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Deutsches Historisches Museum präsentiert sich mit neuem Logo

Deutsches Historisches Museum Logo, Quelle: Deutsches Historisches Museum
Deutsches Historisches Museum Logo, Quelle: Deutsches Historisches Museum

Das Deutsche Historische Museum hat seit Kurzem ein neues Logo. Im Rahmen des Relaunchs ändert das Museum auch die Hausschrift.

Das Deutsche Historische Museum (DHM) im Berliner Zeughaus vermittelt deutsche Geschichte im europäischen Kontext. Es nutzt zwei Gebäude: das barocke Zeughaus an der Prachtstraße Unter den Linden und den modernen Pei-Bau. Das DHM gehört zu den meistbesuchten Museen Berlins.

Zuletzt wurde das visuelle Erscheinungsbild des Museums 2013 modifiziert (dt berichtete). Anstelle der dominanten „D“-Bildmarke, bestehend aus sich überlagernden Flächen, tritt das Haus künftig mit einem Logo in Erscheinung, das auf die Verortung des Museums in Berlins historischer Mitte verweist.

Deutsches Historisches Museum Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Deutsches Historisches Museum, Bildmontage: dt
Deutsches Historisches Museum Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Deutsches Historisches Museum, Bildmontage: dt

Das bisherige abstrakte „D“ macht Platz für das in Kleinbuchstaben gesetzte Akronym „dhm“. Das neue Logo sei geometrisch klar und flexibel einsetzbar, wie es seitens des Museums heißt. Die Formgebung des Kleinbuchstabens „m“ zitiert die Rundbögen des Zeughauses. Künftig wird das Kürzel auch als alleiniger Absender verwendet, beispielsweise im Umfeld von Social Media.

Ergänzt wird das Logo durch die Schrift GT Standard (Grilli Type) – eine präzise, lesefreundliche und barrierearme Type, die jeglichen Gestaltungsanforderungen gerecht werde. Eine Farbwelt aus 14 Tönen – von gedeckt bis kräftig – soll vielfältige Anwendungsmöglichkeiten und eine differenzierte Ansprache eröffnen, so der offizielle Pressetext.

Entstanden ist der neue visuelle Auftritt in Zusammenarbeit mit der Agentur State Productions (Berlin).

Aufgrund von Baumaßnahmen ist das Zeughaus geschlossen. Nach Aussage von Museumsdirektor Raphael Gross ist eine Wiedereröffnung des Zeughauses mit einer neuen ständigen Ausstellung „vor 2031 nicht realistisch”. Ein verbindlicher Zeitplan wird voraussichtlich 2027 bekannt gegeben. Der Pei-Bau bleibt mit Wechselausstellungen geöffnet. Das Museum ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Auch wenn die alte Bildmarke etwas mehr Kreativität zeigte, muss ich doch gestehen, dass diese durch die Scheinwerfer (wie ich die Flächen interprätiere) auch etwas nach Film und Show aussah. Natürlich könnte man auch argumentieren, dass Exponate im Scheinwerferlicht stehen. Das ist nunmal Ansichtssache. In jedem Fall wirkte es doch eher modern als geschichtlich.

    Das neue Logo mit der Anspielung auf “die Rundbögen des Zeughauses” macht hier schon eine etwas historischere Anmutung. Auch wenn man das Zeughaus nicht kennt, wird man durch die Torbögen genrerell an alte Bauwerke erinnert. Ob man mit den Buchstaben d und h auch etwas mehr hätte machen können, oder diese beispielsweise über das m setzen hätte können, bleibt für mich offen.

    1. Tatsächlich haben die zwei Bögen im “m” doch recht wenig mit der Fassade des Zeughauses zu tun, bei Hinzuziehung des “h” wären es immerhin drei gewesen, was als Analogie zum Eingang vielleicht schon besser gepasst hätte. Abgesehen davon stört mich der Bruch zwischen gerundetem “h” und “m” mit der strengen Horizontalen irgendwie, optisch wirkt es zudem so, als wenn der Bogen beim “h” größer als beim “m” sei. Mag ja sein, dass diese Irritationen gewollt waren, aber irgendwann verbraucht sich doch jeder Störer-Effekt, und dann bleibt einfach eine nicht ganz stimmige Buchstabenfolge. Aber dann kommt ja auch schon das nächste Logo. Diese regelmäßigen kompletten Neuerfindungen finde ich derweil immer noch fragwürdig und würde mir viel mehr evolutionäre Weiterentwicklungen wünschen. Ein gerade mal 13 Jahre altes Logo, das nicht schlecht und ohne Anspruch gemacht war, hätte das doch eigentlich verdient.

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