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Die Evolution des Verpackungsdesigns von NIVEA

NIVEA Design

Als Mitte Januar hier im dt das neue Design für NIVEA vorgestellt wurde, gab es, abgesehen von ein, zwei Abbildungen, nur einen kleinen Vorgeschmack auf die zukünftige Gestaltung. Die Frage, wie die neue, von Fuseproject unter der Leitung von Yves Béhar entworfenen Designlinie auf Submarken, etwa der Männerpflegeserie „NIVEA MEN“, durchschlagen wird, blieb bis dato unbeantwortet. Heute werden exklusiv im dt eine ganze Reihe von Produkten gezeigt, die die gestalterischen Veränderungen der Marke NIVEA besser veranschaulichen.

Im Zuge der Entwicklung einer neuen Designlinie, die erstmals tatsächlich alle NIVEA-Produkte einschließt, wurde unter anderem auch das Verpackungsdesign der Männerpflegeserie erneuert, allerdings nicht von Fuseproject, sondern von einer anderen Agentur, die Beiersdorf erst zum Zeitpunkt einer offiziellen Pressemeldung benennen möchte.

Das Redesign erstreckt sich angefangen von der Form des Produktes, über dessen Oberflächengestaltung sowie der Gestaltung der Verpackung bis hin zur Überarbeitung der Logos. Während klassische Pflegeprodukte sowie Baby-Produkte mittels randlosen blauen Logokreis gekennzeichnet sind, haben Produkte der Männerpflegeserie einen silber-grau-umrandeten Kreis. Die bisherige rechteckige Form wird innerhalb der neuen Designlinie nicht weitergeführt.

Neues Logo für NIVEA MEN

Als Mitte Januar hier im dt das neue Design für NIVEA vorgestellt wurde, gab es, abgesehen von ein, zwei Abbildungen, nur einen kleinen Vorgeschmack auf die zukünftige Gestaltung. Die Frage, wie die neue, von Fuseproject unter der Leitung von Yves Béhar entworfenen Designlinie auf Submarken, etwa der Männerpflegeserie „NIVEA MEN“, durchschlagen wird, blieb bis dato unbeantwortet. Heute werden exklusiv im dt eine ganze Reihe von Produkten gezeigt, die die gestalterischen Veränderungen der Marke NIVEA besser veranschaulichen.

Im Zuge der Entwicklung einer neuen Designlinie, die erstmals tatsächlich alle NIVEA-Produkte einschließt, wurde unter anderem auch das Verpackungsdesign der Männerpflegeserie erneuert, allerdings nicht von Fuseproject, sondern von einer anderen Agentur, die Beiersdorf erst zum Zeitpunkt einer offiziellen Pressemeldung benennen möchte.

Das Redesign erstreckt sich angefangen von der Form des Produktes, über dessen Oberflächengestaltung sowie der Gestaltung der Verpackung bis hin zur Überarbeitung der Logos. Während klassische Pflegeprodukte sowie Baby-Produkte mittels randlosen blauen Logokreis gekennzeichnet sind, haben Produkte der Männerpflegeserie einen silber-grau-umrandeten Kreis. Die bisherige rechteckige Form wird innerhalb der neuen Designlinie nicht weitergeführt.

Neues Logo für NIVEA MEN

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 34 Kommentare

  1. Die Designs sind mehr oder weniger gleich “gut”, ob ich “vorher nachher” oder “nachher vorher” unter obige Bilder schreibe, ändert irgendwie nicht viel. Oder anders gesagt: in ein paar Jahren könnte man die Bilder wieder benutzen, nur links/rechts bzw. alt/neu vertauscht, würde auch keinem auffallen :)

  2. @mell
    Ja quasi… aber irgendwie find ich diese ovale Form in die eckigen Form der – k.a. was es darstellen soll, eine Rasierklinge mit dem gebürsteten Alu? – passt irgendwie nicht.

  3. Ich finde das runde Logo recht retro und es klebt klobig wie ein Störer auf den Designs. Mir fehlt eine filligrane Finesse. Doch aus einer Marketingsicht ist das neue Logo genial. NIVEA-Creme ist weltweit etabliert und jeder kennt die runde, blaue Dose. Diese Form hat sich eingeprägt und NIVEA stützt mit diesem Wiedererkennungswert alle anderen Marken unter diesem Dach.

  4. ERNÜCHTERUNG. Das triffts wohl am ehesten. Ich muss da J.Grassl recht geben: im ersten Nivea-Rebranding-Posting habe ich noch meine volle Begeisterung kundgetan. Die dort vorgestellten Produkte sahen klasse aus, waren schön reduziert und ästhetisch. Was jetzt hier gezeigt wird ist ok, aber auch nicht mehr. Schade dass die klare Linie dann doch nicht so konsequent durchgezogen wird. Es hätte wirklich großes Potential gehabt :(

  5. Die Fliege an der Wand im Besprechungszimmer der Entscheidung hätte man sein müssen.

    Mutmaßung: Vorstandsmitglieder, Marketing-Abteilungsleitung und Finanzrat treffen auf den Chef der Handelsagentur dicht gefolgt vom Creative Director. Gefährliche Kombination, wie sich jetzt gezeigt hat, denn die ästhetisch guten Vorschläge waren dem Vorstand dann vielleicht doch etwas zu gewagt: »Wir wollen ja unsere Bestandskunden nicht verjagen, mit diesen neuen Dessins«. Mutmaßung Ende
    Eines wissen wir aber. Die Handelsagentur hat die Runde nicht mit stichfesten Argumenten davon überzeugen können, dass der Sprung zum neuen Ufer, mit dem ohnehin radikal neuen Rebrand, im Grunde nur noch ein kleiner Schritt ist. Und das ist das eigentliche Problem.

  6. Ohne jetzt in die Grundsatzdebatte einsteigen zu wollen, zwei Dinge die mich primär stören:
    1. Geschlechtsspezifisches Design aus reinen Marketingzwecken, will heißen, dass man einige Produkte sicher zusammenführen und diese wenigstens gendersensitiv anwerben könnte, wie bspw. die konventionelle Nivea-Creme. Aber nein, Mann und Frau müssen in ihrem (angeblichen) Verhalten (was z.B. Gesichtscreme oder Duschgel angeht) differenziert werden.
    2. Das Spielen mit vorhandenen Klischees festigt diese natürlich weiter, damit meine ich natürlich das Verwenden der Farbe Rosa bzw. dem total verkitschtem Metallic-Look. Und dass wir diese beim Abscannen in der Drogerie bräuchten, zeigt leider unser total unreflektiertes Denken mit diesen Stereotypen im Alltag.
    Aber wenn die Werbung meint, Männer wollen nach Maschinenöl und Frauen nach Rosenblüten duften, ist das sicher das Ergebnis einer knallhart investigativen Studie. :)

  7. Chris, dass Du ernsthaft die Notwendigkeit für geschlechtsspezifische Unterscheidung innerhalb der Gestaltung negierst, finde ich bemerkenswert. Was heißt denn „aus Marketingzwecken“? Parfüms, denen man anhand der Form des Flakons ansieht, dass sie eher für Männer bestimmt sind, helfen Dir anhand ihres „Gender Codes“ bei Deiner Entscheidung. Sie leisten einen Dienst, der Dir zugute kommt. Statt Zeit dafür aufzuwenden, hunderte eher neutral gestaltete Produkte zu testen, um herausfinden, welche Duft einem gefällt, hilft das Design dabei die Suche einzugrenzen. Ähnliches gilt für viele andere Produkte wie Kleidung, Möbel, Autos, Haushaltsgegenstände etc.

    ICH fühle mich als potentieller Käufer angesprochen, wenn ich ein Design in Händen halte, von dem ich weiß, dass es für die Zielgruppe Männer gedacht ist. Männer und Frauen treffen eine Kaufentscheidung aus unterschiedlichen Gründen. Verkürzt dargestellt suchen Männer auf Verpackungen eher die Informationen, während Frauen sich stärker von haptischen, emotionalen und auch von olfaktorischen Eindrücken leiten lassen. Diese Unterschiedlichkeit zu berücksichtigen, sollte im Verpackungsdesign und auch im Kommunikationsdesign selbstverständlich sein und zwar nicht weil eine Marketing-Abteilung das so will, sondern weil wir als Konsumenten das von den Herstellern so erwarten.

    Die Werbung suggeriert in diesem Fall nichts, was Verbraucher gar nicht wünschen. Der Umstand, dass es bei Tchibo meist nur Klamotten für Mädchen/Frauen in Rosa und Maigrün und Sachen für Jungs/Männer in Blau und Grau gibt, mag vielleicht den Anschein erwecken, als zwinge man dem Verbraucher diese Farbcodes auf. Letztendlich orientieren sich die meisten Unternehmen jedoch mit ihrer Produktauswahl an den Bedürfnissen der Menschen. Diese Bedürfnisse zu übergehen, hielte ich für einen der größten Fehler, den man im Design machen kann.

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