Die Bewerbung von Lviv um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2022
Als das Nationale Olympische Komitee der Ukraine im Januar dieses Jahres das Logo präsentiert, mit dem es beabsichtigt ins Rennen um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2022 zu gehen, war noch nicht abzusehen, was sich knapp drei Wochen später ereignen würde.
Mittlerweile wird die Ukraine von einer Übergangsregierung geführt. Glaubt man den Medienberichten, steuert das Land einem Staatsbankrott entgegen, was die Olympiabewerbung geradezu grotesk erscheinen lässt. Trotz der politischen, wirtschaftlichen und sozialen extrem schwierigen Rahmenbedingungen will man zunächst an der Bewerbung festhalten
Im August 2010 hatte die ukrainische Stadt Lviv (Lemberg) offiziell ihre Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2022 bekanntgegeben. Das Logo wurde im Rahmen eines Wettbewerbs ermittelt. Die Bewerbungsunterlagen seien nun zu 95 Prozent komplett, heißt es.
Gespräche mit der Regierung habe das Olympische Komitee der Ukraine seit den Protesten nicht mehr geführt, was angesichts der Umwälzung im Land kaum verwunderlich ist. Neben Lviv bewerben sich noch Krakau, Oslo, Peking sowie Almaty (Kasachstan) um die Ausrichtung. Im Juli 2015 wird das IOC bekanntgeben, welche Stadt den Zuschlag erhält.
Es ist den Ukrainern/Bewohnern von Lviv nur zu wünschen, dass dieser Kelch an ihnen vorübergehen und sich die Lage im Land in naher Zukunft normalisieren wird. Olympische Spiele, wenngleich erst in acht Jahren, sind es nicht, die die Ukraine benötigt, noch weniger einen Gigantismus wie den von Sochi.
[Update 02. Juli 2014: Lviv hat sich aus dem Kreis der Bewerber verabschiedet: Lviv Ukraine Drops Olympic Bid for 2022 Winter Games]





@Jolle: …!?!
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