer Variante (also Silhouette Frauenkirche, Brandenburger Tor, Sinsheimer Acker, etc.).

    Oder man hätte den Teilnehmerstädten zumindest ein vernünftiges Briefing geben und auf dessen Einhaltung achten sollen. So macht es jedenfalls wenig Sinn.

  10. Wie muss es denn im Text “Host-City-Logos” heißen und nicht “Logos der Austragungsorte”?
    Wenn nicht “Die Logos des Austragungsorte der Fußball-WM der Frauen 2011”, dann doch wenigstens konsequent “Die Host-City-Logos zum Women’s World Cup 2011”!

  11. Ich verstehe nicht ganz, warum die Fifa-Logos erst zu dieser eigenartigen Rechteckform vereinheitlicht werden, bei den Städtelogos dann aber ein einziges Durcheinander herrscht.

  12. Um mit dem Positiven anzufangen: Bochum, Wolfsburg und Augsburg haben wie ich finde das bestehende Logo gelungen weiterentwickelt. Über die diesbezügliche Verwendung von Verläufen lässt sich streiten. Intuitiv hat von den dreien bei mir Bochum die Nase vorn.

    Immerhin haben sich Leverkusen, Mönchengladbach und Sinsheim die Mühe gemacht eigene Ideen zu verwirklichen. Bei Leverkusen findet zumindest stilistisch ein Anschluss an das Turnier Signet statt, warum bei den beiden Anderen komplett eigene Entwürfe realisiert wurden, erschliesst sich mir nicht. Finde ich grafisch nicht wirklich ansprechend..

    Frankfurt, Berlin und Dresden mangelndes Interesse an der FIFA WM der Frauen zu unterstellen, fällt aufgrund der vollständigen Verweigerung eigene Signets zu entwickeln sogar fast schon für gerechtfertigt.

  13. Soll natürlich heissen:

    “… Frankfurt, Berlin und Dresden mangelndes Interesse an der FIFA WM der Frauen zu unterstellen, HALTE ICH aufgrund der vollständigen Verweigerung eigene Signets zu entwickeln sogar fast schon für gerechtfertigt.”

  14. Ein Hinweis: Das Plugin „WP-Polls“, das hier zum Einsatz kommt, war in einer älteren Version nicht kompatibel mit der aktuellen WordPress-Version 3.0.4. Habe das Plugin gerade aktualisiert und nun sind die Umfragewerte wieder korrekt.
    Schade eigentlich. Fand -1% für das Frankfurt-Signet auch recht passend.

  15. Auch für mich sind Bochum, Wolfsburg und Augsburg vorne. Was mich jedoch, und deswegen habe ich nicht für Bochum gestimmt, am Bochumer Logo doch tatsächlich stört ist, dass, bei aller Kritik die man an den Logos verbunden mit dem Städtelogo haben kann (Frankfurt, Berlin, Dresden; hier bleibt quasi noch der letzte Funken Lob im Kontrast zum Bochumer Logo übrig), hier Bochum zumindest im Frauen-Fußball-WM-Logo (also dem rechten Block) dann doch völlig aus der Reihe tanzt indem dort die obere Welle einfach eine komplett eigenständige Farbgebung (die damit völlig abweicht von den Logos aller Austragungsorte) erhalten hat. Verstehe nicht, wieso so etwas möglich ist (ebenso kann ich es allerdings auch nicht nachvollziehen, dass überhaupt so viel Gestaltungsmöglichkeiten zugelassen werden, auch was die linke Hälfte der Städtelogos betrifft). Insgesamt ein meines Erachtens eher trauriges Beispiel. Letztlich erhielt so Wolfsburg meine Stimme, ich mag den dort leichten Übergang vom Hellblauen in den mittleren Blauton wesentlich lieber als den starken Übergang beim Augsburger ins Dunkelblaue.

  16. Man kann an Achims Logogegenüberstellung sehr schön erkennen dass die Farben nicht bei allen Logos gleich sind. Augsburg und Wolfsburg gehen bei dem Verlauf Dunkelblau-Hellblau eher in Richtung Türkis als Weiß (Wobei Augsburg da sogar noch extremer ist). Wolfsburg tanzt sogar beim Dunkelblau (unter dem FIFA-Schriftzug) erkennbar aus der Reihe. Ja, Farben und Farbräume sind ein weites Feld und Fehler können passieren. Aber warum gebe ich als FIFA solche Farbabweichungen einfach frei und bitte nicht um Nachbesserung?! Das gleiche mit dem Weglassen der Verläufe bei Bochum. Das führt doch ein CD ad absurdum. Mit den zwei möglichen Formaten hat sich die FIFA meiner Meinung nach auch keinen Gefallen getan. Das macht das Ganze nur noch unruhiger.

    Natürlich ist das alles nur wirklich erkennbar wenn die Logos direkt nebeneinander stehen, was sie wahrscheinlich in der praktischen Anwendung nicht tun werden…

  17. Nachtrag:

    Die Gestaltungen von Bochum und Wolfsburg finde ich am besten. Leider trüben aber die fehlenden Verläufe bei Bochum und die Farbabweichungen bei Wolfsburg etwas diese Leistung.

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